Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den vergangenen Monaten geriet das Papier deutlich unter Druck. Über weite Strecken bestimmten die Verkäufer das Geschehen, ehe es Ende Juni zu einer ausgeprägten Abwärtsbewegung kam. Zeitweise fielen die Kurse stark, bevor das Handelsvolumen anzog und die Nachfrage allmählich zurückkehrte.
Inzwischen haben sich sowohl ein höheres Tief als auch ein höheres Hoch im Chart ausgebildet. Damit befindet sich die Deutsche Telekom-Aktie aktuell in einer neutralen Trendphase mit positiven Tendenzen. Nun rückt die 200-Tage-Linie als nächster wichtiger Prüfstein in den Blick.
Expertenmeinung: Die jüngste Erholung hat das Chartbild verbessert. Ein nachhaltiger Ausbruch über die 200-Tage-Linie könnte der Aufwärtsbewegung neues Momentum verleihen und die Wahrscheinlichkeit eines mittelfristigen Aufwärtstrends erhöhen.
Scheitert die Aktie hingegen an diesem Widerstand, könnte es zunächst zu einer erneuten Konsolidierung kommen. Ein ähnliches Szenario war bereits im Mai zu beobachten. Aus Sicht der Bullen wäre es daher wichtig, die aktuelle Aufwärtsbewegung zu stabilisieren.
Aussicht: Bullisch
Deutsche Telekom, Aktie: Chart vom 28.07.2026, Kurs: 27.71 EUR, Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.07.2026 um 7:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
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Deutsche Telekom: Eltern haften für ihre Kinder
— Ronald Gehrt
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.07.2026 um 20:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Das gestrige Minus von vier Prozent bei der Deutschen Telekom-Aktie ist charttechnisch aus bullischer Sicht höchst unerfreulich, weil der Kurs dadurch unter mittelfristig entscheidenden Widerständen nach unten drehte. Der Witz dabei ist: An den Abgaben ist die „Tochter“ schuld!
Nicht die Deutsche Telekom selbst legte am Donnerstag Bilanzdaten vor, sondern die US-Mobilfunktochter T-Mobile US. Und die waren zwar gut, aber der Umsatz des zweiten Quartals landete unter den Erwartungen. Dass die Umsätze im Frühjahrsquartal dennoch solide 7,9 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums lagen und T-Mobile US operativ 11,78 Prozent mehr Gewinn erzielte, vermochte die Akteure nicht zu besänftigen. Die T-Mobile-Aktie gab am US-Markt kräftig nach, die T-Aktie wurde mitgerissen. Warum?
Das Argument ist, dass die Telekom als Mehrheitsaktionär bei T-Mobile US direkt von dem Erfolg der US-Tochter profitiert und schlechte Ergebnisse somit ebenso auf die „Mutter“ ausstrahlen. Was schwer wiegen kann, denn die US-Tochter weist stärkere Wachstumsraten aus als die Deutsche Telekom und ist damit eine Art „Zugpferd“. Im Grundsatz ist diese Sichtweise durchaus richtig, nur:
Expertenmeinung: Die T-Mobile-Daten waren ja alles andere als schwach. Der Gewinn pro Aktie übertraf die Analystenschätzung, zugleich bestätigte das Unternehmen die Prognose für die Neukunden im laufenden Jahr … und die liegt mit um die eine Million erfreulich hoch. Angesichts der verfehlten Umsatzprognose die T-Mobile-Aktie kräftig zu verkaufen, wirkt angesichts der bei dieser Aktie schon seit Anfang 2025 laufenden Abwärtsbewegung daher überzogen, bei der T-Aktie erst recht. Aber die Trader handelten eben nach der Regel „Eltern haften für ihre Kinder“ und verkauften auch hier.
Solche Reaktionen können auch mal ganz schnell egalisiert werden, wenn genug am Donnerstag an der Seitenlinie gebliebene Marktteilnehmer in solchen Abschlägen eine Chance sehen. Aber hier hat dieses Minus einen charttechnischen Flurschaden angerichtet, der ein beherztes Zugreifen erschweren dürfte.
Sie sehen im Chart, dass die T-Aktie dadurch genau an der Widerstandslinie nach unten abdrehte, die sie hätte bezwingen müssen, um einen ersten Schritt in Richtung einer Aufwärtswende zu tun: an der mit Beginn des Iran-Krieges etablierten Abwärtstrendlinie.
