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Allianz Aktie Prognose Allianz: Starke Zahlen, schwache Reaktion … ein Warnsignal?

News: Aktuelle Analyse der Allianz Aktie

In diesem Artikel
Allianz
ISIN: DE0008404005
|
Ticker: ALV --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Allianz Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Der Allianz-Konzern übertraf mit seinen am Mittwoch präsentierten Quartalszahlen leicht die durchschnittliche Prognose der Analysten. Die Aktie zog daraufhin bis zu 2,4 Prozent an, am Ende standen aber nur noch +1,1 Prozent zu Buche. Ein mageres Plus – und ein Warnsignal?

Währungsbereinigt gelang ein Umsatzanstieg von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (nicht währungsbereinigt -1,8 Prozent). Der operative Gewinn stieg, um Sondereffekte durch den Verkauf des indischen Joint Ventures bereinigt, um sieben Prozent. Die Allianz sieht sich mit diesem Ergebnis auf Kurs, das gesteckte Ziel, im Jahr 2026 ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden +/- eine Milliarde zu erreichen. Das klang doch alles höchst erfreulich – warum also diese magere Reaktion der Marktteilnehmer?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Allianz Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Ein Grund, warum die Aktie daraufhin nicht davonzog, dürfte sein, dass man seitens der Analysten schon vorher damit rechnete, dass der Finanzkonzern dieses Gesamtjahres-Gewinnziel erreichen würde, im Schnitt liegt man da mit seinen Prognosen sogar leicht über diesen genannten 17,4 Milliarden und damit eher am oberen Ende der gesteckten Zielspanne.

Ein weiterer Faktor ist die Bewertung. Auf Basis der Konsens-Gewinnschätzung kommt die Aktie momentan auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis um 12,3. Das ist weder zu teuer noch zu billig. Was zwar hieße, dass man durchaus ein Stückchen Richtung „teuer“ spekulieren könnte, wenn es gute Argumente dafür gäbe. Aber eine nur bestätigte 2026er-Prognose ist eben keines, was die Käufer unmittelbar in Marsch setzen müsste.

Und zuletzt ist da noch die Dividende. Die wurde nämlich gerade erst Ende vergangener Woche ausgeschüttet … und betrug höchst stattliche 17,10 Euro. Auf Basis des Schlusskurses vor der Ausschüttung (am 7.5.) kommt da eine Dividendenrendite von 4,4 Prozent heraus. Die ist also erst einmal vom Tisch. Bis zum nächsten Ausschüttungs-Segen heißt es jetzt, ein Jahr zu warten. Und das ist nicht das alleinige Problem, was die Aktie zumindest kurzfristig bremst, denn:

Dividenden werden gemeinhin vom Kurs „abgeschlagen“, d. h. der Kurs fällt am Tag der Ausschüttung um den Betrag der ausgezahlten Summe. Wobei Abweichungen eine gewisse Signalwirkung haben, sprich: Wäre die Allianz-Aktie am 8.5. weniger als 17,10 Euro zurückgekommen, wäre das ein tendenziell bullisches Signal. Aber mit einem Minus von 19,60 Euro war schon zu erkennen: Man hatte es offenbar nicht eilig, diesen Dividendenabschlag aufzuholen. Aber angenommen, der wäre nicht ausgerechnet in diesem Moment erfolgt – wie würde das Chartbild dann gestern ausgesehen haben?

Dann hätte das gestrige Tageshoch von 377 Euro bei 394,10 Euro gelegen (377 + Dividende 17,10 Euro) – und damit ganz dicht an der Widerstandszone der Hochs des bisherigen Jahresverlaufs bei 396/397 Euro. Das könnte durchaus ein Faktor gewesen sein, der Käufer abgeschreckt hat – denn für neue Hochs wäre das Zahlenwerk einfach nicht stark genug gewesen. Jetzt ist die Frage, ob dieser Dividendenabschlag nicht doch in den kommenden Tagen langsam aufgeholt wird. Denn kommt es nicht dazu, könnte es schnell charttechnisch problematisch werden, wie wir im Chart sehen:

Allianz Aktie: Chart vom 13.05.2026, Kurs 372,30 Euro, Kürzel: ALV | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Allianz Aktie: Chart vom 13.05.2026, Kurs 372,30 Euro, Kürzel: ALV | Quelle: TWS

Das am Ende erzielte kleine Plus war zu wenig, um sich von der in den Tagen zuvor getesteten 200-Tage-Linie nach oben zu lösen. Damit bleibt dieser gleitende Durchschnitt ein Thema. Und sollte er fallen, wäre der Weg in Richtung der Supportzone 333/340 Euro aus charttechnischer Sicht frei … spätestens, wenn es dazu käme, dürfte der Gedanke, die Lücke im Chart, die der Dividendenabschlag gerissen hat, zu schließen, vom Tisch sein. Fazit: Ein Alarmsignal war das magere Plus gestern nicht, ein Warnsignal allerdings schon.

