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Hensoldt ist eine von drei heute vorgestellten Aktien, die gemeinsam haben, dass sie seit Beginn des Angriffs auf den Iran gestiegen sind und sich damit vom Gesamtmarkt abkoppeln konnten. Die Frage ist bei allen dreien die gleiche: Hat diese relative Stärke Hand und Fuß?
Es ist schon fast ein Reflex: Wenn sich etwas ereignet wie derzeit im Iran und dann auch noch der Ölpreis kräftig steigt, wird den Anlegern erneut bewusst, dass Europa eine gewisse Eile dahingehend hat, sich militärisch auf stabile, eigene Füße zu stellen. Die Folge: Man greift vermehrt zu Aktien aus dem Verteidigungssektor. Und Hensoldt ist einer der in dieser Hinsicht am meisten im Rampenlicht stehenden Titel. Doch dafür war die Kursentwicklung der vergangenen Woche inklusive des gestrigen Montags eher überschaubar:
Seit dem Schlusskurs des Februars, dem letzten vor dem Angriff auf den Iran, hat der Hensoldt-Kurs gerade einmal 5,7 Prozent zugelegt…
Und das basiert nur auf den Kursgewinnen der vergangenen zwei Handelstage, denn am Donnerstagabend wäre der Saldo seit dem Freitag zuvor sogar ein negativer gewesen. Da haben vermutlich einige mehr erwartet. Kommt das womöglich noch?
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Expertenmeinung: Das ist fraglich genug, um hier vorsichtig zu bleiben, denn charttechnisch ist die Aktie grundsätzlich noch bärisch. Und was die Gewinnphantasie angeht, hatte man zuletzt ja hier ebenso wie in Bezug auf die Branche insgesamt eher ernüchternde Nachrichten erhalten.
Denn trotz deutlich steigender Auftragseingänge sehen Rüstungsunternehmen wie Hensoldt Wachstumsraten, die zumindest für 2026 nicht denen entsprechen, die sich das bullische Lager im Vorfeld ausgemalt hatte. Dementsprechend gelang es nicht, die Aktie nach dem am 26. Februar vorgelegten Ausblick wieder in Fahrt zu bringen. Und auch, wenn die Entwicklung um den Iran erneut unterstreicht, dass der Branche die Aufträge vermutlich auf viele Jahre hinaus nicht knapp werden: An der kurzfristigen Umsatz- und Gewinnperspektive ändert das nichts.
Was der entscheidende Grund ist, warum Hensoldt und manch anderer Rüstungs-Highflyer des Vorjahres derzeit in einem mittelfristigen Abwärtstrend laufen. Und solange der noch nicht überwunden ist, wäre man auf der Long-Seite in der schwächeren Position.

Sie sehen im Chart, dass der Hensoldt-Kurs momentan noch nicht einmal an der bei 78,90 Euro als Widerstand dienenden 20-Tage-Linie vorbeigekommen ist. Und auch das wäre nur ein bullisches Signal auf sehr kurzfristiger Ebene.
Das Minimum, was es hier für ein taugliches Signal bräuchte, wäre ein Ausbruch über die aktuell bei 86,20 Euro verlaufende mittelfristige Abwärtstrendlinie; ein Anstieg über die bei 88,90 Euro nicht weit darüber verlaufende 200-Tage-Linie würde ein mittelfristig bullisches Szenario abrunden. Alles, was sich darunter abspielt, ist, nicht zuletzt mit Blick auf die abgespeckten Wachstumserwartungen, auf der Long-Seite eine riskante Sache.
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