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Delivery Hero Aktie Prognose Delivery Hero: 2026er-Ausblick zieht nicht … es wird brenzlig

News: Aktuelle Analyse der Delivery Hero Aktie

von | |

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der Delivery Hero Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.02.2026 um 10:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Mahlzeiten-Lieferdienst Delivery Hero legte am Freitagmorgen vorläufige Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025 vor. Zwar gelang es, ein zeitweise 8,2 Prozent ausmachendes Minus am Ende auf -4,36 Prozent einzugrenzen. Aber klar wurde dennoch: Man ist nicht überzeugt.

Auf Basis dieser vorläufigen Berechnungen meldete Delivery Hero für 2025 einen Anstieg des Bruttowarenwerts auf 49,2 Milliarden Euro, gegenüber den 48,75 Milliarden im Vorjahr ein Zuwachs von knapp einem Prozent, währungsbereinigt wären es neun Prozent gewesen. Der reine Umsatz lag mit 14,8 Milliarden gegenüber den 12,8 Milliarden im Jahr 2024 knapp 16 Prozent höher, währungsbereinigt wären es 23 Prozent. Wobei die währungsbereinigten Zahlen natürlich betont wurden. Nur: Warum ein Umsatz am Ende kleiner ausfällt, ist sekundär, es zählt, was wirklich in der Kasse landet. Zumal es bislang eher nicht vorkam, dass Konzerne ihre Ergebnisse im negativen Sinn relativieren, wenn die Währungsentwicklung für sie günstig war.

Aber wichtiger als der Umsatz ist natürlich für die Anleger, was davon als Gewinn übrigblieb. Und genau da wird es dann vage. Delivery Hero meldet, man gehe davon aus, dass der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn über 900 Millionen Euro (Vorjahr 693 Millionen) liegen werde. Die eigene Zielspanne hatte man in den Bereich 900 bis 940 Millionen gelegt, im Schnitt hatten die Analysten 911 Millionen erwartet. Bis man Genaueres auf den Tisch bekommt, wird es wohl Ende März werden, wenn das Unternehmen die endgültigen Ergebnisse vorlegt. Dann stünden auch Informationen darüber an, was denn vom operativen Gewinn netto übriggeblieben ist und, wichtiger noch: der Ausblick.

Expertenmeinung: Denn zum Jahr 2026 kam hier noch gar nichts. Und bedenkt man, dass die endgültigen 2025er-Zahlen anstehen, wenn das erste Quartal des nächsten Jahres bereits fast zu Ende ist und man dann auch auf die aktuelleren Informationen zum ersten Quartal monatelang wird warten müssen, ist klar, dass es vielen Anlegern wohl eher schwerfiel, aus dem, was da gemeldet wurde, ein klares Bild zu gestalten. Die Konsequenz: Abgabedruck.

Zwar kam es nicht zu einem Kursdebakel, immerhin bewegten sich die vorgelegten Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Aber solange offenbleibt, wie weit man auf dem Weg zu Nettogewinnen gekommen ist und wie sich die „Vision“ auch mit Blick auf den Verkauf von Unternehmensteilen einerseits oder mögliche Zukäufe andererseits darstellt, dürfte der Weg nach oben steinig bleiben.

Zwar gelang es, einen neuen Abwärtsimpuls durch die Verringerung der Verluste zum Freitags-Handelsende erst einmal zu vermeiden. Aber ohne neue Argumente wirkt die Chance, dass die Aktie die breite, bis zur 200-Tage-Linie bei derzeit 23,13 Euro verlaufende Widerstandszone nach oben verlässt und damit aus charttechnischer Sicht einen Befreiungsschlag schafft, geringer als die für weiter nachgebende Notierungen mit Zielrichtung an das Herbst-Tief bei 15,73 Euro.

Delivery Hero Aktie: Chart vom 27.02.2026, Kurs 19,655 Euro, Kürzel: DHER | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Delivery Hero Aktie: Chart vom 27.02.2026, Kurs 19,655 Euro, Kürzel: DHER | Quelle: TWS

Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025, 27.02.2026:
https://ir.deliveryhero.com/de/nachrichten/delivery-hero-mit-starkem-vierten-quartal-geschaeft-entwickelt-sich-zur-alltags-app/72a6df8c-96c7-4499-a48b-5d5866acd567

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.01.2026 um 7:50 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Betreiber von Online-Bestell- und Lieferplattformen zeigt seit Dezember des Vorjahres ein deutlich verbessertes charttechnisches Bild. Dabei sah die Lage wenige Wochen zuvor noch deutlich weniger konstruktiv aus.

Die Delivery-Hero-Aktie befand sich in einem ausgeprägten Abwärtstrend, und die Verkäuferseite dominierte das Geschehen über weite Strecken. Dieses Bild hat sich inzwischen spürbar gedreht. Der Trendverlauf präsentiert sich nun klarer positiv und wird von einer Serie höherer Hochs und höherer Tiefs getragen. Auffällig ist aktuell die 20-Tage-Linie, die die Kurse wie ein roter Faden nach oben begleitet und als dynamische Unterstützung fungiert.

