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RENK Group Aktie Prognose RENK Group: Könnte es noch eine Etage tiefer gehen?

News: Aktuelle Analyse der RENK Group Aktie

In diesem Artikel
RENK Group
ISIN: DE000RENK730
|
Ticker: R3NK --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur RENK Group Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Vier Tage in Folge schloss die Aktie des Getriebe- und Motorenherstellers RENK Group im Minus und balanciert dadurch mit einem Bein über einer charttechnischen Klippe. Auslöser war die am letzten Mittwoch vorgelegte Quartalsbilanz … könnte die weiter negativ wirken?

Die RENK Group gehört zu der Gruppe von Unternehmen, die aus Sicht der Käufer zu den unmittelbarsten Profiteuren der Anfang 2025 angekündigten massiven Aufstockung der Verteidigungsausgaben gehört. Immerhin baut RENK Getriebe vor allem für Militärfahrzeuge. So, wie sich die Bilanzzahlen und die Reaktion darauf darstellen, scheint es jedoch, als hätten sich einige in Bezug auf die Zeitspanne, in welcher sich das auswirken würde, verschätzt.

Wobei man sich das Zahlenwerk genauer ansehen muss, denn die reinen prozentualen Veränderungen sind trügerisch. Ein Plus im Auftragseingang von nur 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal wirkt mickrig, ist es aber eigentlich nicht. Denn im ersten Quartal 2025 stieg der Auftragseingang des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sagenhafte 163 Prozent. Und von dieser beeindruckenden Vergleichsbasis aus ist eine weitere, wenngleich prozentual kleine Steigerung eine solide Leistung, zumal:

Vergleicht man den Auftragseingang mit dem Umsatz, versteht man schnell, dass das Auftragsbuch immer dicker wird. 2025 standen 1,57 Milliarden an neuen Aufträgen einem Umsatz von 1,37 Milliarden Euro gegenüber. Im jetzt berichteten ersten Vierteljahr 2026 lag der Auftragseingang bei 582 Millionen Euro, der Umsatz bei 272,6 Millionen (+4,0 Prozent zum Vorjahresquartal). Was bedeutet:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur RENK Group Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die RENK Group zeigt durchaus kräftiges Wachstum, nur wird es seine Zeit brauchen, bis sich das in schneller steigenden Gewinnen niederschlägt. Immerhin geht es hier nicht darum, brachliegende Produktionskapazitäten wieder flottzumachen, sondern um deren Ausbau. Das kostet ebenso Zeit wie Geld. So betrachtet wirken die im ersten Quartal erreichten +10,4 Prozent beim um Sonderfaktoren bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und der Anstieg der EBIT-Gewinnmarge von 14,1 auf 15,0 Prozent zwar mager, zeigen aber nur, dass man nicht so schnell laufen kann, wie die bullischen Trader im Zuge der Super-Hausse vorweggelaufen sind.

Was bleibt, ist die Frage, ob man in Bezug auf ein Angleichen von zu großen Erwartungen an die realen Fortschritte jetzt bereits „durch“ sein könnte … oder die Aktie immer noch so überbewertet wäre, dass man fürchten müsste, dass der Kurs über die eingangs erwähnte, charttechnische Klippe fällt.

Dabei geht es um die untere Begrenzung einer Seitwärtsspanne, die sich Ende November etabliert hatte und in der die RENK-Aktie bislang volatil hin und her lief. Diese Supportzone liegt zwischen 45,97 und 49,11 Euro. Gestern ist die Aktie auf Schlusskursbasis nur knapp darüber geblieben, hatte intraday aber bereits darunter gelegen. Und sollte diese Handelsspanne nach unten verlassen werden, würden sich keine nahegelegenen, potenziellen Supportlinien aufdrängen. Die nächste wirklich markantere Wendemarke, die einen Support darstellen könnte, käme dann erst in Form des Zoll-Crash-Tiefs vom April 2025 bei 31,16 Euro.

RENK Group Aktie: Chart vom 11.05.2026, Kurs 46,30 Euro, Kürzel: R3NK | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
RENK Group Aktie: Chart vom 11.05.2026, Kurs 46,30 Euro, Kürzel: R3NK | Quelle: TWS

Was ein realistisches Kursziel wäre, wenn die RENK Group-Aktie noch zu teuer bewertet wäre. Doch das ist sie eher nicht. Auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten kommt die Aktie aktuell auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von knapp 27 – bei dem durch das dicke Auftragsbuch unterfütterten Wachstumspotenzial ist das keineswegs teuer, da geht die Tendenz eher in Richtung „lukrativ“. Hinzu kommt, dass momentan 11 von 14 Analysten die Aktie als kaufenswert einstufen, der Rest sieht sie als Halteposition. Und das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit um 68 Euro … der Montags-Schlusskurs lag sogar ein gutes Stück unter dem niedrigsten aller Kursziele bei 53 Euro.

