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LANXESS Aktie Prognose Was macht erfolgreiche Investoren wirklich aus?

News: Aktuelle Analyse der LANXESS Aktie

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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Vorherige Analysen der LANXESS Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 16.01.2026 um 22:23 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Ein ums andere Jahr hofft die Chemiebranche seit Corona auf eine Belebung von Nachfrage und Margen … bislang vergebens. Behalten die Analysten bei Barclays Recht, wird auch 2026 nichts aus der Wende. Aber das sollte nicht davon abhalten, Lanxess im Auge zu behalten.

Bei Barclays sieht man auch 2026 eine schwache Nachfrage, eine träge Preisentwicklung und große Unsicherheit in den Endmärkten. Die Nachfrage im wichtigen Markt China ist weiterhin nicht gut, die Zölle unerfreulich, die Importe aus Asien bleiben eine problematische Konkurrenz. Nicht gut, keine Frage. Entsprechend reagierte die Lanxess-Aktie am Freitag auf diese Einschätzung mit einem Minus von 3,86 Prozent.

Aber wenn man sich den Chart des Polymer-Spezialisten Lanxess so ansieht (hier auf Wochenbasis), kommt man nicht um den Eindruck herum, dass ein weiteres Jahr Flaute die Anleger wohl nicht auf dem falschen Fuß erwischen würde:

Hier ist bereits allerhand „Krise“ in die Aktie eingepreist worden. Und das macht die Sache durchaus spannend. Denn immer dann, wenn sehr viele Anleger ein Extrem unterstellen, sei es im positiven oder, wie hier, im negativen Sinne, besteht die Möglichkeit, dass viele sehr schnell die Seiten wechseln, wenn sich die Rahmenbedingungen doch anders entwickeln, als mehrheitlich unterstellt wurde. Könnte das auch für Lanxess gelten?

Expertenmeinung: Grundsätzlich ja, aber ob sich die Rahmenbedingungen wider Erwarten aufhellen, ist nicht vorhersagbar. Was man auch daran sieht, dass der Kurs der Aktie derzeit zwar in der Nähe des durchschnittlichen Kursziels der Analysten von 18,66 Euro notiert, die Spanne der Experten-Kursziele aber äußerst breit ist:

Lanxess Aktie: Chart vom 16.01.2026, Kurs 17,69 Euro, Kürzel: LXS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Lanxess Aktie: Chart vom 16.01.2026, Kurs 17,69 Euro, Kürzel: LXS | Quelle: TWS

Sie reicht von 10 Euro bis zu 30 Euro … und seitens der Einstufungen verteilen sich die Meinungen fast gleichmäßig: Vier Analysten sehen Lanxess als kaufenswert an, sieben sagen „Halten“, fünf raten zum Verkauf. Was daran liegt, dass man auch dort keine funktionierenden Glaskugeln hat. Diejenigen mit den höheren Kurszielen sehen eine Belebung der Lage, die mit den niedrigeren Kurszielen eine Verschlechterung. Was fängt man damit an?

Am besten gar nichts. Wie immer, wenn solche Einschätzungen den Charme eines rotierenden Wegweisers haben, fährt man besser, wenn man sich auf das fokussiert, was letztlich entscheidend ist: auf den Kurs. Und da findet sich durchaus eine Orientierung. Denn wir sehen in diesem Wochenchart, dass sich im Bereich zwischen 20 und 21 Euro eine markante Widerstandszone findet, die vor ihrem Durchbrechen das untere Ende einer mittelfristigen Bodenbildungsspanne darstellte. Diese Zone wird aktuell von der mittelfristigen, im März 2025 etablierten Abwärtstrendlinie gekreuzt: Das ist eine charttechnische Schlüsselzone.

