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SMA Solar Aktie Prognose SMA Solar: Wo bleiben denn die Bullen?

News: Aktuelle Analyse der SMA Solar Aktie

In diesem Artikel
SMA Solar
ISIN: DE000A0DJ6J9
|
Ticker: S92 --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur SMA Solar Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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SMA Solar gehörte zu den Aktien, die bis vor Kurzem zu den Spitzen-Performern im TecDAX gehörten. Doch während man bei den scharf korrigierten Halbleiter-Aktien gerade versucht, die Hausse wieder in Gang zu setzen, fällt diese Aktie bislang weiter. Was ist da los?

Dass die Aktie des Solar-Wechselrichter-Herstellers derzeit deutlich unter Druck steht, liegt nicht zuletzt daran, dass diese beeindruckende Hausse, in der sich der Kurs binnen weniger als zwei Monaten in der Spitze verdoppelt hatte, auf einer anderen Grundlage ablief als die der Chip-Aktien und deren Zulieferer. Hier ging es darum, dass man seitens der Spekulanten unterstellte, dass die Nachfrage nach Solarstrom durch den immensen Anstieg des Ölpreises als Reaktion auf den Iran-Krieg deutlich steigen werde – und dies Umsatz und Gewinn des Solarindustrie-Zulieferers SMA Solar befeuern werde.

Dass die Erwartung stark anziehenden Wachstums Spekulation und nicht das Verfolgen eines bereits bestehenden Trends ist, zeigten zuletzt die am 13. Mai vorgelegten Ergebnisse des ersten Quartals: Der Umsatz legte nur um vier Prozent, der operative Gewinn, als EBITDA gerechnet, um überschaubare sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu.

Zwar gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass SMA Solar trotzdem im Gesamtjahr in Sachen Gewinn gut Boden gutmachen und knapp zwei Euro pro Aktie erzielen wird. Aber selbst jetzt, auf gegenüber dem Jahres-Verlaufshoch bei 70,70 Euro bereits deutlich gedrückten Niveau, käme man damit auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von derzeit knapp 27. Nicht zu teuer, wenn die Karte, die die Käuferseite gespielt hat, sticht. Aber zu teuer, wenn nicht.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SMA Solar Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Dabei ist auffällig, dass die Analysten, die diese Aktie regelmäßig einstufen, während dieses Sturmlaufs des Kurses weiter eher zurückhaltend blieben. Nur einer der fünf Analysten, die SMA Solar momentan bewerten, stuft die Aktie als kaufenswert ein, der Rest plädiert für „Halten“. Und jetzt sinkt eben das Argument für ein stärkeres Wachstum:

Der Ölpreis steht, obgleich in Sachen Iran weiterhin nichts gelöst ist, unter Druck – das macht das bullische Lager verständlicherweise nervös. Aber die Frage ist, wie weit dieser aktuelle, am Dienstag angesichts schwacher Rohöl-Notierungen besonders intensive Abgabedruck die Aktie noch nach unten führen könnte?

Wenn erst einmal die Nerven blank liegen, weil man eine als ziemlich sicher funktionierend angesehene Spekulation schiefgehen sieht, ist in Bezug auf das kommende Verhalten der Trader nichts unmöglich. So gesehen lässt sich das nicht klar vorhersehen. Aber sollte sich der Druck durch gezielt auf fallende Kurse hinwirkende, bärische Trader intensivieren, wäre eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung in dem Fall wahrscheinlicher, wenn das Zwischentief des 13. Mai, als man auf die oben genannten Quartalszahlen reagiert hatte, klar unterboten werden sollte.

Diese Linie liegt bei 51,65 Euro und wurde am Dienstag im Zuge des sich im Tagesverlauf intensivierenden Abverkaufs bereits erreicht bzw. knapp unterboten. Sollte sie signifikant und das auf Schlusskursbasis gebrochen werden, würde die mittelfristige Supportzone zwischen 38,54 und 39,10 Euro, gebildet aus den im Dezember und Januar entstandenen Zwischenhochs, sowie die bei 36,43 Euro sukzessiv an diese Zone heranlaufende 200-Tage-Linie als Kursziel ins Spiel kommen. Würde SMA Solar in diesen Bereich zurücksetzen, wäre sie allemal eine erneute Analyse wert, denn die jetzt noch ambitionierte Bewertung wäre dann in einen Bereich zurückgekommen, in dem es sich lohnen würde, sich die Aktie dann genauer anzusehen.