Expertenmeinung: Solange sich die Aktie oberhalb der 20-Tage-Linie und des letzten höheren Tiefs bei 23,48 EUR behaupten kann, bleibt das bullische Szenario grundsätzlich intakt.

Kurzfristige Rücksetzer würden das positive Gesamtbild nicht zwangsläufig infrage stellen, sondern könnten als normale Verschnaufpausen innerhalb des bestehenden Trends interpretiert werden. Erst ein nachhaltiger Bruch dieser Marken würde das Momentum spürbar dämpfen.

Aussicht: BULLISCH

Delivery Hero Aktie Aktie: Chart vom 26.01.2026, Kurs: 26.50 EUR, Kürzel: DTE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Delivery Hero Aktie Aktie: Chart vom 26.01.2026, Kurs: 26.50 EUR, Kürzel: DTE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.12.2025 um 7:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Auch das Jahr 2025 verlief für die Aktie von Delivery Hero bisher eher enttäuschend. Der übergeordnete Trend zeigt seit Monaten klar nach unten, und zuletzt wurde mit dem Bruch der wichtigen Unterstützungszone bei rund 22.50 EUR ein markantes Verkaufssignal ausgelöst. Der anschließende Rückgang führte die Aktie zeitweise deutlich tiefer, ehe Ende November erste Anzeichen einer Erholung sichtbar wurden – begünstigt durch eine überverkaufte Marktsituation.

Derzeit schwankt die Aktie zwischen der 20- und 50-Tage-Linie – ein Bereich, der oft als Orientierungszone fungiert. Ob sich aus der jüngsten Erholung eine echte Trendwende entwickeln kann, bleibt abzuwarten.

Expertenmeinung: Die Aktie befindet sich übergeordnet in einem bärischen Trend. Für eine nachhaltige Stabilisierung wäre ein Ausbruch über die 50-Tage-Linie erforderlich.

Gelingt dies, könnte sich der Erholungskurs fortsetzen. Andernfalls bleibt das Chartbild anfällig – insbesondere bei einem Rückfall unter die 20-Tage-Linie, der wieder stärkeren Verkaufsdruck auslösen könnte. Die nächsten Handelstage dürften richtungsweisend werden.

Aussicht: NEUTRAL

Delivery Hero Aktie: Chart vom 09.12.2025, Kurs: 19.95 EUR Kürzel: DHER | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Delivery Hero Aktie: Chart vom 09.12.2025, Kurs: 19.95 EUR Kürzel: DHER | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.11.2025 um 20:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ hat gemeldet, dass Großaktionäre von Delivery Hero die Unternehmensführung angeblich dazu drängen, ihre Strategie auf den Prüfstand zu stellen und ggf. sogar einen Verkauf zu erwägen. Die Aktie stieg daraufhin, aber ergibt das Sinn?

Natürlich könnte man sich sagen: Endlich rührt sich da mal jemand, damit in Sachen schwarze Zahlen auf Netto-Basis was vorangeht. Immerhin verkündet Delivery Hero zwar seit diversen Quartalen operative Gewinne, aber unter dem Strich bleiben die Zahlen länger rot, als man sich das 2020/2021, als die Aktie bei den Anlegern ein großer Renner war, vorgestellt hatte.

Aber davon abgesehen, dass sich niemand seitens der im „Bloomberg“-Bericht genannten, größeren Anteilseigner und der Delivery Hero-Führung zu diesen Aussagen äußern wollte (Stand Freitagnachmittag), könnte man sich fragen, was diese unzufriedenen Großanleger besser könnten als die seit Jahren mitten im Geschehen befindliche Vorstandsetage des Unternehmens. Kann ein „Da muss man jetzt aber mal was tun“ alleine irgendetwas entscheidend zum Positiven verändern, an das man bei Delivery Hero irgendwie noch gar nicht gedacht hatte? Wohl kaum.

Und wir wissen nicht, ob und wer da konkret gefordert hat, ggf. auch über einen Verkauf nachzudenken, weil Delivery Hero als Teil größerer Konzerne womöglich besser laufen könnte. Hier gleich mal mit Käufen einem möglichen Übernahmeangebot zuvorzukommen, erscheint gewagt bis abwegig. Also, was kann diese Meldung in Bezug auf die Aktie bewirken?

Expertenmeinung: Unter dem Strich wenig. Wir haben hier unbestätigte Beschwerden über einen Geschäfts- und Aktienkursverlauf, der niemandem gefallen kann. Ein Kursverlauf, der eine Enttäuschung über die Entwicklung des Geschäfts reflektiert, die man indes, würde man es können, bei Delivery Hero liebend gerne positiver und dynamischer gestalten würde. Wild mit den Armen zu rudern ändert das aber nicht. Und daher ist es zumindest fraglich genug, ob die Aktie die durch den Kurssprung des Freitags angegangene Widerstandszone überwinden kann, um dem nicht vorzugreifen.

