Noch bewegt sich die Siemens-Energy-Aktie in einer mittelfristigen Schiebezone und hat damit die Option, in beide Richtungen auszubrechen. Aber zuletzt hat sich das Chartbild auffallend zugunsten eines Ausbruchs nach unten verändert. Welche Chartmarken sind jetzt wichtig?
Zyklische Unternehmen, deren Umsätze und Gewinnmargen stark vom wirtschaftlichen Umfeld abhängig sind, reagieren auf größere Veränderungen der Energiepreise oder des Zinsumfelds naturgemäß besonders sensibel. Und wenn sich beide Bereiche problematischer gestalten, wie es aktuell der Fall ist, erst recht. Dementsprechend überrascht es nicht, dass Siemens Energy als Energietechnik-Unternehmen am Donnerstag als Folge des „Doppelschlags“ aus steigenden Leitzinsen und einem haussierenden Ölpreis zu den größten Verlierern im DAX gehörte.
Der Ausbau der Energieversorgung, sei es die Netzinfrastruktur, neue Kraftwerke oder Rechenzentren, ist vornehmlich über Kredite finanziert. Da sich im Kielwasser steigender Energiepreise die Risiken erhöhen, dass solche Kredite relativ schnell deutlich teurer werden könnten, kann sich das auch stark auf den Auftragseingang des Unternehmens auswirken. Was man zwar eigentlich erst einmal abwarten müsste, aber an der Börse wird nun einmal die Zukunft gehandelt … die entweder von Hoffnungen oder Befürchtungen dominiert wird.
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Siemens Energy Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Derzeit ist es Letzteres, das den Taktstock schwingt. Aber wie lange das der Fall ist und ob das ausreicht, um die umfassende Korrektur der Aktie in eine mittelfristige Abwärtswende zu verwandeln, ist noch offen. Und es wäre müßig, dahingehend eine Wette einzugehen. Denn die relevanten Faktoren, ob Ölpreis, Zinsen oder auch die Gemütslage der Akteure am Aktienmarkt, sind nicht vorhersehbar … und auf das Ergebnis einer Gleichung mit lauter Unbekannten wetten zu wollen, ist nie sinnvoll.
Besser wäre es, die für einen Befreiungsschlag bzw. für die mittelfristige Abwärtswende entscheidenden Chartzonen im Auge zu behalten. Denn oft wiegen charttechnische Fakten schwerer als die Rahmenbedingungen, sodass man hier derzeit am besten fahren würde, wenn man sich, ergebnisoffen, in die Beobachterrolle begibt und abwartet, ob es zu einem solchen, mittelfristig entscheidenden Chartsignal käme. Welche Zonen sind dafür von Bedeutung?
Auf der Oberseite wäre eine Aufwärtswende dann als gelungen anzusehen, wenn die Aktie die Widerstandszone 159 bis 166 Euro und mit ihr die aktuell in diesem Bereich verlaufende Abwärtstrendlinie überwinden würde. Was indes aus aktueller Sicht der steinigere Weg wäre.
Denn dadurch, dass Siemens Energy zuletzt unter die 200-Tage-Linie fiel und ein Versuch, diese zurückzuerobern, genau an dieser Linie und der sie aktuell nach unten kreuzenden 20-Tage-Linie abgewiesen wurde, zeigt sich das bärische Lager derzeit dominant. Dort hätte man die mittelfristige Abwärtswende geschafft, sobald die Aktie mit Schlusskursen unter 130,90 Euro unter die markanten Zwischentiefs dieses Jahres rutschen würde. Was zwar, wie gesagt, nicht gelingen muss, in diesem aktuellen Umfeld aber eine ausreichende Wahrscheinlichkeit aufweist, um diese Linie im Auge zu behalten.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ENR.DE/analyst-insights/
--- ---
--- (---%)Displaying the --- chart
Heutigen Chart anzeigen
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.09.2026 um 22:06 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Vermögensaufbau ist mehr als reines Sparen und stellt einen strategischen Prozess dar, bei dem es darum geht, das vorhandene Kapital aktiv zu vermehren. Dabei kommt es vor allem auf die Strategie an, die von Anleger zu Anleger sehr unterschiedlich sein kann.
Mögliche Strategien für Ihren Vermögensaufbau finden Sie hier:
Vermögen aufbauen: Die besten Tipps
Die Core Satellite Strategie – Kernportfolio mit Satelliten
Die Dividendenstrategie – Alles was Sie darüber wissen sollten




