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Siemens Healthineers Aktie Prognose Siemens Healthineers: Jetzt hängt sie zwischen Baum und Borke

News: Aktuelle Analyse der Siemens Healthineers Aktie

von | |

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der Siemens Healthineers Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Als Donald Trump verkündete, er werde auf Importe von Medizinprodukten und Medikamenten 100 Prozent Zoll verhängen, brach erst einmal alles ein, was diesem Bereich zuzurechnen ist, auch Siemens Healthineers. Mittlerweile wurde dieser „Irrtum“ aufgekauft. Aber was jetzt?

Relativ schnell realisierten die Marktteilnehmer, dass die EU weiterhin ihren „15 Prozent auf alles“-Status behalten werde, auch in Bezug auf diesen Bereich. Das führte dazu, dass Pharmatitel und Medizintechnik-Aktien sich umgehend erholten.

Siemens Healthineers Aktie: Chart vom 06.10.2025, Kurs 48,32 Euro, Kürzel: SHL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siemens Healthineers Aktie: Chart vom 06.10.2025, Kurs 48,32 Euro, Kürzel: SHL | Quelle: TWS

Sie sehen im Chart, dass die Siemens Healthineers-Aktie zunächst Ende September mit einer großen Abwärts-Kurslücke aus ihrer Handelsspanne herausfiel, dann aber noch am selben Tag Käufe sah und am Folgetag bereits wieder in dieser alten Range drin war.

Seither wird hier gekauft: Der Kurs hat die mittlere Zone der Handelsspanne bereits leicht überboten und strebt jetzt den Hochs vom Mai und Juli zu, die zusammen mit der 200-Tage-Linie bei aktuell 49/50 Euro die obere Begrenzungszone der seit Mai dominierenden Kursrange stellen. Es ist gar nicht mal so selten, dass ein aufgekaufter Ausbruch nach unten, sprich eine Bärenfalle, zur Initialzündung eines Ausbruchs in die Gegenrichtung wird, der dann funktioniert, sprich nachhaltig ist. Könnte das auch hier gelingen?


Expertenmeinung: Bevor es nicht klar im Chartbild zu sehen ist, sollte man darauf zwar eher nicht wetten, aber ja, das könnte es. Und zwar, weil es keine allzu guten Argumente gegen höhere, ggf. sogar deutlich höhere Kurse gäbe.

Die Siemens Healthineers-Aktie weist für das am 30.9. beendete Geschäftsjahr 2024/2025 ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis um 23 aus, sofern die Schätzungen der Analysten für das noch nicht berichtete, letzte Quartal in etwa richtig liegen. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren niedrig.

Basis dieser niedrigeren Bewertung ist die durch die eher flaue Nachfrage aus China und die Unsicherheit in Bezug auf die US-Zölle offene Wachstumsperspektive. Aber während man bei anderen Branchen viel Hoffnung in die Kurse eingepreist hat, findet man sie hier nicht, man ist eher pessimistisch, wie für alles, was mit dem Bereich Medizintechnik zu tun hat. Und wenn Aktien mittelfristig Chancen nach oben haben, dann die, die man bislang furchtsam meidet, und nicht diejenigen, in die man bereits ein Best-Case-Szenario eingepreist hat.

Auch die Analysten-Meinungen wären ein Rückhalt für einen anziehenden Kurs. Von 19 die Aktie regelmäßig bewertenden Experten stufen sie 17 mit „Kaufen“ und zwei mit „Halten“ ein. Niemand rät zum Ausstieg. Und das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 59 Euro, knapp über dem bisherigen Jahres-Verlaufshoch … während der Kurs der Aktie aktuell trotz der Rallye nach der Bärenfalle noch knapp unter dem niedrigsten aller Kursziele (50 Euro) notiert.

Siemens Healthineers ist derzeit eines der Aschenputtel im DAX. Das kann sich ändern. Aber der Umstand, dass es seit Monaten nicht zu einer Aufwärtswende kommt, obwohl die Gesamtsituation diese durchaus hergeben würde, sollte dazu führen, dass man zwar immer ein Auge auf die Aktie hat, aber erst aktiv wird, wenn die monatelange Handelsspanne mit Schlusskursen klar über dieser Widerstandszone 49 zu 50 Euro tatsächlich verlassen wurde.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
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Seit Ende Mai läuft die Siemens Healthineers-Aktie in einer engen Spanne seitwärts. Zuletzt wurde der Kurs durch ein stetes Für und Wider in diesem Käfig gehalten. Aber spätestens mit den näher rückenden Quartalszahlen wird ein Ausbruch anstehen, nur: in welche Richtung?

