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SMA Solar Aktie Prognose SMA Solar: Rettungskäufe gescheitert, Topp vollendet.

News: Aktuelle Analyse der SMA Solar Aktie

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der SMA Solar Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.02.2026 um 18:05 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Bei SMA Solar läuft seit dem Spätherbst eine Toppbildung. Zum Wochenstart steht die Aktie des Solar-Wechselrichterherstellers kurz davor, dieses Topp zu vollenden – wohin könnte der Kurs aus charttechnischer Sicht laufen, wenn es dazu kommen sollte?

Das Ergebnis des Jahres 2025 und mit ihm dann auch der Blick auf das vierte Quartal stehen bei dem Hersteller von Solar-Wechselrichtern erst am 26. März an. Wie hierzulande immer noch relativ weit verbreitet, spart man sich eine eigene Vorlage der Q4-Ergebnisse und packt alles in die Jahresbilanz, die, bis alles testiert ist, eben ihre Zeit braucht. Aktuell wissen wir also nicht, wie es bei SMA Solar seit Ende September gelaufen ist. Vier Monate, die im Dunkeln liegen, noch anderthalb, bis dieser Nebel verschwindet. Und auch erst dann werden wir vom Unternehmen einen Ausblick auf das dann schon knapp ein Quartal alte, laufende Geschäftsjahr bekommen. Immer vorausgesetzt, dass SMA Solar nicht vorab vorläufige Ergebnisse vorlegt. Kurz: Man hängt, was die Fakten angeht, in der Luft.

Dass sich die Aktie seit einer Gewinnwarnung Anfang September so beeindruckend gut entwickelt hat, basiert darauf, dass man zwar durch einmalige Aufwendungen ein sehr schwaches Neun-Monats-Ergebnis vorlegen musste, das Geschäft aber operativ besser lief. Der Umsatz stieg, der operative Gewinn ebenfalls. Und SMA Solar hob hervor, dass das wichtigere, margenstärkere Geschäft mit Großprojekten (Large Scale & Business Solutions) dynamisch wächst. Damit zeichnete man ein Bild, in dem Umsatz, Marge und Gewinn nach schwierigen Jahren wieder durchstarten könnten. Wie sich das aber 2026 konkret darstellen könnte, das weiß man eben noch nicht.

Expertenmeinung: Was kein Problem wäre, wären die Anleger vorsichtig und zurückhaltend geblieben, indem sie die Aktie nur behutsam angegangen wären und so mögliche Enttäuschungen eingepreist hätten. Aber das Chartbild zeigt es ja: Das Gegenteil war der Fall, hier ist bereits eine deutliche Aufhellung der Lage vorweggenommen worden. Seit der Gewinnwarnung Anfang September hatte der Kurs in der Spitze gut 150 Prozent zugelegt.

SMA Solar Aktie: Chart vom 09.02.2026, Kurs 32,42 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 09.02.2026, Kurs 32,42 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Dieser eingepreiste Optimismus hat dazu geführt, dass die Aktie über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten, derzeit bei 29,80 Euro, notiert und sogar das höchste aller Kursziele bei 37 Euro bereits mehrfach überboten hat. Auffällig war, dass daraufhin bereits dreimal umgehend Abgabedruck auftrat. Natürlich hätte die Aktie diesen Deckel wegsprengen, sprich nach oben ausbrechen können. Aber den Tradern dürfte klar gewesen sein: Da aktuell alle fünf die Aktie einstufenden Experten nur mit „Halten“ urteilen, hätte das eigentlich nur dann eine Chance, wenn ein Ausbruch von neuen, positiven Nachrichten seitens des Unternehmens begleitet würde.

Da die bislang nicht kamen, agieren einige jetzt offenbar nach dem alten Trader-Motto: „Wenn nach oben nichts geht, dann eben nach unten.“ Zwar gelang es, die Aktie zum Handelsende des Montags wieder knapp über die Nackenlinie der Toppbildung bei 31,90 Euro zu ziehen. Aber das Chartbild präsentiert sich wacklig genug, um sich vorsorglich die Frage zu stellen: Was wäre auf der Unterseite möglich, wenn dieser Support am Ende nicht hält?

