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adidas Aktie Prognose Adidas: Endlich wieder in der Erfolgsspur?

News: Aktuelle Analyse der adidas Aktie

In diesem Artikel
adidas
ISIN: DE000A1EWWW0
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Ticker: ADS --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur adidas Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Die Sportartikelbranche steckt in der Krise, doch nicht alle Unternehmen leiden gleichermaßen. Ist Adidas längst wieder in der Erfolgsspur?

Branchengrößen in der Krise

Adidas, Nike und Puma galten als unangefochtene Marktführer. An der Börse waren die drei Aktien echte Dauerläufer, doch inzwischen stecken die Unternehmen in einer Art Dauerkrise. Oder wird dabei etwas übersehen?

Die Kurse sind meilenweit von den Hochs entfernt und das im Allgemeinen auch mit gutem Grund. Der Gewinn von Nike ist um mehr als die Hälfte eingebrochen und dürfte in diesem Jahr abermals sinken.
Bei Puma sind die Zeiten, in denen die Korken knallten, ebenfalls längst vorbei. Derzeit steckt das Unternehmen sogar in den roten Zahlen.

Dahinter stecken mehrere strukturelle Probleme der gesamten Sportartikelbranche. Ein zentrales Problem ist die Marktsättigung in den Kernmärkten.
In Nordamerika und Europa besitzen die meisten Konsumenten bereits mehr Sneaker und Sportkleidung, als sie benötigen, sodass das Wachstum zunehmend davon abhängt, dass Menschen häufiger neue Produkte kaufen oder sich für höherpreisige Modelle entscheiden.
Das funktioniert nicht dauerhaft, besonders wenn wirtschaftliche Unsicherheit herrscht.

Wettbewerb & Strukturwandel

Hinzu kommt ein fundamentaler Wandel im Wettbewerb. Früher dominierten wenige globale Marken, heute greifen spezialisierte Herausforderer gezielt profitable Nischen an. Marken wie Lululemon im Yogabereich oder On Running im Performance-Laufsport wachsen schnell, weil sie sich klar positionieren und eine starke Community aufbauen konnten.
Anta Sports dominiert in aufstrebenden Märkten wie China und Marken wie Skechers, New Balance und Asics konnten ihre Marktanteile in den zurückliegenden Jahren ebenfalls ausbauen.

In diesem trüben Fahrwasser ist der Kurs von Adidas in den letzten Monaten von etwa 260 auf 130 Euro eingebrochen und hat sich halbiert.

Womöglich wurde dabei übersehen, dass es bei Adidas inzwischen wieder wesentlich besser läuft und dass das Unternehmen im Gegensatz zu Puma und Nike die Krise überwunden hat.

Wie passt das zur Kursentwicklung?

Dafür sprechen die Geschäftszahlen bereits seit langer Zeit. Seit dem absoluten Tiefpunkt im Geschäftsjahr 2023, als auch Adidas kurzzeitig rote Zahlen schrieb, ging es wieder spürbar aufwärts.

Im Geschäftsjahr 2024 konnte ein Ergebnis von 4,28 Euro je Aktie erzielt werden und im darauffolgenden Jahr konnte Adidas mit einem Gewinnanstieg auf 7,51 Euro je Aktie an diesen Erfolg anknüpfen.

Zeitweise hat sich das auch in den Kursen niedergeschlagen. Zuletzt war die Stimmung unter Anlegern aber sehr negativ, sonst wäre der Kurs schließlich nicht in diesem Umfang eingebrochen.

Es wäre durchaus möglich, dass die heutigen Quartalszahlen ein Umdenken und somit auch eine Kurserholung einleiten.

Gewinnanstieg in Sicht

Denn im ersten Quartal konnte der Umsatz währungsbereinigt um 14 % auf 6,6 Mrd. Euro gesteigert werden.
Das Wachstum wurde vor allem durch ein starkes DTC-Geschäft („direct to customer“) getragen, also den direkten Verkauf an Endkunden. Für Adidas ist das das attraktivste Geschäft, da die Zwischenhändler umgangen und entsprechend höhere Margen erzielt werden.

Dadurch konnte die operative Marge von 9,9 % auf 10,7 % gesteigert werden. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 16 % auf 705 Mio. Euro und der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 11 % auf 484 Mio. Euro.