Quellenangaben:
Ergebnis des 1. Quartals 2026, 13.05.2026:
https://www.allianz.com/content/dam/onemarketing/azcom/Allianz_com/press/document/results/2026-1q/1q-2026-quartalsmitteilung-allianz.pdf
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ALV.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.05.2026 um 22:35 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der Allianz Aktie

04.05.2026

Allianz vor wichtiger Bewährungsprobe — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.05.2026 um 8:06 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Versicherungs- und Finanzkonzern konnte sich im April wieder deutlich stabilisieren und profitierte dabei auch vom positiven Rückenwind des DAX. Die Allianz-Aktie ließ die zuvor dominierenden Bären hinter sich und arbeitete sich erneut in Richtung der bisherigen Hochs vor. In der Vorwoche gelang sogar kurzfristig der Sprung auf ein neues Verlaufshoch. Doch genau dort ließ der Kaufdruck spürbar nach, und zahlreiche Anleger nutzten die kräftige Aufwärtsbewegung offenbar, um Gewinne zu realisieren.

In Folge kam es zu einem moderaten Rücksetzer in Richtung der 20-Tage-Linie. Positiv fiel dabei auf, dass die Käufer am Donnerstag wieder aktiver wurden und die Kurse stabilisieren konnten. Vor allem das zuletzt gebildete Zwischentief könnte nun eine zentrale Rolle für den weiteren Verlauf spielen.

Expertenmeinung: Versicherungswerte profitieren derzeit weiterhin vom stabilen Marktumfeld und der insgesamt robusten Entwicklung europäischer Standardwerte. Die Allianz zeichnet sich zudem durch ihre defensive Ausrichtung und eine solide Marktposition aus. Das Gesamtbild wirkt vorerst tendenziell bullisch, zugleich befindet sich die Aktie nun an einer wichtigen Wegmarke.

Gelingt es, den Bereich rund um die 20-Tage-Linie weiterhin zu behaupten, könnte die laufende Konsolidierung eine Verschnaufpause innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends darstellen. Wird das jüngste Zwischentief hingegen unterschritten, dürfte die Unsicherheit kurzfristig zunehmen und eine ausgedehntere Korrektur wäre möglich.

Aussicht: Bullisch

Allianz Aktie: Chart vom 30.04.2026, Kurs: 388.6 EUR Kürzel: ALV | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Allianz Aktie: Chart vom 30.04.2026, Kurs: 388.6 EUR Kürzel: ALV | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

05.03.2026

Allianz unter Druck — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 1 Monat
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.03.2026 um 7:38 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Beim deutschen Versicherungskonzern hat sich das Chartbild zuletzt deutlich eingetrübt. Davor zeigte die Allianz-Aktie über mehrere Wochen hinweg ein neutrales Gesamtbild ohne klare Richtung.

Im Chart entwickelte sich ein symmetrisches Dreieck, in dem weder Bullen noch Bären die Kontrolle übernehmen konnten. Anleger warteten daher auf ein klares Signal. Dieses wurde nun geliefert: In der laufenden Woche wurde die Formation nach unten verlassen, was häufig als bärisches Signal gewertet wird. Der Trend scheint damit in eine schwächere Phase überzugehen. Auffällig ist zudem der deutliche Anstieg des Handelsvolumens während des Kursrückgangs, was darauf hindeutet, dass größere Marktteilnehmer den Verkaufsdruck verstärkt haben könnten.

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

08.01.2026

Zum Auftakt des Jahres: Allianz — Tobias Krieg

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.01.2026 um 10:50 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Allianz Aktie notiert derzeit auf einem historischen Höchststand, was bei vielen Anlegern Fragen zur aktuellen Bewertung aufwirft.

Breite Aufstellung als Basis für nachhaltigen Erfolg

Die Allianz SE ist ein weltweit tätiger Versicherungskonzern mit Sitz in München und wurde 1890 gegründet.
Das Unternehmen bietet Versicherungen, Vorsorge- und Vermögensverwaltungsprodukte für Privat- und Firmenkunden an.
Die Allianz gehört zu den größten Versicherern der Welt und ist in über 70 Ländern aktiv.