Fazit: Wenn die Bären weiter gezielt drücken, könnte der Abstieg der Aktie zwar weitergehen, aber er würde zusehends zu einer Übertreibung auf der Unterseite führen. Zum Einstieg sollte man zwar charttechnisch positive Signale abwarten, aber festhalten ließe sich schon jetzt: Auf dem aktuellen Kursniveau wäre die RENK Group-Aktie nichts, was sich für die Short-Seite anbieten würde!

Quellenangaben: Ergebnis des 1. Quartals 2026, 06.05.2026: https://ir.renk.com/static-files/182df48b-5f01-4ae0-aeb5-f893971074be
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/R3NK.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.05.2026 um 22:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der RENK Group Aktie

06.03.2026

RENK Group: Diese Bäume wachsen … aber langsam — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.03.2026 um 23:09 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Viele hatten vor einem Jahr gedacht, mit den neuen Plänen der Bundesregierung und der veränderten Gesamtsituation würden Aktien aus dem Verteidigungssektor wie die RENK Group rasante Umsatz- und Gewinnanstiege zeigen. Doch mit „rasant“ wird es bislang nichts.

RENK Group Aktie: Chart vom 05.03.2026, Kurs 52,00 Euro, Kürzel: R3NK | Online Broker LYNX
RENK Group Aktie: Chart vom 05.03.2026, Kurs 52,00 Euro, Kürzel: R3NK | Quelle: TWS

Ein Musterbeispiel für charttechnische Präzisionsarbeit gibt die RENK Group-Aktie zwar nicht gerade ab, das wird beim Blick auf das Chartbild umgehend deutlich. Aber wir sehen hier nichtsdestotrotz eine Handelsspanne mit einer in beiden Fällen breiten, aus mehreren Umkehrpunkten bestehenden Widerstands- und Supportzone. Und mit der Reaktion auf die am Donnerstag präsentierte 2025er-Bilanz und den Ausblick auf das laufende Jahr ist der Kurs in die untere Zone dieser Spanne gerutscht. Die Frage ist:

Wird er auch aus ihr nach unten herausrutschen oder gelingt es, diesen Unterstützungsbereich zwischen 47,16 und 54,02 Euro zu verteidigen? Das wird darauf ankommen, ob man sich zeitnah am Markt damit abfinden könnte, dass die Bäume hier zwar wachsen, aber nicht, wie vor einem Jahr noch vermutet, rasant in den Himmel. Denn der Ausblick des Herstellers von vor allem im Verteidigungssektor eingesetzten Getrieben und Antriebssystemen ist zwar gut. Aber er ist nicht wirklich dynamisch.

Konkret berichtete RENK für 2025 einen um knapp 20 Prozent gestiegenen Umsatz und einen etwas überproportional um 21,7 Prozent gestiegenen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). Im Großen und Ganzen war das erwartet worden, auch, dass der Auftragseingang mit 1,57 Milliarden Euro ein gutes Stück über dem bei 1,37 Milliarden gelegenen Umsatz hereinkommen würde. Würde das Wachstum in diesem Tempo weitergehen oder sich sogar beschleunigen, wäre die Hausse des Vorjahres zumindest im Nachhinein durch Fakten unterfüttert. Aber so ganz konnte RENKs Ausblick da nicht überzeugen:

Expertenmeinung: Die RENK Group sieht für 2026 einen Umsatz von „über 1,5 Milliarden“. Bleibe es bei den 1,5 Milliarden, wäre das nur ein Anstieg um zehn Prozent. Und das um Sonderfaktoren bereinigte EBIT soll nach 230 Millionen Euro im Jahr 2025 zwischen 255 und 285 Millionen liegen. Also ein Plus zwischen gut 10 bis zu 24 Prozent. Die bisherige, durchschnittliche Analystenprognose für das 2026er-EBIT liegt bei 265 Millionen, also leicht unter der Mitte dieser avisierten Spanne. Das ist gut genug, um nicht enttäuscht zu sein. Aber nur, wenn das obere Ende der avisierten Spanne erreicht würde, wäre das genug, um auf dem derzeitigen Kursniveau neue Begeisterung auszulösen. Und ob es so kommt, weiß man jetzt eben noch nicht.

