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O Reilly Automotive Aktie Prognose O’Reilly Automotive: Ob man nicht langsam Kasse machen sollte?

News: Aktuelle Analyse der O Reilly Automotive Aktie

In diesem Artikel
O Reilly Automotive
ISIN: US67103H1077
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Ticker: ORLY --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur O Reilly Automotive Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Wie kann es sein, dass die Aktie von O’Reilly Automotive, dem „nur“ drittgrößten Autoteile-Händler in den USA, seinen Heimatindex Nasdaq 100 weit hinter sich lässt und ein Rekordhoch nach dem anderen erzielt … obwohl die Quartalszahlen nur „in line“ waren?

Diese Frage dürften sich viele stellen – und die Antwort liegt zumindest nicht gerade auf der Hand. Aber deswegen aussteigen mag offenbar kaum jemand. Was indes bei dynamischen Aufwärtstrends normal ist. Aber wenn die O’Reilly-Aktie nicht ein sehr gutes Argument hat, um auf diesem Rekordniveau zu notieren, können schon kleine Gewinnmitnahmen große Folgen in Form eines Lawineneffekts haben. Also, gibt es diese guten Argumente?

Nicht in den aktuellen Bilanzdaten. Ja, O’Reillys Umsatz legte im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu, wie am 23. Juli gemeldet wurde, aber das spielte sich im einstelligen Prozentbereich ab. Und mit einem Gewinn pro Aktie von 0,78 US-Dollar im zweiten Quartal lag dieser gerade einmal acht Cent über dem Vorjahr … während die Aktie seither über 40 Prozent zugelegt hat. Was sie teuer macht.

Das KGV (Kurs-/Gewinn-Verhältnis) liegt derzeit auf Basis der Konsens-Analystenprognose für den 2025er-Gewinn bei 35. In den letzten zehn Jahren lag diese Bewertung zum jeweiligen Jahresende zwischen 20 und 30. Und was die Kursziele der Analysten angeht, liegt das höchste zwar bei 120 US-Dollar, im Schnitt sehen die Experten O‘Reilly aber bei 106 US-Dollar … und dieses Konsens-Ziel wurde mit dem im Verlauf der vergangenen Woche markierten Verlaufsrekord von 104,86 US-Dollar quasi erreicht. Bietet wenigstens die Charttechnik eine Grundlage dafür, dass hier weiterhin mehr Trader ein- als aussteigen?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur O Reilly Automotive Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Natürlich war es bullisch, dass die O’Reilly-Aktie aus einem absteigenden Dreieck ausgebrochen war und dann das vorherige Rekordhoch überbot. Nachdem der Aktiensplit im Juni keine positive Reaktion zeitigte, konnte man damit eigentlich nicht rechnen. Eine gute Sache also, die aber langsam heiß läuft, denn der Kursverlauf zeigt Anzeichen einer „Fahnenstange“, während die Aktie markttechnisch überkauft ist.

Der vermutliche Grund, wieso hier so kräftig zugelangt wird, dürfte darin liegen, dass die US-Anleger vermuten, dass höhere Zölle für Importfahrzeuge und kommender Inflationsdruck für deutlich nachgebende Neuwagen-Zulassungen sorgen. Die US-Bürger werden ihre Autos einfach länger fahren, dadurch mehr pflegen und reparieren … was wiederum die Kasse von O’Reilly als Autoteile- und Autozubehör-Händler klingeln lassen würde, so die Überlegung.

Aber das basiert auf Annahmen, nicht auf Fakten. Bislang wachsen Umsatz und Gewinn hier viel zu wenig für das derzeitige Kursniveau nebst 35er-KGV. Und man darf unterstellen, dass das vielen sehr wohl bewusst ist und so mancher, der hier engagiert ist, bereit ist, bei der kleinsten Irritation Kasse zu machen. Daher sollte man sich da einreihen, indem man überlegt, in die noch laufende Rallye hinein einen Teil der Aktien zu verkaufen und für den Rest einen Stoppkurs einzuziehen, für den sich derzeit als Orientierung die Supportzone 95,25/97,22 US-Dollar anbieten würde … und den man, sobald sich auf höherem Niveau ein tauglicher Ankerpunkt anbietet, auch unbedingt nachziehen sollte. Denn das Fundament, auf dem diese Hausse steht, ist auf diesem Kursniveau nicht mehr das solideste.

