Skip to main content
DAX
SX5E
SPX
NDX
EUR.USD
MDAX
TDX
INDU
Bitte wählen Sie:

Krones Aktie Prognose Krones: Rekordgewinn, Verkaufssignal oder Kaufchance?

News: Aktuelle Analyse der Krones Aktie

In diesem Artikel
Krones
ISIN: DE0006335003
|
Ticker: KRN --- %
|
Börse: --

--- EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Krones Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Krones steht an einem kritischen Punkt. Ist das der finale Boden oder steht die Aktie kurz vor einem Verkaufssignal?

Vor einigen Monaten hatte ich mich positiv zu Krones geäußert. Anschließend kam es zu einem Kursanstieg von fast 20 %. Doch seit einiger Zeit haben die Bären wieder Oberhand.

Im März wurde der mehrjährige Aufwärtstrend kurzzeitig durchbrochen, doch dann meldeten sich die Bullen zurück.

Krones Aktie: Chart vom 11.06.2026, Kurs: 109,80 EUR – Kürzel: KRN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Krones Aktie: Chart vom 11.06.2026, Kurs: 109,80 EUR – Kürzel: KRN | Quelle: TWS

Durch den erneuten Bruch der Aufwärtstrendlinie wird es aus charttechnischer Sicht jetzt zunehmend problematisch. Wird jetzt das Jahrestief bei etwa 109 Euro durchbrochen, kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 100 und 90 Euro.

Prallt die Aktie bei 109 Euro jedoch ab und es gelingt eine Rückkehr über 115 Euro, würde sich die Lage wieder spürbar entspannen.

Charttechnik sendet Warnsignale

Charttechnisch ist die Lage vergleichsweise klar. Die Bären scheinen derzeit in der besseren Position zu sein. Schaut man sich jedoch die fundamentale Seite an, stellt sich die Frage, warum der Kurs überhaupt abschmiert.

Wenn eine Einzelaktie plötzlich deutlich fällt, obwohl sich an den fundamentalen Daten kaum etwas verändert hat oder das Geschäft sogar gut läuft, entstehen oft Gelegenheiten für antizyklische Investments.

Die Gründe liegen häufig nicht im Unternehmen selbst, sondern im Marktumfeld. Emotionen, kurzfristige Liquiditätsbewegungen, makroökonomische Sorgen oder sektorweite Rotation können dazu führen, dass selbst solide Werte abgestraft werden.

Dadurch kann eine Bewertungslücke entstehen und genau diese Diskrepanz ist der Kern vieler langfristig erfolgreicher Investments.

Wichtig ist dabei allerdings die Unterscheidung zwischen Aktien, die zu Unrecht oder aber mit gutem Grund gefallen sind. Nicht jeder Kursrückgang ist eine Chance. Entscheidend ist die Frage, ob sich die langfristigen Ertragsaussichten tatsächlich verschlechtert haben oder ob der Kurs übertrieben stark oder sogar grundlos gesunken ist.
Diese Frage gilt es nun zu beantworten.

Absturz ohne fundamentalen Grund?

Seit der letzten Analyse zu Krones hat das Unternehmen dreimal Quartalszahlen vorgelegt. Wir haben also Arbeit vor uns.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 konnte der Umsatz um 4,7 % auf 1,38 Mrd. Euro gesteigert werden.
Gleichzeitig hat sich die EBT-Marge von 6,8 auf 7,0 % verbessert. Das Ergebnis nach Steuern konnte jedoch nur um 3,4 % auf 2,15 Euro je Aktie gesteigert werden.

Dabei hat sich eine negative Entwicklung fortgesetzt, die ich bereits in dem damaligen Artikel angesprochen hatte: Der Auftragseingang entwickelt sich schleppend, konnte nur um 3,9 % auf 1,37 Mrd. Euro gesteigert werden und lag damit knapp unter dem Umsatz.
Darüber hinaus war die Wachstumsdynamik im dritten Quartal niedriger als im ersten Halbjahr.

Die Zahlen im Realitätscheck

Das Schlussquartal war jedoch wieder erfreulicher, sodass der Umsatz im gesamten Geschäftsjahr um 7,0 % auf 5,66 Mrd. Euro gesteigert werden konnte. Nach neun Monaten lag das Plus bei 6,0 %.