SMA Solar Aktie: Chart vom 09.06.2026, Kurs 51,35 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 09.06.2026, Kurs 51,35 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.06.2026 um 22:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der SMA Solar Aktie

15.05.2026
08:33 Uhr

SMA Solar: Welche „Botschaft“ steht hinter diesem Turnaround? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.05.2026 um 22:25 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Als Reaktion auf die Ergebnisse des 1. Quartals 2026 rutschte die SMA Solar-Aktie am Mittwoch nach starkem Kursanstieg im Vorfeld kräftig ab. Einen Tag später, am Donnerstag, schloss sie höher als zuvor. Wie sollte man das einordnen?

Die Bilanzergebnisse wurden am Mittwoch veröffentlicht und waren salopp ausgedrückt „ganz okay“: Es wirkte, als sei das Ende des Tunnels in Sicht, aber nicht so, als stünde man bereits direkt an dessen Ausgang. Das ist eine Gemengelage, in der man sich eine Aktie in Sachen Einstieg genauer anzusehen pflegt. Hier aber sehen wir im Chart: Da waren andere schon vorher da, in kaum mehr als zwei Monaten hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.

Konnten die Quartalszahlen das unterfüttern? Eher nicht. Der Umsatz legte im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 4,0 Prozent zu, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 6,1 Prozent. Der Auftragsbestand lag per 31. März 9,3 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Man ist also auf dem richtigen Weg. Aber man scheint da nicht zu rennen, sondern zu gehen.

Was auch dadurch erkennbar wurde, dass der Vorstand des Solar-Wechselrichterherstellers die Anfang März vorgestellte 2026er-Prognose zwar auf der Unterseite eingrenzte, indem man festhielt, dass auf Basis der aktuellen Situation vermutlich in Bezug auf Umsatz und EBITDA das obere Drittel der genannten Prognose-Spanne erreicht werde. Aber bezüglich des EBITDA, dessen Range mit 50 bis 180 Millionen Euro angegeben wurde, hatten die Analysten das bereits erwartet, da liegt die Prognose momentan im Schnitt bei 148 Millionen.

Expertenmeinung: Eine positive Überraschung blieb also aus. Was die Aktie am Mittwoch direkt nach Vorlage der Zahlen auch reflektierte, indem der Kurs in der Spitze bis zu 14,3 Prozent verlor und dann mit einem Minus von 7,4 Prozent ins Handelsende ging. Und einen Tag später ging es auf einmal um sagenhafte 15,85 Prozent nach oben, was dazu führte, dass die Aktie unverhofft ein neues Jahreshoch erreichte. Was könnte das ausgelöst haben?

SMA Solar Aktie: Chart vom 14.05.2026, Kurs 64,70 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 14.05.2026, Kurs 64,70 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Haben einige Analysten womöglich ihre Kursziele erst am Tag danach, also am Donnerstag, angehoben? Nein. SMA Solar wird ohnehin nur von wenigen Analysten abgedeckt. Und von den fünf, die das tun, reagierten zwei – und das gleich am Bilanztag. Dabei bewertete Berenberg die Aktie mit „Halten“ und hob das Kursziel von 41 auf 50 Euro an – das liegt deutlich unter dem derzeitigen Kurs. Jefferies war optimistischer, blieb bei der Empfehlung „Kaufen“, hob aber das Kursziel von 58 auf 71 Euro an. Nur ist dieses 71-Euro-Ziel auch das höchste von allen … und läge jetzt bereits nahe.

Ist die Aktie angesichts dieser neuen Zahlen womöglich so billig bewertet, dass Anleger in dem Vortages-Rücksetzer ein „Schnäppchen“ erkannten? Eher nicht, auf Basis der 2026er-Gewinnschätzung der Analysten von im Schnitt 1,88 Euro pro Aktie käme man hier auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 34. Das wäre nicht zu teuer, wenn man sicher sein könnte, dass SMA Solar weiter zügig und stetig wächst. Aber der Solar-Markt ist unstet, so dass eine Bewertung wie die aktuelle eher schon ein wenig gewagt wirkt.