Wenn wir hier eine Gemengelage bekommen, die positiver ist als derzeit von der Mehrheit unterstellt, wird es um diesen Kreuzwiderstand gehen. Und wenn sie überzeugend genug ist, werden die Bären nicht imstande sein, die Aktie abzufangen. Dem vorzugreifen, wäre extrem riskant, aber bei dieser Aktie ist schon so lange Geduld gefragt, da sollte es kein Problem sein, sie mit genauem Augenmerk auf diese Widerstandszone noch ein wenig in der Watchlist „reifen“ zu lassen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.11.2025 um 22:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Aktie lag am Boden, aber es gab nach der Vorlage der Ergebnisse des 3. Quartals dennoch genug Akteure, die trotzdem weiter Druck machten. Richtig ist: Lanxess‘ Zahlenwerk sah ernüchternd aus. Aber ist der jetzt erreichte Kurslevel nicht trotzdem überzogen?

Die Lage für die deutsche Chemieindustrie war schlimm, aber es geht eben immer noch ein wenig schlimmer, wie das Ergebnis des Spezialchemiekonzerns Lanxess zeigte. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16,3 Prozent, der operative Gewinn, gerechnet als EBITDA, um 27,7 Prozent, die Marge ging von 10,8 auf 9,3 Prozent zurück.

Erst im August hatte Lanxess seine Gesamtjahresprognose gesenkt, jetzt sieht man sich nur noch am unteren Ende dieser Ziele. Im Zuge der an die Zahlen anschließenden Aussagen schloss CEO Zachert auch Stellenstreichungen nicht mehr aus und fand klare Worte zur Situation der Branche: Für die Chemieindustrie ist es nicht mehr zehn vor zwölf, sondern zehn nach zwölf. Es überrascht nicht, dass die Aktie fiel. Aber die Frage ist, ob es damit in Sachen Abgabedruck nicht langsam zu viel des Unguten ist?

Expertenmeinung: Nach dem herben Minus von 12,3 Prozent gestern ist diese Überlegung allemal berechtigt. Rein charttechnisch sehen wir hier zwar ein klar bärisches Signal. Immerhin ist die Aktie aus ihrer breiten, seit Sommer 2023 geltenden Handelsspanne klar nach unten ausgebrochen, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt, aber:

Damit notiert der Kurs noch deutlich unter dem Tief vom März 2020, als man fürchtete, die Weltwirtschaft würde durch Lockdowns auf unbestimmte Zeit komplett einfrieren. Jetzt ist der tiefste Kurs seit der Rezession im Jahr 2009 erreicht. Und sogar das niedrigste aller Analysten-Kursziele.

Lanxess Aktie: Chart vom 06.11.2025, Kurs 17,04 Euro, Kürzel: LXS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Lanxess Aktie: Chart vom 06.11.2025, Kurs 17,04 Euro, Kürzel: LXS | Quelle: TWS

Die Kurszielspanne der Analysten reicht aktuell von 17 bis 38 Euro. Dieses niedrigste aller Ziele wurde jetzt erreicht. Der Schnitt liegt bei 24,55 Euro, also in etwa in Mitte der vorherigen Handelsspanne. Und die gestern als Reaktion auf die Zahlen ausgegeben Ziele lagen zwischen 19 und 24,30 Euro. Das Kursziel 19 Euro kam von Jefferies, mit der Empfehlung „Verkaufen“. Was sich indes jetzt, nachdem die Aktie bei 17,04 Euro gelandet ist, erledigt hätte.

Noch ist kein Silberstreif am Horizont zu sehen. Lanxess ist kein „Schnäppchen“, sondern ein fallendes Messer, das erst wieder ein vorsichtig bullisches Signal abliefern würde, wenn es gelänge, die jetzt als Widerstand dienende Zone 20,44/21,00 Euro zurückzuerobern und sich dadurch wieder in die vorherige Handelsspanne zu retten. Aber hier noch Short zu gehen, erscheint gewagt, die Aktie wirkt langsam ziemlich „ausverkauft“. Eher wäre zu überlegen, jetzt, nachdem die „bad news“ auf dem Tisch liegen, die Ernte auf der Short-Seite einzufahren.

Quellenangaben: Bilanz des 3. Quartals, 06.11.2025:
https://lanxess.com/de-de/presse/presseinformationen/2025/11/herausforderndes-marktumfeld-praegt-drittes-quartal-2025

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.