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SMA Solar gehörte zu den Aktien, die bis vor Kurzem zu den Spitzen-Performern im TecDAX gehörten. Doch während man bei den scharf korrigierten Halbleiter-Aktien gerade versucht, die Hausse wieder in Gang zu setzen, fällt diese Aktie bislang weiter. Was ist da los?
Dass die Aktie des Solar-Wechselrichter-Herstellers derzeit deutlich unter Druck steht, liegt nicht zuletzt daran, dass diese beeindruckende Hausse, in der sich der Kurs binnen weniger als zwei Monaten in der Spitze verdoppelt hatte, auf einer anderen Grundlage ablief als die der Chip-Aktien und deren Zulieferer. Hier ging es darum, dass man seitens der Spekulanten unterstellte, dass die Nachfrage nach Solarstrom durch den immensen Anstieg des Ölpreises als Reaktion auf den Iran-Krieg deutlich steigen werde – und dies Umsatz und Gewinn des Solarindustrie-Zulieferers SMA Solar befeuern werde.
Dass die Erwartung stark anziehenden Wachstums Spekulation und nicht das Verfolgen eines bereits bestehenden Trends ist, zeigten zuletzt die am 13. Mai vorgelegten Ergebnisse des ersten Quartals: Der Umsatz legte nur um vier Prozent, der operative Gewinn, als EBITDA gerechnet, um überschaubare sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu.
Zwar gehen die Analysten im Schnitt davon aus, dass SMA Solar trotzdem im Gesamtjahr in Sachen Gewinn gut Boden gutmachen und knapp zwei Euro pro Aktie erzielen wird. Aber selbst jetzt, auf gegenüber dem Jahres-Verlaufshoch bei 70,70 Euro bereits deutlich gedrückten Niveau, käme man damit auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von derzeit knapp 27. Nicht zu teuer, wenn die Karte, die die Käuferseite gespielt hat, sticht. Aber zu teuer, wenn nicht.
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Expertenmeinung: Dabei ist auffällig, dass die Analysten, die diese Aktie regelmäßig einstufen, während dieses Sturmlaufs des Kurses weiter eher zurückhaltend blieben. Nur einer der fünf Analysten, die SMA Solar momentan bewerten, stuft die Aktie als kaufenswert ein, der Rest plädiert für „Halten“. Und jetzt sinkt eben das Argument für ein stärkeres Wachstum:
Der Ölpreis steht, obgleich in Sachen Iran weiterhin nichts gelöst ist, unter Druck – das macht das bullische Lager verständlicherweise nervös. Aber die Frage ist, wie weit dieser aktuelle, am Dienstag angesichts schwacher Rohöl-Notierungen besonders intensive Abgabedruck die Aktie noch nach unten führen könnte?
Wenn erst einmal die Nerven blank liegen, weil man eine als ziemlich sicher funktionierend angesehene Spekulation schiefgehen sieht, ist in Bezug auf das kommende Verhalten der Trader nichts unmöglich. So gesehen lässt sich das nicht klar vorhersehen. Aber sollte sich der Druck durch gezielt auf fallende Kurse hinwirkende, bärische Trader intensivieren, wäre eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung in dem Fall wahrscheinlicher, wenn das Zwischentief des 13. Mai, als man auf die oben genannten Quartalszahlen reagiert hatte, klar unterboten werden sollte.
Diese Linie liegt bei 51,65 Euro und wurde am Dienstag im Zuge des sich im Tagesverlauf intensivierenden Abverkaufs bereits erreicht bzw. knapp unterboten. Sollte sie signifikant und das auf Schlusskursbasis gebrochen werden, würde die mittelfristige Supportzone zwischen 38,54 und 39,10 Euro, gebildet aus den im Dezember und Januar entstandenen Zwischenhochs, sowie die bei 36,43 Euro sukzessiv an diese Zone heranlaufende 200-Tage-Linie als Kursziel ins Spiel kommen. Würde SMA Solar in diesen Bereich zurücksetzen, wäre sie allemal eine erneute Analyse wert, denn die jetzt noch ambitionierte Bewertung wäre dann in einen Bereich zurückgekommen, in dem es sich lohnen würde, sich die Aktie dann genauer anzusehen.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.06.2026 um 22:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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