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Die Allianz Aktie notiert derzeit auf einem historischen Höchststand, was bei vielen Anlegern Fragen zur aktuellen Bewertung aufwirft.
Breite Aufstellung als Basis für nachhaltigen Erfolg
Die Allianz SE ist ein weltweit tätiger Versicherungskonzern mit Sitz in München und wurde 1890 gegründet.
Das Unternehmen bietet Versicherungen, Vorsorge- und Vermögensverwaltungsprodukte für Privat- und Firmenkunden an.
Die Allianz gehört zu den größten Versicherern der Welt und ist in über 70 Ländern aktiv.
Das Segment der Schaden- und Unfallversicherung stellt dabei das Fundament dar und sichert durch eine weltweite Präsenz sowie eine starke Marke stabile Prämieneinnahmen. Parallel dazu adressiert der Bereich Lebens- und Krankenversicherung den global wachsenden Bedarf an privater Altersvorsorge und langfristiger Absicherung.
Eine wesentliche strategische Stärke des Konzerns liegt in der Integration des Asset Managements, das durch die Tochtergesellschaften PIMCO und Allianz Global Investors eine weltweit führende Marktposition einnimmt.
Dieser Geschäftsbereich verwaltet nicht nur die eigenen Deckungsstöcke der Versicherungsgruppe, sondern generiert signifikante Gebühreneinnahmen durch die Verwaltung von Drittkapital für institutionelle und private Anleger.
Drei starke Säulen, die sich gegenseitig stützen
Durch die enge Verzahnung von Versicherungsgeschäft und hochprofessioneller Kapitalanlage erzielt die Allianz erhebliche Skaleneffekte und eine hohe Kapitaleffizienz. Die globale Aufstellung ermöglicht zudem einen effektiven Risikoausgleich zwischen verschiedenen geografischen Märkten und Produktkategorien.
Insgesamt resultiert daraus ein krisenresistentes Modell, das auch in volatilen Marktphasen verlässliche Cashflows generiert und die Basis für die attraktive Dividendenpolitik bildet.
Das zeigt sich vor allem seit dem Ende der Nullzinsphase, die wie ein struktureller Rückenwind wirkt und alle drei Geschäftsbereiche positiv beeinflusst.
Ein wesentlicher Hebel ist das gestiegene Neuanlagevolumen im Versicherungsportfolio. Da der Konzern kontinuierlich Milliardenbeträge aus auslaufenden Anleihen und neuen Prämien reinvestiert, fließen diese Gelder nun in festverzinsliche Wertpapiere mit deutlich höheren Kupons. Dies führt zu einem nachhaltigen Anstieg der laufenden Kapitalerträge, was die operative Marge im Schaden- und Unfallgeschäft stärkt.
Struktureller Rückenwind
Im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung entlastet das höhere Zinsniveau die Bilanz erheblich. Die Bewertung der langfristigen Verpflichtungen gegenüber den Kunden sinkt bei steigenden Marktzinsen stärker als der Wert der entsprechenden Aktivposten.
Gleichzeitig befeuern die höheren Zinsen das Neukundengeschäft, da die Allianz dadurch wieder höhere Verzinsungen anbieten kann. Zudem gewinnen klassische Vorsorgeprodukte durch die höhere Gesamtverzinsung wieder an Attraktivität gegenüber alternativen Sparformen.
Das Asset Management profitiert von einer Renaissance der Anleihenmärkte. Nach Jahren der Mittelabflüsse aus Rentenfonds suchen Investoren nun wieder verstärkt nach festverzinslichen Strategien, um von den attraktiven Renditen am Anleihenmarkt zu partizipieren.
Ende der Nullzinsphase verändert die Spielregeln
All diese Faktoren haben in den letzten Jahren zu einem stark steigenden Gewinn gesorgt.
Im Geschäftsjahr 2025 dürfte das Ergebnis um 12 % auf 28,30 Euro je Aktie steigen. Diese positive Entwicklung ist kein einmaliger Effekt, sondern knüpft nahtlos an die starken Vorjahre an.
Im faktisch bereits laufenden Geschäftsjahr soll das Ergebnis um weitere 7 % auf 30,35 Euro je Aktie steigen.
Die Prognosen sind eher zurückhaltend und es wäre durchaus möglich, dass der Gewinn etwas stärker steigt.
Werden die Erwartungen erfüllt, würde das KGV der Allianz in diesem Jahr auf 12,8 sinken, was angebracht erscheint. Größere Rücksetzer dürften sich als Gelegenheit herausstellen.
Der Tenor ist also derselbe wie in der letzten Analyse, als der Kurs noch bei 339 Euro lag:
Dividende satt: Aber wie steht’s um das Kurspotenzial der Allianz?
Hinzu kommt eine stattliche und gut finanzierte Dividende in Höhe von 4,67 %. Die nächste Hauptversammlung findet voraussichtlich am 7. Mai statt, die Zahlung erfolgt wenige Tage danach, voraussichtlich am 12. Mai. Ex-Dividenden-Tag dürfte der 8. Mai sein.

Möglicherweise kommt die Aktie zuvor nochmal zurück, allerdings reihen sich die Unterstützungen auf der Unterseite regelrecht auf.
Die nächsten relevanten Supports liegen bei 281, 271, 256 und 246 Euro. Der langfristige Aufwärtstrend verläuft aktuell nahe der Unterstützung bei 334 Euro.
Bricht die Aktie hingegen auf ein neues Allzeithoch aus, ergeben sich daraus extrapolierte Kursziele bei 400 und 411 Euro.
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