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Siltronic Aktie Prognose Siltronic: Der Anfang ist gemacht

News: Aktuelle Analyse der Siltronic Aktie

In diesem Artikel
Siltronic
ISIN: DE000WAF3001
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Ticker: WAF --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Siltronic Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Ein kräftiges Plus von 8,83 Prozent sorgte am Donnerstag dafür, dass die Siltronic-Aktie knapp oberhalb der 200-Tage-Linie nach oben drehte. Damit ist aus Sicht der Bullen ein Anfang gemacht, was das Korrekturende angeht. Die Basis dafür ist indes eher wacklig.

Auslöser der Käufe waren die vor Handelsbeginn vorgelegten Ergebnisse des zweiten Quartals bzw. des ersten Halbjahres. Das Argument der Käufer war, dass das zweite Quartal deutlich besser lief als das erste und Siltronic eine anziehende Nachfrage nach Wafern meldete. Und natürlich birgt eine steigende Nachfrage das Potenzial, sich bei Margen und Gewinn massiv zu verbessern. Gerade ein Zulieferer für eine selbst schon hochvolatile Branche wie die Halbleiterbranche kann da schnell sehr viel an Dynamik aufbauen.

Der Haken bei dieser in den gestrigen Kursgewinnen manifestierten Zuversicht ist aber, ebenso wie bei der Super-Hausse der Aktie im April und Mai: Noch ist das mit der Gewinndynamik eben nicht der Fall. Und wo der Gewinn pro Aktie als Messlatte für einen gerechtfertigten Kurs der Aktie am Ende einer erhofften Wachstumsphase bei den von Siltronic produzierten Wafern landen wird, ist in keiner Weise vorhersehbar.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Siltronic Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Derzeit lässt sich festhalten, dass der Umsatz im ersten Halbjahr unter dem des Vorjahres liegt, der des zweiten Quartals aber immerhin mit 321,6 Millionen Euro über dem des ersten Quartals, als 306,5 Millionen Euro erreicht wurden. Hinzu kommt, dass Siltronic die operative EBITDA-Marge im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal leicht von 21,2 auf 21,6 Prozent steigern konnte. Nimmt man das gesamte erste Halbjahr, landete die EBITDA-Marge jedoch mit 21,4 Prozent sehr deutlich unter der des Vorjahreszeitraums, als 24,4 Prozent erzielt wurden.

Hinzu kommt: Siltronic hielt im Großen und Ganzen an der bisherigen 2026er-Prognose fest. Die EBITDA-Marge erwartet man weiterhin in einer Spanne zwischen 20 und 24 Prozent. Nur beim Umsatz sieht man jetzt eine leichte Aufhellung und prognostiziert einen niedrigen bis mittleren prozentualen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Dies in Kombination mit der Aussage, dass die Kapazität für 300-mm-Wafer voll ausgelastet sei und sich die Nachfrage nach 200-mm-Wafern im laufenden zweiten Halbjahr deutlich belebe, deutet an: Mehr Produktion allein bringt keine Explosion beim Gewinn, solange die Margen nicht erheblich anziehen.

Einige Analysten sind dennoch immens optimistisch. Gegenüber der unten verlinkten Quelle, die noch den Stand vom Donnerstagmorgen abbildete, sind jetzt vier von zehn Analysten für Siltronic bullisch. Aber andere bleiben vorsichtig bis skeptisch … und das wäre auch in Bezug auf die Aktie selbst angebracht, denn:

Dass der Kurs knapp über seiner 200-Tage-Linie (65,15 Euro) und der wichtigen Unterstützungszone zwischen 59,20 und 61,76 Euro nach oben drehte, ist ein Anfang aus Sicht der Bullen, keine Frage. Aber eben auch noch nicht mehr als das. Im Vorfeld wurde eine „hängende“ Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet. An deren Nackenlinie ist die Aktie jetzt von unten herangelaufen, aber sie muss sie und die darüber liegende Widerstandszone überwinden, bevor sie wieder als bullisch gelten könnte. Dazu braucht es Schlusskurse über 85 Euro. Und bevor das nicht gelungen ist, ist das, was sich am Donnerstag abgespielt hat, trotz aller Dynamik der Käufe erst einmal nur eine Gegenbewegung innerhalb eines noch intakten Abwärtstrends.

