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Aurubis Aktie Prognose Aurubis: Vorsicht, heiß!

News: Aktuelle Analyse der Aurubis Aktie

von | |

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der Aurubis Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.01.2026 um 19:07 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Kupferpreis haussiert und hat neue Rekorde erreicht. Was bzgl. des Inflationsrisikos unerfreulich ist, scheint für Aurubis ideal: Als Kupferproduzent und Kupferrecycler kann man auf anziehende Gewinnmargen hoffen. Aber wer das jetzt realisiert, wäre spät dran. Zu spät?

Würde man sich alleine auf die Einschätzungen der Analysten verlassen, müsste man sagen: „take your money & run“. Denn von den sieben die Aktie regelmäßig beobachtenden Analysten rät nur ein einziger derzeit zum Einstieg. Und das durchschnittliche Kursziel ist mit knapp 104 Euro weit überboten, was auch für das momentan höchste Kursziel gilt, das bei 120 Euro liegt.

Nur sind Aktien von Unternehmen, die mit hochvolatilen Rohstoffen zu tun haben, für Analysten ein undankbarer Job. Denn ob eine solche Aktie noch Luft nach oben hat oder nicht, hängt dann sehr eng mit der Kursentwicklung des entscheidenden Rohstoffs zusammen. Was bei Aurubis der Kupferpreis ist … und der ist gerade stark am steigen.

Kupfer hat die Höchstkurse der vergangenen Jahre schnell und deutlich überboten, der Kurs rangiert derzeit um bzw. knapp über 13.000 US-Dollar pro Tonne. Damit konnte jemand, der Aurubis zuletzt nach deren Ergebnissen des dritten Quartals neu einordnete, nicht rechnen. Die hohen Kupferpreise sind Spiegelbild eines akuten und derzeit vom bullischen Lager als nachhaltig angesehenen Nachfrage-Überhangs bei diesem Industriemetall. Und je knapper das Angebot, desto höher können auch die Gewinnmargen derer werden, die Produkte aus Kupfer herstellen bzw. Kupfer recyceln … von Unternehmen wie Aurubis also. Aber heißt das für die Aktie dann automatisch „the sky is the limit?“

Aurubis Aktie: Chart vom 06.01.2026, Kurs 132,70 Euro, Kürzel: NDA | Online Broker LYNX
Aurubis Aktie: Chart vom 06.01.2026, Kurs 132,70 Euro, Kürzel: NDA | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Das heißt es nicht. Es ist zwar grundsätzlich folgerichtig, dass Aurubis zusammen mit dem Kupferpreis ein neues Rekordhoch ausgebildet hat. Aber es geht ja in Bezug auf die Frage, ob man jetzt bestehende Positionen mit sattem Gewinn verkaufen oder im Gegenteil noch neu einsteigen oder zukaufen sollte, nicht darum, was war. Es geht darum, was in den kommenden Wochen und Monaten kommt. Und da ist nur eines sicher:

Dass absolut nichts sicher ist. Der Kupferpreis scheint außer Rand und Band, wie viel Anteil das knappe Angebot und wie viel Anteil wilde Zockerei daran haben, ist nicht eingrenzbar. Kupfer hat eine Fahnenstange ausgebildet, d.h. ähnlich wie zuletzt bei den Edelmetallen nimmt die Geschwindigkeit des Kursanstiegs zu. Das kann aber nicht dauerhaft so weitergehen. Und wenn diese Kaufwelle in sich zusammenfällt, könnte niemand im Vorfeld absehen, wie weit es dann nach unten geht, was in Bezug auf die Aurubis-Aktie zweierlei hieße:

Zum einen könnte man, wollte man jetzt noch einsteigen, mit Glück auch nach dem Bruch der Fahnenstange noch mit einem Plus davonkommen, falls diese Kaufwelle nur lange genug weitergeht. Aber das weiß man eben nie. Und ein Kupferpreis, der zwar kurzzeitig völlig nach oben eskaliert ist, dann aber spürbar zurückfällt, würde den Gewinnmargen eines Kupferunternehmens wie Aurubis nichts bringen, da zählt der mittelfristige Schnitt. Wenn man also jetzt bereits deutlich höhere Nachfrage nebst höherer Gewinnspannen in die Aktie einpreist, würde man nur richtig liegen, wenn Kupfer über einen längeren Zeitraum auf diesem oder sogar einem noch höheren Kursniveau bleiben würde. Und das ist zumindest offen genug, um zu konstatieren:

Auf diesen jetzt mit zunehmendem Tempo dahinsausenden Zug noch aufzuspringen, birgt das erhöhte Risiko einer fatalen Bauchlandung. Ob man im Gegenteil jetzt anfängt, Kasse zu machen oder nur die Stoppkurse deutlich nachzieht, wofür sich momentan der Bereich knapp unter der Supportzone 122,30/123,50 Euro anbieten würde, ist eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft. Aber in eine Fahnenstange hinein eine Position auf- oder auszubauen, ist so gut wie nie eine gute Idee … man dürfte vermuten, dass das auch für die Hausse der Aurubis-Aktie gilt.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.