Darüber hinaus hat sich die Profitabilität weiter verbessert, wodurch ein Anstieg des Gewinns um 7,8 % auf 9,45 Euro je Aktie erzielt wurde. Nach neun Monaten lag das Plus bei 6,3 %.

Als Kritikpunkt kann man nach wie vor den Auftragseingang nennen, der nur um 1,9 % auf 5,56 Mrd. Euro gesteigert werden konnte und knapp unter dem Umsatz lag. Der Auftragsbestand lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 4,19 Mrd. Euro.

Positiv zu erwähnen ist jedoch der starke freie Cashflow in Höhe von 282,9 Mio. Euro sowie die Nettoliquidität, die von 439,9 auf 548,2 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Krones hat demnach eine grundsolide Bilanz und ist gut mit Kapital ausgestattet.

Darüber hinaus hat Krones das Jahr mit einem Rekordergebnis abgeschlossen, auch wenn die Kursentwicklung etwas anderes suggeriert.

War der Optimismus gerechtfertigt?

Für das Geschäftsjahr 2026 zeigte sich der Vorstand damals optimistisch. Prognostiziert wurde ein Wachstum des um Währungsseffekte bereinigten Umsatzes von 3 % bis 5 %. Die EBITDA-Marge sollte sich auf 10,7 % bis 11,1 % weiter verbessern. Für die dritte finanzielle Zielgröße, den ROCE, erwartete Krones 19 % bis 20 %.

Das erste Quartal lieferte jedoch ein gemischtes Bild. Der Umsatz war um 2,2 % auf 1,38 Mrd. Euro leicht rückläufig. Auch währungsbereinigt lag das Plus nur bei 1,4 % und damit unter dem gesteckten Ziel.
Die EBITDA-Marge lag mit 10,8 % am unteren Ende der Erwartungen und das ROCE mit 17,6 % unter den anvisierten Zielen.

Der Gewinn war daher um 9,6 % auf 2,17 Euro je Aktie rückläufig. Man sollte in ein einzelnes Quartal allerdings nicht zu viel hineininterpretieren. Unterjährige Schwankungen sind vollkommen normal.

Ausblick und Bewertung

Das gilt umso mehr, da der Auftragseingang im letzten Quartal endlich wieder spürbar gestiegen ist, um 5,3 % auf 1,512 Mrd. Euro.
Damit lag der Auftragseingang seit mehreren Quartalen erstmalig wieder über dem Umsatz, wodurch der Auftragsbestand auf 4,32 Mrd. Euro leicht gestiegen ist.

Das gewährleistet eine Auslastung der Produktionskapazitäten bis weit in das vierte Quartal 2026.
Daher hat der Vorstand die Prognose für das laufende Geschäftsjahr abermals bestätigt.

Sollten die Ziele erreicht werden, dürfte der Gewinn um etwa 9 % auf 10,30 Euro je Aktie steigen.
Krones kommt demnach auf ein KGVe von 10,6 und könnte das vierte Jahr infolge ein neues Rekordniveau erzielen. Im langjährigen Durchschnitt lag das KGV bei 18,6 und in den letzten fünf Jahren durchschnittlich bei 17,3.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.06.2026 um 14:22 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Handeln wie die Profis? Mein Broker ist LYNX.

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?(erforderlich)
Wenig hilfreichSehr hilfreich
Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
Loading ...
Alle Börsenblick Artikel

Vorherige Analysen der Krones Aktie

10.11.2025
08:16 Uhr

KRONES: An der Schlüsselzone gescheitert — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.11.2025 um 23:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Als Reaktion auf die am Freitagmorgen vorgelegten Quartalszahlen schaffte die KRONES-Aktie am Freitag ein stattliches Plus. Das Problem: Zeitweise war der Kursgewinn weit größer gewesen. Und die Abgaben setzten dort ein, wo sie nicht hätten einsetzen sollen.

