Die Deutsche Bank-Aktie gehörte 2025 zu den absoluten Top-Gewinnern im DAX. 2026 lief bislang aber unerfreulich, erst im laufenden Monat gelang es, vor die bisherige Jahres-Performance ein Plus zu setzen. Jetzt aber scheint es, als wären die Bullen wach geworden.
Die „Story“ hinter dem Kursverlauf der Deutschen Bank-Aktie der letzten anderthalb Jahre ist eine, wie sie die Börse oft schreibt: Große Erwartungen treiben den Kurs. Die Erwartungen werden zwar erfüllt, aber viele hatten auf noch mehr gehofft. Der Kurs geht daher in eine Korrektur über, die meist, wie auch hier, recht markant ausfällt … und braucht dann deutlich länger, als es zuvor abwärts ging, um bis zum vorherigen Hoch zurückzulaufen. Das war der Stand der Dinge bis zum Dienstagabend.
Am Mittwoch überbot die Aktie das bisherige, im Januar bei 34,26 Euro markierte Jahres-Verlaufshoch und schloss mit 34,63 Euro so hoch wie seit Juli 2011 nicht mehr. Aus rein charttechnischer Sicht sieht dieser Ausbruch gut aus, auch wenn dem Chartbild Anschlusskäufe jetzt guttäten, um diesen Anstieg über die vorherigen Hochs zu zementieren. Wie stehen die Chancen, dass das gelingt?
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Expertenmeinung: Sie stehen zumindest gut genug, um hier besser nicht von vornherein auf eine Bullenfalle wetten zu wollen. Aber die Sache ist auch noch nicht „durch“, denn zu den Perspektiven der Aktie gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Und ob sich diejenigen, die die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau als bereits fair bis eher hoch bewertet ansehen, davon überzeugen lassen, nicht zeitnah Kasse zu machen, muss sich erst noch erweisen.
Viele Jahre lang galt die Deutsche Bank als Sorgenkind. Zu groß, zu unflexibel. Doch dem aktuellen Vorstandschef Christian Sewing gelang, woran seine Vorgänger scheiterten: Die Deutsche Bank kam wieder in Fahrt. Das wurde entsprechend honoriert, bezogen auf die vergangenen fünf Jahre verdreifachte sich der Aktienkurs und schlug den DAX damit deutlich. Doch jetzt stufen viele das weitere Wachstumspotenzial als nur noch moderat ein. Und das schlägt sich in den Einstufungen der Analysten nieder:
Von den 18 Analysten, die für die Deutsche Bank eine aktuelle Einstufung abgeben, bewerten sie nur acht mit „Kaufen“, die anderen zehn plädieren für „Halten“. Entsprechend mager kommt das durchschnittliche Kursziel daher: Mit aktuell 33,43 Euro wäre dieses Konsens-Ziel durch den gestrigen Anstieg bereits überboten. Das wäre also kein Motiv, um das neue Hoch als Basis dafür zu sehen, dass der bereits Ende März gestartete Aufwärtstrend jetzt noch allzu weit nach oben führt.
Auf der anderen Seite liegt das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) der Deutsche Bank-Aktie mit momentan 10 unter denen vieler anderer europäischer Banken, so weisen z. B. die UniCredit, Banco Santander, Banco Bilbao oder die Commerzbank KGVs zwischen 11 und 13 aus. Auch wenn man derzeit glaubt, dass die Deutsche Bank vom Gewinnwachstum her den anderen unterlegen ist: In den letzten Jahren hat das Bankhaus die Anleger öfter positiver überrascht als enttäuscht. Zumal der Optimismus der Anleger gemeinhin mit einem steigenden Kurs zunimmt.
Aber der muss eben erst einmal weiter steigen. Wobei ein Rücksetzer so lange nicht problematisch wäre, solange die jetzt zum Support gewordene Zone aus den Zwischenhochs vom vergangenen Herbst und Winter zwischen 33,57 und 36,24 Euro nicht allzu weit unterboten würde, sodass man einen Rücksetzer noch als trendbestätigenden Pullback sehen könnte.
Als „Schmerzgrenze“ ließe sich die im Juni etablierte Aufwärtstrendlinie ansehen, die zwar mit aktuell 32,15 Euro noch ein gutes Stück unter dieser Supportzone verläuft, dieser aber zügig näherkommt. Fällt diese Juni-Aufwärtstrendlinie jedoch, könnte es aus rein charttechnischer Sicht schnell in die Zone um 30 Euro zurückgehen, diese Linie sollte man also im Auge behalten.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen:
https://finance.yahoo.com/quote/DBK.DE/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 26.08.2026 um 23:10 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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