Siltronic Aktie: Chart vom 30.07.2026, Kurs 73,95 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siltronic Aktie: Chart vom 30.07.2026, Kurs 73,95 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS

Quellenangaben:
Ergebnis des 2. Quartals 2026, 30.07.2026: https://www.siltronic.com/de/presse/presseinformationen/wafernachfrage-unterstuetzt-umsatzausblick-fuer-2026.html
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/WAF.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.07.2026 um 22:09 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Siltronic Aktie

03.07.2026
08:17 Uhr

Siltronic: Gegenangriff gescheitert … geht es jetzt zurück auf „Los“? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.07.2026 um 22:39 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Siltronic-Aktie hatte bereits zu Wochenbeginn eine Toppbildung vollendet. Doch die Bullen gaben nicht auf und versuchten sich an einem Gegenangriff. Die Nackenlinie des Topps wurde zurückerobert … aber jetzt droht die Sache schiefzugehen. Kommt die Korrektur also doch?

Zumindest ist die Wahrscheinlichkeit dafür gestiegen. Sie sehen im Chart, dass die Aktie des Wafer-Herstellers zu Beginn der Woche leicht unter die Nackenlinien-Zone des Topps gerutscht war, auf der Unterseite aber zunächst nicht nennenswert Fahrt aufnahm. Das nutzten die mit dem Rücken zur Wand stehenden Bullen, um eine Gegenreaktion zu starten. Die führte über diese Nackenlinien-Zone zurück und hätte das Topp eliminieren können … wenn dieser Donnerstag nicht so derart schiefgelaufen wäre.

Siltronic Aktie: Chart vom 02.07.2026, Kürzel: WAF | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siltronic Aktie: Chart vom 02.07.2026, Kurs 84,40 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS

Die Aktie war zwar schwach in den Tag gestartet, traf aber umgehend auf Käufe. Zeitweise hatte der Kurs über drei Prozent im Plus gelegen. Aber dieser Versuch, sich nach oben abzusetzen, sah genau dort Abgabedruck, wo es typisch ist, wenn kurzfristige, bärische Trader mitmischen: an der 20-Tage-Linie. Das Ergebnis bringt die Aktie mit anderthalb Beinen zurück über die charttechnische Klippe, denn:

Expertenmeinung: Ein derart markanter Abverkauf, der die Siltronic-Aktie wieder ins Minus zurückdrückte (-3,49 Prozent), ist psychologisch natürlich ernüchternd. Zumal die Bullen wissen, dass sie zuletzt nur noch auf dem gemeinhin dünnen Parkett der Hoffnung standen. Denn für höhere Kurse, wie sie die Aktie Ende Mai/Anfang Juni erreicht hatte, finden sich kaum Argumente.

Die letzten Quartalsergebnisse verfehlten beim Gewinn pro Aktie die Erwartungen. Die Analysten sind mehrheitlich skeptisch, von zehn Experten hatten zuletzt nur zwei eine „Kaufen“-Einstufung. Das durchschnittliche Kursziel liegt trotz der bisherigen Korrektur ein gutes Stück unter dem aktuellen Kurs. Und das höchste Analysten-Kursziel hatte Siltronic bereits erreicht.

Es war allein die Erwartung, dass der Wafer-Hersteller als Zulieferer der Halbleiterindustrie bald sehr deutlich steigende Gewinne erreichen werde – trotz der massiven Konkurrenz in diesem Bereich –, die als Argument für die Bullen diente. Das kann reichen, wenn das Momentum der Rallye noch hoch ist. Aber es ist schnell zu wenig, wenn die Aktie kippt.

