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Heidelberg Materials Aktie Prognose Heidelberg Materials: Wenn eine Aktie keiner haben will …

News: Aktuelle Analyse der Heidelberg Materials Aktie

In diesem Artikel
Heidelberg Materials
ISIN: DE0006047004
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Ticker: HEI -,-- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
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Erwartung: Neutral
Zur Heidelberg Materials Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Einer Hausse hinterherzulaufen, einzusteigen, wenn eine Aktie überkauft ist und weit über den Kurszielen notiert, ist keine gute Idee. Das Gegenteil zu tun, indem man sich Aktien ansieht, die wie Heidelberg Materials weit gefallen sind, aber schon … sofern man es richtig angeht.

Kaufe, wenn niemand Aktien kaufen will und verkaufe, wenn alle glauben, dabei sein zu müssen: Diese uralte Börsenregel hat immer noch ihre Berechtigung, aber sie bezieht sich auf den Gesamtmarkt. Bei einzelnen Aktien kann es durchaus gute Gründe geben, warum der Kurs immer weiter abrutscht. Gründe, die schwer genug wiegen, um, was billig scheint, noch billiger werden zu lassen, sodass man sich beim Griff ins fallende Messer übel schneiden kann.

Es gibt aber auch Aktien, bei denen man sich mit Argumenten, warum es noch tiefer gehen soll, schwertut. Die sollte man sich immer ganz genau ansehen. Denn wenn man feststellt, dass man es da mit einem Dornröschen zu tun hat, das jederzeit wiederbelebt werden könnte, gehört eine solche Aktie auf die Watchlist.

Auf die Watchlist und nicht gleich ins Depot, denn auch bei guten Argumenten seitens der Rahmendaten sollte man daran denken: Die Einstiegsargumente könnten alle sehen, trotzdem fällt die Aktie. Warum also sollte sie nicht noch weiter nachgeben? Übertreibungen gibt es an den Börsen immer und überall, auf der Oberseite ebenso wie nach unten. Daher ist da Geduld gefragt: Erst wenn erkennbar wird, dass diese betreffende Aktie wieder in den Fokus der Käufer geraten ist, stehen die Chancen gut, dass man diese Geduld nicht unfreiwillig nach dem Einstieg aufbringen muss, weil man lange warten muss, bis man die Gewinnzone erreicht.

Eine solche Aktie ist Heidelberg Materials, und das in jeder Hinsicht: Man erwartet hier weiterhin Umsatz- und Gewinnwachstum, die Bewertung ist niedrig, die Analysten-Kursziele weit über dem Kurs … und markttechnisch überverkauft ist die Aktie obendrein.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Heidelberg Materials Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Baustoff-Konzern bewegt sich in einem Umfeld, das für die Bauindustrie problematisch ist. Die Kosten sind gestiegen, die großen Immobilienkonzerne stehen in vielerlei Hinsicht unter Druck und auch, wenn sich der private Bau etwas erholt hat: In weiten Regionen Europas bewegt sich der Hausbau weiterhin unter den starken Levels der 2010er-Jahre. Darüber hinaus fürchten einige, dass der Schwenk hin zu umweltfreundlicheren Baustoffen für Heidelberg Materials zum Bumerang werden könnte, weil aufgeweichte Umweltvorgaben die Nutzung althergebrachter Materialien weiter ermöglichen und diese billiger sind.

Aber nichtsdestotrotz sehen die Analysten in Bezug auf deren Durchschnitts-Prognosen weiter steigende Umsätze und Gewinne, in diesem ebenso wie in den kommenden Jahren. Nicht so dynamisch steigend, wie man das Anfang 2025 dachte, als die aufgestockten Budgets für Infrastruktur und Verteidigung zu einer euphorischen Kaufwelle führten, die auch die Heidelberg Materials-Aktie erfasste. Aber diese Übertreibung könnte man nach einem Abstieg von in der Spitze 40,8 Prozent vom im Januar bei 241,80 Euro erzielten Verlaufshoch als bereinigt ansehen … was die Analysten offenkundig auch tun.

