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Siemens Energy Aktie Prognose Siemens Energy: Könnte man hier „Mut zur Lücke“ zeigen?

News: Aktuelle Analyse der Siemens Energy Aktie

In diesem Artikel
Siemens Energy
ISIN: DE000ENER6Y0
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Ticker: ENR --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Siemens Energy Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Siemens Energy, eine Aktie, die bis vor wenigen Monaten zu denen gehörte, die man angeblich unbedingt haben musste, vollzieht gerade eine Korrektur. Und wie so oft scheinen die Anleger ausgerechnet jetzt zu zögern. Sollte man da nicht „Mut zur Lücke“ zeigen?

Es ist seit ewigen Zeiten dasselbe Spiel: Solange ein Trend dynamisch aufwärts weist, kann die Bewertung einer Aktie ins Absurde steigen und die Kursziele der Experten können meilenweit überboten sein, die Käufer bleiben trotzdem unbeirrt am Ball. Aber sobald das Momentum der Hausse dahin ist, wird auf einmal über das gesprochen, was zuvor kaum jemanden interessierte:

Von den Analystenmeinungen, der Bewertung, den Perspektiven für den Unternehmensgewinn und davon, ob man da lieber nicht noch etwas warten sollte mit dem Einstieg. Das spielt sich dann gerne mal 20 oder mehr Prozent unter dem vorherigen Hoch ab und man fragt sich: Wieso traut sich ein Trader, der wenig früher viel teurer long ging, jetzt nicht mehr an die Aktie heran?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Siemens Energy Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das dürfte vor allem daran liegen, dass zwar viele Marktteilnehmer – was grundsätzlich ja Sinn ergibt – trendfolgend agieren, dabei aber relativ konstant steigende Kurse als Bestätigung brauchen, um nicht in ihrer Überzeugung wankend zu werden. Dabei sind gerade Tests von trenddefinierenden Unterstützungen die beste Gelegenheit, mit dadurch eng platzierbaren Stoppkursen einzusteigen oder zuzukaufen … nur entsteht da dann die Sorge, dass eben diese entscheidenden Unterstützungen ja auch brechen könnten. Wie sieht es da in Bezug auf Siemens Energy aus?

Billig bewertet ist die Aktie auch jetzt, knapp 19 Prozent unter dem im April bei 195 Euro erreichten Verlaufsrekord, noch nicht. Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis kommt aktuell auf Basis der durchschnittlichen Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 2025/2026 auf 38. Erst wenn die für 2028 im Schnitt prognostizierten Gewinne wirklich erreicht würden, läge das KGV wieder auf einem relativ normalen Level von etwa 21. Ein ziemlich weiter Vorgriff auf die Zukunft, aber:

Als Energie-Ausrüster hat die Siemens-Tochter derzeit randvolle Auftragsbücher und profitiert von mehreren Wachstumsmärkten zugleich, sodass es in zwei Jahren mit einem dynamischen Wachstum keineswegs vorbei sein müsste. „Absurd teuer“ ist die Aktie jetzt also nicht … und das sehen auch die Analysten so, immerhin ist die Aktie jetzt ein gutes Stück unter deren durchschnittliches Kursziel bei momentan 195 Euro gefallen.

Siemens Energy Aktie: Chart vom 02.06.2026, Kürzel: ENR | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siemens Energy Aktie: Chart vom 02.06.2026, Kürzel: ENR | Quelle: TWS

Die Chance, dass die mittelfristig relevante Supportzone, bestehend aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend, der 200-Tage-Linie und dem bisherigen Jahres-Verlaufstief von Ende März zwischen 131 und 150 Euro hält, wäre also grundsätzlich gut. Damit hätte man die Wahl, ob man es wagen möchte, bereits bei einem Touchieren dieser Zone aktiv zu werden, oder aber abzuwarten, bis Siemens Energy diese Zone nicht nur testet, sondern, wie es auch Ende März gelang, aus diesem Bereich wieder nach oben hinauszulaufen.