Aber kann eine Aktie denn derart stark zulegen, ohne dass man dafür triftige Gründe hätte? Ja, das kann vorkommen, wenn die Spekulation stark ausgeprägt ist. Und das ist sie derzeit. Zwar nur bei einem eher kleinen Kreis von Aktien … aber wenn wir uns das Chartbild von SMA Solar ansehen, darf man unterstellen: Diese Aktie, die seit Jahresbeginn ganze 90 Prozent zugelegt hat, gehört dazu. Und es kann zusätzlich eine Rolle gespielt haben, dass heute eine Abrechnung an der Terminbörse läuft, bei der natürlich auch Optionen auf SMA Solar auslaufen.

Vom Mittwochs-Tagestief zum Donnerstags-Schlusskurs ist diese Aktie von unten gerechnet 25 Prozent gestiegen. Angesichts guter, aber nicht umwerfender Bilanzzahlen und bei einer nicht gerade niedrigen Bewertung. Die Botschaft hinter dieser Kaufwelle lautet daher vermutlich vor allem „Spekulation“ … entsprechend vorsichtig sollte man hier agieren!

Quellenangaben:
Bilanz des 1. Quartals 2026, 13.05.2026:https://www.sma.de/newsroom/news-detail/sma-gruppe-umsatz-und-ergebniswachstum-geschaeftsjahr-2026
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/S92.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

15.04.2026
08:16 Uhr

SMA Solar mit Aufwärtsdynamik – darauf ist nun zu achten — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.04.2026 um 7:50 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Jahresbeginn zeigt sich der Spezialist für Photovoltaik-Systemtechnik und Wechselrichter in solider Verfassung und konnte den zwischenzeitlichen Rücksetzer im Februar schnell abschütteln. Im März übernahmen die Bullen wieder die Kontrolle und sorgten mit dem Ausbruch über den Widerstandsbereich um 39 EUR für ein technisch relevantes Signal.

Seither präsentiert sich die SMA Solar-Aktie in einer dynamischen Aufwärtsbewegung. Die Trendstruktur wirkt bullisch und das Momentum bleibt hoch. Auffällig ist jedoch der mittlerweile deutliche Abstand zur 50-Tage-Linie, was kurzfristig auf eine überkaufte Situation hindeuten kann. Die 20-Tage-Linie fungiert aktuell als wichtiger Taktgeber innerhalb des Trends und dient als kurzfristige Orientierung für die Marktteilnehmer.

Expertenmeinung: Das technische Bild bleibt konstruktiv und wird durch das Momentum getragen. Fundamental profitiert das Unternehmen weiterhin vom Ausbau erneuerbarer Energien und der steigenden Nachfrage nach Photovoltaiklösungen, was den Sektor insgesamt unterstützen kann.

Gleichzeitig kann die hohe Dynamik kurzfristig zu Übertreibungen führen, wodurch Rücksetzer wahrscheinlicher werden. Hält die Aktie ihr Niveau und kann sich oberhalb der 20-Tage-Linie stabilisieren, könnte dies die Grundlage für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung schaffen.

Aussicht: Bullisch

SMA Solar Aktie: Chart vom 14.04.2026, Kurs: 48.94 EUR Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 14.04.2026, Kurs: 48.94 EUR Kürzel: S92 | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

04.03.2026
08:20 Uhr

SMA Solar: Rettungskäufe gescheitert, Topp vollendet. — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.03.2026 um 20:20 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass SMA Solar 2025 erneut weniger verdienen würde, war erwartet worden. Zudem hatten die am Dienstag vorgelegten, vorläufigen Zahlen auch positive Aspekte zu bieten. Trotzdem verkehrte sich die anfangs bullische Reaktion ins Gegenteil: Der Ausblick war das Problem.

Das Jahr 2025 war für den Hersteller von Solar-Wechselrichtern erneut kein gutes. Der Umsatz blieb zwar mit -0,9 Prozent in etwa stabil und lag mit 1,516 Milliarden Euro marginal über den Schätzungen der Analysten. Und der Auftragsbestand lag in etwa auf Höhe des Vorjahres. Aber der als EBITDA gerechnete operative Gewinn war keiner, sondern mit -65,4 Millionen Euro ein Verlust. Damit hatte man zwar auch gerechnet, aber besser als gedacht war das nicht.