Denn 15 der 20 die Aktie momentan einschätzenden Experten sehen sie als kaufenswert an. Und während der Kurs aktuell nahe am niedrigsten aller Kursziele rangiert (140 Euro), liegt das durchschnittliche Analysten-Ziel mit aktuell 211,70 Euro meilenweit darüber. Dieser Optimismus basiert nicht zuletzt auf einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis, das mit etwa 11,4 nur dann so niedrig sein müsste, wenn wenig bis gar kein Wachstum beim Gewinn pro Aktie erwartet würde … was man in Expertenkreisen aber nicht befürchtet.

Allein, die Aktie spielt weiterhin nicht mit. Und das ist der entscheidende Punkt, der dazu führt, dass man hier besser vor dem Kauf Geduld aufbringt statt danach. Erst muss ein bullisches Signal her, vorher wäre der Einstieg trotz der Argumente, die für eine Aufwärtswende sprechen könnten, hoch riskant. Zwei Szenarien wären momentan denkbar:

Entweder dreht die Aktie recht zeitnah nach oben, dann müsste der Kurs die Widerstandszone 159,70/163,54 Euro und die Juni-Abwärtstrendlinie bei momentan 165 Euro bezwingen, um ein bullisches Signal abzuliefern. Oder aber die Aktie rutscht weiter ab, dann würde die Unterstützungszone 130,00/133,90 Euro relevant. Sollte dort dann eine Bodenbildung gelingen, wäre auch das ein bullisches Signal.

Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 21.09.2026, Kurs 144,30 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 21.09.2026, Kurs 144,30 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS

Hier und heute haben wir aber erst einmal weder noch, daher: Diese Aktie ist hochspannend, aber direkt einzusteigen wäre ein Wagnis, das man weder eingehen sollte noch müsste … hier ist einfach noch ein wenig Geduld gefragt.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/HEI.DE/analyst-insights/

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.09.2026 um 20:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Heidelberg Materials Aktie

19.08.2026
08:30 Uhr

Heidelberg Materials: Bären attackieren – geht der Abstieg weiter? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.08.2026 um 20:42 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Bei manchen Aktien ignorieren die Anleger teure Bewertungen und skeptische Analysten. Andere Aktien werden trotz entsprechender fundamentaler Kennzahlen und positiver Experten-Meinungen weniger beachtet – so wie aktuell Heidelberg Materials.

Die Aktie des Baustoff-Konzerns Heidelberg Materials gehörte zu den großen Gewinnern des Jahres 2025. Aber Anfang dieses Jahres endete die Hausse abrupt. Hintergrund war unter anderem die Sorge, dass die Margen unter Druck geraten könnten, weil das Unternehmen gezielt in umweltfreundliche Baustoffe investiert hatte und die EU die Klimavorgaben so lockern könnte, dass man in der Baubranche weiter die problematischeren, aber deutlich billigeren Varianten nutzen könnte.

Ob sich dieser Aspekt mittelfristig tatsächlich negativ auswirken wird, ist aber offen. Ein anderer Aspekt ist klarer: Der Aktienkurs war einem realistisch erwartbaren Wachstum von Umsatz und Gewinn davongelaufen. Als die Aktie im Januar bei 241,80 Euro ihr bisheriges Hoch markierte, war die Bewertung bereits ambitioniert im Verhältnis zu den damaligen Wachstumserwartungen.

Aktuell hat sich dieses Verhältnis verändert. Mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von ca. 12,5 auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten liegt die Bewertung inzwischen auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Nach der bereits deutlichen Korrektur liegt der Kurs zudem unter dem momentanen, durchschnittlichen Analysten-Kursziel von 215 Euro. Hinzu kommt: Drei Viertel der diese Aktie aktuell einstufenden Experten haben ein „Kaufen“-Rating vergeben. Aber Sie sehen es im Chart:

Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 18.08.2026, Kurs 155,50 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 18.08.2026, Kurs 155,50 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Während diese Aktie im Vorjahr lief wie geschnitten Brot, will sie jetzt, so weit unter dem Rekordhoch, kaum jemand haben. Zumindest sind die Käufer dünn genug gesät, um nicht verhindern zu können, dass Heidelberg Materials gerade über eine charttechnische Klippe zu rutschen droht. Die Unterstützungszone 159,70 bis 163,75 Euro wird seit Ende Juli nonstop belagert. Am 31. Juli war der Kurs schon einmal kurz unter diese Zone gelaufen, es gelang aber, die Aktie noch vor dem Abrutschen zu retten. Aber lösen konnte sich die Aktie von dieser Zone nicht. Das war eine Steilvorlage für das bärische Lager, zumal:

Dass die Mitte März begonnene Gegenreaktion auf den ersten, scharfen Korrekturimpuls mehrfach schon ein gutes Stück unter der 200-Tage-Linie abgewiesen wurde und die Aktie seit Wochen unübersehbar an der 20-Tage-Linie entlang nach unten geführt wird, zeigt, dass der Verkaufsdruck weiterhin hoch ist. Und jetzt hatten die Bären die Chance, ein charttechnisch relevantes Signal auszulösen, indem die belagerte Unterstützungszone durchschlagen wird.

Das wurde am Dienstag versucht … und die Zone wurde unterschritten. Die nächste Kurszielzone aus charttechnischer Sicht wartet jetzt im Bereich 130,00 bis 133,90 Euro, das waren die Tiefs der Monate Februar und April 2025.

Aber wie kann es angehen, dass eine Aktie derart „ungeliebt“ ist, dass die Käufer-Seite sie jetzt, über 35 Prozent unter dem Hoch und weit unter dem Konsens-Kursziel der Analysten, nicht einsammelt und den Bären dadurch Einhalt gebietet?

Weil der Trend oft weitaus mehr Einfluss auf die Entscheidungen von Marktteilnehmern hat als fundamentale Daten. Und dieser Trend weist gerade abwärts. Daher gilt: Grundsätzlich lässt sich die Heidelberg Materials-Aktie zwar in einer Region zwischen 130 und 160 Euro charttechnisch beobachten. Eine belastbare Beurteilung der weiteren Kursentwicklung ist auf Basis des aktuellen Chartbilds jedoch nicht möglich.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen:
https://finance.yahoo.com/quote/HEI.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

30.06.2026
08:15 Uhr

Heidelberg Materials: Muss man dieses Minus ernstnehmen? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.06.2026 um 23:09 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Für den deutschen Gesamtmarkt war es ein recht ruhiger Wochenstart, für die Heidelberg Materials-Aktie aber nicht: Mit einem Minus von 9,35 Prozent rauschte der Kurs erheblich in den Keller. Ob die Argumente hierfür aber robust sind, darf man zumindest infrage stellen.

Gleich mehrere Analysten haben zum Wochenstart die Ansicht geäußert, dass das jetzt endende zweite Quartal bei Heidelberg Materials Umsätze bringen werde, die unter den ursprünglichen Erwartungen liegen, weil der Iran-Krieg sich negativ ausgewirkt haben dürfte. Das ging durch alle Börsenmedien und löste wohl diesen Abgabedruck aus. Aber muss man das wirklich ernst nehmen, womöglich die Flinte ins Korn werfen und besser verkaufen?

Rein charttechnisch ist dieses Minus natürlich nicht „ohne“. Zwar ist der Kurs dadurch nicht aus seiner seit März geltenden Handelsspanne zwischen 159,70 und 198,96 Euro nach unten herausgefallen. Aber er wurde dadurch am oberen Ende der Spanne scharf nach unten abgewiesen. Wodurch innerhalb der Range schon wieder ein niedrigeres Zwischenhoch entstand, sprich: Die Verkäufe setzen, wenn auch nicht dramatisch, immer früher ein.

Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 29.06.2026, Kurs 167,15 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 29.06.2026, Kurs 167,15 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS

Das ist für sich genommen bärisch, auch wenn ein mittelfristig „aktives“ bärisches Signal erst generiert würde, wenn die Aktie aus dieser Trading-Range nach unten herausgedrückt würde. Aber bei diesem Schwung, den der Abstieg hat, könnte man fürchten, dass das eher über kurz als über lang passieren muss. Muss es das?

Expertenmeinung: Hierzu sollte man aus meiner Sicht drei Aspekte bedenken. Zum einen ist der Iran-Krieg und seine bremsenden Auswirkungen auf viele Branchen ja wohl niemandem verborgen geblieben. Wenn Analysten von vermutlich unter den Erwartungen liegenden Umsätzen schreiben, ist das etwas, das jeder Anleger längst selbst vermuten konnte.