Die erste Variante ist natürlich riskanter, da wäre ein Stoppkurs, den man knapp unter diese trendrelevante Unterstützungszone legen würde, aber näher am Einstieg als bei der zweiten, vorsichtigeren Variante. Die hätte den Vorteil, dass das Risiko, dass diese Zone nicht doch wider Erwarten einfach durchschlagen wird, geringer wäre, sobald die Aktie erst einmal wieder nach oben gedreht hat. Egal, wie man die Sache angehen wollte: Eine Chance, da aktiv zu werden, rückt angesichts dieser Korrekturphase näher.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen; https://finance.yahoo.com/quote/ENR.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.06.2026 um 21:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Siemens Energy Aktie

23.04.2026

Siemens Energy: Neue Hochs mit fremden Federn — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.04.2026 um 22:30 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Mehrere Tage lang klopfte die Siemens Energy Aktie an das vorherige Rekordhoch von Ende Februar, gestern erfolgte ein schwungvoller Ausbruch. Charttechnisch ein sauberes Bild, aber die Sache könnte einen Haken haben: Der Höhenflug erfolgt mit „fremden Federn“.

Man hätte denken können, dass überzeugende Ergebnisse des ersten Kalenderquartals 2026 (für Siemens Energy das zweite Geschäftsjahresquartal, da das Geschäftsjahr hier immer am 30.9. endet) die Trader bewogen hat, trotz der luftigen Höhe, auf die die Aktie bereits gestiegen war, erneut beherzt zuzugreifen. Doch der reguläre Termin für die Quartalsergebnisse ist erst der 12. Mai. Was aber war dann der Auslöser für diesen Befreiungsschlag?

Die Käufe basierten auf der Unterstellung, dass die anstehenden Ergebnisse hervorragend ausfallen und höhere Kurse rechtfertigen würden, weil am Mittwoch gleich zwei große Mitbewerber aus der Energietechnik-Branche ihre Bilanzen vorlegten: ABB und GE Vernova. Beide Konzerne schlugen die Erwartungen deutlich, beide Aktien machten einen Satz nach oben … und beide erreichten am Mittwoch neue Verlaufsrekorde.

So gesehen wirkt der Gedanke schlüssig, dass die Entwicklung bei Siemens Energy ähnlich stark gewesen sein dürfte, die Perspektive vergleichbar bullisch ist und die Aktie damit mit diesen fremden Federn solide fliegen könnte. Was auch nicht falsch ist … aber was, wenn Siemens Energy dann in etwa drei Wochen mit den eigenen Zahlen aufwartet?

Expertenmeinung: Mit diesem Anstieg auf Basis fremder Zahlen wurde die Party, die bei über den Erwartungen liegenden Ergebnissen zu erwarten wäre, ja nunmehr vorverlegt. Und Trader, die auf Basis der Annahme gekauft haben, dass ABB und GE Vernova wegweisend für die Zahlen der Siemens-Tochter seien, werden wohl kaum dann, wenn ihre Annahme bestätigt wird, gleich noch einmal kaufen.

Damit könnte das verbleibende Aufwärtspotenzial dieser – mit einem KGV von 42 für das laufende Jahr durchaus schon recht stolz bewerteten – Aktie auch im Fall starker Quartalszahlen begrenzt sein … und sollte Siemens Energy weniger überzeugende Ergebnisse melden, als man das jetzt auf Basis von GE Vernova und ABB unterstellt, kann es allemal zu einer herben Korrektur kommen, daher:

Darauf zu wetten, dass dieser charttechnisch tadellos daherkommende Ausbruch als Bullenfalle endet, dürfte eine schlechte Idee sein. Aber angesichts dieser „fremden Federn“ wäre auf der Long-Seite trotzdem Vorsicht angezeigt. Aggressive Long-Positionen sollten deshalb konsequent mit Stop Loss abgesichert werden!

Siemens Energy Aktie: Chart vom 22.04.2026, Kurs 178,42 Euro, Kürzel: ENR | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siemens Energy Aktie: Chart vom 22.04.2026, Kurs 178,42 Euro, Kürzel: ENR | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

02.04.2026

Siemens Energy: Ausbruchsversuch — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.04.2026 um 22:06 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Siemens Energy startete am Mittwoch stark, lag zeitweise gut zehn Prozent im Plus und beendete den Tag sieben Prozent höher. Charttechnisch gesehen könnte es jederzeit zu einem Ausbruch nach oben kommen. Aber ist da wirklich noch viel Luft nach oben?