Sollte Siltronic nicht nur die jetzt wieder erreichte Nackenlinien-Zone des Topps, sondern auch das darunterliegende Verlaufstief dieser Woche auf Schlusskursbasis unterbieten, wäre das Topp bestätigt. Und auch, wenn der Weg dorthin weit erscheint: Das nächste, mittelfristig relevante Kursziel in Form der durch die 200-Tage-Linie verstärkten Unterstützungszone wäre keineswegs unrealistisch, denn damit wären nur diese großen Erwartungen, die weiterhin auf bestätigende Fakten warten, wieder aus dem Kurs heraus und die Aktie zurück auf „Los“, dort, wo sie im April ihren Sturmlauf begann.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/WAF.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

17.06.2026
08:24 Uhr

Siltronic: Die Bullen bleiben unbekümmert … sollten sie das? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 16.06.2026 um 20:50 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Zu Wochenbeginn führte der Wafer-Hersteller Siltronic eine Kapitalerhöhung durch, die zehn Prozent des Grundkapitals ausmachte. Diese überraschende Maßnahme hat zweifellos einen positiven Aspekt … nur gibt es auch einen, den man als Warnsignal verstehen könnte.

Oft werden Kapitalerhöhungen vorgenommen, weil das betreffende Unternehmen dringend Geld braucht. Das geht dann mit einer schwierigen Lage einher, die den Aktienkurs normalerweise bereits erfasst hat, so dass man die neuen Aktien für eher wenig Geld ausgeben muss – aber Hauptsache, es kommt Geld in die Kasse. Bei Siltronic sieht das aber anders aus. Zumindest, falls es nicht irgendwelche, bislang nicht allgemein bekannten Probleme geben sollte, war diese Ausgabe von drei Millionen neuer Aktien nicht zwingend.

Dass man davon wenig bis gar nicht mitbekommen hat, lag daran, dass Siltronic diese Ausgabe neuer Aktien im sogenannten „beschleunigten Bookbuilding-Verfahren“ vorgenommen hat, bei der Privatanleger nicht berücksichtigt werden, sondern nur Großinvestoren. Die bekamen dann einen schönen „Mengenrabatt“, denn die neuen Aktien wurden zu 91 Euro das Stück verkauft. Der Schlusskurs des Vortags, sprich des Montags, hatte im Xetra-Handel bei 97,70 Euro gelegen.

Bemerkenswert war, dass sich dieser Abschlag kaum im Kurs des Dienstags niederschlug. Der Kurs lag die ganze Zeit über diesen 91 Euro und hatte kurzzeitig sogar den Vortagsschluss übertroffen. Zwar blieb unter dem Strich dann trotzdem ein Minus. Aber die Aktie schloss klar über 91 Euro … und das, obwohl sich der Gewinn pro Aktie jetzt auf 10 Prozent mehr Aktien aufteilt. Es wirkt, als würde man seitens der gestrigen Käufer den Daumen heben und sich sagen: Das ist eine gute Sache, denn so hat Siltronic mehr Geld unmittelbar bei der Hand, wenn es um kommende Investitionen geht. So kann man das sehen. Doch die Sache hat auch eine andere Seite:

Expertenmeinung: Wenn man kein Geld über die Ausgabe neuer Aktien beschaffen muss und es trotzdem tut, wann würde man das tun? Ein Beispiel: Angenommen, Sie haben eine ganze Garage voller Oldtimer, aber trotzdem reichlich Bares auf dem Konto: Wann würden Sie trotzdem eines dieser Fahrzeuge verkaufen? Wenn sie keiner haben will … oder dann, wenn Sie davon ausgehen, einen hervorragenden Preis zu erhalten, den Sie vielleicht so nicht wiedersehen werden? Eben.

Hinzu kommt ja, dass es gerade einmal drei Wochen her ist, dass Wacker Chemie als „Mutter“ von Siltronic seinen Anteil am Unternehmen um sieben Prozent des Grundkapitals reduzierte, indem man dort ebenfalls reichlich Aktien, konkret waren das 2,1 Millionen, verkaufte – die gingen am 26.5. ebenfalls mit „Rabatt“ zu 89,35 Euro weg. Auch da kommt einem der Gedanke, dass diejenigen, die es wissen dürften, den aktuellen Börsenkurs als perfekte Chance sahen, Kasse zu machen.