Man ist auf dem Weg, aber man rennt nicht. Damit hätte man derzeit keine tauglichen Argumente, um bei RENK jetzt, nachdem die Übertreibungsphase vom Herbst korrigiert wurde, über die Short-Seite nachzudenken. Aber hier einzusteigen wäre zumindest so lange hoch riskant, bis erkennbar würde, dass genug Käufer nicht nur genauso denken wie man selbst, sondern auch handeln. Charttechnisch wäre die Aktie wieder bullisch, wenn sie aus dieser aktuellen Handelsspanne nach oben ausbrechen würde. Dazu müsste sie über 70,66 Euro schließen. Aber dann wäre die – aktuell angemessene  – Bewertung schon wieder eher teuer, daher:

Innerhalb ihrer aktuellen, breiten Handelsspanne zwischen 47,16 und 70,66 Euro ist die Aktie hochvolatil und tendenziell unberechenbar. Außerhalb der Range wäre sie aber auf der Unterseite bereits zu günstig, um viel Potenzial für die Short-Seit zu erwarten, auf der Oberseite dann aber teuer genug, um auch nicht allzu viel Luft nach oben zu haben. Fazit: Derzeit müsste man hier eher nicht dabei sein.

Quellen:
Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025, 05.03.2026:
https://ir.renk.com/de/news-releases/news-release-details/geschaeftsjahr-2025-renk-group-ag-erreicht-jahresziele-mit-neuen

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

21.11.2025

RENK Group: Brisantes Chartbild – Sekt oder Selters? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.11.2025 um 22:08 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Es ging anderen Unternehmen in den letzten Wochen so, jetzt hat es auch die Aktie der RENK Group erwischt: Nachdem man am Kapitalmarkttag mittelfristige Ziele formuliert hatte, ging es mit der Aktie abwärts. Jetzt ist hier eine Schlüsselzone erreicht – es wird brenzlig für die Bullen.

Der vor allem für militärische Abnehmer fertigende Antriebssysteme- und Getriebe-Hersteller war Teil des „Rüstungs-Hypes“, der die Kurse aller Unternehmen massiv nach oben katapultierte, die in irgendeiner Weise mit dem Entschluss in Verbindung gebracht werden konnten, die Verteidigungsausgaben drastisch zu erhöhen.

Ein solcher Hype zeichnet sich dadurch aus, dass die Käufer von einem gewaltigen Gewinnwachstum ausgehen und dieses vorwegnehmen, ohne auch nur im Ansatz abschätzen zu können, wie sich die Gewinne der vom Hype erfassten Aktien in zwei, drei Jahren tatsächlich entwickeln. Auch und gerade, weil man schon in einem normalen wirtschaftlichen Umfeld nicht wissen kann, wie sich die Rahmenbedingungen in zwei oder drei Jahren darstellen werden. In einer Branche, die massiv in Bewegung geraten ist, erst recht nicht. So gesehen konnte es nicht ausbleiben, dass die Reaktionen deutlich ausfallen, wenn Unternehmen, die von einem Hype erfasst wurden, auf einmal mittelfristige Ziele verkünden.

Denn so werden Kursphantasien der bullischen Trader auf einmal konkrete Zahlen gegenübergestellt. Zahlen, mit denen man errechnen kann, wie das Kurs-/Gewinn-Verhältnis aussehen würde, wenn diese Ziele eintreffen. Das ist, wenn die Erwartungen zuvor mit den Bullen durchgegangen sind, ein brenzliger Moment. So auch hier.

Die RENK Group ging dabei besonders weit, indem das Unternehmen nicht nur Ziele für das Ende des übernächsten Jahres formulierte, sondern auch noch für 2030. Das Problem war: Man hatte mit mehr gerechnet. Für 2027 sieht RENK den um Sonderfaktoren bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei mehr als 300 Millionen Euro, für das laufende Jahr liegt die Zielspanne bei 210 bis 235 Millionen. Die Analysten hatten im Schnitt aber mit 365 Millionen im Jahr 2027 gerechnet. Für 2030 peilt RENK einen Umsatz zwischen 2,8 und 3,2 Milliarden Euro (2025 erwartet: 1,35 Mrd.) und eine EBIT-Gewinnmarge von 20 Prozent (2025 erwartet: 16,4 Prozent) an.