Ein wirklich großer Baisse-Schub, der die Hoffnungskäufe seit September komplett egalisieren würde, wäre eher überraschend, weil nur dann zu vermuten, wenn negative Zahlen und/oder Prognosen von SMA Solar kommen, die das befördern würden. Solange man da weiter im Ungewissen bleibt, bleibt auch die Chance für „Good News“, das sollte das Abwärtspotenzial eingrenzen … was aber nicht hieße, dass es klein wäre:

Die aus den Hochs der Monate März, Juli, August und Oktober sowie der 200-Tage-Linie zusammengesetzte Kreuzunterstützung im Bereich 24,32 bis 25,19 Euro wäre aus rein charttechnischer Sicht ein denkbares Ziel, weil man a) weiß, dass man sich im Vorfeld ein wenig sehr weit aus dem Fenster gelehnt hatte und weil b) die rasante Rallye vom vergangenen Herbst bis hinunter zu dieser Zone keine Supportmarke ausgebildet hat, die sich als „Sprungtuch“ anbieten würde. Hier also nach dieser bislang eher knappen Rettung der Aktie an der charttechnischen Klippe bereits günstige Einstiegskurse zu vermuten, wäre daher aus heutiger Sicht ein eher gewagtes Unterfangen.

Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/S92.DE/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.01.2026 um 20:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Hätte die Aktie des Solar-Wechselrichterherstellers SMA Solar nicht genau an der Nackenline der Formation wieder leicht nach oben gedreht, wäre am Dienstag ein Doppeltopp vollendet worden. Doch noch ist das Risiko, dass diese Formation die Hausse beendet, nicht vom Tisch.

SMA Solar Aktie: Chart vom 13.01.2026, Kurs 33,80 Euro, Kürzel: S92 | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 13.01.2026, Kurs 33,80 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Zum Start ins Börsenjahr 2026 ging es mit SMA Solar erst einmal wieder kräftig aufwärts, aber am Zwischenhoch des Dezembers bei 38,54 Euro kam die Aktie nicht vorbei. Die Abgaben waren zwar zunächst nur mäßig, sodass es jederzeit einen zweiten Anlauf nach oben hätte geben können. Aber nachdem das US-Investmenthaus Jefferies seine Einschätzung am Dienstag von „Kaufen“ auf „Halten“ reduzierte, das Kursziel von 39 auf 37 Euro senkte und der Kurs daraufhin um 6,27 Prozent nachgab, wird es schwieriger für die Bullen, da nachzusetzen. Jetzt wäre für die bullische Seite erst einmal Defensivarbeit angesagt.

Am Tagestief war das Minus noch deutlich größer gewesen, bis zu 11,4 Prozent hatte der Kurs hinten gelegen. Dabei rutschte er bis auf vier Cent an das bei 31,90 Euro gelegene Zwischentief von Ende Dezember heran. Wäre es unterboten worden, hätte die Aktie ein Doppeltopp ausgebildet. Eines, dessen Vollendung keineswegs mit dem Eingrenzen der Verluste erledigt sein müsste, denn das Problem bei dieser Aktie, die 2025 so immens stark gelaufen war, ist:

Expertenmeinung: Diese Käufe basieren auf vorsichtig optimistisch zu interpretierenden Zahlen des dritten Quartals, auf sonst nichts. Da war zwar das Ergebnis insgesamt wie befürchtet schwach gewesen, aber der Bereich Large Scale & Project Solutions verzeichnete einen überzeugenden Umsatzanstieg von 24,8 Prozent auf 953,4 Millionen Euro. Damit dominierte dieser gegenüber dem Bereich der kleineren Projekte margenträchtigere Sektor den Umsatz – ein grundsätzlich gutes Zeichen. Doch mehr war das eben noch nicht.

Weder weiß man, wie das vierte Quartal gelaufen ist, noch, wie SMA Solar die Perspektiven für 2026 einschätzt. Und der Blick zurück ist eben einer, bei dem Auftragsrückgang und Margenschwund zu Verlusten führten. Zwar schätzen die Analysten, dass SMA Solar 2026 wieder schwarze Zahlen schreiben und etwa 1,50 Euro Gewinn pro Aktie schaffen könnte. Aber das sind ohne neue Daten vom Unternehmen reine Vermutungen. Ein fragiles Fundament für eine Rallye, wie wir sie hier vor allem im vierten Quartal 2025 erlebt hatten.

Da wundert es nicht, dass kleine Irritationen die Bullen bereits nervös machen können. Wobei diese Kursziel- und Einstufungs-Senkung durch Jefferies nicht einmal eine Kleinigkeit ist. Denn damit geht einer von nur zwei Analysten, die für die Aktie bullisch waren, von der Fahne. Es bleibt nur noch das Bankhaus Metzler mit einem Kursziel von 40 Euro übrig. Und das war ja im Dezember schon beinahe erreicht worden. Alle anderen Experten haben ihre Einschätzung bislang nicht angehoben und bleiben bei „Halten“ bzw. in einem Fall sogar bei „Verkaufen“.

