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Zum Start in den Juni sah es so aus, als wären Software-Aktien wie ATOSS Software auf dem Weg zurück ins Rampenlicht. Doch Anschlusskäufe, die am Dienstag dem starken Montag folgten, wurden humorlos abverkauft. War es das schon mit der Chance auf die Wende?
2023 und 2024 hatten Aktien aus dem Software-Sektor ihre große Zeit. Viele dieser Titel, so auch der Workforce-Spezialist ATOSS, erreichten 2025 dann neue Rekordhochs. Es folgten Korrekturen und, Ende Januar 2026, die „KI-Angst“. Die Sorge also, dass die zunehmenden Möglichkeiten der KI den Software-Herstellern ernste Probleme bereiten werden. Was sich bislang aber weder in den Bilanzzahlen noch in den Ausblicken der Unternehmen niederschlägt. Auch ATOSS Software konnte für das erste Quartal eine gute Bilanz vorlegen. Das Problem war aber:
Das bärische Lager hatte sich längst auf die Branche eingeschossen und zog aus dem Umstand Vorteile, dass man die Aussage, der Druck durch KI werde schon noch kommen, nicht widerlegen kann … etwas, das kommen könnte, kann man nicht ausschließen. Und weiter fallende Kurse sorgten dafür, dass, wer dahingehend Zweifel hegte, nicht gar zu mutig ins fallende Messer griff. Das heißt aber nicht, dass eine Aufwärtswende gleich vom Tisch sein müsste, nur, weil eine kurze Phase kräftiger Käufe auf Widerstand trifft.
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ATOSS Software Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Richtig ist aber: Auch, wenn wir bei der ATOSS-Aktie Ansätze einer Bodenbildung sehen, hat das Bären-Lager hier noch alle Vorteile auf seiner Seite. Noch liegen die Zwischenhochs sukzessiv niedriger als die vorherigen, zugleich versperrt eine ganze Phalanx an Widerstandslinien einer echten Aufwärtswende den Weg. Dass Käufe hier auf Gegenwehr treffen, ist also keine Überraschung. Es ist aber keine Garantie für eine ewige Baisse.
Denn dass sich der Kurs seit dem Verlaufsrekord im Sommer vergangenen Jahres in der Spitze mehr als halbiert hatte, nimmt dem Bären-Lager Argumente, die vorher für eine größere Korrektur sprachen: eine zu hohe Bewertung und weit überbotene Analysten-Kursziele. Aktuell bewegt sich das Kurs-/Gewinn-Verhältnis für die durchschnittliche 2026er-Gewinnschätzung bei knapp 26, für die Software-Branche ist das sogar eher am unteren Ende des Normalen. Und das durchschnittliche Kursziel der Analysten? Das liegt mit aktuell gut 125 Euro weit genug über dem derzeitigen Kurs, um Begehrlichkeiten seitens der Marktteilnehmer zu wecken. Alleine, die Wende müsste eben erst einmal gelingen.

Erst, wenn die im Chart zu sehende, breite Zone an potenziellen Widerständen durch das Überwinden der übergeordneten Abwärtstrendlinie bei aktuell 105 Euro bezwungen wäre, könnte man unterstellen, dass die Bären geschlagen sind. Bis dahin kann an jeder Widerstandslinie Gegenwehr aufkommen. Das muss nicht so kommen, aber noch würde man auf der Long-Seite eben gegen den Trend agieren. Die grundsätzlich vernünftigere Vorgehensweise wäre, erst dann aktiv zu werden, wenn die Kohlen aus dem Feuer sind.
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/AOF.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.06.2026 um 21:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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