Während die Allgemeinheit noch bis zum 12. Mai auf die Ergebnisse des zweiten Geschäftsjahresquartals warten muss, gab es zu Wochenbeginn einen sogenannten „pre close call“, in dem Analysten über die Lage und die Einschätzungen des Energie-Ausrüsters informiert wurden. Was konkret da verlautbart wurde, wird nicht frei veröffentlicht, aber es scheint, dass die Experten die da getroffenen Aussagen positiv aufnahmen, denn am Dienstag und Mittwoch legten vier Bankhäuser neue Kursziele fest bzw. bestätigten bestehende, die sich in der Spanne zwischen 150 und 200 Euro bewegten.

Das blieb den Tradern natürlich nicht verborgen. Außerdem konnte man, wenn man es denn wollte, die aktuelle Nachrichtenlage als für Siemens Energy positiv auslegen: Ein eventuelles, baldiges Kriegsende in Sachen Iran, das dem Unternehmen in Bezug auf Wiederaufbau und Reparatur von Energieanlagen Aufträge bringen könnte. Und der wieder im Raum stehende Austritt der USA aus der NATO, der für ein Unternehmen, das als Ausrüster und Zulieferer von Energieversorgern fungiert, ebenfalls ein gesteigertes Wachstum mit sich bringen könnte. Aber ob all das wirklich ausreicht, um das am Montag von JPMorgan bestätigte Kursziel von 200 Euro (erstmals am 11. Februar vergeben) anzusteuern? 

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

12.02.2026

Siemens Energy: Könnten der Aktie jetzt die Käufer ausgehen? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.02.2026 um 21:12 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die am gestrigen Mittwoch vorgelegten Ergebnisse des ersten Geschäftsjahresquartals 2025/2026 waren beeindruckend. Die Siemens-Energy-Aktie quittierte die Zahlen mit einem neuen Verlaufsrekord … aber so langsam könnten der Hausse jetzt die Käufer knapp werden.

Das waren starke Zahlen, die der Energie-Ausrüster da vorlegte, keine Frage. Vor allem in Sachen Gewinnmarge. Denn obwohl der Umsatz im vergangenen Quartal (für Unternehmen der Siemens-Gruppe immer das erste in den jeweils am 30.9. endenden Geschäftsjahren) mit 9,7 Milliarden Euro zwar um 12,8 Prozent stieg, damit aber unter der durchschnittlichen Prognose von 9,87 Milliarden Euro blieb, lag der Gewinn solide über den Schätzungen. Das operative Ergebnis kam kaum auf 1,16 Milliarden Euro. Der Konsens der Experten hatte bei 0,98 Milliarden gelegen. Basis dieses so markant gestiegenen Gewinns war ein immenser Anstieg der operativen Gewinnmarge von 5,4 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 12,0 Prozent. Was klar macht:

Bei Siemens Energy läuft es. Und es wird wohl vorerst auch weiter gut laufen, denn was nicht minder zu beeindrucken vermochte, war der Auftragseingang. Das Volumen der Neuaufträge lag in diesem ersten Quartal 2025/2026 mit 17,6 Milliarden Euro weit über der Prognose von 14,4 Milliarden. Und setzt man diese neu eingelaufenen Orders mit dem Umsatz in Relation, liegt das Verhältnis von Umsatz zu Neuaufträgen bei gut 1,8 – eine Traumquote.