Medizintechnik und Healthcare sind im Moment am Aktienmarkt nicht gerade en vogue. Carl Zeiss bröckelt vor sich hin, Sartorius erleidet permanent Schwächeanfälle, die eine Wende verhindern. Dazu kamen zuletzt die Gewinnwarnungen aus der Chemiebranche, die auf eine schleppende Nachfrage verweisen und ahnen lassen, dass es bei der Medizintechnik genauso aussehen könnte. Trotzdem hält sich Siemens Healthineers seit Wochen in einer Seitwärtsbewegung … ein Zeichen dafür, dass diese Aktie relative Stärke aufweist?

Nein, denn dafür lief sie im ersten Quartal tendenziell schlechter als die Branchenkollegen und erholte sich nach dem „April-Crash“ nicht so stark. Seitwärts hin oder her, misst man seit Jahresanfang, liegt Siemens Healthineers sogar schlechter da als Sartorius oder Carl Zeiss Meditec. Dass die Aktie seit Ende Mai keinen nennenswerten Druck sieht, liegt an einem anderen Aspekt: der vermuteten Resilienz gegenüber den Themen China und Zölle. Aber ist das auch etwas, das die Aktie in eine Aufwärtswende tragen könnte?

Expertenmeinung: Das kommt darauf an, wie sich die beruhigenden Worte des Unternehmens in der Bilanz des am 30. Juni beendeten dritten Geschäftsjahresquartals (Geschäftsjahresende 30.9.) niederschlagen. Das Unternehmen hatte Anfang Mai erfreuliche Ergebnisse zum vorherigen Quartal abgeliefert, einen sehr guten Auftragseingang vorweisen können und sah den Gewinn pro Aktie in einer Range zwischen 2,20 und 2,50 Euro. Zugleich sieht man den Druck durch US-Zölle als moderat an und erklärte vergangene Woche, dass die chinesischen Gegenmaßnahmen als Reaktion auf EU-Restriktionen gegenüber chinesischen Medizintechnik- und Healthcare-Unternehmen keine wesentlichen Auswirkungen haben sollten. Was es jetzt noch braucht, ist eine überzeugende Bilanz des Frühlingsquartals nebst eines idealerweise noch einmal angehobenen Ausblicks.

Siemens Healthineers Aktie: Chart vom 14.07.2025, Kurs 45,99 Euro, Kürzel: SHL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siemens Healthineers Aktie: Chart vom 14.07.2025, Kurs 45,99 Euro, Kürzel: SHL | Quelle: TWS

Denn zum einen ist die Aktie im Vergleich zu den vorangehenden Jahren mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 23 eher günstig bewertet, zum anderen sehen die Analysten die Aktie ein gutes Stück höher. Die seit den jüngsten Quartalszahlen vergebenen Kursziele bewegen sich zwischen 56 und 62 Euro und damit sehr solide über der derzeitigen Handelsspanne. Was hieße:

Wenn diese in gut zwei Wochen erwarteten Zahlen überzeugen, ist nach oben durchaus einiges drin, ein Vorstoß in die Widerstandszone 54,18 zu 55,40 Euro wäre da keine Überraschung. Aber wäre der Ausbruch nach oben sicher, wäre er längst gelungen. Würden da zu viele Haare in der Bilanzsuppe schwimmen, dürfte das bärische Lager konstatieren „Siehste, das haben wir doch geahnt“ und die Aktie umgehend unter Druck setzen. Wer hier nicht wetten, sondern investieren will, sollte daher besser abwarten, ob die am 30.7. erwarteten Quartalszahlen wirklich überzeugen können und es gelingt, die obere Begrenzungszone der derzeitigen Handelsspanne bei 47,31/48,01 Euro unter sich zu lassen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
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Die Ergebnisse des ersten Quartals waren absolut erfreulich. Der Haken war, dass Siemens Healthineers selbst befürchtet, dass das nicht so bleibt. Das Resultat: Die Aktie drehte genau an dem Widerstand nach unten ab, den sie hätte bezwingen müssen.