Damit bewegt sich der Kurs auf diesem Level auf dünnem Eis: Die Mehrzahl der Analysten sieht den Kurs niedriger, zugleich basiert die Erwartung eines Gewinns um die 1,50 Euro pro Aktie im neuen Jahr auf Annahmen, aber nicht auf Fakten, die vom Unternehmen gekommen wären. Fazit: Dieses potenzielle Doppeltopp sollte man besser mit dem Spruch „Was nicht ist, kann noch werden“ im Hinterkopf betrachten.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.12.2025 um 22:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Vor drei Wochen hatten wir die SMA Solar-Aktie zuletzt auf dem Schirm. Da reagierte sie positiv auf eine Hoffnung machende Entwicklung im Großkundengeschäft. Doch seither stieg der Kurs weiter … und langsam wird das Eis für die Bullen dünner. Was könnte man tun?

Das Problem bei den Mitte November vorgelegten Neun-Monats-Zahlen war, dass sie eigentlich wie befürchtet schlecht ausfielen. Zwar lag wenigstens der Umsatz in den ersten drei Quartalen über dem des Vergleichszeitraums 2024, aber damit hatte man im Vorfeld gerechnet. Und mehr Umsatz hilft nicht, wenn man, wie hier geschehen, in Bezug auf den Gewinn pro Aktie ein Minus verbuchen muss. Doch während das Geschäft mit Kleinkunden unter Wasser geriet, meldete man beim margenstärkeren und richtungweisenden Bereich Large Scale & Project Solutions einen Umsatzanstieg von 24,8 Prozent auf 953,4 Millionen Euro. Das wäre eine gute Basis für einen Turnaround bei Marge und Gewinn. Und genau das setzte die Käufer in Marsch, aber:

Gekauft hatte man bereits im Vorfeld. Und das nicht zu knapp. Seit der Hersteller von Solar-Wechselrichtern Anfang September seine Gesamtjahresprognose gesenkt hatte und daraufhin bis auf 15,41 Euro einbrach, hatte sich die Aktie bereits im Vorfeld der Neun-Monats-Ergebnisse im Kurs verdoppelt und stieg seither weiter. Das bedeutet: Langsam wird das hier riskant für das bullische Lager, denn gute Tendenzen und sehr viel Hoffnung sind eben ein deutlich schwächeres Fundament für eine Hausse als klare, bullische Fakten.

Expertenmeinung: Rein vom charttechnischen Bild her passt noch alles. Es gelang kurz nach der Bilanz Mitte November, den „luftleeren Raum“ zu betreten, diese große Kurslücke zwischen 29,50 und 41,52 Euro (wenn man korrekterweise Schlusskurs vor und Eröffnung nach der Kurslücke als Messgröße nimmt und nicht Tageshöchst- und Tiefstkurs), die im Juni 2024 entstand, als erstmals richtig klar wurde, wie problematisch die Lage ist. Damit hätte die SMA Solar-Aktie jetzt auch Spielraum bis ans obere Ende der Kurslücke, sprich bis 41,52 Euro, nur:

SMA Solar Aktie: Chart vom 05.12.2025, Kurs 34,82 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 05.12.2025, Kurs 34,82 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Am Freitag hatte sie im Tageshoch knapp 37 Euro erreicht. In Relation zu der vom Startpunkt der Kaufwelle bei 15,41 Euro aus zurückgelegten Distanz ist da also nach oben gar nicht mehr so viel Luft, es sei denn, es gäbe gute Argumente dafür, dass der Kurs nicht nur an das nächste Kursziel, sondern auch darüber hinaus laufen könnte. Aber die gibt es eben momentan nicht.

Was die Analysten angeht, haben zwar zwei Experten nach den Neun-Monats-Ergebnissen ihre Kursziele auf 39 und 40 Euro angehoben. Aber erstens wären wir da nahe dran, zweitens sind das die mit Abstand höchsten aktuellen Analysten-Ziele. Der Schnitt liegt um 24 Euro … und da liegt die Aktie eben mittlerweile meilenweit darüber. Wäre es da nicht besser, es nicht auf die letzten Paar Euro nach oben ankommen zu lassen – die kommen könnten, aber nicht müssen – und die Gewinne einzufahren?

