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Dass SMA Solar 2025 erneut weniger verdienen würde, war erwartet worden. Zudem hatten die am Dienstag vorgelegten, vorläufigen Zahlen auch positive Aspekte zu bieten. Trotzdem verkehrte sich die anfangs bullische Reaktion ins Gegenteil: Der Ausblick war das Problem.
Das Jahr 2025 war für den Hersteller von Solar-Wechselrichtern erneut kein gutes. Der Umsatz blieb zwar mit -0,9 Prozent in etwa stabil und lag mit 1,516 Milliarden Euro marginal über den Schätzungen der Analysten. Und der Auftragsbestand lag in etwa auf Höhe des Vorjahres. Aber der als EBITDA gerechnete operative Gewinn war keiner, sondern mit -65,4 Millionen Euro ein Verlust. Damit hatte man zwar auch gerechnet, aber besser als gedacht war das nicht.
Zwar betonte SMA Solar, dass das Ergebnis erheblich durch Wertminderungen, Rückstellungen und Kosten für Restrukturierung belastet wurde, und stellte für 2026 wieder einen operativen Gewinn in Aussicht. Aber die da genannte Spanne von 50 bis 180 Millionen Euro fiel ungewöhnlich weit aus. Und das bislang im Durchschnitt seitens der Analysten für 2026 vermutete EBITDA von 156 Millionen würde nahe am oberen Ende dieser Range liegen. Das indiziert, dass man bei SMA Solar weiter von schwierigen, nicht besonders gut eingrenzbaren Rahmenbedingungen ausgeht, sprich: von einem unsicheren Umfeld.
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Expertenmeinung: So gesehen wundert es nicht, dass der anfängliche Kursanstieg am Ende einem Minus wich. Denn angesichts dieses Ausblicks steht die Frage im Raum, ob man sich mit der immensen Erholung der Aktie seit dem vergangenen Frühjahr nicht womöglich schon zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Richtig wäre zwar, dass das obere Ende der avisierten EBITDA-Gewinnpanne das derzeitige Kurslevel der Aktie rechtfertigen würde. Aber momentan ist eben unklar, ob SMA Solar diesen Bereich auch erreichen wird können.
Da müsste also erst einmal der Optimismus zurückkehren, damit es gelingen könnte, die mit dem Abverkauf initialer Kursgewinne gestern bestätigte Vollendung des seit Ende 2025 entstandenen Topps zurückzunehmen. Aber das aktuelle Marktumfeld fördert Optimismus nicht gerade.
Die SMA Solar-Aktie müsste klar über dem gestrigen Tages-Verlaufshoch von 33,22 Euro schließen, um wieder realistische Chancen auf der Oberseite zu haben. Gelingt das nicht und kommen im Gegenteil Anschlussverkäufe auf, wären die nächsten Kursziele aus charttechnischer Sicht die momentan bei 26,35 Euro verlaufende 200-Tage-Linie und darunter dann die markante Supportzone 24,54 zu 24,88 Euro.

Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025, 03.03.2026:
https://www.sma.de/investor-relations/corporate-news/detail/eqs-news-sma-gruppe-veroeffentlicht-vorlaeufige-ungepruefte-zahlen-fuer-das-gesamtjahr-2025-und-gibt-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr-2026-bekannt
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