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Der Ölpreis fällt, die Aktienindizes steigen, aber bei den Edelmetallen wie Platin sind die Trader unentschlossen: Ist das jetzt gut oder schlecht für diese vermeintlich „sicheren Häfen“? Platin beendete den hektischen Montag im Minus. Aber noch ist für die Bullen nichts verloren.
Platin war ebenso wie Gold und Silber um die Jahreswende herum nicht gegen, sondern mit dem Aktienmarkt mitgelaufen. Und das mit extremen Kursbewegungen, die deutlich machten: Hier kauften weniger Anleger, die aus Sorge vor kippenden Aktienmärkten Kapital in die Edelmetalle umschichteten, sondern auch und gerade Spekulanten mit dem Ziel schneller, großer Gewinne. Die Fahnenstange, die sich dadurch beim Platin-Kurs gebildet hatte, brach Ende Januar. Und seitdem dominieren hier die Fragezeichen.
Denn wie geht es weiter? Was wird die Kursbewegungen von der Motivation her in Zukunft dominieren? Wird es die industrielle Nachfrage sein? Bekommt Platin wieder sein Etikett als angeblich „sicherer Hafen“ zurück? Oder werden die Trader auch weiterhin das Ruder in der Hand halten, was hieße: Die Charttechnik wird den Trend weitgehend alleine bestimmen?
Expertenmeinung: Für den Augenblick könnte Letzteres durchaus zutreffen, denn so immens die Kursausaschläge auch sind, Platin bewegt sich dabei recht zuverlässig im Rahmen charttechnischer Ankerpunkte. Und damit innerhalb einer Dreiecksformation, in deren Spitze der Kurs mittlerweile hineingelaufen ist. Was bedeutet: Hier muss und wird eine Trendentscheidung fallen.

Wir sehen im Chart, dass Platin bislang stets ungefährdet unter der Ende Januar etablierten Abwärtstrendlinie gelaufen ist. Zugleich hält die bereits mehrfach bestätigte, im April 2025 etablierte Aufwärtstrendlinie. Zumindest noch, denn auf ihr hatte der Kurs zum Wochenstart aufgesetzt und vermag sich bislang noch nicht überzeugend nach oben abzusetzen.
Um zu verhindern, dass das Edelmetall über diesen charttechnischen Abgrund kippt, sollte ein deutlicherer Schub nach oben zeitnah kommen. Dafür müsste Platin die unterbotene 100-Tage- ebenso wie die 20-Tage-Linie und die vorgenannte Abwärtstrendlinie überwinden. Dazu nötig wären derzeit Schlusskurse über 2.135 US-Dollar. Kein kurzer Weg, aber mit Blick auf die hohe Volatilität trotzdem eine Distanz, die, würden die Bullen jetzt gezielt attackieren, schnell zurückgelegt werden könnte.
Bleiben die dafür nötigen Käufer aber weg, kann es schnell eine Etage tiefer gehen. Zwar ist nicht nur die 2025er-Aufwärtstrendlinie für eine Entscheidung zugunsten der Bären relevant, auch die knapp darunter bei momentan 1.739 US-Dollar verlaufende 200-Tage-Linie müsste fallen, um aus Sicht der Bären den Sack zuzumachen. Aber es ist, rein prozentual gesehen, derzeit der kürzere Weg. Und die Bullen haben aktuell nun einmal das Problem, dass sie keine zwingenden Argumente dafür vorweisen können, warum die Plain-Hausse jetzt unbedingt in ihre zweite Runde gehen müsste. Die kommenden Tage dürften hier spannend werden!
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