Darüber hinaus steht die Fußball-WM vor der Türe, die das Geschäft in diesem Jahr zusätzlich befeuern sollte.
Dazu passen die Konsensschätzungen, die derzeit einen Gewinnsprung um 24 % auf 9,30 Euro je Aktie vorsehen. Für Adidas wäre es das drittbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

Sollte das eintreffen, entspricht das einem KGVe von 15,7. Im langjährigen Durchschnitt lag das KGV bei 25,9.

Adidas Aktie: Chart vom 29.04.2026, Kurs: 146,80 EUR – Kürzel: ADS | Online Broker LYNX
Adidas Aktie: Chart vom 29.04.2026, Kurs: 146,80 EUR – Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein Ausbruch über 150 Euro, könnte das eine Erholung in Richtung 160 oder 169 Euro einleiten. Darüber käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 185 und 195 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter 137 Euro zurück, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.04.2026 um 14:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

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Vorherige Analysen der adidas Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.04.2026 um 11:35 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Das Jahr 2025 war für die Adidas-Aktie außerordentlich schwach, 2026 startete erst einmal nicht besser. Doch jetzt ist es gelungen, eine kleine Bodenbildung zu vollenden. Ein erster Schritt zur Wende? Das schon. Aber es ist eben noch keineswegs die Wende an sich.

Dieser kleine Boden, der sich recht bald nach dem auch bei Adidas erfolgten Abverkauf als Reaktion auf den Iran-Krieg etablierte, ist ein Anfang. Und dass es gelang, dessen Nackenlinie am Freitag zu überbieten, ist ein Fortschritt. Aber Sie sehen im Chart, dass der Kurs noch durch eine ganze Reihe an weit relevanteren und massiv wirkenden Charthürden hindurchmüsste, bevor man hier tatsächlich eine gelungene Aufwärtswende konstatieren könnte.

adidas Aktie: Chart vom 17.04.2026, Kurs 146,40 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 17.04.2026, Kurs 146,40 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Da wäre zunächst die im Oktober etablierte Abwärtstrendlinie bei derzeit gut 151 Euro, gefolgt von der etwas älteren, auf den Mai 2025 zurückgehenden Linie, die momentan um 161 Euro auf die Käufer wartet. Darüber wären das Hoch vom Februar bei 163,66 Euro und das bisherige Jahres-Verlaufshoch vom 5. Januar bei 171,30 Euro potenzielle Bremsmarken. Zwischen den beiden läge zudem bei 166 Euro die 200-Tage-Linie. Erst wenn diese Widerstände herausgenommen wurden, wäre wieder etwas mehr Spielraum in der Region 192,70 bis 196,40 Euro gegeben. Dabei ist vor allem die Frage interessant, warum das alles nicht längst erledigt ist, denn:

Expertenmeinung: Eigentlich läuft es bei Adidas nicht so schlecht, dass man hier zwingend einen Abwärtstrend erwarten könnte. Für 2026 erwartet man seitens der Analysten einen Umsatzrekord, indem mit den aktuell geschätzten 26,2 Milliarden Euro das Vorjahresergebnis, das bereits das vormalige Vor-Corona-Hoch überboten hatte, im prozentual einstelligen Bereich übertroffen wird. Seitens des Gewinns pro Aktie rechnen die Analysten momentan für 2026 durchschnittlich mit 9,45 Euro Gewinn pro Aktie, wodurch die Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis momentan auf 15,5 käme. Für einen Sportartikelhersteller verblüffend günstig. In den Jahren vor der Corona-Problematik wurden hier regelmäßig KGVs von 20 bis 30 aufgerufen. So gesehen kann und darf man sich die Frage stellen, wieso Adidas nicht längst die Wende vollzogen hat und deutlich höher notiert.