Zwar betonte SMA Solar, dass das Ergebnis erheblich durch Wertminderungen, Rückstellungen und Kosten für Restrukturierung belastet wurde, und stellte für 2026 wieder einen operativen Gewinn in Aussicht. Aber die da genannte Spanne von 50 bis 180 Millionen Euro fiel ungewöhnlich weit aus. Und das bislang im Durchschnitt seitens der Analysten für 2026 vermutete EBITDA von 156 Millionen würde nahe am oberen Ende dieser Range liegen. Das indiziert, dass man bei SMA Solar weiter von schwierigen, nicht besonders gut eingrenzbaren Rahmenbedingungen ausgeht, sprich: von einem unsicheren Umfeld.

Expertenmeinung: So gesehen wundert es nicht, dass der anfängliche Kursanstieg am Ende einem Minus wich. Denn angesichts dieses Ausblicks steht die Frage im Raum, ob man sich mit der immensen Erholung der Aktie seit dem vergangenen Frühjahr nicht womöglich schon zu weit aus dem Fenster gelehnt hat. Richtig wäre zwar, dass das obere Ende der avisierten EBITDA-Gewinnpanne das derzeitige Kurslevel der Aktie rechtfertigen würde. Aber momentan ist eben unklar, ob SMA Solar diesen Bereich auch erreichen wird können.

Da müsste also erst einmal der Optimismus zurückkehren, damit es gelingen könnte, die mit dem Abverkauf initialer Kursgewinne gestern bestätigte Vollendung des seit Ende 2025 entstandenen Topps zurückzunehmen. Aber das aktuelle Marktumfeld fördert Optimismus nicht gerade.

Die SMA Solar-Aktie müsste klar über dem gestrigen Tages-Verlaufshoch von 33,22 Euro schließen, um wieder realistische Chancen auf der Oberseite zu haben. Gelingt das nicht und kommen im Gegenteil Anschlussverkäufe auf, wären die nächsten Kursziele aus charttechnischer Sicht die momentan bei 26,35 Euro verlaufende 200-Tage-Linie und darunter dann die markante Supportzone 24,54 zu 24,88 Euro.

SMA Solar Aktie: Chart vom 03.03.2026, Kurs 29,16 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 03.03.2026, Kurs 29,16 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025, 03.03.2026:
https://www.sma.de/investor-relations/corporate-news/detail/eqs-news-sma-gruppe-veroeffentlicht-vorlaeufige-ungepruefte-zahlen-fuer-das-gesamtjahr-2025-und-gibt-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr-2026-bekannt

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

10.02.2026
08:18 Uhr

SMA Solar: Mit einem Bein über der charttechnischen Klippe — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.02.2026 um 18:05 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Bei SMA Solar läuft seit dem Spätherbst eine Toppbildung. Zum Wochenstart steht die Aktie des Solar-Wechselrichterherstellers kurz davor, dieses Topp zu vollenden – wohin könnte der Kurs aus charttechnischer Sicht laufen, wenn es dazu kommen sollte?

Das Ergebnis des Jahres 2025 und mit ihm dann auch der Blick auf das vierte Quartal stehen bei dem Hersteller von Solar-Wechselrichtern erst am 26. März an. Wie hierzulande immer noch relativ weit verbreitet, spart man sich eine eigene Vorlage der Q4-Ergebnisse und packt alles in die Jahresbilanz, die, bis alles testiert ist, eben ihre Zeit braucht. Aktuell wissen wir also nicht, wie es bei SMA Solar seit Ende September gelaufen ist. Vier Monate, die im Dunkeln liegen, noch anderthalb, bis dieser Nebel verschwindet. Und auch erst dann werden wir vom Unternehmen einen Ausblick auf das dann schon knapp ein Quartal alte, laufende Geschäftsjahr bekommen. Immer vorausgesetzt, dass SMA Solar nicht vorab vorläufige Ergebnisse vorlegt. Kurz: Man hängt, was die Fakten angeht, in der Luft.

Dass sich die Aktie seit einer Gewinnwarnung Anfang September so beeindruckend gut entwickelt hat, basiert darauf, dass man zwar durch einmalige Aufwendungen ein sehr schwaches Neun-Monats-Ergebnis vorlegen musste, das Geschäft aber operativ besser lief. Der Umsatz stieg, der operative Gewinn ebenfalls. Und SMA Solar hob hervor, dass das wichtigere, margenstärkere Geschäft mit Großprojekten (Large Scale & Business Solutions) dynamisch wächst. Damit zeichnete man ein Bild, in dem Umsatz, Marge und Gewinn nach schwierigen Jahren wieder durchstarten könnten. Wie sich das aber 2026 konkret darstellen könnte, das weiß man eben noch nicht.