Ist es in dieser Situation dann weise einzusteigen, wo die bisherigen Anteilseigner aussteigen? Die Antwort kann man sich leicht selbst geben. Hinzu kommt, dass die Analysten die Meinung, dass man da zu perfekt hohen Kursen Aktien ausgegeben hat, teilen dürften. Denn von zehn die Aktie einstufenden Experten sehen sie gerade einmal zwei als „Kauf“. Und das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt mit 74 Euro weit unter dem aktuellen Kurs.

Dass Siltronic die Chance hat und sie auch nutzen will, sich vom durch KI losgetretenen Halbleiter-Boom ein Stück des Kuchens zu sichern, ist schon richtig. Aber das wissen die Analysten auch … und sehen die Aktie trotzdem mehrheitlich niedriger, zumal: Derzeit operiert Siltronic auf Nettobasis in den roten Zahlen, hier wird also seitens der Trader gerade eine sehr optimistisch gesehene Zukunft gekauft … während die Unternehmenmutter und das Unternehmen selbst Aktien an Großinvestoren verkaufen.

Achten Sie auf die jüngsten beiden Zwischentiefs bei 83,30 und 84,75 Euro: Würden die unterboten, wird es charttechnisch ungemütlich, das kann auf eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation hinauslaufen. Da sollte man wirklich ein Auge drauf haben. Denn in Bezug auf eine negative Reaktion auf die Schattenseite dieser Aktienverkäufe sollte man besser den Spruch im Hinterkopf haben: Was nicht ist, könnte allemal noch werden.

Siltronic Aktie: Chart vom 16.06.2026, Kurs 94,00 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siltronic Aktie: Chart vom 16.06.2026, Kurs 94,00 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS

Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/WAF.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

05.06.2026
08:19 Uhr

Siltronic: Wenn die Ziele erreicht sind … was dann? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.06.2026 um 17:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Aktie des Wafer-Herstellers Siltronic ist im Kielwasser des „Halbleiter-Hypes“ in kurzer Zeit massiv gestiegen. Jetzt ist, nicht zuletzt wegen des Kursanstiegs, auch die Aufnahme in den MDAX gelungen. Damit könnten sich die Bullen eigentlich nichts mehr wünschen – oder doch?

Hat man eine Aktie in einem dynamischen Aufwärtstrend im Depot, ist klar: Man hat immer Wünsche, konkret den, dass die Aktie weiter steigt. Doch dazu müssten mehr Marktteilnehmer kaufen als verkaufen wollen bzw. mehr frisches Geld in die Aktie strömen, als zeitgleich hinausfließt. Und da wird es dann mit der Umsetzung eines unaufhörlichen Kursanstiegs immer ein wenig haarig, denn diejenigen, die das erhoffen, sind ja normalerweise längst mit dabei. Man bräuchte also neue, frische Käufer, die auf Argumente „aufspringen“, die weitere Kursgewinne unterfüttern würden.

Siltronic Aktie: Chart vom 04.06.2026, Kurs 100,20 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siltronic Aktie: Chart vom 04.06.2026, Kurs 100,20 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS

Da stellt sich die Frage, was das in Bezug auf die seit dem Ende des ersten Quartals in der Spitze um 108 Prozent gestiegene Siltronic-Aktie sein könnte. Bedeutet die Aufnahme in den MDAX neues Potenzial? Oder wäre zu erwarten, dass die Gewinnprognosen der Analysten durch eine erneute Intensivierung des Halbleiter-Bedarfs noch deutlich höhergeschraubt werden?

Expertenmeinung: In Bezug auf die Nachfrage nach Chips und in deren Folge nach den von Siltronic produzierten Wafern müsste eine weitere Anhebung der Gewinnprognosen nicht zwingend hilfreich sein. Denn damit würden die Erwartungen und Einschätzungen der Analysten nicht den Weg weisen, sondern dem Kursgeschehen hinterherlaufen bzw. zu ihm aufschließen. Grund: Derzeit liegt das durchschnittliche Kursziel für diese Aktie bei 79 Euro, also sehr weit unter dem aktuellen Kursniveau. Da wundert es nicht, dass nur noch zwei der zehn Siltronic aktuell einstufenden Experten eine Kaufempfehlung haben, drei raten sogar zu Untergewichten oder gar zum Verkauf.