Delivery Hero Aktie: Chart vom 28.11.2025, Kurs 20,10 Euro, Kürzel: DHER | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Delivery Hero Aktie: Chart vom 28.11.2025, Kurs 20,10 Euro, Kürzel: DHER | Quelle: TWS

Der Chart zeigt, dass der Kurs jetzt in die Widerstandszone 19,69 zu 21,78 Euro hineingelaufen ist. Da war die Aktie am 13. November auch schon mal und wurde nach unten abgewiesen. Wenn es diesmal nach oben hinaus ginge, sehen wir, dass sich dann aus charttechnischer Sicht erst wieder bei 24 Euro ein Widerstand in Form der 200-Tage-Linie in den Weg stellen würde. Darüber wäre dann Platz bis an die Zone aus mehreren oberen Umkehrpunkten zwischen 27,53 und 32,47 Euro.

Auf kurzfristiger Ebene und rein aus Trading-Sicht könnte Delivery Hero also interessant werden, wenn der Bereich 19,69/21,78 Euro überboten würde. Aber solange ein Aufwärtsimpuls auf nichts anderem fußt als auf einer Meldung, die die Hoffnungen so vieler Anleger bedient, die mit dieser Aktie „abgesoffen“ sind, ohne wirklich etwas Greifbares präsentieren zu können, ist die Aktie für mittelfristige Investoren weiterhin keine, die auf der Kaufliste stehen müsste.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.11.2025 um 22:10 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Erst lag die Aktie zehn Prozent im Plus, am Ende 2,5 Prozent im Minus. Es scheint, als hätten einige nach erstem Applaus über im 3. Quartal gestiegene Umsätze bei Delivery Hero doch festgestellt, dass diese Zahlen zu wenig bieten, um kurzfristige Gewinne nicht mitzunehmen.

Delivery Hero Aktie: Chart vom 13.11.2025, Kurs 18,00 Euro, Kürzel: DHER | Online Broker LYNX
Delivery Hero Aktie: Chart vom 13.11.2025, Kurs 18,00 Euro, Kürzel: DHER | Quelle: TWS

Der Mahlzeiten-Lieferdienst legte am Morgen Ergebnisse des 3. Quartals vor, die sich aber auf den Umsatz (auf sogenannter vergleichbarer Basis +22 Prozent) und den Bruttowarenwert (auch GMV, auf vergleichbarer Basis +7 Prozent) beschränkten. Zu Gewinnmargen, konkreten operativen Gewinnen und dem Stand der Dinge in Bezug auf den langen Weg hin zu einem Netto-Gewinn las man nichts. Zwar bestätigte Delivery Hero sein Ziel, 2025 beim um Sonderfaktoren bereinigten operativen Gewinn (AEBITDA) 900 bis 940 Millionen Euro erreichen zu wollen. Aber mehr Konkretes kam eben nicht.

Dass man für das 4. Quartal optimistisch sei und vor allem im wichtigen asiatischen Markt eine Belebung registriere, dürfte mit ein Grund gewesen sein, warum einige Marktteilnehmer zunächst kräftig zugriffen. Dass anderen das zu mager war, war indes angesichts des Chartbilds unverkennbar. Ein Intraday-Turnaround der bärischen Art war die Folge. Und das ist nicht nur charttechnisch problematisch.

Expertenmeinung: Der Chart zeigt, dass sich die Aktie am Tageshoch in die Widerstandszone zwischen 19,69 und 21,78 Euro vorankämpfen konnte, dort aber abgewiesen wurde. Das zementiert diesen Bereich noch mehr. Zumal der Kurs dort nicht einfach gestoppt wurde, sondern kräftiger Abgabedruck aufkam, der nicht nur den gesamten Gewinn aufzehrte, sondern die Aktie in die Verlustzone drückte. Das deutet an, dass es die Bären sind, die die Lage hier momentan absolut unter Kontrolle haben.

Derart ernüchternde Reaktionen auf zunächst positiv honorierte Bilanzdaten haben psychologisch natürlich eine sehr abschreckende Wirkung auf Anleger, die erwägen, hier einzusteigen oder zuzukaufen. Umso mehr, als mehrere Analysten, die mit einem Kursziel-Schnitt von derzeit 32,50 Euro mehrheitlich immer noch stur bullisch sind, ihre Ziele als Reaktion auf diese Zahlen senkten.

Die Zahlen liegen auf dem Tisch, neue und umfassendere Daten stehen vorerst nicht an. Daher wird es auch äußerst schwerfallen, diese jetzt erneut als Hürde bestätigte Widerstandszone 19,69 zu 21,78 Euro kurzfristig zu überwinden. Ob die Aktie nach unten noch viel Luft hat, lässt sich aus den zu mageren Daten und dieser gestrigen Reaktion noch nicht ablesen. Aber eine Basis, um jetzt zuzugreifen und diesen Abwärts-Schwenk somit als Chance zu interpretieren, findet sich zumindest nicht.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.