Expertenmeinung: Was kein Problem wäre, wären die Anleger vorsichtig und zurückhaltend geblieben, indem sie die Aktie nur behutsam angegangen wären und so mögliche Enttäuschungen eingepreist hätten. Aber das Chartbild zeigt es ja: Das Gegenteil war der Fall, hier ist bereits eine deutliche Aufhellung der Lage vorweggenommen worden. Seit der Gewinnwarnung Anfang September hatte der Kurs in der Spitze gut 150 Prozent zugelegt.

SMA Solar Aktie: Chart vom 09.02.2026, Kurs 32,42 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 09.02.2026, Kurs 32,42 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Dieser eingepreiste Optimismus hat dazu geführt, dass die Aktie über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten, derzeit bei 29,80 Euro, notiert und sogar das höchste aller Kursziele bei 37 Euro bereits mehrfach überboten hat. Auffällig war, dass daraufhin bereits dreimal umgehend Abgabedruck auftrat. Natürlich hätte die Aktie diesen Deckel wegsprengen, sprich nach oben ausbrechen können. Aber den Tradern dürfte klar gewesen sein: Da aktuell alle fünf die Aktie einstufenden Experten nur mit „Halten“ urteilen, hätte das eigentlich nur dann eine Chance, wenn ein Ausbruch von neuen, positiven Nachrichten seitens des Unternehmens begleitet würde.

Da die bislang nicht kamen, agieren einige jetzt offenbar nach dem alten Trader-Motto: „Wenn nach oben nichts geht, dann eben nach unten.“ Zwar gelang es, die Aktie zum Handelsende des Montags wieder knapp über die Nackenlinie der Toppbildung bei 31,90 Euro zu ziehen. Aber das Chartbild präsentiert sich wacklig genug, um sich vorsorglich die Frage zu stellen: Was wäre auf der Unterseite möglich, wenn dieser Support am Ende nicht hält?

Ein wirklich großer Baisse-Schub, der die Hoffnungskäufe seit September komplett egalisieren würde, wäre eher überraschend, weil nur dann zu vermuten, wenn negative Zahlen und/oder Prognosen von SMA Solar kommen, die das befördern würden. Solange man da weiter im Ungewissen bleibt, bleibt auch die Chance für „Good News“, das sollte das Abwärtspotenzial eingrenzen … was aber nicht hieße, dass es klein wäre:

Die aus den Hochs der Monate März, Juli, August und Oktober sowie der 200-Tage-Linie zusammengesetzte Kreuzunterstützung im Bereich 24,32 bis 25,19 Euro wäre aus rein charttechnischer Sicht ein denkbares Ziel, weil man a) weiß, dass man sich im Vorfeld ein wenig sehr weit aus dem Fenster gelehnt hatte und weil b) die rasante Rallye vom vergangenen Herbst bis hinunter zu dieser Zone keine Supportmarke ausgebildet hat, die sich als „Sprungtuch“ anbieten würde. Hier also nach dieser bislang eher knappen Rettung der Aktie an der charttechnischen Klippe bereits günstige Einstiegskurse zu vermuten, wäre daher aus heutiger Sicht ein eher gewagtes Unterfangen.

Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/S92.DE/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

14.01.2026
08:26 Uhr

SMA Solar: Doppeltopp als Sargnagel der Hausse? — Ronald Gehrt

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.01.2026 um 20:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Hätte die Aktie des Solar-Wechselrichterherstellers SMA Solar nicht genau an der Nackenline der Formation wieder leicht nach oben gedreht, wäre am Dienstag ein Doppeltopp vollendet worden. Doch noch ist das Risiko, dass diese Formation die Hausse beendet, nicht vom Tisch.

SMA Solar Aktie: Chart vom 13.01.2026, Kurs 33,80 Euro, Kürzel: S92 | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 13.01.2026, Kurs 33,80 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Zum Start ins Börsenjahr 2026 ging es mit SMA Solar erst einmal wieder kräftig aufwärts, aber am Zwischenhoch des Dezembers bei 38,54 Euro kam die Aktie nicht vorbei. Die Abgaben waren zwar zunächst nur mäßig, sodass es jederzeit einen zweiten Anlauf nach oben hätte geben können. Aber nachdem das US-Investmenthaus Jefferies seine Einschätzung am Dienstag von „Kaufen“ auf „Halten“ reduzierte, das Kursziel von 39 auf 37 Euro senkte und der Kurs daraufhin um 6,27 Prozent nachgab, wird es schwieriger für die Bullen, da nachzusetzen. Jetzt wäre für die bullische Seite erst einmal Defensivarbeit angesagt.