Es bliebe der Aspekt der MDAX-Aufnahme. In dieser Hinsicht ist erwähnenswert, dass Wacker Chemie, die „Mutter“ des Unternehmens, erst kürzlich, am 26. Mai, Aktien im Volumen von sieben Prozent des Siltronic-Grundkapitals an Großinvestoren abgegeben hatte. Das erhöhte den sogenannten „Streubesitz“, der relevant für die Messung der Marktkapitalisierung als Basis für eine mögliche MDAX-Aufnahme ist. Als Argument wurde von Wacker die Stärkung der eigenen Finanzlage genannt … aber man dürfte sich durchaus bewusst gewesen sein, dass man Siltronic dadurch auch entscheidend in eine gute Position für die MDAX-Aufnahme gebracht hat. Doch was könnte das für die Anleger bringen?

In diesem Fall muss das zwar nicht, kann aber für das bullische Lager hilfreich sein. Denn hier ist es ja so, dass Siltronic nicht den TecDAX verlässt, sondern ab dem 22. Juni, wenn diese Neuordnung umgesetzt wird, im TecDAX und im MDAX notiert ist. Hier kann also durchaus eine zusätzliche Nachfrage durch den MDAX abbildende institutionelle Investoren entstehen. Zwar wird die Aktie dafür aus dem SDAX gestrichen, aber der findet bei den Institutionellen und dem internationalen Publikum eher wenig Beachtung. Der potenzielle Haken dabei ist aber:

Auch das war ja so erwartet worden, auch mit Blick auf diesen Aspekt wurde hier also vorgekauft. Daher bleibt es letztlich dabei, dass die Nachfrage bei der Erstnotiz im MDAX am 22. Juni und in den Tagen danach nicht zwingend das Volumen auffangen müsste, das entsteht, wenn bullische Trader ihre Ziele erreicht sehen und deswegen Gewinne einfahren wollen.

Die zunehmende Volatilität der vergangenen Tage könnte bereits andeuten, dass man beginnt, sich neu zu sortieren. Achten Sie daher auf wichtige Unterstützungen, vor allem die zuletzt die Hausse führende 20-Tage-Linie sowie das letzte Zwischentief vom Mai wären es wert, im Auge behalten zu werden.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/WAF.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

21.05.2026
08:27 Uhr

Siltronic: Die trauen sich was. Zu viel? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.05.2026 um 22:06 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Bei Siltronic setzten Trader auf eine Explosion der Halbleiter-Nachfrage, in deren Kielwasser die Nachfrage nach Siltronics Wafern massiv steigen würde. Die Rallye war überzogen, die Korrektur unausweichlich. Doch gestern wurde wieder kräftig gekauft – vor den Nvidia-Zahlen!

Als Siltronic Ende April seine Quartalsbilanz vorlegte, sackte die Aktie zuerst durch. Die Zahlen waren ja auch nicht gerade begeisternd. Doch dann traten die Bullen an und schafften einen Intraday-Turnaround. Einen, der Anschlusskäufe sah. Rechnet man den 29. April, den Tag der Quartalsbilanz, mit ein, schoss die Aktie des Wafer-Herstellers binnen sieben Handelstagen um 55 Prozent nach oben. Eine Kaufwelle mit absurden Dimensionen, zumal man dabei auf eine für Siltronic perfekte Zukunft setzt, die sich bislang aber noch nicht wirklich in Zahlen niederschlägt.

Da dürfte nicht nur so mancher erfahrene Investor den Kopf geschüttelt haben, sondern auch der eine oder andere Analyst. Schließlich sauste der Siltronic-Kurs am bisherigen Jahres-Verlaufshoch, das am 8. Mai bei 99,26 Euro erreicht wurde, um über 40 Prozent über das durchschnittliche Kursziel. Und das liegt nur deswegen so hoch, weil ganze zwei von den zehn die Aktie aktuell mit einer Einstufung versehenden Analysten sie als derzeit kaufenswert ansehen und Kursziele von 103 und 110 Euro ausgelobt haben. Die anderen werten mit „Halten“, „Untergewichten“, einer sogar mit „Verkaufen“.