Das dürfte vor allem einen emotionalen Grund haben. Es fällt grundsätzlich weit schwerer, auf Optimismus umzuschalten, solange sich eine Aktie im Abwärtstrend befindet, weil der Blick auf den Chart suggeriert: Das wird schon seine Gründe haben. Ebenso hartnäckig hält sich Optimismus in einem Aufwärtstrend – auch bei Adidas war das so. Als der Kurs im Sommer 2021 sein Hoch erreichte, war die Bewertung eigentlich viel zu hoch. Und die Hausse unterstellte ein rasantes Wachstum, das nüchtern betrachtet auf extrem wackligen Füßen stand. Trotzdem wurde stur weiter gekauft, einfach, weil dieser Aufwärtstrend die Wahrnehmung dominierte. Heute ist es umgekehrt … und wie bei Abwärtswenden auch bedürfte es hier eines Weckrufs, um den Trend effektiv zu brechen und eine Aufwärtswende zu erzeugen, die hält. Was könnte das sein?

Es muss nicht, kann aber reichen, wenn es gelingen würde, weitere Charthürden zu nehmen und so spekulative Akteure anzuziehen, die dann das Überbieten weiterer Widerstände bis zum charttechnischen Befreiungsschlag erledigen. Eine Belebung in China, eine Beruhigung in Nahost, beides wichtige Märkte für adidas, könnten da Rückenwind liefern. Dazu beitragen könnten auch optimistische Einschätzungen seitens des Vorstands. Und da wird es schon recht zeitnah interessant, denn am 29. April steht die Bilanz des ersten Quartals an. Achten sie auf diesen Termin!

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ADS.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.03.2026 um 19:41 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Wie 2025 gelaufen ist, wissen die adidas-Aktionäre bereits seit Ende Januar. Womit der Sportartikelhersteller im laufenden Jahr plant, aber erst seit gestern. Und das Minus der Aktie würde auch ohne die genaue Lektüre des Ausblicks deutlich machen: Das war wohl zu wenig.

adidas will 2026 ein Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich erreichen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Analysten hatten im Schnitt einen Umsatzanstieg um sieben Prozent prognostiziert, dieser Teil des 2026er-Ausblicks lag also im Rahmen des Erwarteten. Das galt indes nicht für den Betriebsgewinn. Der hatte, wie man seit Vorlage von vorläufigen Zahlen am 29. Januar weiß, im Vorjahr 2,056 Milliarden Euro erreicht. In diesem Jahr sollen es rund 2,3 Milliarden werden, so adidas, das wäre ein Anstieg um etwa zwölf Prozent. Das Problem, das die Akteure mit dieser Guidance hatten, war:

Die Analysten hatten adidas bislang deutlich mehr, nämlich einen Gewinnanstieg um die 30 Prozent auf 2,7 Milliarden, zugetraut. Und dass adidas die Dividende von 2,00 Euro, die es für 2024 gab, auf 2,80 Euro anhob, verringerte die Enttäuschung wohl kaum, erstens, weil man da mit zumindest drei Euro gerechnet hatte, zweitens, weil es in den Jahren vor 2022 meist mehr gegeben hatte.

Doch wenn man sich das Chartbild und mit ihm die Bewertung so ansieht: Wäre die Aktie jetzt nicht langsam weit genug gefallen, um „billig“ zu sein?

adidas Aktie: Chart vom 04.03.2026, Kurs 141,80 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 04.03.2026, Kurs 141,80 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Die Bewertung von adidas über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis war noch 2024 und Anfang 2025 zu hoch für das realistisch zu erwartende Gewinnwachstum. Jetzt geht es da zwar wirklich langsamer voran, aber zum einen war der Gewinn 2025 deutlich gestiegen, zum anderen hat sich der Aktienkurs seit Anfang 2025 ja beinahe halbiert. Dadurch weist die Aktie jetzt kein Kurs-/Gewinn-Verhältnis über 50 mehr aus, sondern auf Basis der jetzt von adidas selbst avisierten operativen Gewinne, grob auf den Gewinn pro Aktie übertragen, von 16-17. Und das ist mit Blick auf das Gewinnwachstum tatsächlich recht günstig. Aber!

Erst einmal muss das mit dem Gewinnwachstum eben auch hinhauen. Das zu unterstellen und gleich noch im Kopf ein wenig obendrauf zu packen, ist in einem positiven Gesamtmarkt-Umfeld und bei einer Aktie im Aufwärtstrend normal. Aber nicht in einem Abwärtstrend. Und das Chartbild zeigt: Wer darauf vertraut hatte, dass der Kurs mittlerweile weit genug gefallen und die Bewertung niedrig genug sei, ist in den letzten Monaten nicht gut damit gefahren.