KRONES baut Maschinen und Anlagen für die Produktion in der Lebensmittel- und Getränkebranche, teils auch für die Chemie- und Pharmaindustrie. Vor allem ersterer Bereich ist ein robustes Geschäftsfeld, entsprechend solide kamen die Ergebnisse des Unternehmens für das dritte Quartal daher:

Der Umsatz stieg um 4,7 Prozent, blieb damit aber hauchdünn unter der Prognose der Analysten. Das galt auch für die operative Gewinnmarge auf EBITDA-Basis. Die stieg zwar von 10,2 Prozent im Vorjahr auf 10,3 Prozent. Aber die durchschnittliche Analystenschätzung hatte 11,0 Prozent gesehen. Dementsprechend verfehlte KRONES auch die Prognose beim EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Erreicht wurden 142,2 Millionen Euro nach 134,9 Millionen im Vorjahr, die Konsens-Prognose der Experten hatte 151 Millionen betragen. Ob großes oder kleines Plus: Wieso stieg die Aktie am Freitag überhaupt, wenn die Analysten mehr erwartet hatten?

Expertenmeinung: Dass KRONES zulegen konnte, basierte vermutlich auf einem mit +6,2 Prozent gut ausgefallenen Auftragseingang, denn da hatte man die Prognosen überbieten können. Und trotz des im dritten Quartal etwas durchhängenden Wachstumstempos bestätigte KRONES die Ziele für das Gesamtjahr. Umsatz zwischen sieben und neun Prozent höher als 2024, EBITDA-Marge zwischen 10,2 und 10,8 Prozent. Das war insgesamt solide. Aber eben nicht grandios.

Der Versuch, die Aktie daraufhin aus ihrer seit Mitte September geltenden Handelsspanne zwischen 118,60 und 130,80 Euro nach oben hinaus zu befördern, wurde zwar unternommen. Aber er misslang. Und das könnte sich für diejenigen, die auf ein bullisches Signal drängten, womöglich als Bumerang erweisen, denn damit scheiterte der Kurs an einem Schlüsselwiderstand. Sie sehen es im Chart:

KRONES Aktie: Chart vom 07.11.2025, Kurs 125,40 Euro, Kürzel: KRN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
KRONES Aktie: Chart vom 07.11.2025, Kurs 125,40 Euro, Kürzel: KRN | Quelle: TWS

Am Tageshoch betrug das Plus stattliche 10,5 Prozent. Dort war aber dann nicht nur ein Widerstand zu knacken, sondern drei: das obere Ende der aktuellen Handelsspanne, die seit Juli die Aktie drückende Abwärtstrendlinie und die 200-Tage-Linie. Zu viel für nur „solide“ Ergebnisse. Es setzten Abgaben ein, die das Plus auf 4,85 Prozent einschmolzen. Besser als ein Minus, keine Frage. Aber ein gescheiterter Ausbruchsversuch ist eben ein psychologischer Tiefschlag und kann leicht in weitere Abgaben münden. Das am Vortag noch angesteuerte September-Tief bei 118,60 Euro könnte also durchaus fallen. Aber:

Davon einfach auszugehen, wäre unklug. Erstens, weil die Analysten die KRONES-Aktie deutlich höher sehen, im Schnitt liegt das Kursziel der Experten derzeit bei 162 Euro. Und diejenigen Analysten, die ihre Kursziele im Licht dieser Ergebnisse neu bewerteten, vergaben Ziele von 152, 153 und sogar 176 Euro. Zweitens, weil die Analysten da auch einen Blick auf die Bewertung geworfen haben dürften, denn die ist aktuell mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 13 eher günstig.

Das sind Faktoren, die den Kurs stützen können. Daher wäre die wohl sinnvollste Entscheidung, hier vor einem Trade konsequent abzuwarten, in welche Richtung sich KRONES letztendlich aus dieser jetzt eben doch erst einmal weiter geltenden Handelsspanne 118,60 zu 130,80 Euro lösen kann.

Quellenangaben: Ergebnis des 3. Quartals, 07.11.2025:
https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/cn-krones-setzt-im-dritten-quartal-den-profitablen-wachstumskurs-fort-und-bestaetigt-die-finanzziele-fuer-2025.php

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

22.09.2025
16:26 Uhr

Krones: Was ist denn jetzt plötzlich los? — Tobias Krieg

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Nach turbulenten Jahren ist Krones längst zurück in der Erfolgsspur. Jetzt stürzt die Aktie wieder ab. Sollte man die Gelegenheit nutzen?

Vom Maschinenbauer zum globalen Systemanbieter

Die Krones AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungsindustrie. Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 hat sich das Unternehmen von einem spezialisierten Maschinenbauer zu einem globalen Systemanbieter entwickelt, der heute nahezu den gesamten Produktionsprozess der Getränke- und Lebensmittelindustrie abdeckt.