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 23.07.2026, Kurs 26,13 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Zwar hätte die Aktie für ein mittelfristig relevantes Kaufsignal auch noch die 200-Tage-Linie und zwei horizontale Widerstandslinien überwinden und dafür über 29,56 Euro schließen müssen. Aber ein Bezwingen dieser Abwärtstrendlinie wäre der erste Schritt dorthin gewesen. Das ging schief … und so steht für das bullische Lager wieder einmal Defensive statt Offensive auf dem Plan.
Durch den Rücksetzer des Donnerstags ist der Kurs nahe an die in den Herbst 2025 zurückreichende Unterstützungslinie bei 26,00 Euro und die knapp darunter bei aktuell 25,93 Euro verlaufende 20-Tage-Linie gerutscht. Würde diese Zone fallen, wäre aus rein charttechnischer Sicht das bisherige Jahresverlaufstief bei 23,53 Euro das nächste Kursziel.
Dass die Telekom-Aktie günstig bewertet ist, eine gute Dividendenrendite bietet und die Analysten für das laufende Jahr mit einem steigenden Gewinn pro Aktie rechnen, all das würde für die T-Aktie sprechen … eigentlich. Aber dieser Chart macht sehr deutlich, dass der Trend sehr oft schwerer wiegt als die Fakten. Daher: Bevor die Aktie nicht wenigstens die Hürde bezwingt, an der sie gestern scheiterte, ist an einen Long-Trade hier noch nicht zu denken.
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
30.06.2026 08:17 Uhr
Deutsche Telekom: Könnte das im 2. Halbjahr ein Gewinner werden?
— Ronald Gehrt
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.06.2026 um 23:10 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Ein neues Jahrestief auf Basis von Gerüchten und vagen Vermutungen, eine verblüffend niedrige Bewertung und durchweg bullische Analysten: Bei der Aktie der Deutschen Telekom fragt man sich, wie lange der Kurs noch fallen soll. Könnte der Spuk bald enden?
Die T-Aktie war stark ins Jahr gestartet. Doch Ende Februar drehte der Trend: Das Jahres-Plus ging bis Ende April verloren. Es folgte eine Gegenbewegung, die indes auffallend präzise an der 200-Tage-Linie gestoppt wurde. Dann kam der zweite Abwärtsimpuls, der jetzt dazu führte, dass die markante Supportlinie bei 26 Euro mit Schwung durchbrochen wurde.
Deutsche Telekom Aktie: Tageschart vom 29.06.2026, Kurs 24,82 Euro, Kürzel: DTE
Das Chartbild ist damit perfekt bärisch. Allerdings zeigt ein Blick auf das längerfristige Bild auf Wochenbasis, dass eine weitere Unterstützung nahe wäre. Eine, die noch deutlich massiver wäre als die gerade gebrochene 26-Euro-Linie. Es geht um die im Frühjahr 2020 etablierte Aufwärtstrendlinie sowie um die Hochs aus dem Frühjahr 2023 und von Anfang 2024 im Bereich 23,13 bis 23,40 Euro. Angesichts des bereits langen Abstiegs könnte diese Zone grundsätzlich halten … es sei denn, das bärische Lager hätte Fakten im Rücken, mit denen man die Käufer auf Distanz halten könnte. Gibt es die?
Deutsche Telekom Aktie: Wochenchart vom 29.06.2026, Kurs 24,82 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Nein, im Gegenteil, die positiven Fakten stehen aufseiten der derzeit auf dem Rückzug befindlichen Bullen. Die Deutsche Telekom wächst weiter, die Bewertung ist mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von derzeit um die 12 untypisch niedrig. Und die Analysten bewerten die Aktie derzeit durch die Bank mit „Kaufen“. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit knapp 38 Euro dramatisch über dem derzeitigen Kurs … und der wiederum notiert weit unter dem niedrigsten aller Analysten-Kursziele von 33 Euro. Wie kann es sein, dass diese Aktie dann einfach trotzdem immer weiter abrutscht?
Expertenmeinung: Weil die Bären einen Trumpf in Händen halten, der Fakten oft problemlos aussticht: Gerüchte. Es geht dabei um eine Fusion des Konzerns mit seiner US-Mobilfunktochter T-Mobile US. Man raunt, dass die Telekom mit der Tochter zusammengehen will, um eine stärkere Marktposition zu erlangen, weil man davon ausgeht, dass Elon Musks SpaceX ins Mobilfunkgeschäft einsteigen will. Um da nicht untergepflügt zu werden, gehe man in der Telekom-Zentrale davon aus, dass man dem mit einem „gemeinsam sind wir stark“ begegnen könne und/oder müsse. Und das ist schlecht?
