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Momentan hat das bullische Lager starke Argumente für einen steigenden Ölpreis. Und das Chartbild von Brent Crude Oil zeigt, dass man auch vorhat, das umzusetzen. Aktuell ringt man um eine Widerstandslinie, deren Bruch den Weg in Richtung 75 US-Dollar freigeben würde.
Eigentlich rechnete man in den vergangenen Wochen damit, dass es 2026 ein letztlich auf den Preis drückendes Überangebot an Rohöl geben würde. Doch die Nachrichtenlage dieser Woche wirkt, als könnte man mit dieser Einschätzung danebenliegen.
So hob die US-Energiebehörde EIA die Öl-Verbrauchsprognose für die USA für 2026 leicht an. Die OPEC beließ die bisherige Prognose für den Bedarf an OPEC-Öl unverändert bei 42,6 Millionen Barrel pro Tag, lag aber bei der Produktion im Januar mit 42,45 Millionen Barrel leicht darunter. Und, wichtiger noch, der US-Präsident scheint den Gedanken, erneut in Bezug auf den Iran militärisch aktiv zu werden, wieder aufgegriffen zu haben.
Vor allem dann würde ein solches Szenario wieder greifbar, falls die Gespräche über ein Atomabkommen nicht in seinem Sinne laufen sollten. Gemäß dem „Wall Street Journal“ soll ein zweiter Flugzeugträger-Verband bereits auslaufbereit bereitstehen, um in die Region verlegt zu werden. Die Konsequenz bei Brent Crude Oil, der für Europa wichtigsten Rohöl-Sorte, ist im Chartbild unübersehbar:
Expertenmeinung: Die Bullen machen Druck. Es geht um die Linie bei 69,76 US-Dollar, das Hoch aus dem vergangenen August im Liefertermin April des Brent Crude-Futures. Wir sehen, dass man dort bereits zweimal versuchte, durchzukommen. Und auch der gestrige, dritte Anlauf ist erst einmal nicht gelungen, Brent Crude fiel zum Handelsende unter diese Linie zurück. Aber daran, dass das bullische Lager derzeit klar das Geschehen dominiert, ändert das nichts:

Die Rücksetzer nach den ersten beiden Anläufen an diese bei knapp 70 US-Dollar verlaufende Charthürde trafen schnell wieder auf Käufe, wobei die kleinen Zwischentiefs zuletzt sukzessiv über den jeweils vorherigen lagen. Es wirkt wie eine Belagerung, bei der versucht wird, die Mauern der Verteidiger marode zu schießen … und sollte es in Sachen Iran zu neuen militärischen Aktionen kommen, dürfte das genau die Bresche sein, durch die die Bullen hindurchmarschieren.
Das unmittelbar nächste charttechnische Kursziel wäre dann das 2025er-Verlaufshoch bei 75,15 US-Dollar. Ein Hoch, das entstand, als im vergangenen Juni zwischen Iran und Israel gekämpft wurde und sich die USA einmischten. Sollte sich Ähnliches wiederholen, wäre ein schneller Anstieg in diesen Kursbereich daher nicht überraschend … es wird hier also in den kommenden Tagen spannend werden, wobei es definitiv die Politik sein wird, die diesmal die Kurse „macht“.
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