Mit einem globalen Marktanteil von über 20 % im Bereich der Getränkeabfüllanlagen ist Krones nicht nur technologisch, sondern auch strategisch hervorragend positioniert.

Das Leistungsportfolio reicht von der Prozesstechnik über Abfüll- und Verpackungslösungen bis hin zu Intralogistiksystemen, Kunststoffrecyclinganlagen und digitalen Anwendungen. Dabei gehören Streckblasmaschinen für PET-Flaschen, Abfüll- und Etikettiermaschinen, Verpackungs- und Palettiersysteme sowie Cleaning-in-Place-Anlagen zu den Kernprodukten des Unternehmens.

Doch inzwischen gewinnen die Themen Digitalisierung und Prozessoptimierung immer mehr an Bedeutung.
Mit Softwarelösungen wie SitePilot bietet Krones intelligente Systeme zur Integration von Produktionsdaten in ERP-Systeme und schafft so die Grundlage für eine vernetzte, effiziente Fabrik. Ergänzt wird das Angebot durch Intralogistiksysteme für Block- und Hochregallager, die die Produktions- und Lieferketten der Kunden zusätzlich optimieren.

Innovation, Digitalisierung und Prozessoptimierung

Die Kundenbasis von Krones ist breit diversifiziert und umfasst Brauereien, Softdrink-Hersteller, Wein- und Spirituosenproduzenten ebenso wie Unternehmen aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Auch Akteure aus der chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Industrie setzen auf die Technologien und Services des Unternehmens.
Dieser Branchenmix reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Segmenten und schafft eine robuste Ausgangslage für nachhaltiges Wachstum.

Neben seiner technologischen Stärke zeichnet sich Krones durch eine konsequente Internationalisierungsstrategie aus. Mehr als 90 % des Umsatzes werden im Ausland erzielt, was die hohe Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Märkten unterstreicht. Service-Center auf vier Kontinenten sichern die Nähe zum Kunden und gewährleisten schnelle Reaktionszeiten.

Ferner besitzt das Unternehmen über 7.000 Patente und Gebrauchsmuster, was die Konkurrenz zusätzlich auf Abstand hält.

Wieder in der Erfolgsspur

Nachdem Krones zeitweise mit Problemen zu kämpfen hatte, ist das Unternehmen seit 2021 wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. In diesen vier Geschäftsjahren konnte der Umsatz von 3,32 auf 5,29 Mrd. Euro massiv gesteigert werden.

Im laufenden Geschäftsjahr haben sich die positiven Trends fortgesetzt. Der Umsatz konnte in den ersten sechs Monaten um 6,7 % auf 2,73 Mrd. Euro gesteigert werden.
Gleichzeitig verbesserte sich die Profitabilität, die EBT-Marge kletterte beispielsweise von 7,3 auf 7,5 %.
Der Gewinn konnte von 4,27 auf 4,60 Euro je Aktie gesteigert werden, was einem Plus von 7,7 % entspricht.

Der Auftragseingang war jedoch von 2,79 auf 2,73 Mrd. Euro rückläufig. Der Auftragsbestand ist mit 4,29 Mrd. Euro jedoch anhaltend hoch und sorgt vorerst für eine solide Auslastung.

Warum stürzt die Aktie plötzlich ab?

In den letzten Tagen ist die Aktie stark unter Druck geraten, auf den ersten Blick ohne einen ersichtlichen Grund – denn die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen ist bereits Ende Juli erfolgt und liegt demnach schon einige Zeit zurück.

Um es kurz zu machen: Der Kursdruck ist vor allem auf den Kapitalmarkttag und die darauffolgenden Downgrades zurückzuführen.
Dass Anleger aufgrund von Ratings Aktien kaufen oder verkaufen, lasse ich an dieser Stelle unkommentiert. Wer meine Artikel kennt, weiß, was ich davon halte.

Laut Hauck Aufhäuser „überschatte die Unsicherheit über die Auftragsentwicklung den Ausblick für das kommende Jahr“. Daher wurde das Kursziel von 141 auf 138 Euro gesenkt.
Kurz darauf senkte Exane BNP das Rating von Outperform auf Neutral mit einem Kursziel von 136 Euro.