Angesichts solcher Zahlen könnte man sich glatt wundern, wieso der Kursanstieg der Aktie nicht noch ein gutes Stück größer ausgefallen ist. Aber ein Blick auf die zurückliegende Kursentwicklung lässt das Problem schon erahnen:

Expertenmeinung: Auch wenn die Ergebnisse bis auf den Umsatz deutlich über den Analysenerwartungen lagen, darf man vermuten, dass viele Anleger ein Überbieten der offiziellen Prognosen bereits erwartet hatten und vorher eingestiegen sind. Wer im Vorfeld eines Ereignisses kauft, kauft vielleicht danach noch zu, aber tendenziell sind das dann eher Akteure, die für Gewinnmitnahmen infrage kämen. Denn jetzt hat man, worauf man setzte. Und erneute positive Überraschungen – und damit frische Kaufargumente – stehen jetzt, nachdem die aktuellen Zahlen gerade druckfrisch auf dem Tisch liegen, vorerst nicht mehr an.

Hinzu kommt, dass die im Licht dieser Quartalsergebnisse von Analysten am Mittwoch neu vergebenen Kursziele zwar alle mit „Kaufen“-Einschätzungen versehen waren, aber mit einer Spanne zwischen 130 und 175 Euro lag selbst das höchste, „frische“ Kursziel nicht weit über dem gestern markierten, neuen Verlaufshoch von 163,40 Euro.

Siemens Energy Aktie: Chart vom 11.02.2026, Kurs 163,25 Euro, Kürzel: ENR | Online Broker LYNX
Siemens Energy Aktie: Chart vom 11.02.2026, Kurs 163,25 Euro, Kürzel: ENR | Quelle: TWS

Und Siemens Energy beließ es bei der vorbestehenden Geschäftsjahresprognose eines Umsatzwachstums zwischen 11 und 13 Prozent und einer operativen Marge zwischen 9 und 11 Prozent. Womöglich könnte auch das dazu führen, dass sich so mancher Akteur angesichts einer Aktie, die gerade auf das reagierte, worauf viele im Vorfeld gesetzt hatten und ein gutes Stück über dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten bei derzeit knapp 143 Euro notiert, sagt: „Gut, das war es jetzt wohl erst einmal … Zeit, ein paar Gewinne mitzunehmen.“

Ein Rücksetzer wäre jetzt also keineswegs überraschend. Aber erst, wenn die Aktie die derzeit bei knapp 144 Euro verlaufende und der Hausse seit Ende November als Leitstrahl dienende 20-Tage-Linie auf Schlusskursbasis unterbieten sollte, wäre die Basis vorhanden, die mittlerweile weit zurückhängende, mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei aktuell 119 Euro zu testen, so gesehen: „Ausatmen“ wäre jetzt jederzeit drin, ein „Umkippen“ eher nicht.

Quellen:
Ergebnis des 1. Geschäftsjahresquartals 2025/2026, 11.02.2026:
https://www.siemens-energy.com/de/de/home/investor-relations.html#accordion-ad09e14867-item-d2a28ce5f6
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ENR.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

02.02.2026

Siemens Energy: Was man jetzt besser nicht übersehen sollte — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.01.2026 um 22:55 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Am deutschen Aktienmarkt stieg in der zweiten Januar-Hälfte die Volatilität, die Hausse präsentiert sich zusehends wackliger. Siemens Energy wirkt da wie ein Fels in der Brandung, erst letzte Woche wurden neue Rekorde erzielt. Die Frage ist, ob der Fels wirklich massiv ist.

Siemens Energy Aktie: Chart vom 30.01.2026, Kurs 144,55 Euro, Kürzel: ENR | Online Broker LYNX
Siemens Energy Aktie: Chart vom 30.01.2026, Kurs 144,55 Euro, Kürzel: ENR | Quelle: TWS

Die Bilanzdaten des ersten Quartals des bei Siemens Energy immer am 1. Oktober beginnenden, laufenden Geschäftsjahres stehen am 11. Februar, also Mitte kommender Woche, an. Man erwartet herausragende Ergebnisse nebst eines motivierenden Ausblicks; der Kursverlauf der Aktie, die sich zuletzt sogar gegen einen wackligen Gesamtmarkt auf neue Rekorde schob, macht das sehr klar. Klar ist aber auch:

Erst dann wird man wissen, ob die großen Erwartungen gerechtfertigt sind, die in den Kurs eingepreist wurden, seit die letzten Quartalszahlen bzw. das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024/2025 am 13. November vorgelegt wurden. Und wenn man sich einmal ansieht, wo die Aktie an dem Tag, an dem die bislang aktuellsten Bilanzdaten vorgelegt wurden, notierte, sollte man dem vorhandenen Grundoptimismus eine solide Prise an Vorsicht beimengen, denn:

Expertenmeinung: An diesem 13. November endete Siemens Energy als Verlierer, die Aktie sackte vom Vortagsschluss bei 107,35 Euro auf 101,05 Euro durch. Das Argument war, dass die da vorgelegten Ergebnisse sowie der Ausblick auf das jetzt laufende, neue Geschäftsjahr bereits im Kurs vorweggenommen, sprich eingepreist seien. Mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von derzeit knapp 40 auf Basis der momentanen, durchschnittlichen Gewinnschätzung der Analysten für das laufende Geschäftsjahr könnte man das für einen Energieversorger-Ausrüster noch mehr unterschreiben als im November. Denn seither hat die Aktie über 40 Prozent zugelegt.

Zwar folgten der 2024/2025er-Bilanz ein paar volatile Tage, aber schon Ende November gingen die Käufe wieder los. Schlussfolgerung: Wenn man die Aktie auf Basis dessen, was im November für das Jahr 2025/2026 vom Unternehmen avisiert wurde, für ein wenig teuer hielt und einige deswegen Gewinne mitnahmen … was ist seither passiert, das einen derart höheren Kurs rechtfertigt, ohne dass man bislang wüsste, wie sich das Geschäft seit dem 1. Oktober 2025 entwickelt hat?

Gute Frage. Zumindest haben zahlreiche Analysten ihre Kursziele seither immer höher geschraubt. Kaum erreichte die Aktie das Kursziel, wurde es bei manchen Bankhäusern flugs angehoben. Wobei man zwar vorbringen könnte, dass die Perspektive für Umsatz- und Margen-Anstieg bei Siemens Energy sukzessive steigen könnte, weil der mögliche Energiebedarf durch die Entwicklung und Nutzung von KI immer höher angesetzt werden muss. Aber wissen kann man es nicht. Nicht, bevor der Konzern am 11. Februar neue Zahlen vorlegt.

Zumal man bei einigen Kurszielen durchaus die Stirn runzeln könnte. Das höchste Kursziel lautet aktuell auf satte 200 Euro. Würde dieser Kurs erreicht, hieße das, dass Siemens Energy auf Basis der derzeitigen Konsens-Gewinnschätzung für das laufende Jahr ein KGV von 53 erreichen würde. Nur mal als Vergleich: Nvidia hat (auf Basis der gemeldeten, nicht der prognostizierten Gewinne) momentan ein KGV von 47!

Da ist also mittlerweile sehr viel an großen Erwartungen eingepreist, die sich erfüllen könnten, aber keineswegs müssen. Hier jetzt erst neu einzusteigen, erscheint daher hoch riskant. Und wer bereits engagiert ist, sollte auf keinen Fall ohne Stoppkurs agieren … für den man, je nach Aggressivität und Größe der Position, entweder mit der aktuell bei knapp 134 Euro verlaufenden 20-Tage-Linie einen gezielt engen oder aber mit der April-Aufwärtstrendlinie bei momentan 116 Euro einen etwas mittelfristiger ausgerichteten Anhalt finden würde.

Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/ENR.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

06.01.2026

Siemens Energy: Was läuft, läuft auch weiter? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.01.2026 um 18:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Dezember war von einer Seitwärts-Konsolidierung geprägt, aber mit dem Startschuss ins neue Börsenjahr nahm Siemens Energy umgehend wieder Fahrt auf und erreichte neue Rekorde. Aber das als wegweisend für das Gesamtjahr anzusehen, wäre womöglich gewagt.

Weil institutionelle Investoren wie Fonds und Pensionskassen zu Beginn eines neuen Quartals und vor allem zu Beginn des ersten Quartals ihre Portfolio-Ausrichtung überprüfen und ggf. anpassen, können in der ersten Hälfte des Januars Weichen für neue Trends gestellt werden.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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