Hinzu kommt, dass man für Heidelberg Materials ohnehin keine Wachstumserwartung für das laufende Jahr hat, was den Umsatz angeht, nur beim Gewinn ist man seitens der Analysten optimistisch. Diese aktuelle Skepsis trifft also eigentlich auf ein bestelltes Feld. Und seit wann ist der Blick zurück wichtiger als der nach vorn? Hätte es überrascht, wenn man am Markt kaum reagiert hätte, weil man sich sagt: Schwamm drüber, im jetzt wieder besseren Umfeld wird die Entwicklung schon wieder anziehen?

Normalerweise nicht, aber heute endet das zweite Quartal bzw. das erste Halbjahr. Da ist es gang und gäbe, dass institutionelle Investoren wie Fonds das sogenannte „Window Dressing“ betreiben, mit dem die letztlich ja werbewirksame Performance so gut wie möglich optimiert werden soll. Das bedeutet von der Grundtendenz her, dass man die Gewinner eines Quartals bzw. Halbjahres gezielt übergewichtet, die Verlierer aber reduziert. Und die Heidelberg Materials-Aktie ist, unübersehbar, im Lager der Performance-Verlierer zu finden.

Es kann also gut sein, dass dieser Aspekt Öl in ein Feuer gegossen hat, das ohnehin nicht hätte aufflackern müssen, weil es um Aspekte ging, die niemanden überraschen durften. Daraus darf man zwar nicht ableiten, dass die Aktie am unteren Ende ihrer Handelsspanne drehen muss. Aber wenn man sich ansieht, dass derzeit 15 von 19 Analysten eine „Kaufen“-Einschätzung haben und das durchschnittliche Kursziel bei stattlichen 225 Euro liegt, wäre es allemal angebracht, sich bei dieser Aktie auf der Short-Seite nicht allzu viel auszurechnen.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/HEI.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

18.05.2026
08:12 Uhr

Heidelberg Materials: Gibt diese ifo-Umfrage den Bullen den Rest? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.05.2026 um 22:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

2025 war die Aktie des Baustoff-Konzerns Heidelberg Materials einer der großen Outperformer im DAX. Seit Februar 2026 läuft sie indes auffällig schwächer als der Index. Und jetzt bestünde sogar das Risiko, dass die jüngste Korrektur in ihre zweite Runde geht.

Deutlich höhere Verteidigungsausgaben, große Summen für die Infrastruktur und zugleich ein Bauboom bei Rechenzentren für die KI: All das verhieß einen drastisch anziehenden Bedarf an Baustoffen wie Zement und Beton, wie sie Heidelberg Materials liefert. Also wurde die Aktie im Vorgriff auf schnell und deutlich anziehende Umsätze und Gewinne schon mal vorgekauft. Aber wie so oft kannte man bei dieser Kaufwelle kein Maß – und das rächte sich.

Seit Februar drücken ein weniger bullisch als erhofft ausgefallener Ausblick des Konzerns auf 2026, der Iran-Krieg nebst den hohen Ölpreisen und zuletzt ein für das erste Quartal gemeldeter Umsatz- und Gewinnrückgang auf den zuvor so rasant gestiegenen Kurs. Auch die Sorge, dass die hohen Investitionen des Unternehmens in klimaneutrale Baustoffe durch das Aufweichen von Umweltvorgaben seitens der EU zum Groschengrab werden könnten, trieb die Akteure um. Und jetzt kam auch noch eine ifo-Umfrage, die eine äußerst trübe Stimmung im Wohnungsbau reflektiert:

Expertenmeinung: Laut ifo-Institut ist die Stimmung im Bereich des Wohnungsbaus aktuell erheblich gesunken. Gut war sie schon seit der Inflationsphase 2022/2023 nicht mehr, aber ab 2024 war es zu einer zaghaften Erholung gekommen, die jetzt indes in einen kräftigen Abriss des Geschäftsklimas von -19,3 auf -28,4 Punkte führte. Da der Wohnungsbau ein wichtiger Abnehmer der Baustoffe ist, war das für Heidelberg Materials-Aktionäre natürlich keine gute Nachricht – und entsprechend reagierte die Aktie:

Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 15.05.2026, Kurs 169,15 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 15.05.2026, Kurs 169,15 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS

Wir sehen im Chart, dass nach der harschen Korrektur, die im Februar begann, Mitte März eine Gegenbewegung einsetzte. Aber die korrigierte nur ziemlich genau 50 Prozent der vorherigen Kursabschläge und blieb dabei unterhalb der für mittel- und langfristige Anleger als Scheidemarke zwischen bullischem und bärischem Terrain dienenden 200-Tage-Linie. Unterhalb dieses gleitenden Durchschnitts ging es dann mehrere Wochen lang seitwärts – bis zu dem kräftigen Abwärtsimpuls zum Vorwochenschluss, der Heidelberg Materials zum Tagesverlierer im DAX machte.

Eine aus Sicht der Bullen kritische, aus Sicht der Bären aber höchst verlockende Entwicklung. Denn dadurch wird ein Test des bisherigen, bereits nahe gekommenen Jahres-Verlaufstiefs bei 159,70 Euro wahrscheinlicher … und sollte diese Unterstützungslinie fallen, wäre die nächste, markantere Auffanglinie erst das 2025er „Zoll-Schock-Tief“ bei 133,90 Euro. Könnte es also lohnen, sich auf die Seite der Bären zu schlagen?

Dass das bullische Lager jetzt zu Recht nervös wird, ist eine Sache. Aber das hieße nicht automatisch, dass man mit einem Short-Trade risikolos unterwegs wäre. Richtig ist schon, dass die Käufer im Vorfeld überzogen hatten.  Aber diese Übertreibung mündete ja bereits in eine umfassende Korrektur. Diese Aktie ist sicherlich noch kein „Schnäppchen“, noch könnte man hier nicht konstatieren, dass die Sache bereits nach unten übertrieben wurde. Aber ob da wirklich so viel Luft auf der Unterseite bleibt, dass man im Fall eines neuen Jahrestiefs noch auf nennenswert weiter fallende Kurse setzen könnte?

Solange Heidelberg Materials unter der 200-Tage-Linie bleibt, ist „Short“ die richtige, weil trendkonforme Richtung, keine Frage. Aber bestehende Positionen bei neuen Tiefs unter 159,70 Euro noch auszubauen, erscheint, nicht zuletzt mit Blick auf ein jetzt nur noch bei 14 liegendes Kurs-/Gewinn-Verhältnis und ein durchschnittliches Kursziel der Analysten, das immer noch bei 225 Euro liegt, als ein unnötig großes Wagnis.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/HEI.DE/analyst-insights/
Ifo-Umfrageergebnis zum Geschäftsklima im deutschen Wohnungsbau, 15.5.2026: https://www.ifo.de/fakten/2026-05-15/geschaeftsklima-im-wohnungsbau-bricht-ein

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

16.03.2026
08:14 Uhr

Heidelberg Materials: Übertreibt man es jetzt auf der Unterseite? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.03.2026 um 15:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Zwischen dem Rekordhoch bei 241,80 Euro und dem Freitags-Verlaufstief bei 159,70 Euro liegen gerade einmal sieben Wochen – und ein Kursabschlag von 34 Prozent. Das ist extrem. Übertreiben es die Trader gerade auf der Unterseite… Oder hat sich wirklich so viel verändert?

Ende Januar, als Heidelberg Materials sein bisheriges Rekordhoch erzielte, hatte man noch keine Ahnung, wie der Baustoff-Konzern das angelaufene Jahr einschätzt. Man wusste noch nicht, dass sich die EU daran machen würde, an den bisher geplanten CO₂-Auflagen zu rütteln. Und es gab noch keinen Iran-Krieg. Aber wie sehr, wenn überhaupt, betrifft das Heidelberg Materials? Und wo wäre jetzt ein im Licht dieser veränderten Gemengelage fairer Kurslevel?

