Seit fast einem Jahr verharrt die Deutsche Telekom in einem mittelfristigen Abwärtstrend, seit Herbst läuft sie unter der Abwärtstrendlinie seitwärts. Viel spricht für diese Aktie, eigentlich. Aber die Käufer bleiben weg. Macht das Chartbild jetzt Hoffnung?
Die Aktie der Deutschen Telekom hätte ja eigentlich viel zu bieten. Die Bewertung ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren nach dem Abstieg des Kurses jetzt eher günstig. Die Dividendenrendite liegt solide über dem DAX-Durchschnitt. Die Experten erwarten zwar langsames, aber dafür stetiges Wachstum beim Unternehmensgewinn. Sämtliche Analysten, die die Aktie regelmäßig einschätzen, raten zum Kauf. Und das durchschnittliche Kursziel liegt mit momentan 36,90 Euro weit über dem aktuellen Kurs der Aktie.
Eine solche Ansammlung bullischer Argumente findet man nicht oft. Aber auch andere Aktien am deutschen Aktienmarkt, die vergleichbare Attribute aufweisen würden, waren im vergangenen Jahr Mauerblümchen. Nicht alle, aber verblüffend viele. Was steckt dahinter?
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Expertenmeinung: Wenn man sich im Chartbild ansieht, wann der Abstieg der T-Aktie begann, kommt einem da schon ein Verdacht. Es ging Anfang März los, als das Zoll-Drama begann … aber im Gegensatz zum DAX gelang es dieser Aktie im weiteren Verlauf nicht, neue Hochs zu markieren. Denn die Zugpferde des Index waren andere Titel. Die, die von dem Plan des Bundes profitieren würden, massiv in Infrastruktur und Verteidigung zu investieren: Bauwerte, Energieversorger, Rüstungstitel und Banken.

Da erschien die Telekom-Aktie eben langweilig. Doch diese Hype-Aktien des Jahres 2025 sind jetzt teuer bewertet, nehmen vieles an Umsatz- und Gewinnwachstum vorweg, das so kommen kann, aber nicht muss. Ein Umschichten in „langweilig“ wirkende, aber von den Rahmendaten her attraktive Aktien wäre daher jederzeit denkbar. Aber dazu braucht es vor allem ein Argument: ein Chartbild, das den Eindruck erweckt, dass hier wieder etwas los ist, dass die Bullen zurück sind. Solange die T-Aktie in ihrem Abwärtstrend festhängt, wird es schwierig, die Aufmerksamkeit der Käufer zu erlangen. Aber da tut sich gerade etwas.
Wir sehen, dass der Kurs kräftig anzieht, seitdem es am 21. Januar gelungen war, das 2025er-Jahrestief bei 26,00 Euro präzise zu verteidigen. Aktuell ringt der Kurs mit dem Januar-Verlaufshoch bei 28,90 Euro. Würde es gelingen, diesen Widerstand herauszunehmen, wäre die nächste Widerstandszone bereits eine Schlüsselzone:
Es ginge um den Doppel-Widerstand aus mittelfristiger Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie im Bereich von 29,84 bis 30,10 Euro. Auch das Oktober-Hoch, knapp darüber bei 30,41 Euro, sollte man in die Kalkulation mit einbeziehen. Würde die T-Aktie diese Zone überbieten, wäre der Abwärtstrend bezwungen und damit das Argument vom Tisch, welches manche Akteure momentan wohl noch zaudern lässt, sich hier zu engagieren. Diesen Widerstandsbereich im Auge zu behalten, könnte sich also lohnen!
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