Dass sich Trader in einem charttechnisch bullischen Szenario die Rosinen bei den Analystenmeinungen herauspicken und die Halten- und Verkaufen-Meinungen einfach ignorieren, ist beileibe keine Seltenheit. Selten wäre es vielmehr, wenn das ohne „Rasur“ der allzu wagemutig vorpreschenden Bullen ausgehen würde, zumal:

Expertenmeinung: Man könnte nicht einmal auf eine noch relativ günstige Bewertung verweisen, denn für die Berechnung eines Kurs-/Gewinn-Verhältnisses (KGV) müsste das Unternehmen erst einmal einen Gewinn pro Aktie ausweisen. Den die Analysten für 2026 aber nicht erwarten. Und, zumindest nach dem aktuellen Stand der Dinge, auch für 2027 noch nicht. Und da man momentan noch damit rechnet, dass Siltronics Umsatz 2026 erneut unter dem des Vorjahres liegen wird … was übrigens seit 2023 nonstop der Fall ist … kann man sich denken, dass man auch nicht mit einem günstigen Kurs-/Umsatz-Verhältnis (KUV) argumentieren könnte.

Diese wilde Kaufwelle sah dann eine Korrektur, bei der man zwar – wie auch – nicht vorhersagen konnte, wann genau und auf welchem Kursniveau sie einsetzen würde. Aber dass sie kommen musste, war absehbar. Bemerkenswert ist jetzt, dass die Aktie gestern genau da nach oben drehte, wo sie musste, um selbst im kurzfristigen Zeitfenster bullisch zu bleiben: an der 20-Tage-Linie. Das ist ein klares Signal, dass die Käuferseite nicht nur will, sondern auch kann, wenn es um den Erhalt des Aufwärtspotenzials geht. Aber:

Das mag gestern aus charttechnischer Sicht ein Signal gewesen sein. Doch ob es tatsächlich die Basis eines Anlaufs an und womöglich sogar über das bisherige Jahres-Verlaufshoch wird, konnten diejenigen, die sich da gestern vorgewagt hatten, nicht wissen. Denn ein ganz entscheidender Faktor hierfür sind neue Informationen in Bezug auf die Frage, wie stark die Chipnachfrage in den kommenden Monaten denn wirklich anziehen wird. Und dazu kamen gestern nach US-Handelsende mit der Quartalsbilanz von Nvidia entscheidende Daten.

Dieser Beitrag wurde vor der Vorlage der Nvidia-Ergebnisse beendet, was aber nicht entscheidend ist. Denn über die Zahlen hinaus müsste man nicht nur wissen, was die Experten heute an Einschätzungen als Folge der nachgelagerten Telefonkonferenz mit dem Unternehmen an Meinungen präsentieren, sondern auch, wie die Anleger dann bei Nvidia heute im regulären US-Handel reagieren werden. Aber klar ist:

Diese Reaktion sollte aus Sicht der Siltronic-Bullen tunlichst deutlich anziehende Kurse im Halbleiter-Sektor nach sich ziehen. Wäre das nicht der Fall, wäre die Aktie umgehend doch noch auf kurzfristiger Ebene „Bärenfutter“, wenn das Korrektur-Verlaufstief vom Dienstag bei 83,30 Euro auf Schlusskursbasis unterboten werden sollte. Und dann könnten sich die Bären begeistert auf diese Aktie stürzen, wenn man sich ansieht, dass die nächste, solider wirkende charttechnische Unterstützungszone darunter erst bei 59,20/64,04 Euro zu finden wäre!

