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Siemens Energy, eine Aktie, die bis vor wenigen Monaten zu denen gehörte, die man angeblich unbedingt haben musste, vollzieht gerade eine Korrektur. Und wie so oft scheinen die Anleger ausgerechnet jetzt zu zögern. Sollte man da nicht „Mut zur Lücke“ zeigen?
Es ist seit ewigen Zeiten dasselbe Spiel: Solange ein Trend dynamisch aufwärts weist, kann die Bewertung einer Aktie ins Absurde steigen und die Kursziele der Experten können meilenweit überboten sein, die Käufer bleiben trotzdem unbeirrt am Ball. Aber sobald das Momentum der Hausse dahin ist, wird auf einmal über das gesprochen, was zuvor kaum jemanden interessierte:
Von den Analystenmeinungen, der Bewertung, den Perspektiven für den Unternehmensgewinn und davon, ob man da lieber nicht noch etwas warten sollte mit dem Einstieg. Das spielt sich dann gerne mal 20 oder mehr Prozent unter dem vorherigen Hoch ab und man fragt sich: Wieso traut sich ein Trader, der wenig früher viel teurer long ging, jetzt nicht mehr an die Aktie heran?
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Expertenmeinung: Das dürfte vor allem daran liegen, dass zwar viele Marktteilnehmer – was grundsätzlich ja Sinn ergibt – trendfolgend agieren, dabei aber relativ konstant steigende Kurse als Bestätigung brauchen, um nicht in ihrer Überzeugung wankend zu werden. Dabei sind gerade Tests von trenddefinierenden Unterstützungen die beste Gelegenheit, mit dadurch eng platzierbaren Stoppkursen einzusteigen oder zuzukaufen … nur entsteht da dann die Sorge, dass eben diese entscheidenden Unterstützungen ja auch brechen könnten. Wie sieht es da in Bezug auf Siemens Energy aus?
Billig bewertet ist die Aktie auch jetzt, knapp 19 Prozent unter dem im April bei 195 Euro erreichten Verlaufsrekord, noch nicht. Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis kommt aktuell auf Basis der durchschnittlichen Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 2025/2026 auf 38. Erst wenn die für 2028 im Schnitt prognostizierten Gewinne wirklich erreicht würden, läge das KGV wieder auf einem relativ normalen Level von etwa 21. Ein ziemlich weiter Vorgriff auf die Zukunft, aber:
Als Energie-Ausrüster hat die Siemens-Tochter derzeit randvolle Auftragsbücher und profitiert von mehreren Wachstumsmärkten zugleich, sodass es in zwei Jahren mit einem dynamischen Wachstum keineswegs vorbei sein müsste. „Absurd teuer“ ist die Aktie jetzt also nicht … und das sehen auch die Analysten so, immerhin ist die Aktie jetzt ein gutes Stück unter deren durchschnittliches Kursziel bei momentan 195 Euro gefallen.

Die Chance, dass die mittelfristig relevante Supportzone, bestehend aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend, der 200-Tage-Linie und dem bisherigen Jahres-Verlaufstief von Ende März zwischen 131 und 150 Euro hält, wäre also grundsätzlich gut. Damit hätte man die Wahl, ob man es wagen möchte, bereits bei einem Touchieren dieser Zone aktiv zu werden, oder aber abzuwarten, bis Siemens Energy diese Zone nicht nur testet, sondern, wie es auch Ende März gelang, aus diesem Bereich wieder nach oben hinauszulaufen.
Die erste Variante ist natürlich riskanter, da wäre ein Stoppkurs, den man knapp unter diese trendrelevante Unterstützungszone legen würde, aber näher am Einstieg als bei der zweiten, vorsichtigeren Variante. Die hätte den Vorteil, dass das Risiko, dass diese Zone nicht doch wider Erwarten einfach durchschlagen wird, geringer wäre, sobald die Aktie erst einmal wieder nach oben gedreht hat. Egal, wie man die Sache angehen wollte: Eine Chance, da aktiv zu werden, rückt angesichts dieser Korrekturphase näher.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen; https://finance.yahoo.com/quote/ENR.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.06.2026 um 21:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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