Es passiert immer wieder: Eine Aktie ist so stark gestiegen, dass sie überbewertet ist, solange die Dynamik der Hausse aber hoch bleibt, kümmert das kaum jemanden. Beginnt die Korrektur aber, stellt sich die Frage: Wo wird sie gestoppt? Diese Frage stellt sich gerade bei Caterpillar.
Für 2026 erwarten die Analysten beim Baumaschinen-Riesen Caterpillar zwar mit 27,25 US-Dollar pro Aktie einen Rekordgewinn. Aber 2023 hatte der 20,12 US-Dollar betragen … der für dieses Jahr erwartete Gewinn läge also ca. 35 Prozent höher, während die Aktie seit Ende 2023 in der Spitze um ca. 250 Prozent gestiegen war. Die Aktie stieg also erheblich stärker als der Unternehmensgewinn. Und das bleibt nie ohne Folgen.
Dass es überhaupt zu einer Bewertung kam, die die Aktie, die in früheren Jahren meist in der Region eines Kurs-/Gewinn-Verhältnisses (KGV) um 20 lag, auf ein KGV von in der Spitze knapp 40 beförderte, liegt daran, dass viele sich um Bewertungen nicht scheren, solange das Momentum des Aufwärtstrends hoch bleibt. Da wird es auch ignoriert, wenn die Aktie über das durchschnittliche Kursziel der Analysten hinausschießt und so wie in diesem Fall nur noch die Hälfte der Experten bullisch ist, denn:
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Expertenmeinung: Man sagt sich, dass man schon rechtzeitig aussteigen werde, was erfahrungsgemäß den Wenigsten dann auch gelingt. Eine solche Korrektur fällt dann gerne mal vergleichbar dynamisch aus wie die Rallye zuvor – so auch bei Caterpillar. Jetzt stellt sich die Frage: Ist es jetzt bereits genug, könnte die Aktie im Bereich des jetzt erreichten Kursniveaus wieder nach oben drehen?
Rein aus charttechnischer Sicht wäre die Gelegenheit jetzt durchaus günstig. Caterpillar hat eine breite Supportzone zwischen 731 und 790 US-Dollar erreicht, die zudem noch von der wichtigen 200-Tage-Linie (im Chart dick schwarz) verstärkt wird, auf der der Kurs in der Vorwoche aufgesetzt und sich bis zum Freitag leicht nach oben von ihr gelöst hatte (am Montag gab es in den USA feiertagsbedingt keinen Handel). Zugleich wurde die Abwärtstrendlinie, die diese Korrektur begleitete, zum Wochenschluss leicht überboten, begleitet von einem bullischen Signal des Stochastik-Oszillators. Von dieser Warte aus sieht es also für einen neuen Aufwärtsschub gut aus, aber:

Vom Hoch ist die Aktie in der Spitze zwar bereits um 28 Prozent zurückgekommen, mit einem KGV von 30 aber immer noch teurer als üblich. Hieße das, die Bullen haben über einen unter dem bisherigen Hoch „verhungernden“ Rallye-Versuch hinaus keine Chance? Nicht unbedingt.
Denn dem entgegen steht die derzeit seitens der Analysten vorherrschende Erwartung, dass Caterpillars Gewinne auch in den kommenden Jahren stark zulegen werden. Die Experten prognostizieren für die kommenden drei Jahre einen im Schnitt um jeweils 20 Prozent weiter steigenden Gewinn pro Aktie. Und käme es so, wäre das derzeitige KGV von 30 eben keineswegs zu teuer. Die Frage ist jetzt:
Finden sich genug Trader, die zum einen an diese auf Jahre hinaus stark steigenden Gewinne glauben (die man letzten Endes nur vermuten, aber nicht sicher vorhersagen kann) und die zum anderen auch aktiv auf die Käuferseite gehen, um die jetzt gegebene Chance in eine echte Aufwärtswende zu verwandeln?
Das sollte man erst einmal abwarten. Aber in einer Chartkonstellation wie dieser wird die Geduld meistens nicht allzu lange strapaziert. Sollte die Caterpillar-Aktie es schaffen, die 50-Tage-Linie bei aktuell 872 US-Dollar klar auf Schlusskursbasis zu überwinden, ließe sich das bereits als ein starkes Signal zugunsten der Bullen werten.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen:
https://finance.yahoo.com/quote/CAT/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.09.2026 um 22:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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