Das passte, was die Siemens-Healthcare-Tochter am Mittwoch über ihr zweites Quartal des immer am 1. Oktober startenden Geschäftsjahres zu berichten hatte. Der Umsatz legte ordentliche 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Und aufgrund einer von 15,1 auf 16,6 Prozent gesteigerten EBIT-Gewinnmarge (EBIT = Earnings Before Interest & Taxes, also vor Zinsen und Steuern) stieg das EBIT überproportional um 19 Prozent, nach Steuern lag der Gewinn sogar 25 Prozent höher. Das lag über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten, so gesehen scheint es unlogisch, dass die Aktie den Handelstag um 1,7 Prozent niedriger beendete. Aber es gab ja nicht nur den Blick zurück.

Der Grund, warum die Aktie nach diesem Bericht fiel, statt zu steigen, lag im Ausblick. Siemens Healthineers fürchtet, dass die höheren Zölle die jetzt laufende, zweite Hälfte des Geschäftsjahres belasten werden und weitete deswegen die Spanne, die man für den Gewinn pro Aktie sieht, von bisher 2,35 bis 2,50 auf 2,20 bis 2,50 Euro auf der Unterseite aus. Auch, wenn man grundsätzlich weiter davon ausgeht, dass der Umsatz organisch zwischen fünf und sechs Prozent zulegt, denn es wäre weniger die Nachfrage als die durch höhere Zölle gedrückte Gewinnmarge, die zum Problem werden kann.

Expertenmeinung: Natürlich können solche Aussagen nichts sein, was die Anleger, die einigermaßen wach agieren, überraschen würde. Aber das brauchte es nicht, um die Aktie ins Minus zu drehen. Es reichte, dass die Käufer ausblieben. Denn weil das an einer wichtigen, charttechnischen Hürde passierte, die im Fall einer positiven Reaktion auf das Zahlenwerk umgehend übersprungen worden wäre, reagierte man seitens der technisch ausgerichteten Akteure folgerichtig: Bleibt der Ausbruch aus, wird die Reißleine gezogen … was diese Widerstandslinie noch ein wenig massiver macht.

Siemens Healthineers Aktie: Chart vom 07.05.2025, Kurs 46,58 Euro, Kürzel: SHL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siemens Healthineers Aktie: Chart vom 07.05.2025, Kurs 46,58 Euro, Kürzel: SHL | Quelle: TWS

Wir sehen im Chart, worum es da ging: Die Aktie war im Vorfeld an die Widerstandszone 47,31/47,94 Euro gelaufen, die sich aus den Zwischentiefs der zweiten Jahreshälfte 2024 zusammensetzt. Dort setzte dann einige Tage lang ein „Wassertreten“ ein, was deutlich machte: Die Marktteilnehmer wollen erst die Quartalsbilanz sehen, bevor sie entscheiden, ob man weiter kauft und damit den Weg nach oben erst einmal freimacht oder nicht. Es wurde, wie wir im Chart sehen, Letzteres.

Charttechnisch ist die Aktie dadurch in die Bredouille geraten, nur die heute bei etwa 45,55 Euro verlaufende 20-Tage-Linie würde sie noch vor einem Abwärts-Spielraum bis an das Selloff-Tief vom April bei 41,21 Euro trennen. Andererseits waren die Ergebnisse zu gut und dieser vorsichtige Ausblick zu absehbar, um hier unbedingt auf der Short-Seite aktiv werden zu müssen. Interessanter bliebe die Oberseite, zumal die Hürde 47,31/47,94 Euro jetzt noch wichtiger und als Sprungbrett geeignet wäre als zuvor. Gelänge es, das gestrige Tages-Verlaufshoch von 48,42 Euro auf Schlusskursbasis zu überbieten, wäre das ein starkes Signal dafür, dass die Bullen doch stärker sind als gedacht.

Quellenangaben:
Ergebnis des 2. Geschäftsjahresquartals 2024/2025, 07.05.2025; https://corporate.webassets.siemens-healthineers.com/8c29b270e64f46a9/b6bac1be134f/siemens-healthineers-Q2_FY2025_Ergebnisver-ffentlichung-Finanzkennzahlen.pdf

Über den Autor

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