Was den Ausblick angeht, war der grundsätzlich positiv, aber mit einem „aber“ versehen. Heidelberg Materials meldete vor einigen Wochen für das Jahr 2025 einen leichten Zuwachs bei Umsatz und Gewinn. Für 2026 sieht man den operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahr zwischen ± 0 und zehn Prozent steigen. Wenn man sich im Chart ansieht, wie erheblich die Aktie in den Monaten zuvor gestiegen war, wird klar: Die Bewertung muss teurer geworden sein. Das ist zu rechtfertigen, wenn die Wachstumsraten hoch sind oder die Aktie zuvor zu niedrig bewertet war. Ist das so?

Expertenmeinung: Was die Jahre 2020 bis 2024 angeht, schon. Da lag das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) zum Jahrsende unter 12, das ist wenig. Ende 2025 lag es aber bei 20… Und das bewegte sich am oberen Ende der letzten zehn Jahre. Am Rekordhoch war die Aktie also schon teuer bis zu teuer bewertet. Aber da ist sie ja jetzt nicht mehr.

Aktuell läge dieses KGV auf Basis der derzeitigen Erwartung, dass der Gewinn pro Aktie stärker zulegen kann als der operative Gewinn und 2026 um die 13,50 Euro erreichen könnte, bei nur noch 12. Und das wäre eigentlich ein Level, auf dem man sich sagen könnte: Das ist nicht nur angemessen, sondern günstig. Was aber die Käufer, der Chart zeigt es ja, derzeit nicht aus der Defensive zu locken vermag. Warum?

Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 13.03.2026, Kurs 161,00 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 13.03.2026, Kurs 161,00 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS

Weil die beiden anderen Aspekte die Befürchtung auslösen, dass das mit dem Gewinnanstieg womöglich nichts wird, der Gewinn ggf. sogar nachgeben könnte. Die massiv gestiegenen Energiepreise würden, sofern sie sich verstetigen, die Kosten hochtreiben und damit auf die Gewinnmarge drücken. Und da Heidelberg Materials gezielt auf CO₂-arme bzw. CO₂-neutrale Baustoffe gesetzt hat, fürchten einige, man könnte, wenn die Umweltauflagen jetzt wieder gelockert werden, auf diesen teureren Baustoffen sitzenbleiben.

Beides ist bislang nur eine Befürchtung, kein Fakt. Was hieße: Man hat hier eine Risikoprämie eingepreist, die nicht berechtigt sein muss. Für risikofreudige Anleger ist eine solche Gemengelage immer hoch interessant. Aber nichtsdestotrotz läuft die Aktie in einem intakten Abwärtstrend. Und die alte Börsenregel „Was billig scheint, kann leicht noch viel billiger werden“ gibt es nicht umsonst. Wer nicht spekulieren, sondern investieren will, wäre daher wohl gut beraten, ein bullisches Signal im Chartbild abzuwarten, das zumindest in einer ersten Stufe generiert wäre, wenn es gelingt, die Widerstandszone 184,70 bis 191,06 Euro zu überwinden. Das würde andeuten, dass das bärische Lager sich zurückgezogen hat und Widerstände, die die Leerverkäufer normalerweise aktiv verteidigen würden, wieder durchlässiger sind. Und „zu teuer“ wäre die Aktie vom KGV her auch dann noch nicht.

Quellenangaben: Geschäftsbericht 2025, 25.02.2026:
https://www.heidelbergmaterials.com/de/pi-2026-02-25

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/HEI.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

26.02.2026
08:27 Uhr

Heidelberg Materials: Reicht der Ausblick für eine Aufwärtswende? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.02.2026 um 19:29 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die am Mittwoch von Heidelberg Materials vorgelegte 2025er-Bilanz fiel respektabel aus – aber das hatte man erwartet. Der Ausblick verheißt weiteres Wachstum – aber da hatte man mehr erwartet. Was könnte man jetzt von der zuletzt deutlich gedrückten Aktie erwarten?