Das Segment der Schaden- und Unfallversicherung stellt dabei das Fundament dar und sichert durch eine weltweite Präsenz sowie eine starke Marke stabile Prämieneinnahmen. Parallel dazu adressiert der Bereich Lebens- und Krankenversicherung den global wachsenden Bedarf an privater Altersvorsorge und langfristiger Absicherung.

Eine wesentliche strategische Stärke des Konzerns liegt in der Integration des Asset Managements, das durch die Tochtergesellschaften PIMCO und Allianz Global Investors eine weltweit führende Marktposition einnimmt.
Dieser Geschäftsbereich verwaltet nicht nur die eigenen Deckungsstöcke der Versicherungsgruppe, sondern generiert signifikante Gebühreneinnahmen durch die Verwaltung von Drittkapital für institutionelle und private Anleger.

Drei starke Säulen, die sich gegenseitig stützen

Durch die enge Verzahnung von Versicherungsgeschäft und hochprofessioneller Kapitalanlage erzielt die Allianz erhebliche Skaleneffekte und eine hohe Kapitaleffizienz. Die globale Aufstellung ermöglicht zudem einen effektiven Risikoausgleich zwischen verschiedenen geografischen Märkten und Produktkategorien.

Insgesamt resultiert daraus ein krisenresistentes Modell, das auch in volatilen Marktphasen verlässliche Cashflows generiert und die Basis für die attraktive Dividendenpolitik bildet.

Das zeigt sich vor allem seit dem Ende der Nullzinsphase, die wie ein struktureller Rückenwind wirkt und alle drei Geschäftsbereiche positiv beeinflusst.

Ein wesentlicher Hebel ist das gestiegene Neuanlagevolumen im Versicherungsportfolio. Da der Konzern kontinuierlich Milliardenbeträge aus auslaufenden Anleihen und neuen Prämien reinvestiert, fließen diese Gelder nun in festverzinsliche Wertpapiere mit deutlich höheren Kupons. Dies führt zu einem nachhaltigen Anstieg der laufenden Kapitalerträge, was die operative Marge im Schaden- und Unfallgeschäft stärkt.

Struktureller Rückenwind

Im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung entlastet das höhere Zinsniveau die Bilanz erheblich. Die Bewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber den Kunden sinkt bei steigenden Marktzinsen stärker als der Wert der entsprechenden Aktivposten.

Gleichzeitig befeuern die höheren Zinsen das Neukundengeschäft, da die Allianz dadurch wieder höhere Verzinsungen anbieten kann. Zudem gewinnen klassische Vorsorgeprodukte durch die höhere Gesamtverzinsung wieder an Attraktivität gegenüber alternativen Sparformen.

Das Asset Management profitiert von einer Renaissance der Anleihenmärkte. Nach Jahren der Mittelabflüsse aus Rentenfonds suchen Investoren nun wieder verstärkt nach festverzinslichen Strategien, um von den attraktiven Renditen am Anleihenmarkt zu partizipieren.

Ende der Nullzinsphase verändert die Spielregeln

All diese Faktoren haben in den letzten Jahren zu einem stark steigenden Gewinn gesorgt.
Im Geschäftsjahr 2025 dürfte das Ergebnis um 12 % auf 28,30 Euro je Aktie steigen. Diese positive Entwicklung ist kein einmaliger Effekt, sondern knüpft nahtlos an die starken Vorjahre an.

Im faktisch bereits laufenden Geschäftsjahr soll das Ergebnis um weitere 7 % auf 30,35 Euro je Aktie steigen.
Die Prognosen sind eher zurückhaltend und es wäre durchaus möglich, dass der Gewinn etwas stärker steigt.

Werden die Erwartungen erfüllt, würde das KGV der Allianz in diesem Jahr auf 12,8 sinken, was angebracht erscheint. Größere Rücksetzer dürften sich als Gelegenheit herausstellen.

Der Tenor ist also derselbe wie in der letzten Analyse, als der Kurs noch bei 339 Euro lag:
Dividende satt: Aber wie steht’s um das Kurspotenzial der Allianz?

Hinzu kommt eine stattliche und gut finanzierte Dividende in Höhe von 4,67 %. Die nächste Hauptversammlung findet voraussichtlich am 7. Mai statt, die Zahlung erfolgt wenige Tage danach, voraussichtlich am 12. Mai. Ex-Dividenden-Tag dürfte der 8. Mai sein.