Es wird offenbar bezweifelt, dass dabei nennenswerte Synergieeffekte entstehen, so dass die Sache mehr kosten als einbringen könnte, zumindest, was die Unternehmensgewinne angeht. Und die US-Investoren – das ist ein gutes Argument – würden über einen Zusammenschluss, der dadurch deutlich weniger Wachstumsdynamik hätte als die in den USA notierte T-Mobile US, nicht begeistert sein.
Aber offiziell ist da bislang noch nichts. Außerdem wäre die T-Aktie jetzt schon so niedrig bewertet, dass sie auch mit Fusionskosten und einem gewissen Bremseffekt noch nicht zu teuer wäre. Das müssten die Anleger doch eigentlich auch so sehen … oder?
Vielleicht tun viele das auch. Aber das Chartbild dominiert meist die Wahrnehmung. Das tagelange Tändeln über dieser Unterstützung bei 26 Euro, das Ausbleiben einer Gegenbewegung und jetzt den Durchbruch nach unten: Sich so etwas entgegenzustellen, wäre charttechnisch nicht unterfüttert. Aber es sollte sich lohnen, diese nächste Supportzone im Bereich 23,13 bis 23,40 Euro im Auge zu behalten. Ewig wird eine Aktie mit diesen grundsätzlich positiven Rahmendaten nicht nach unten durchgereicht. Und sobald sich abzeichnet, dass ein Boden entstanden ist und in eine charttechnisch als bullisches Signal taugende Aufwärtswende mündet, hätte man hier eine Aktie, die durchaus zu den Gewinnern des 2. Halbjahres zählen könnte. Nur dem im Vertrauen darauf vorzugreifen, dass Fakten schon in Kürze doch schwerer wiegen als Gerüchte, das sollte man besser nicht erwägen.
Quellenangaben: Handelsblatt-Bericht zum Thema T-Mobile US-Fusion, 29.06.2026: https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/fusion-telekom-forciert-plaene-fuer-mega-holding-elon-musk-als-treiber/100236142.html
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
04.06.2026 08:22 Uhr
Deutsche Telekom: Jetzt ist die Entscheidungszone definiert
— Ronald Gehrt
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.06.2026 um 21:59 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Die Telekom-Aktie legte zwischen Ende Januar und Ende Februar eine Rallye aufs Parkett, aktuell ist davon aber nichts mehr übrig. Ein Versuch, sich wieder nach oben zu orientieren, wurde unlängst abgewiesen. Jetzt weist das Chartbild einen markanten Kreuzwiderstand auf. Zudem liegt eine klar definierte Entscheidungszone im Chart vor. Worum es dabei geht, sehen Sie im Chart:
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 03.06.2026, Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Ende Mai wurde die T-Aktie beim Versuch, wieder über ihre im Chart dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie zu gelangen, nach tagelangem Ringen nach unten abgewiesen. Dieses Zwischenhoch, die 200-Tage-Linie selbst und die im Februar etablierte Abwärtstrendlinie bilden zwischen 29,30 und 29,60 Euro einen markanten Kreuzwiderstand. Würde es gelingen, diese Zone zu überwinden, wäre der Weg nach oben aus rein charttechnischer Sicht bis zum nächsten Widerstandsbereich bei 31,52/32,06 Euro frei. Die Frage ist nur: Warum sollten es die Käufer gleich noch einmal versuchen, nachdem ihre Bemühungen gerade erst vor Kurzem an der 200-Tage-Linie scheiterten?
Expertenmeinung: Das könnte aus der gleichen Motivation passieren, aus der heraus der Kurs Mitte Mai seinen jüngsten Aufwärtsschub sah: Die Telekom-Aktie ist derzeit ungewöhnlich günstig bewertet, weist zugleich eine weit über dem DAX-Durchschnitt liegende Dividendenrendite auf und bewegt sich in einem robusten, nicht allzu konjunktursensiblen Geschäftsfeld … zumindest, wenn man das mit Branchen wie Autobauern oder Halbleiterunternehmen vergleichen wollte, kurz: Eigentlich könnte die Aktie der Deutschen Telekom auch ein gutes Stück höher notieren.