Siltronic Aktie: Chart vom 20.05.2026, Kurs 89,00 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siltronic Aktie: Chart vom 20.05.2026, Kurs 89,00 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

30.04.2026
08:08 Uhr

Siltronic: Gewagt hoher Optimismus — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.04.2026 um 22:04 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Siltronic legte am Mittwoch seine Quartalszahlen vor. Die Aktie fiel anfangs bis zu 8,56 Prozent, schloss dann aber, trotz verfehlter Analystenerwartungen, 7,07 Prozent im Plus. So etwas sieht man nicht alle Tage – was war da los?

Die Ergebnisse des ersten Quartals waren schlecht: Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut elf Prozent auf 306,5 Millionen Euro, die Experten hatten im Vorfeld einen zumindest etwas weniger schwachen Umsatz von 312,1 Millionen geschätzt. Die EBITDA-Marge fiel auf 21,2 Prozent nach 22,6 Prozent ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kam von 78,3 auf 65,1 Millionen Euro zurück. Nicht gut. Und dass im Zuge der Quartalsmitteilung von einem „anspruchsvollen Marktumfeld“ die Rede war, macht klar: Gemütlich werden die kommenden Quartale eher nicht.

Wie kann es dann sein, dass eine anfangs deutlich abrutschende Aktie zum Ende des Handelstages so deutlich ins Plus läuft? Der Chart zeigt, dass dadurch eine lange, weiße Kerze in einer ungewöhnlichen Größe entstand und darüber hinaus auch noch das vorherige Verlaufshoch, am vergangenen Freitag bei 74,95 Euro markiert, überboten wurde. Irgendetwas muss also die vorherige „Goldgräberstimmung“ bei der im Vorfeld auffallend stark gestiegenen Aktie aufrechterhalten haben. Und ja, man konnte, wenn man es denn wollte, zwischen den trüben Zahlen auch etwas Positives finden:

Expertenmeinung: Im Statement des Vorstandschefs Heckmeier fand sich die Aussage, dass sich das Wachstum in den KI-getriebenen Endmärkten weiter verstärkt habe. Das klingt nach anziehenden Umsätzen. Er schrieb allerdings auch, dass Kapazitätsengpässe und hohe Lagerbestände weiter ein Problem seien. Man musste sich also die Rosinen aus dem Gesamtbild herauspicken, um in fallende Kurse hinein zuzugreifen, wie es die Trader gestern taten.

Zwar hoben einige Analysten im Angesicht dieses Zahlenwerks ihre Kursziele an, was dem bullischen Lager grundsätzlich Rückenwind lieferte. Aber nur bei Jefferies ging es mit 83 Euro über den aktuellen Kurs hinaus, die anderen Anhebungen gingen auf 55 Euro (MWB Research) und 70 Euro (DZ Bank). Im Schnitt liegen die Analysten-Kursziele aktuell bei 59,40 Euro und damit sehr weit unter dem gestern erreichten, neuen Jahreshoch.

Siltronic Aktie: Chart vom 29.04.2026, Kurs 75,00 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siltronic Aktie: Chart vom 29.04.2026, Kurs 75,00 Euro, Kürzel: WAF | Quelle: TWS

Da steckt jetzt also eine Menge Zuversicht im Kurs drin. Ein solches Niveau wäre eigentlich nur dann zu rechtfertigen, wenn man sicher sein könnte, dass der verhaltene Optimismus des Unternehmens tiefgestapelt ist und in Sachen Wafer-Nachfrage absolut nichts Neues dazwischenkommt. Und das kann bzw. sollte man nicht sein, daher:

Wer hier weiter hart am Wind segeln will, sollte zumindest mit konsequenten Stop-Loss-Absicherungen arbeiten, wobei sich das gestrige Tages-Verlaufstief bei 64,05 Euro, zugleich derzeit auch der Level der 20-Tage-Linie, als Anhalt anbieten würde. Wer hier weniger risikofreudig agieren möchte, könnte sich überlegen, dieses Signal eines gewagt hohen Optimismus als Anlass für ein paar Gewinnmitnahmen zu nehmen.

Quellenangaben: Ergebnis des 1. Quartals 2026, 29.04.2026:
https://www.siltronic.com/de/presse/presseinformationen/siltronic-schliesst-erstes-quartal-2026-im-rahmen-der-erwartungen-ab.html
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/WAF.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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