Zwar gelang es mehrfach – und bislang auch diesmal – die untere Begrenzungslinie des seit Frühjahr 2025 das Kursgeschehen dominierenden, keilförmigen Abwärtstrendkanals zu verteidigen. Aber diese Linie fällt nun einmal, so dass die Zwischentiefs trotzdem sukzessiv unter den vorherigen liegen. Wer hier konsequent dem Trend folgte, konnte gestern nicht bei den Verlierern gewesen sein. Und gerade, weil ein intakter Trend für eigenes Trading schwerer wiegt als ein „müsste aber“, sollte man auch jetzt besser nicht auf den Gedanken kommen, dass es diesmal aber ganz bestimmt gutgehen würde, wenn man gegen den Trend ins fallende Messer greift.

Quellenangaben: Ergebnis 2025, Ausblick auf 2026, 04.03.2026:
adidas berichtet Rekordumsatz für 2025 und erwartet Fortsetzung des starken Umsatz- und Gewinnwachstums in den kommenden Jahren

Aussicht: Neutral

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.01.2026 um 7:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während sich der DAX inzwischen wieder deutlich nach oben gearbeitet hat, zeigt sich beim deutschen Sportartikelhersteller ein anderes Bild.

Die Adidas-Aktie geriet bereits im Oktober des vergangenen Jahres unter Druck und leitete einen ausgeprägten Abwärtstrend ein. Zwar gelang im Dezember eine kurzfristige Erholung, diese erwies sich jedoch nicht als nachhaltig. Mit dem Jahreswechsel gewann die Verkäuferseite erneut die Oberhand und drückte die Kurse weiter nach unten. Inzwischen wurde sogar der zuvor etablierte Boden von November unterschritten, was die technische Lage zusätzlich belastet. Auffällig ist zudem das in den vergangenen Wochen deutlich gestiegene Handelsvolumen, das darauf hindeuten könnte, dass vermehrt größere Marktteilnehmer Positionen reduzieren.

Expertenmeinung: Insgesamt bleibt das charttechnische Umfeld angespannt, und aus heutiger Sicht überwiegt weiterhin das Risiko weiterer Abgaben.

Solange keine Stabilisierung oberhalb der zuletzt gebrochenen Unterstützungszone bei rund 150 EUR gelingt, bleibt das Risiko zusätzlicher Rücksetzer erhöht. Vorerst ordne ich die Aktie weiterhin auf der bärischen Seite ein.

Aussicht: BÄRISCH

adidas Aktie: Chart vom 27.01.2026, Kurs: 147.05 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 27.01.2026, Kurs: 147.05 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.01.2026 um 20:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der US-Präsident nimmt die mehreren europäischen Ländern angedrohten, zusätzlichen Einfuhrzölle zurück, und die Aktie von adidas – mit den USA als wichtigen Markt – verliert anfängliche Gewinne und schließt unverändert? Das ist ein auffällig schwaches Signal.

Zu Handelsbeginn des Donnerstags legte die Aktie des Sportartikelherstellers immerhin in der Spitze 2,7 Prozent zu. Aber am Ende des Tages lag sie präzise auf dem Schlusskurs des Vortages. Das ist umso überraschender, als der Kurs auf diese am vergangenen Wochenende verkündete Androhung zusätzlicher Zölle auf deutsche Einfuhren durch Mr. Trump deutlich, um 5,2 Prozent, gefallen war. Jetzt, da diese höheren Zölle vom Tisch sind, wäre es eigentlich nur folgerichtig gewesen, wenn der adidas-Kurs dorthin zurückgelaufen wäre, wo er zum Ende der Vorwoche notiert hatte. Aber das passierte nicht … und das ist erst einmal kein gutes Zeichen für diejenigen, die hier auf die Aufwärtswende hoffen.

adidas Aktie: Chart vom 22.01.2026, Kurs 152,45 Euro, Kürzel: ADS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 22.01.2026, Kurs 152,45 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Dadurch wurde auch die Chance vertan, sich von der in den Vortagen angelaufenen Unterstützung in Form des 2025er-Jahrestiefs bei 150,40 Euro zu lösen. Das, wenn es unterboten würde, den Weg aus charttechnischer Sicht an die untere Begrenzung des etwas keilförmig verlaufenden Abwärtstrendkanals bei aktuell 141 Euro freigeben würde. Aber heißt das, man muss das Szenario einer Aufwärtswende bei adidas abhaken?