Was auch die Analysten so sehen. Sämtliche Experten, die die Aktie beobachten, stufen sie als kaufenswert ein. Das durchschnittliche Kursziel bewegt sich mit aktuell 38 Euro verblüffend weit über dem derzeitigen Kurs … und der liegt sogar weit unter dem niedrigsten aller Kursziele von 33 Euro. Warum also zieht die Aktie nicht längst davon?
Das ist eine Frage, die man sich beispielsweise bei RWE auch stellte – und das über Jahre hinweg. Auch dieser Energieversorger brachte alle vorgenannten Attribute mit, allein die Käufer wollten den Experten nicht folgen. Und das kann auch hier so laufen, sprich: Das „Erwachen“ der Aktie könnte zwar jederzeit erfolgen, muss es aber nicht. Solange die Spekulation hier als wichtiges Element einen intakten Abwärtstrend vorfindet und in Sachen Hausse die Halbleiter zumindest bis jetzt alle Augen auf sich ziehen, kann der Dornröschenschlaf der T-Aktie weitergehen, aber: Wichtig ist, dass wir hier jetzt eine „Zone X“, eine charttechnische Entscheidungszone, haben, die man im Auge behalten kann und sollte.
Einem Ausbruch über diesen Bereich 29,30/29,60 Euro vorzugreifen, wäre äußerst riskant, aber zu „verschlafen“, wenn diese Zone bezwungen wird, könnte im Gegenzug noch riskanter sein.
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
18.05.2026 08:12 Uhr
Deutsche Telekom: Könnte diese Aktie jetzt drehen?
— Ronald Gehrt
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.05.2026 um 22:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Während Aktien aus dem Halbleitersektor momentan wie wild durch die Decke getrieben werden, dümpelt die Aktie der Deutschen Telekom gedrückt vor sich hin. Aber wenn man sich die Bewertung ansieht und das, was die Analysten sagen, könnte sich das jederzeit ändern.
Was fehlt, ist der Startschuss. Einer, der laut genug ist, um diejenigen, die derzeit nur dorthin sehen, wo die Trenddynamik hoch ist, auf einen Titel wie die T-Aktie aufmerksam zu machen. Denn oft ist das bei dahinsiechenden Aktien nicht nur ein Problem von vielen, sondern das Problem schlechthin: Wenn es nicht läuft, schaut keiner hin. Und wenn keiner hinschaut, läuft es eben auch nicht.
Nun ist es schon richtig, dass die Telekom nicht mit der Umsatz- und Gewinndynamik der aktuell stark laufenden Branchen mithalten kann. Wobei man einschränkend betonen sollte: mit der erwarteten Gewinndynamik. Denn ob Rüstung, Halbleiter oder Rechenzentren-Thematik: Bei nicht gerade wenigen Unternehmen, die man seit Wochen ungebremst kauft, ist dieses rasante Wachstum nur eine Erwartung. Die Telekom wächst langsam. Aber das wenigstens wirklich, im Hier und Jetzt.
Expertenmeinung: Die vergangene Woche vorgelegten Ergebnisse des ersten Quartals waren zwar keine Überraschung, aber grundsolide. Man hält an der Prognose fest, im Jahr 2026 pro Aktie einen Gewinn von 2,20 Euro zu erreichen. Was hieße: Auf dem derzeitigen Kursniveau, nachdem die Rallye des Februars komplett abverkauft wurde, käme man hier auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12,6. Im Vergleich zu früheren Jahren liegt das am unteren Ende der Spanne. In normalen Jahren ohne verzerrende Effekte bewegte sich diese Bewertung im Bereich zwischen knapp 12 und knapp 20.
Und ein KGV bis zu 20 wäre in der momentanen Situation durchaus nicht ungebührlich teuer. Immerhin will die Telekom in diesem Jahr zehn Prozent mehr verdienen als im Vorjahr. Für das folgende Jahr trauen die Analysten das dem Konzern ebenfalls zu. Ein KGV von 20 wäre da „okay“. Und apropos Analysten:
Die sehen die Aktie eindeutig anders als diejenigen, die sie von ihrem Jahreshoch heruntergeholt und mit Blick auf den Kurs von Ende 2025 wieder zurück auf „Los“ befördert haben. Denn von den 17 die Aktie regelmäßig einstufenden Experten sehen die Aktie alle 17 derzeit als kaufenswert an. Selbst das niedrigste Kursziel liegt mit 33 Euro weit über dem aktuellen Kurs, der Schnitt findet sich momentan bei knapp 38 Euro. Alleine, es fehlt ein Startschuss.