Expertenmeinung: Natürlich sind das starke Ziele. Aber zum einen ist klar, dass Ziele nicht erreicht werden müssen, das hat die Vergangenheit schon oft genug bewiesen. Zum anderen dürften sich nicht wenige gefragt haben, ob man da mit einer Aktie, die dieses Börsenjahr mit einem Kurs von 18,35 Euro startete, nicht doch, trotz der bereits deutlichen Korrektur vom Rekordhoch, zu weit vorgegriffen hat. Das Resultat:

Die Aktie fiel, nachdem sie bereits am Vortag deutlich unter Druck gestanden hatte. Dadurch fordert das Chartbild jetzt eine Entscheidung ein, denn damit wurden einerseits wichtige Supportlinien unterboten, andererseits nicht minder wichtige Linien erreicht, so dass es jetzt heißt: Sekt oder Selters.

Renk Group Aktie: Chart vom 20.11.2025, Kurs 55,50 Euro, Kürzel: R3NK | Online Broker LYNX
Renk Group Aktie: Chart vom 20.11.2025, Kurs 55,50 Euro, Kürzel: R3NK | Quelle: TWS

Der Kurs durchbrach die die 200-Tage-Linie einschließende Zone 60,10/61,90 Euro. Sie müsste umgehend zurückerobert und danach in einem Aufwasch mit Schlusskursen über 65 Euro die Oktober-Abwärtstrendlinie und die 20-Tage-Linie überboten werden, dann hätten die Bullen wieder festen Boden unter den Hufen. Dazu muss die Unterstützungszone, in die die RENK-Aktie jetzt hineingerutscht ist, als Sprungbrett funktionieren:

Das ist der Bereich zwischen 49,90 und 55 Euro, der auf der Oberseite durch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie begrenzt wird. Letztere Linie wurde, nachdem die Aktie im Handelsverlauf bereits darunter gefallen war, auf Schlusskursbasis verteidigt. Aber diese Gemengelage ist zu brisant, um daraus bereits ableiten zu wollen, dass ein Befreiungsschlag über 65 Euro gelingen wird. Und schließt RENK unter 49,90 Euro, wäre erst einmal aus charttechnischer Sicht einiges an Luft nach unten vorhanden!

Quellen:
Kapitalmarkttag 20.11.2025: https://www.renk.com/de/newsroom/news/press-releases/capital-markets-day-2025-fokus-auf-defense-geschaeft-renk-group-ag-peilt-bis-2030-konzernumsatz-von-2-8-bis-3-2-mrd-eur-an

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

15.10.2025

Renk: Trend unter Druck — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Hersteller von Antriebs- und Spezialkomponenten, die unter anderem in militärischen Fahrzeugen eingesetzt werden, konnte im vergangenen Monat noch mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung überzeugen. Die Renk-Aktie erreichte in einem rasanten Anstieg ein neues Jahreshoch und weckte bei vielen Anlegern Hoffnungen auf eine Fortsetzung des Trends.

Doch der jüngste Fehlausbruch hat dem Papier deutlich zugesetzt und das Momentum der Bullen spürbar abgeschwächt. Statt einer moderaten Konsolidierung unterhalb der Marke von 90 EUR kam es zu spürbaren Abgaben. Mit dem Bruch der 20-Tage-Linie wurde ein erstes technisches Warnsignal ausgelöst – Anleger nutzten scheinbar die Gelegenheit, um Gewinne zu realisieren. Der zuvor klar erkennbare Aufwärtstrend steht damit kurzfristig unter Druck.

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

10.09.2025

RENK Group: Im Kielwasser des Nachrichtentickers  — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Chance auf eine Waffenruhe in der Ukraine sinkt, der Nahost-Konflikt erhält immer wieder neue Nahrung … und Rüstungstitel wie die RENK Group legen zu. Das ist zwar grundsätzlich nachvollziehbar, aber trotzdem eine riskante Basis, um in solchen Aktien zu traden.

Die sich unter den europäischen NATO-Staaten bzw. innerhalb der EU intensivierende Ansicht, dass zum einen die USA als militärische Stütze nicht mehr verlässlich ist und zum andren die Risiken aus Richtung Russland zunehmen, hat sich zuletzt durch die emotional und unstet wirkende US-Russlandpolitik, die Unnachgiebigkeit Russlands in Bezug auf den Ukraine-Konflikt und die eher impulsiv statt planvoll wirkenden Aktionen der USA im Nahen Osten verfestigt. Daher wird es immer wahrscheinlicher, dass Worten in Bezug auf eine schnelle und weitreichende Aufstockung der Verteidigungsfähigkeit auch Taten folgen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

14.08.2025

RENK Group: Das Problem mit dem Faktor Zukunft — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Starke Halbjahresergebnisse und ein steigender Kurs: Ist die Aktie der RENK Group zurück in der Hausse-Spur? Noch nicht. Und auch wenn die Zahlen sehr beeindruckend ausfielen, bleibt Vorsicht geboten, denn hier ist bereits ungewöhnlich viel positive Zukunft eingepreist.