Das könnte man tun, andererseits hätte SMA Solar auf charttechnischer Ebene zwei markante Unterstützungen zu bieten, an denen man einen Stoppkurs orientieren kann und die nicht gar zu weit entfernt sind. Das wäre zum einen die 20-Tage-Linie bei zuletzt 32,45 Euro, die seit einigen Wochen als Leitstrahl der Bullen fungiert, zum anderen das untere Ende der großen Kurslücke bei 29,50 Euro. Eine aus aktueller Sicht überlegenswerte Option wäre daher, einfach bei einem Teil der Position sicherheitshalber mal Kasse zu machen und den Rest hälftig mit einem engeren Stopp unter der 20-Tage-Linie und mit einem mittelfristiger ausgerichteten Stoppkurs knapp unter 29,50 Euro zu versehen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.11.2025 um 12:40 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Gerade erst Ende Oktober hatte die SMA Solar-Aktie die bisherigen Hochs des Jahres überboten und damit ein bullisches Signal generiert. Jetzt aber klopft der Kurs an ein noch deutlich größeres Signal: die Vollendung einer breit angelegten „Untertassen“-Formation!

Wir sehen im Chart, worum es hier jetzt geht: um den Schritt von der zuletzt gelungenen Vollendung einer Untertassen-Formation (engl. „rounding bottom“) zu der Vollendung einer noch größeren Variante, deren Nackenlinie zugleich das untere Ende der Riesen-Kurslücke darstellt, die im Juni 2024 aufgerissen wurde, nachdem SMA Solar deutlich machte, wie kritisch es um Aufträge und Margen bestellt ist. Was hieße:

Wenn das gelingt, sprich, die große Untertasse mit Schlusskursen klar über dieser Linie bei 30,86 Euro signifikant vollendet würde (und der Schlusskurs des Freitags zeigt: man ist nahe dran an dieser Signifikanz!), wäre das nächste charttechnische Kursziel das obere Ende dieser Kurslücke (engl. gap) bei 41,52 Euro bzw. das kurz davor markierte, kleine Zwischentief bei 40,38 Euro. Und es wäre von der Symbolkraft eines solchen Anstiegs her der Weg zurück in die Phase, in der SMA Solar noch in einigermaßen schiffbarem Fahrwasser unterwegs war.

Das klingt ambitioniert und ist es auch. Aber es wäre nichtsdestotrotz alles andere als an den Haaren herbeigezogen, denn:


Expertenmeinung: Die am Donnerstag vorgelegten Neun-Monats-Ergebnisse waren zwar schlecht. Aber damit hatte man rechnen können. Und sie bargen Lichtblicke in Bezug auf die kommenden Quartale. Das führte dazu, dass die Aktie trotz eines zum Vorjahreszeitraum gesunkenen Auftragsbestands und eines durch zahlreiche Sonderaufwendungen entstandenen Verlustes zwar am Donnerstag deutlich tiefer startete, dann aber einen Gutteil der Verluste aufholte und am Freitag schon wieder an das Hoch des Mittwochs heranlief. Und das, obwohl die vorherige Rallye andeutete, dass viele auf einen solchen Lichtblick gewettet hatten. Da kommt es dann ziemlich oft zu kräftigen Abgaben, sobald das, worauf man gewartet und gesetzt hatte, auf dem Tisch liegt. SMA Solar hingegen hielt sich, das alleine ist schon ein Signal der Stärke.

Was erfreulich war, war zum einen, dass der Umsatz in den ersten drei Quartalen über dem des Vergleichszeitraums 2024 lag. Zum anderen, und das ist wichtiger, krankt zwar das Geschäft mit kleineren Projekten, aber der Bereich Large Scale & Project Solutions verzeichnete einen Umsatzanstieg von 24,8 Prozent auf 953,4 Millionen Euro und dominiert den Gesamtumsatz bereits entscheidend. SMA Solar scheint also den Wechsel in diejenigen Bereiche, die Wachstum bringen, bereits großenteils erfolgreich vollzogen zu haben, sodass sich konstatieren ließe:

SMA Solar Aktie: Chart vom 14.11.2025, Kurs 31,10 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 14.11.2025, Kurs 31,10 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Kurslücke schließen, zurück über 40 Euro … warum nicht? Diese jetzt erreichte Linie ist … nicht zuletzt mit Blick auf die bereits zurückgelegte Wegstrecke des Kurses und den dadurch sukzessiv wahrscheinlicher werdenden Gegendruck durch Gewinnmitnahmen … keine leichte Hürde. Aber sie zu nehmen ist im Gegenzug nicht unmöglich, zumal zumindest ein Analyst vom Bankhaus Metzler das Zahlenwerk des Unternehmens sehr positiv aufnahm und sein Kursziel auf 40 Euro anhob.