Aber wenn man sich ansieht, dass auch die gerade so „hippen“ Chipaktien zuvor monatelang seitwärts liefen, sollte man da wachsam bleiben. Wenn die ersten erst einmal zugreifen, könnte es schnell gehen. Vor allem, wenn dann noch „Fluchtgeld“ unterwegs wäre. Also Kapital, das aus den momentan in Mode befindlichen Halbleiter-Aktien abgezogen wird, weil deren Hausse in sich zusammenfällt (was noch nicht der Fall ist, aber eine realistische Möglichkeit bleibt) und neue, weniger riskante Möglichkeiten sucht.
Noch ist das nicht zu erkennen. Und diese leichte Aufwärtstendenz der T-Aktie könnte allemal auch als bärische Flagge enden, sprich der kleine Trendkanal nach unten verlassen werden. Derzeit wäre die 200-Tage-Linie aus meiner Sicht eine taugliche Messlatte. Gelänge es, über diese im Chart dick schwarz hervorgehobene, wichtige Hürde (derzeit bei 29,43 Euro) zu kommen, wäre das ein starker Hinweis darauf, dass es jetzt die Telekom-Aktie sein könnte, die dran ist, durchzustarten.
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 15.05.2026, Kurs 27,68 Euro, Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
21.04.2026 08:17 Uhr
Deutsche Telekom: Chartbild angeschlagen
— Achim Mautz
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.04.2026 um 7:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ein kurzer Hoffnungsschimmer im Februar konnte den übergeordneten Abwärtstrend nicht nachhaltig drehen. Seither hat sich die Lage wieder eingetrübt.
Die Deutsche Telekom-Aktie zeigt weiterhin eine Struktur aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs, was den mittelfristig schwachen Verlauf unterstreicht. Mit dem Bruch der 50-Tage-Linie kam zusätzlicher Verkaufsdruck auf, wodurch die Abwärtsbewegung an Dynamik gewann. Erholungsversuche bleiben bislang verhalten und werden immer wieder abverkauft, was auf eine derzeit begrenzte Nachfrage hindeutet. Insgesamt präsentiert sich das Chartbild angeschlagen und weiter unter dem Einfluss der Verkäuferseite.
Expertenmeinung: Der Trend zeigt derzeit nach unten und die Aktie wirkt weiterhin anfällig für weitere Rückschläge. Entscheidend wird sein, ob es den Bullen gelingt, zumindest eine Stabilisierung einzuleiten und erste höhere Tiefs auszubilden. Ohne eine solche Entwicklung bleibt der Druck erhöht und die zuletzt markierten Tiefs um 26 EUR könnten erneut in den Fokus rücken.
Erst eine klare Veränderung der Trendstruktur würde das Bild wieder etwas aufhellen. Vorerst bleibt die bärische Einschätzung von Januar dieses Jahres bestehen.
Aussicht: Bärisch
Deutsche Telekom Aktie: Chart vom 20.04.2026, Kurs: 29.68 EUR Kürzel: DTE | Quelle: TWS
Über den Autor
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
15.04.2026 08:32 Uhr
Deutsche Telekom: Was läuft denn hier gerade schief?
— Ronald Gehrt
02.03.2026 08:23 Uhr
Deutsche Telekom: Die Käufer waren schnell wieder da
— Ronald Gehrt
18.02.2026 08:25 Uhr
Deutsche Telekom: Könnte da wirklich noch Luft nach oben sein?
— Ronald Gehrt
03.02.2026 08:32 Uhr
Deutsche Telekom: Die Aufwärtswende nimmt Form an
— Ronald Gehrt
26.01.2026 08:23 Uhr
Deutsche Telekom: Trendwende bislang nicht gelungen
— Achim Mautz
09.01.2026 08:24 Uhr
Deutsche Telekom: Geht da wieder was?
— Ronald Gehrt
19.12.2025 08:36 Uhr
Deutsche Telekom: In drei Schritten zum bullischen Signal?
— Ronald Gehrt
24.11.2025 08:33 Uhr
Deutsche Telekom: Vorsicht ist angebracht
— Achim Mautz
03.11.2025 08:22 Uhr
Deutsche Telekom: Was die Bären erstmal in den Fängen haben …
— Ronald Gehrt
15.09.2025 08:10 Uhr
Deutsche Telekom: Wo klemmt’s hier?
— Ronald Gehrt