Bei Hauck & Aufhäuser haben die Ratings in der Regel einen Zeithorizont von 6–18 Monaten. Mir liegt der ausführliche Bericht nicht vor, daher ist mir nicht bekannt, in welcher Zeit das Kursziel erreicht werden soll.
Bei Exane BNP zielen die Ratings typischerweise auf 12 Monate ab.

Downgrades und Kursziele

Das bedeutet, dass beide Analysten Kursziele vorsehen, die deutlich über dem aktuellen Kursniveau liegen.
Sollte der Kurs innerhalb von 12 Monaten auf 136 oder 138 Euro steigen, würde das einer Rendite von 12–13 % entsprechen. Das kann sich sehen lassen, denn das wäre mehr als das Anderthalbfache der durchschnittlichen jährlichen Rendite des MSCI World.
Damit wäre die Aktie jetzt nach dem Kurssturz wieder attraktiv bewertet.

Viel wichtiger als die Kursziele von Banken und Researchhäusern ist jedoch der intrinsische Wert eines Unternehmens – also nicht auf Sicht von 12 Monaten, sondern auf Sicht von einigen Jahren.

Trotz der „Unsicherheiten“ hat der Vorstand den kurz- und auch langfristigen Ausblick bestätigt, und trotz all der Unkenrufe wird erwartet, dass Krones den Gewinn in diesem Jahr um 13 % auf 9,90 Euro je Aktie steigern wird.
Krones käme demnach auf ein KGVe von 12,3. Das ist im Verhältnis zu allen vorliegenden Informationen und den Wachstumsraten wenig.

Das würde auch dann noch gelten, wenn die Prognose zu hoch wäre und der Gewinn beispielsweise „nur“ um 8 % steigen würde, wie im ersten Halbjahr. In diesem Szenario läge das KGVe bei 12,9.
Seitdem Krones wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist, lag das KGV durchschnittlich bei 17,2. Der langjährige Durchschnitt ist sogar noch höher.

Krones Aktie: Chart vom 22.09.2025, Kurs: 121,80 EUR - Kürzel: KRN | Online Broker LYNX
Krones Aktie: Chart vom 22.09.2025, Kurs: 121,80 EUR – Kürzel: KRN | Quelle: TWS

Krones ist zur Unterstützungszone bei 115–120 Euro zurückgekommen. Solange die Aktie nicht nachhaltig unter 115 Euro fällt, ist die Aktie übergeordnet bullisch. Erst darunter übernehmen die Bären das Ruder.

Kann die Unterstützungszone verteidigt werden, könnte das die Basis für die nächste Rallye werden. Mögliche Kursziele auf der Oberseite liegen bei 130, 135 und 142–144 Euro.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

11.07.2025
08:25 Uhr

Krones: Könnte die Aktie bald Kursfantasie entfalten? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 1 Monat
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung meldete sich der deutsche Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie im April zurück. Die Kurse stiegen innerhalb weniger Wochen um mehr als +40 %. Eine bemerkenswerte Entwicklung.

Seit Mitte Mai bewegt sich die Krones-Aktie jedoch in einer neutralen Seitwärtsphase. Der Kurs tendiert weiterhin in einer engen Spanne zwischen rund 132 und 145 EUR. Aktuell notiert die Aktie erneut im Bereich des oberen Widerstands, wo sich in den letzten Wochen oftmals die Spreu vom Weizen trennte. Ob den Bullen diesmal ein nachhaltiger Ausbruch gelingt, bleibt abzuwarten.

Expertenmeinung: Sollte der Ausbruch über 145 EUR gelingen, könnte ein neues technisches Kaufsignal entstehen und den Weg in Richtung 160 EUR oder darüber hinaus ebnen. Ein erneutes Abprallen hingegen würde die laufende Konsolidierung lediglich verlängern.

Noch liegt das Zepter bei den Käufern – doch die Entscheidung dürfte schon bald fallen. Aktuell sehe ich die Chancen der Bullen als gegeben und halte einen Ausbruch für möglich. Daher stufe ich Krones vorerst als „bullisch“ ein.

Krones Aktie: Chart vom 10.07.2025, Kurs: 144.20 EUR, Kürzel: KRN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Krones Aktie: Chart vom 10.07.2025, Kurs: 144.20 EUR, Kürzel: KRN | Quelle: TWS

Aussicht: BULLISCH

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.