Der Baustoffkonzern erzielte 2025 zwar nur ein Umsatzplus von gut einem Prozent auf 21,46 Milliarden Euro, konnte daraus aber überproportional Gewinn ziehen: Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte um sechs Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu, netto kam man beim Gewinn pro Aktie auf einen Anstieg um vier Prozent auf 12,41 Euro. Für das angelaufene Geschäftsjahr sieht sich Heidelberg Materials gut aufgestellt und kalkuliert beim EBIT mit einer Range zwischen 3,4 und 3,75 Milliarden. Das ist, wie eingangs geschrieben, respektabel, aber:

Wirklich hoch ist die Wachstumsrate ja nicht gerade, weder für das zurückliegende Jahr noch mit Blick auf das, was der Baustoffkonzern für 2026 avisiert. Und genau das ist der Knackpunkt, der entscheidend dafür sein wird, ob das bullische Lager in absehbarer Zeit versuchen könnte, das bisherige Rekordhoch anzusteuern und zu überbieten … oder die ohnehin schon beträchtliche Korrektur weitergeht, denn:

Die Aktie hatte 2025 sagenhafte 87 Prozent Kursgewinn verbucht … während der Gewinn pro Aktie zugleich nur um vier Prozent stieg. Daraus leitet sich ab: Die Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) ist deutlich angestiegen. Was zu rechtfertigen wäre, wenn das Wachstum ab jetzt zügig durchstartet. Aber mit diesem Avis eines 2026 unverändert bis zehn Prozent höher liegenden EBIT kann man das nicht gerade erkennen. Zumal der Aspekt, der die Aktie in der ersten Hälfte des Februars massiv unter Druck setzte, ja fortbesteht:

Expertenmeinung: Die EU will ihre Umweltauflagen spürbar lockern, um die Kosten der Unternehmen zu senken. Was für energieintensive Branchen wie die Chemie hoch erfreulich war, wirkte bei Heidelberg Materials negativ. Denn der Konzern hat viel Arbeit und Geld in die massive Reduzierung des CO₂-Ausstoßes bei der Produktion seiner Baustoffe gesteckt. Die sind dadurch teurer … und mit dieser Wendung in Sachen Umweltauflagen fürchtet man, dass Heidelberg Materials auf seinen CO₂-reduzierten Produkten sitzenbleiben könnte.

Derzeit käme die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau auf ein KGV von etwa 14,7, basierend auf der Annahme, dass der Gewinn pro Aktie 2026 um zehn Prozent zulegen würde. Das ist nicht zu teuer, aber auch nicht gerade ein Schnäppchen-Level. Und das dürfte vielen Marktteilnehmern klar sein. Daher: Was passiert jetzt mit der Aktie?

Es wäre gut möglich, dass der Kurs in den kommenden Monaten erst einmal in einer Seitwärtsspanne verharrt. Solange es nicht zu einem Schlusskurs unter dem bisherigen Korrektur-Verlaufstief von 182,45 Euro käme, wäre hier für die Bären nichts zu holen. Und selbst wenn es so kommen sollte, wäre das eher eine kurzfristige Trading-Option und weniger die Basis für einen mittelfristigen Short-Trade, denn unter 182 Euro wäre die Bewertung dann langsam eben doch „billig“ … sofern es nicht zu einer deutlichen Verschlechterung der Rahmenbedingungen kommt.

Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 25.02.2026, Kurs 199,90 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Heidelberg Materials Aktie: Chart vom 25.02.2026, Kurs 199,90 Euro, Kürzel: HEI | Quelle: TWS

Auf der Oberseite wäre es durchaus möglich, dass sich der Kurs in ein auf kurzfristiger Ebene positives Setup bewegt, das dann gegeben wäre, wenn es gelingen sollte, die momentan umkämpfte 200-Tage-Linie zurückzuerobern und danach auch mit Schlusskursen über 210/212 Euro über die 20-Tage-Linie und den im zweiten Halbjahr 2025 entstandenen Widerstandsbereich hinauszukommen. Aber auch da müsste man das Wort „kurzfristig“ hervorheben.

Die große Hausse mit Blick auf steigende Infrastruktur-, Verteidigungs- und Energie-Investitionen sahen wir bei Heidelberg Materials bereits 2025. In diesem Jahr wäre es sehr gut möglich, dass die starken, intensiven Trends bei anderen Aktien laufen. Daher: Dabeibleiben könnte man hier vorerst sicherlich. Aber auf einer Aktien-Einkaufsliste würde ich die Aktie derzeit nicht gerade allzu weit oben eintragen.

Quellenangaben: Bilanz des Geschäftsjahres 2025, 25.02.2026: https://www.heidelbergmaterials.com/de/pi-2026-02-25

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/HEI.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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