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Das hätten diejenigen, die Elon Musks SpaceX-Aktie als Erstzeichner erhalten oder direkt nach dem Börsenstart am Markt gekauft hatten, wohl nicht erwartet: Die Aktie beendete ihre fünfte Woche an der Börse unterhalb des Ausgabepreises. Das ist ein Warnsignal.
Bei meinem ersten Blick auf diese Aktie am 24. Juni betrug deren „Lebenszeit“ an der Börse gerade einmal sieben Handelstage. Aber schon da wirkte es, als würde die Sache für die Käufer nicht allzu rund laufen. Die Aktie, welche diejenigen, die bei der Ausgabe zum Zuge gekommen waren, zu 135 US-Dollar erhielten, war zwar am dritten Handelstag bis auf 225,64 US-Dollar geschossen, lag da dann gut 67 Prozent über dem Ausgabepreis und wirkte wie ein perfekter „Deal“. Aber dann begann die Sache zu kippen:

Dieser Rekordtag endete mit einem kritischen „Inverted Umbrella“-Doji, direkt gefolgt von einem „Bearish Engulfing Pattern“. Das indizierte, dass in dieser luftigen Höhe auf einmal deutlicher Abgabedruck aufkam. Und der endete nicht … bis heute nicht. Wir sehen im Chart, dass es danach bald zu einer Seitwärtsbewegung im Bereich um 150 US-Dollar kam. Aber kaum hatte das neue Quartal begonnen, setzte der Druck wieder ein und führte die Aktie zum Wochenschluss unter den Ausgabepreis von 135 US-Dollar. Für diejenigen, die von Anfang an dabei waren, erst recht aber für die Käufer der ersten drei Handelstage, eine herbe Enttäuschung. Und dass am Ausgabepreis keine massiven Käufe derer aufkamen, die bei der Verteilung der Aktien nicht zum Zuge kamen und hofften, an der Börse vielleicht doch „billig“ an die Aktie zu gelangen, ist bezeichnend.
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SpaceX Aktie finden Sie hier.
Banken, die einen Börsengang als Konsortialbanken begleitet haben, stützen den Kurs normalerweise eine Zeit lang, damit er nicht unter den Ausgabepreis fällt. Das scheint hier entweder nicht gewollt zu sein oder nicht zu gelingen. Es ist zudem auffällig, dass es keine Verkäufe von Großinvestoren sind, die hier drücken, denn die Sperrfrist für die Ersten, die da Aktien auf den Markt werfen könnten, läuft noch.
Ein entscheidender Faktor für diese Schwäche sind weniger skeptische Analysten, denn die meisten von ihnen haben sofort mit „Kaufen“ votiert und teilweise astronomisch hohe Kursziele vergeben, sondern eher der Umstand, dass die bullischen Analysten eigentlich gar nicht wissen können, wovon sie reden. Denn noch liegen keine aktuellen Quartalszahlen vor, nur die Rahmendaten des Jahres 2025 – und da hat SpaceX bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar 4,9 Milliarden US-Dollar Verlust eingefahren.
Dass Elon Musk und die Emission begleitende US-Bank Morgan Stanley von Billionen-Umsätzen in der Zukunft reden, klingt gut. Aber wie es wirklich laufen wird, weiß niemand. Was hier und heute Fakt ist, ist ein Unternehmen, das Verluste macht, von der Bewertung her aber mit einem Schlag auf dem Level der marktbeherrschenden und massiv Geld verdienenden Mega-Techs unterwegs ist.
Das Chartbild zeigt derzeit eine klare Abwärtstendenz mit diesem „Kalte-Dusche-Faktor“ eines widerstandslosen Abrutschens unter den Ausgabepreis. Natürlich könnte diese Aktie jederzeit auch wieder aufwärts drehen. Aber dem vorzugreifen, wirkt brandgefährlich. Meine Einschätzung, mit der ich diese erste Analyse vom 24. Juni schloss, gilt weiter, jetzt aber dick rot unterstrichen: Hier dürfte Vorsicht wirklich kein Fehler sein!
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SPCX/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.07.2026 um 22:28 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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