O’Reilly Automotive Aktie: Chart vom 08.08.2025, Kurs 103,33 US-Dollar, Kürzel: ORLY | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
O’Reilly Automotive Aktie: Chart vom 08.08.2025, Kurs 103,33 US-Dollar, Kürzel: ORLY | Quelle: TWS

Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der O Reilly Automotive Aktie

07.07.2025

O‘Reilly Automotive: Diese Sache mit dem Aktiensplit … — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Vor vier Wochen hatte der US-Autoteile- und Autozubehörhändler O’Reilly Automotive einen Aktiensplit im Verhältnis 15:1 durchgeführt. Oft führen solche Splits dazu, dass die danach optisch billigeren Aktien kräftig ansteigen. Bei O’Reilly blieb dieser Effekt aus … wieso?

Das hat zwei Gründe: Zum einen griff hier ein „Vorkauf-Effekt“. Da dieser immense Split einer zuvor ebenso immens teuren Aktie von 15:1 (d.h. man hatte ab dem Split-Termin am 10. Juni dann statt einer automatisch 15 Aktien) erwarten ließ, dass die Aktie dadurch auch für kleinere Anleger wieder lukrativ würde, hatten viele bereits im Vorfeld in Erwartung des kurssteigernden Effekts gekauft. Die Folge: Die erwartete Kurssteigerung entstand zwar, aber wegen dieser vielen Vorkäufe eben vor und nicht nach dem Split. Als der dann vollzogen war, warteten diejenigen, die vorher eingestiegen sind, auf steigende Kurse, aber der Aktie waren so eben die Käufer knapp geworden.

Zum anderen ist die Aktie zu teuer, um, Split hin oder her, noch viele neue Käufer anzulocken. Eine optisch wieder günstige Aktie, die zugleich auch noch von der Bewertung her günstig ist, das hätte den erhofften Aufwärtsschub bringen können. Aber O’Reilly bewegt sich derzeit mit einem KGV von 32 oberhalb der Kurs-/Gewinn-Verhältnis-Spanne der vergangenen zehn Jahre, die man zwischen 20 und 30 verorten kann. Das ist noch nicht extrem teuer, aber:

Expertenmeinung: Für eine höhere Bewertung bräuchte es gute Argumente – und die sind gerade ein wenig knapp. Man könnte argumentieren, dass Autoteilehändler mehr Umsatz erzielen werden und zugleich höhere Margen erreichen, falls höhere Zölle auf ausländische Neuwagen zu so stark steigenden Preisen führen, dass die Leute ihre Fahrzeuge länger fahren und damit öfter reparieren. Da aber auch die Autoteile teurer werden, bliebe die Frage offen, ob das wirklich zu nennenswert mehr Umsatz und Marge führt, als man ohnehin schon angesichts dieser sportlich wirkenden Bewertung vorweggenommen hat.

Zwar steigen Umsatz und Gewinn bei O’Reilly seit Jahren permanent wie an der Schnur gezogen. Aber zuletzt war die Aktie eben schneller gestiegen als die Gewinne, zumal die Analystenprognosen für den Gewinn pro Aktie in den vergangenen drei Quartalen jedes Mal, wenngleich nur leicht, verfehlt wurden. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt zwar mit momentan 97,26 US-Dollar über dem letzten Kurs, aber es entspricht dem am 3. April mit 97,27 US-Dollar erreichten Verlaufsrekord. Bis dahin wäre ggf. noch Luft, vielleicht sogar an die runde 100 US-Dollar-Marke. Aber darüber dürfte die teure Bewertung den Spielraum aus heutiger Sicht drastisch begrenzen.

Wären in den Monaten vor dem Split nicht so viele die Zoll-Wette und die Split-Wette gleichzeitig eingegangen und hätten den Kurs dadurch im ersten Quartal beschleunigt nach oben und auf neue Rekorde getrieben, könnte man sich von diesem Wachstums-Dauerläufer auch kurzfristig noch etwas versprechen. So aber ist da ein Deckel drauf, der sich in einem absteigenden Dreieck manifestiert.

Würde diese Formation durch Schlusskurse über der aktuell bei knapp 93 US-Dollar verlaufenden April-Abwärtstrendlinie nach oben verlassen, könnte man mit einem Versuch, sich an oder knapp über das Rekordhoch zu schieben, rechnen. Aber ob das genug Potenzial wäre, um daraufhin noch einzusteigen? Beantworten zu viele diese Frage mit „nein“, käme O’Reilly nicht weit.

Geht es mit Schlusskursen unter 85,60 US-Dollar nach unten hinaus und damit zugleich unter die 200-Tage-Linie, wäre allemal Spielraum für eine Korrektur an die nächste Supportlinie bei 78,30 US-Dollar denkbar, denn „zu billig“ wäre die Aktie dann von ihrer Bewertung her immer noch nicht.

O‘Reilly Automotive Aktie: Chart vom 03.07.2025, Kurs 91,33 US-Dollar, Kürzel: ORLY | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
O‘Reilly Automotive Aktie: Chart vom 03.07.2025, Kurs 91,33 US-Dollar, Kürzel: ORLY | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.