Expertenmeinung. Das würde ich so nicht sehen wollen. Denn man könnte den Eindruck gewinnen, dass das bärische Lager den Bogen hier überspannt und die potenziellen Käufer langsam überzogen furchtsam agieren. Denn eigentlich wäre die adidas-Aktie auf dem derzeitigen Kursniveau durchaus interessant.

Zwar ist die Konsumneigung nicht nur in Europa angeschlagen. Und Marken-Sportartikel gehören für viele Verbraucher zu den Dingen, die man auch mal im Regal liegen lassen kann, wenn es in der Geldbörse ungut aussieht. Aber davon mal abgesehen, dass adidas wie alle großen Sportartikelhersteller das Gros seiner Waren in Asien produziert und von dort aus direkt in den US-Markt verschifft, sodass der Zusatzzoll gegen Einfuhren aus Deutschland den Kurs eigentlich am Montag gar nicht so sehr hätte drücken müssen, ist die Bewertung der Aktie, die 2024 in der Tat riskant hoch war, jetzt eben nicht mehr „teuer“, denn:

Während adidas 2025 sukzessiv fiel und zu einem der großen DAX-Verlierer des Jahres wurde, legte der Gewinn pro Aktie zu, das machten bereits die Neun-Monats-Zahlen klar. Mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 22 auf Basis der Schätzungen für den Gewinn pro Aktie im Jahr 2025 könnte man eigentlich leben, zumal das Unternehmen ja durchaus das Potenzial hätte, bei einer Aufhellung der Kauflaune in Europa, China und den USA dynamische Gewinnsteigerungen zu generieren. Zwar täte man wohl gut daran, die derzeitige Konsens-Prognose für 2026, die seitens der Analysten einen Anstieg des Gewinns pro Aktie um ganze 40 Prozent weissagt und adidas damit an den Gewinn des bisher besten Jahres (2021) zurückführen würde, nicht auf die Goldwaage zu legen, denn noch spricht wenig für eine derart gute Entwicklung.

Aber insgesamt gesehen hat der Kurs ein Level erreicht, das tiefer ist, als es sein müsste. Daher sollte man die Aktie hinsichtlich bullischer Signale im Chartbild besser nicht zu früh abschreiben. Sollte der Kurs das zu Jahresbeginn markierte Zwischenhoch bei 171,30 Euro überbieten, wäre das bereits ein erster Schritt hin zu einer Wiederbelebung der derzeit wie ein Aschenputtel daherkommenden Aktie.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.01.2026 um 19:26 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Bank of America stufte adidas deutlich herunter und senkte das Kursziel von 213 auf 160 Euro. Die Aktie geriet daraufhin am Dienstag unter Druck. Aber neben der Problematik, die zur Kurszielsenkung führte, ist die Aktie auch wegen ihres Kursverhaltens an sich interessant.

Dass Analysten ihre Kursziele für die Aktie des Sportartikelherstellers senken, war in den letzten Monaten keine Seltenheit. Aber da ging es um höhere Kurslevels. So nahm z.B. die Deutsche Bank ihr Kursziel im Dezember von 280 auf 230 Euro zurück. Im November hatte HSBC das Ziel von 270 auf 205 nach unten genommen. Aber entweder blieb es bei der Einschätzung „Kaufen“ oder man vergab wenigstens das Urteil „Halten“. Die Bank of America hingegen schätzt adidas jetzt nur noch mit „Underperform“ ein.

Die Begründung verwundert insofern nicht, als man sie eigentlich mit Händen greifen kann, wenn man sich umschaut: Das Konsumumfeld ist ungünstig. Das müsste jedem klar sein, schließlich schauen immer mehr Menschen in den größeren Industrieregionen aufs Geld. Und da werden „nice to have“-Produkte eben auch mal im Regal gelassen … zu denen die adidas-Produktpalette großenteils gehört. Die große Erholung der Gewinnmargen und mit ihnen des Gewinns pro Aktie, die man so lange gespielt hat, ist daher kurzfristig nicht wahrscheinlich.