Aber Vorsicht bleibt angebracht. Eine andere Stimme kam von Jefferies – hier sieht man das Kursziel im Licht der Bilanz mit 22 Euro wiederum deutlich tiefer als den aktuellen Kurs. Die SMA Solar-Aktie wäre damit im Fall eines weiteren Anstiegs, der den Kurs von dieser Linie bei 30,86 Euro löst, aus Trading-Perspektive zwar bullisch, aber zugleich hochspekulativ.

Quellenangaben: Neun-Monats-Ergebnis, 13.11.2025:
https://www.sma.de/investor-relations/corporate-news/detail/eqs-news-sma-gruppe-nach-neun-monaten-mit-umsatzwachstum-ergebnis-von-einmaleffekten-beeinflusst

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.10.2025 um 22:08 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Am Tageshoch notierte die Aktie des Solarwechselrichter-Herstellers SMA Solar so hoch wie zuletzt im Juli 2024. Damit überwand der Kurs eine immens massive, charttechnische Widerstandszone und hätte aus charttechnischer Sicht weiter Luft nach oben. Gibt es Haken?

Und ob es die gibt. Was nicht heißt, dass dieser Ausbruch nach oben als Bullenfalle enden muss. Aber das Risiko ist hoch genug, um sich das mal genauer anzusehen.

Aus rein charttechnischer Sicht ist dieser Anstieg des Montags klar bullisch. Die Aktie lief dadurch über die aus den bisherigen Zwischenhochs des Jahres zwischen 24,54 und 24,88 Euro bestehende Widerstandszone und hätte jetzt als nächstes Kursziel das untere Ende der riesigen Abwärts-Kurslücke vom Juni 2024 bei 30,86 (wenn man die Hochs der zwei Tage direkt nach der Kurslücke als Basis hernimmt). Positiv wäre auch, dass die Markttechnik mit diesem Kurssprung gerade erst wieder Fahrt aufnimmt, weil SMA Solar bislang im Oktober eine Seitwärtstendenz auswies. Bevor die Aktie markttechnisch heiß läuft, wäre also nach oben noch einiges drin.

SMA Solar Aktie: Chart vom 27.10.2025, Kurs 26,08 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMA Solar Aktie: Chart vom 27.10.2025, Kurs 26,08 Euro, Kürzel: S92 | Quelle: TWS

Aber da gibt es eben diese Haken bei der Sache, angefangen mit dem angeblichen, unmittelbaren Anlass des Kursanstiegs:

Expertenmeinung: Als Argument für den Anstieg wurde angeführt, dass das US-Investmenthaus Jefferies das Kursziel für SMA Solar drastisch um 37,5 Prozent angehoben hat. Das ist zwar richtig. Aber Jefferies hob sein Ziel von 16 auf 22 Euro an. An diesem neuen Ziel ist die Aktie längst vorbeigelaufen. Und die Empfehlung lautete auch nicht „Kaufen“, sondern „Halten“.

Damit nicht genug: Dieses neue Kursziel von Jefferies ist das höchste aller aktuellen Kursziele. Die Spanne reicht von 16 bis 22 Euro. Und alle Analysten stufen die Aktie nur mit „Halten“ ein. Damit entpuppt sich dieser gestrige, charttechnische Befreiungsschlag als Kurssprung ohne Geleitschutz. Zumal die Halbjahreszahlen keineswegs eine taugliche Basis für eine stabile Aufwärtswende waren und der offizielle Termin für die Ergebnisse des dritten Quartals der 13. November ist. Es dauert also, bis man erfährt, ob das dritte Quartal eine deutliche Verbesserung brachte.

Im Vorfeld der letztlich entscheidenden Ergebnisse und eines aktualisierten Ausblicks einen Ausbruch zu starten, der den Kurs aus der langen Bodenbildung herauszieht, ist damit nichts anderes als extrem spekulativ. Dass die Charttechnik damit ein bullisches Signal generiert hat, ist eben nur eine Seite der Medaille. Solange die andere fehlt, sollten nur Trader erwägen mitzuziehen, die sich dieses besonders hohen Risikos voll bewusst sind!

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.