Allianz Aktie: Chart vom 08.01.2026, Kurs: 387 EUR - Kürzel: ALV | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Allianz Aktie: Chart vom 08.01.2026, Kurs: 387 EUR – Kürzel: ALV | Quelle: TWS

Möglicherweise kommt die Aktie zuvor nochmal zurück, allerdings reihen sich die Unterstützungen auf der Unterseite regelrecht auf.
Die nächsten relevanten Supports liegen bei 381, 371, 356 und 346 Euro. Der langfristige Aufwärtstrend verläuft aktuell nahe der Unterstützung bei 334 Euro.

Bricht die Aktie hingegen auf ein neues Allzeithoch aus, ergeben sich daraus extrapolierte Kursziele bei 400 und 411 Euro.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

05.12.2025

Allianz: Ist es dieser alte Widerstand, der die Aktie bremst? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.12.2025 um 23:17 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Es ist nicht nur die Aktie der Deutschen Telekom, die noch nicht über die Hochs des Jahres 2000 hinausgekommen ist. Auch die Allianz-Aktie notiert noch unter dem Hoch, das erreicht wurde, als die „Dot.Com“-Blase platzte. Aber ist diese uralte Chartmarke denn noch relevant?

Allianz Aktie: Monatschart vom 04.12.2025, Kurs 366,80 Euro, Kürzel: ALV | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Allianz Aktie: Monatschart vom 04.12.2025, Kurs 366,80 Euro, Kürzel: ALV | Quelle: TWS

Bei 402,68 Euro lag dieses Hoch, das die Aktie des Finanz- und Versicherungskonzerns im Jahr 2000 erzielt hatte. Umgerechnet natürlich, denn damals gab es noch die D-Mark. Könnte dieses Uralt-Hoch mit ein Grund sein, warum der Kurs im Bereich zwischen 373 und 380 Euro seit Monaten auf Abgabedruck trifft?

Unmöglich ist das, zumindest in einem Fall wie diesem, nicht. Denn damals, vor über 25 Jahren, haben sehr viele Menschen im blinden Vertrauen auf eine ewige Hausse Aktien gekauft. Und man weiß z. B. von der oben erwähnten Telekom-Aktie, dass viele dieser Anleger diese Aktien noch haben. Vor allem, weil es für wenig erfahrene Anleger nicht so einfach ist, sich einen Fehler einzugestehen und Verluste zu realisieren. Man tut es nicht, verlegt sich aufs Hoffen und tut so, wenn das Kind erst einmal richtig im Brunnen liegt, als wäre das ohnehin eine auf Dividendenerträge abzielende Anlage mit jahrzehntelangem Zeithorizont gewesen.

Doch wenn man dann irgendwann doch die Chance sieht, sein damals eingesetztes Geld wiederzusehen, nachdem die Dividenden wenigstens den Wertverlust des Geldes an sich ausgeglichen haben, wird das auch von nicht wenigen genutzt. Theoretisch könnte dieses Uralt-Hoch also tatsächlich bremsend wirken, aber:

Expertenmeinung: Das Volumen an Aktien, das da aus den Tiefen der Anlegerdepots auftauchen könnte, ist bei weitem nicht so groß, als dass solche Verkäufe imstande wären, einen aufwärtsstrebenden Kurs länger als ein paar Tage aufzuhalten. Solche Verkaufsorders hätten Käufer, die aktuelle und tragfähige Argumente für ihren Einstieg haben, schnell abgearbeitet. Und auch bärische Trader würden dieses Hoch aus dem Jahr 2000, so markant es im langfristigen Chart auch im Raum stehen mag, eher nicht als Basis für Short-Attacken nutzen, weil das, was die Allianz-Aktie damals in die Baisse drückte, heute nur noch Teil der Börsengeschichte ist.

Wenn es um die Frage geht, ob der Kurs endlich aus diesem im Tageschart so auffälligen ansteigenden Dreieck mit der im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie als unterem Dreiecks-Schenkel ausbricht oder nicht, wäre vielmehr ein Blick auf das aktuelle Umfeld, die Bewertung und die Analysten-Meinungen zielführend.