Doch die Analysten sahen das außerhalb dieser neuen Einschätzung der Bank of America bislang nicht so bzw. bleiben zumindest bei einem neutralen Urteil. Ein Phänomen, das keine Seltenheit darstellt.

Expertenmeinung: Ein sich eintrübendes Marktumfeld wird gerne am Aktienmarkt ignoriert … und auch Analysten sind nur Menschen. Dass eine fest eingeplante, positive Entwicklung nicht oder nicht im erwarteten Ausmaß kommt, nimmt man nur ungern und eher zögerlich zur Kenntnis. Da sitzen Anleger und Analysten, ja oft auch die Entscheider des betroffenen Unternehmens, in einem Boot. Andere Beispiele für solche Fälle wären z.B. Delivery Hero oder HelloFresh sowie eine ganze Reihe von Unternehmen aus den Bereichen Chemie oder Medizintechnik.

Dementsprechend hat sich das durchschnittliche Kursziel für die adidas-Aktie nur zögerlich nach unten bewegt, von 255 Euro vor einem Jahr auf aktuell 226 Euro. Aber es liegt, weil viele eben weiter stur den Daumen heben, dennoch deutlich über dem derzeitigen Kurs. Und das, obgleich das Kurs/Gewinn-Verhältnis auf Basis der 2025er-Gewinnschätzung der Analysten bei einem Kurs von 226 Euro mit 30 für das derzeitige Umfeld klar zu hoch wäre.

Aber auf dem aktuellen Kurslevel, das das jetzt niedrigste Kursziel von 160 Euro der Bank of America ja widerspiegelt, wäre das KGV mit 22 durchaus in Ordnung, vorausgesetzt, die Umsatz- und Gewinnperspektive würde sich nicht noch weiter eintrüben. Könnte man nicht vielleicht jetzt zugreifen und darauf setzen, dass zumindest das Durchschnitts-Kursziel angesteuert wird? Genau diese Gedanken kommen vielen in solchen Abwärtstrends, die bei zugleich gehobenen Daumen der Analysten ablaufen. Der adidas-Chart ist da ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch:

adidas Aktie: Chart vom 06.01.2026, Kurs 163,75 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 06.01.2026, Kurs 163,75 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Die beiden letzten kräftigen Abverkäufe im Sommer und Herbst waren Reaktionen auf eher enttäuschende Quartalsergebnisse. Aber kaum war die Aktie kräftig abgerutscht, kamen die Käufer zurück und sammelten die Aktie wieder ein, in der Hoffnung, dass genau das passiert: Dass sich der Kurs den viel höheren Kurszielen wieder annähert. Womit die Käufer letzten Endes gegen die eherne Börsenregel verstießen, nur mit und nie gegen den Trend zu agieren, denn die adidas-Aktie blieb die gesamten Monate über unter der 200-Tage-Linie und wichtigen Widerstandszonen.

Zwar hat diese Entwicklung jetzt dazu geführt, dass die zuvor aufgrund zu hoher Erwartungen überbewertete Aktie eine faire Bewertung aufweist. Aber nicht selten führt ein erster „Abweichler“ bei den Analysten dazu, dass andere folgen und ihre Kursziele ebenfalls nach unten korrigieren. Das würde denen, die zuletzt unverdrossen in jeden Abwärtsruck gekauft und unter dem Strich Verluste erzielt haben, womöglich den Schneid abkaufen, daher:

adidas ist auf diesem Kursniveau langsam interessant, aber das selbst zu realisieren, reicht nicht, die Mehrheit der Akteure müsste das genauso sehen. Zumindest die derzeit um 188 Euro verlaufende 200-Tage-Linie sollte zurückerobert sein und wieder etwas bessere Perspektiven vom Unternehmen kommen, bevor hier ein Einstieg erwägenswert wäre. Wartet man das ab, kauft man zwar nicht am Tief. Aber das erwischt zu haben, dachten in den letzten Quartalen viele und lagen damit schief. Wer eine charttechnisch saubere Wende abwartet, kauft „teurer“, kann aber taugliche Stop Loss setzen, weil die wichtigen Chartmarken dann nicht über, sondern bereits unter dem aktuellen Kurs liegen würden.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.