Dass der Umsatz des Antriebsspezialisten mit starker Ausrichtung im Verteidigungssektor um 21,5 Prozent zulegte und das EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) aufgrund einer gestiegenen Gewinnmarge überproportional um 29,4 Prozent stieg, war eine solide Sache, andererseits aber eine, die im Rahmen der Prognosen lag. Weit interessanter für die Trader war die Frage: Wie geht es weiter?

Der Auftragseingang stieg im Halbjahresvergleich um 46,8 Prozent auf 921 Millionen Euro, der Auftragsbestand lag zum Stichtag des 30. Juni bei 5,9 Milliarden Euro. Die Relation Umsatz zu Auftragseingang lag bei starken 1,5, sprich für jeden Euro Umsatz kamen 1,50 Euro an Neuaufträgen herein. Weiteres Umsatz- und Gewinnwachstum sind damit vorprogrammiert. Was aber nicht bedeutet, dass die Aktie dadurch zum Selbstläufer wird, denn die gewaltige Hausse, die den Kurs im ersten Halbjahr auf bis zu 85,96 Euro trug, nahm genau das ja vorweg. Die Frage ist also jetzt:

Expertenmeinung: Wie viel einer Zukunft mit steigenden Gewinnen und Umsätzen ist im Kurs jetzt schon drin? Grundsätzlich ziemlich viel, immerhin liegt selbst das höchste aller aktuellen Analysten-Kursziele mit 90 Euro nur wenig über dem bisherigen Rekordhoch. Und das liegt vor allem daran, dass die Aktie eher teuer bewertet ist. Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt auf Basis der aktuellen, durchschnittlichen 2025er-Gewinnprognose der Analysten momentan bei 46.

Kein Problem, wenn der Gewinn pro Aktie in den kommenden zwei Jahren jeweils um 30 bis 40 Prozent weiter zulegt, wie die Experten das momentan vermuten. Und das Bestreben, die europäische Verteidigungsfähigkeit schnell und umfassend auszubauen, würde diese Erwartungen unterfüttern. Kommt es so, könnte sich die momentan recht teure Bewertung schnell erledigen und dem Kurs auch noch Luft nach oben lassen. Wenn es so kommt. Das ist eben das Problem mit der Zukunft: Es kommt gerne mal anders, als man denkt.

RENK Group Aktie: Chart vom 13.08.2025, Kurs 62,00 Euro, Kürzel: R3NK | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
RENK Group Aktie: Chart vom 13.08.2025, Kurs 62,00 Euro, Kürzel: R3NK | Quelle: TWS

Daher wäre es ratsam, diese Aktie nicht ohne charttechnischen Rückenwind im Depot zu haben. Der aktuell noch nicht weht. Wir sehen, dass die RENK-Aktie zwar als Reaktion auf das Zahlenwerk zum Handelsstart einen Satz nach oben machte, über den Eröffnungskurs aber kaum hinauskam. Statt sofortiger Anschlusskäufe kam es hier zu, wenngleich eher mäßigen, Abgaben in den Kursanstieg hinein.

Zwei Schritte müssten dem Kurs gelingen, um ein bullisches Signal zu generieren. Zunächst müsste die Aktie über die im Juni entstandene Abwärtstrendlinie bei derzeit 68 Euro hinaus. Und dann gälte es, die Widerstandszone 74,00 bis 76,61 Euro zu überbieten. Erst dann wäre der Weg nach oben wieder frei. Sobald eine Aktie wieder ein positives Momentum zeigt, tritt die Frage, ob sie nicht vielleicht schon überbewertet wäre, oft umgehend ins zweite Glied zurück … aber eben erst dann!

Quellenangaben: Ergebnis 1. Halbjahr 2025, 13.08.2025: https://www.renk.com/de/newsroom/news/press-releases/ergebnisse-h1-2025-renk-group-ag

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

30.06.2025

RENK Group: Die Korrektur ist … doch noch nicht beendet — Ronald Gehrt

11.06.2025

RENK Group: Kleine Meldung, große Wirkung — Ronald Gehrt