Allianz Aktie: Tageschart vom 04.12.2025, Kurs 366,80 Euro, Kürzel: ALV | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Allianz Aktie: Tageschart vom 04.12.2025, Kurs 366,80 Euro, Kürzel: ALV | Quelle: TWS

Das Umfeld ist zwar in Bezug auf die Perspektiven im Neukundengeschäft und die Kapitalrenditen nicht perfekt, aber auch nicht negativ. Nur sind die Erwartungen für das Gewinnwachstum nicht allzu hoch, für 2026 und 2027 erwarten die Analysten da prozentuale Zugewinne unter zehn Prozent. Aber die Allianz-Aktie ist mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis knapp unter 13 für die 2025er-Gewinnschätzung normal bewertet und bietet eine überdurchschnittliche Dividendenrendite. Das ist alles grundsätzlich positiv, bietet aber im Gesamtbild vor allem eine Rechtfertigung für das jetzt erreichte Kurslevel und nicht allzu viel Motivation für große Sprünge. Dementsprechend liegt das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit aktuell 372 Euro auch in etwa auf dem jetzt erreichten Kursniveau.

Das ist es, was die Allianz-Aktie derzeit bremst und sie im Fall eines Ausbruchs über diese Widerstandszone 373/380 Euro womöglich so in ihrem Spielraum nach oben beschränkt, dass sie tatsächlich dann nicht über die runde 400 Euro-Marke hinauskäme. Die über ein Vierteljahrhundert zurückliegende, böse Überraschung für damals leichtsinnige Anleger aber würde dabei eher keine entscheidende Rolle spielen.

Nichtsdestotrotz führen solche Spurensuchen dennoch zu einem Ergebnis: Im Fall eines Ausbruchs nach oben neu einzusteigen, könnte riskant sein, weil die Luft … zumindest auf Basis der aktuellen Bewertungen und des aktuellen Umfelds … dünn sein könnte. Andererseits: Wer schon dabei ist, hätte momentan keinen Grund, sich zu verabschieden. Wichtig wäre nur, den Stoppkurs sukzessiv nachzuziehen und sich da an der 200-Tage-Linie als der aktuell entscheidenden Leitlinie des bislang völlig intakten Aufwärtstrends zu orientieren.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

03.11.2025

Allianz: Rücksetzer möglich — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.11.2025 um 7:56 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des deutschen Versicherungskonzerns Allianz bewegt sich seit Monaten in einer Seitwärtsphase. Weder Käufer noch Verkäufer konnten zuletzt nachhaltige Impulse setzen. Die Ausbruchsversuche der Bullen im August und Oktober verliefen ohne Erfolg, was auf eine nachlassende Kaufbereitschaft hindeutet.

Mitte Oktober fiel die Aktie unter die 20- und 50-Tage-Linie – ein technisches Warnsignal. Der anschließende Versuch, diese gleitenden Durchschnitte zurückzuerobern, scheiterte. Zum Ende der letzten Woche nahm der Verkaufsdruck erneut zu. Der Kurs nähert sich nun der nächsten Unterstützungszone zwischen 335 und 340 EUR. Sollte dieser Bereich nicht halten, könnte sich der Abwärtstrend fortsetzen.

Expertenmeinung: Fundamentale Faktoren wie eine stabile Dividendenrendite und ein robustes operatives Geschäft sprechen für die Allianz. Dennoch belasten makroökonomische Unsicherheiten, steigende Schadensquoten im Versicherungsgeschäft sowie die volatile Zinsentwicklung den gesamten Sektor.

Der kurzfristige Trend ist derzeit angeschlagen. Eine nachhaltige Rückeroberung der 50-Tage-Linie wäre erforderlich, um das charttechnische Bild aufzuhellen.

Aussicht: BÄRISCH

Allianz Aktie: Chart vom 31.10.2025, Kurs: 352.20 EUR, Kürzel: ALV | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Allianz Aktie: Chart vom 31.10.2025, Kurs: 352.20 EUR, Kürzel: ALV | Quelle: TWS

Quelle:
Allianz Global Insurance Report 2025; https://www.allianz-trade.com/en_global/news-insights/economic-insights/allianz-global-insurance-report-2025-rising-demand-protection.html?utm_source=chatgpt.com

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

18.09.2025

Allianz: Steigt jetzt der Verkaufsdruck? — Achim Mautz

25.08.2025

Allianz: Hat die Aktie noch mehr Potenzial? — Achim Mautz

05.08.2025

Allianz: Konsolidierung oder neuer Aufwärtstrend? — Achim Mautz

23.06.2025

Dividende satt: Aber wie steht’s um das Kurspotenzial der Allianz? — Tobias Krieg