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Die Nachrichten des Wochenendes zementieren die rasante Abkühlung des Klimas zwischen Europa und den USA. Damit war es gleichsam zu erwarten, dass Rüstungs-Aktien wie Hensoldt zum Wochenstart anzogen. Aber hat die Aktie wirklich kein Eigenleben mehr?
Doch, das hat sie, wenngleich die Schlagzeilen immer wieder direkte Reaktionen auslösen und die darunterliegende Basis-Tendenz verzerren. Der Handelsverlauf des Montags zeigt, dass es nicht die „News“ alleine sind, die die Aktie bewegen. Denn dass die Hensoldt-Aktie eingangs – wie alle anderen mit dem Thema Verteidigung verbundenen Aktien am deutschen Markt – einen Satz nach oben machte, dann aber Abgaben einsetzten, zeigt:

Der Gedanke, dass der Radar- und Optoelektronik-Spezialist von einer beschleunigten Aufrüstung in Europa profitiert und die aggressive Haltung im Weißen Haus diese umso dringlicher erscheinen lässt, war da und wurde auch umgesetzt. Aber offensichtlich sind andere Marktteilnehmer zum Wochenstart nicht der Ansicht gewesen, dass das alleine ausreichend wäre, die Aktie an den im Oktober bei 117,70 Euro erreichten Verlaufsrekord zu tragen. Und mit diesem Gedanken stehen die Verkäufer nicht alleine, denn:
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Hensoldt Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Zwar notiert der Hensoldt-Kurs derzeit nahe am durchschnittlichen Kursziel der Analysten von 91 Euro und könnte somit auch noch ein wenig darüber laufen, ohne dass man den Bogen damit gleich überspannen würde. Aber das höchste aller Experten-Kursziele liegt aktuell mit 114 Euro unter dem bisherigen Verlaufsrekord der Aktie. Und nur 4 der 14 Analysten, die derzeit eine Einschätzung für Hensoldt haben, raten zum Kauf. Damit wird etwas greifbar, was die Bullen bis vor ein paar Monaten nicht störte:
Die Tatsache, dass Europa seine Verteidigungsausgaben hochfährt und Unternehmen wie Hensoldt davon unstrittig profitieren, bedeutet nicht, dass diese Aktien nonstop und wie an der Schnur gezogen steigen könnten. Der Anstieg von Umsatz und Gewinn wird auf mittelfristiger Ebene ablaufen. Und jetzt, nachdem auch Hensoldt mittelfristige Ziele gesetzt und kommuniziert hat, hat man Eckwerte in der Hand, anhand derer sich einschätzen lässt, was da in den kommenden ein, zwei Jahren möglich wäre. Und damit ist es auch möglich einzuordnen, wo ein Level erreicht wäre, auf dem der Kurs überzieht oder, im Gegenzug, lukrativ für den Einstieg sein könnte.
Der Umstand, dass Donald Trump einmal mehr Öl ins Feuer gegossen hat, wird die Kapazitäten, mit denen Hensoldt und andere Unternehmen dieses Sektors entwickeln und produzieren könnten, nicht einfach über Nacht ausweiten. Man weiß, was aktuell realistisch möglich ist. Und dieses durchschnittliche Analysten-Kursziel ist ein Hinweis darauf, was unter diesen Umständen in Bezug auf den Kurs als sinnvoll zu sehen wäre.
Diejenigen, die in die morgendlichen Kursgewinne des Montags hinein Kasse machten, nachdem diese Aktie in diesem noch so jungen Jahr in der Spitze sagenhafte 36 Prozent gestiegen war, haben diesen Gedanken konsequent umgesetzt. Und auch, wenn die Zone 107,00/108,90 Euro grundsätzlich erreichbar wäre: Die Luft ist oberhalb des gestrigen Hochs dünn genug, um es sich zweimal zu überlegen, ob man auf diesem Kursniveau noch einsteigen will.
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