Am Tagestief war das Minus noch deutlich größer gewesen, bis zu 11,4 Prozent hatte der Kurs hinten gelegen. Dabei rutschte er bis auf vier Cent an das bei 31,90 Euro gelegene Zwischentief von Ende Dezember heran. Wäre es unterboten worden, hätte die Aktie ein Doppeltopp ausgebildet. Eines, dessen Vollendung keineswegs mit dem Eingrenzen der Verluste erledigt sein müsste, denn das Problem bei dieser Aktie, die 2025 so immens stark gelaufen war, ist:

Expertenmeinung: Diese Käufe basieren auf vorsichtig optimistisch zu interpretierenden Zahlen des dritten Quartals, auf sonst nichts. Da war zwar das Ergebnis insgesamt wie befürchtet schwach gewesen, aber der Bereich Large Scale & Project Solutions verzeichnete einen überzeugenden Umsatzanstieg von 24,8 Prozent auf 953,4 Millionen Euro. Damit dominierte dieser gegenüber dem Bereich der kleineren Projekte margenträchtigere Sektor den Umsatz – ein grundsätzlich gutes Zeichen. Doch mehr war das eben noch nicht.

Weder weiß man, wie das vierte Quartal gelaufen ist, noch, wie SMA Solar die Perspektiven für 2026 einschätzt. Und der Blick zurück ist eben einer, bei dem Auftragsrückgang und Margenschwund zu Verlusten führten. Zwar schätzen die Analysten, dass SMA Solar 2026 wieder schwarze Zahlen schreiben und etwa 1,50 Euro Gewinn pro Aktie schaffen könnte. Aber das sind ohne neue Daten vom Unternehmen reine Vermutungen. Ein fragiles Fundament für eine Rallye, wie wir sie hier vor allem im vierten Quartal 2025 erlebt hatten.

Da wundert es nicht, dass kleine Irritationen die Bullen bereits nervös machen können. Wobei diese Kursziel- und Einstufungs-Senkung durch Jefferies nicht einmal eine Kleinigkeit ist. Denn damit geht einer von nur zwei Analysten, die für die Aktie bullisch waren, von der Fahne. Es bleibt nur noch das Bankhaus Metzler mit einem Kursziel von 40 Euro übrig. Und das war ja im Dezember schon beinahe erreicht worden. Alle anderen Experten haben ihre Einschätzung bislang nicht angehoben und bleiben bei „Halten“ bzw. in einem Fall sogar bei „Verkaufen“.

Damit bewegt sich der Kurs auf diesem Level auf dünnem Eis: Die Mehrzahl der Analysten sieht den Kurs niedriger, zugleich basiert die Erwartung eines Gewinns um die 1,50 Euro pro Aktie im neuen Jahr auf Annahmen, aber nicht auf Fakten, die vom Unternehmen gekommen wären. Fazit: Dieses potenzielle Doppeltopp sollte man besser mit dem Spruch „Was nicht ist, kann noch werden“ im Hinterkopf betrachten.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

08.12.2025
08:19 Uhr

SMA Solar: Kasse machen oder nur Stopp setzen? — Ronald Gehrt

17.11.2025
08:28 Uhr

SMA Solar: Die wird doch nicht …? — Ronald Gehrt

28.10.2025
08:21 Uhr

SMA Solar: Ausbruch … ist die Trendwende jetzt gelungen? — Ronald Gehrt

16.09.2025
08:16 Uhr

SMA Solar: Kleine Meldung, große Reaktion — Ronald Gehrt

09.09.2025
08:14 Uhr

SMA Solar: Talsohle durchschritten … wirklich? — Ronald Gehrt

27.08.2025
08:28 Uhr

SMA Solar: Kann man diesem Braten trauen? — Ronald Gehrt

26.06.2025
08:34 Uhr

SMA Solar: Was könnte hinter dieser Kaufwelle stecken? — Ronald Gehrt

18.06.2025
08:08 Uhr

SMA Solar: Noch kein Grund zur Panik, aber … — Ronald Gehrt