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In den vergangenen Monaten zeigte die Sartorius Vorzugsaktie immer mal wieder Ansätze, sich nach oben abzusetzen. Aber ein ums andere Mal drehte der Kurs an den entscheidenden Chartmarken wieder ab. Auch aktuell kann das Chartbild nur den Bären gefallen.
Die Aktie des Labor- und Medizintechnik-Spezialisten Sartorius wurde im Zuge der Corona- und Lieferengpass-Jahre zur Kursrakete. Das darauffolgende Auftragsloch kam für viele unerwartet, aber man war sich sicher: Das geht schnell vorbei. Doch da lag man schief.
Die in der Zeit der Lieferengpässe angehäuften Lagerbestände bei den Kunden hielten deutlich länger vor als vermutet. Die Investitionsneigung lag unter den Erwartungen. Und vor allem der wichtige chinesische Markt kam einfach nicht wieder in Schwung. Mittlerweile legt der Umsatz bei Sartorius zwar wieder zu. Aber da kalkuliert man momentan mit Zuwachsraten im einstelligen Prozentbereich. Und die durchschnittliche Analysten-Prognose des 2026er Umsatzes von 3,74 Milliarden Euro liegt deutlich unter dem Rekordumsatz von 4,17 Milliarden, den Sartorius 2021 erzielt hatte. Hinzu kommen gedrückte Margen, so dass sich der Gewinn pro Aktie nur langsam erholt. Andererseits:
Diese Aktie hatte 2021 ein Rekordhoch von 631,60 Euro erreicht. Müsste es auf dem derzeit quasi gedrittelten Kursniveau nicht langsam genug sein mit dem Abstieg, so dass das Abwärtsrisiko so gering ist, dass man auch im Vorfeld einer Aufwärtswende zugreifen könnte?
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Expertenmeinung: Wenn man die Analysten fragen würde, könnten die das womöglich mehrheitlich so sehen. Immerhin sehen 13 von 20 Analysten die Aktie als kaufenswert an, nur einer stuft momentan mit „Verkaufen“ ein. Hinzu kommt ein durchschnittliches Kursziel, das mit 266 Euro zwar nicht ansatzweise an das alte Hoch heranreicht, aber doch deutlich über dem derzeitigen Kurs läge. Doch ohne einen Trend im Rücken eine Position einzugehen, ist immer ein unkalkulierbares Risiko.
Wir sehen es ja gerade besonders intensiv am Software-Sektor: Der alte Börsenspruch, dass, was billig scheint, leicht noch viel billiger werden kann, hat schon seine Berechtigung. Und das kann auch für die Sartorius Vorzugsaktie gelten, vor allem, wenn man sich das Chartbild ansieht, das momentan so gar keine Pluspunkte für die bullische Seite liefert:
Die Aktie notiert zwar über einer Kreuzunterstützung zwischen 198,50 und 204,10 Euro, die aus der im April 2025 etablierten Aufwärtstrendlinie und den Zwischentiefs von März bis Mai zusammengesetzt ist. Aber gerade erst ist der Versuch gescheitert, an der zu Jahresbeginn entstandenen Abwärtstrendlinie vorbeizukommen. Was jetzt auch noch zum Bruch der 200-Tage-Linie geführt hat.

Was dabei besonders auffällt, ist diese Ballung roter Kerzen im Chartbild, seit die Aktie an der Abwärtstrendlinie abgedreht hat. Acht Handelstage lang schloss die Aktie nonstop unter ihrem Eröffnungskurs, auch dann, wenn sie gegenüber dem Vortag höher eröffnete. Das ist ein Indiz dafür, dass hier sehr massiver und entschiedener Abgabedruck herrscht, und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die vorgenannte Kreuzunterstützung nicht hält.
Das muss nicht so kommen. Aber sich diesem Risiko auszusetzen und auf das Halten einer Supportzone hoffen zu müssen, weil man im Vorfeld eines charttechnischen Befreiungsschlags eingestiegen ist … dafür finden sich keinerlei taugliche Argumente.
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SRT3.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.06.2026 um 22:04 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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