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Die erste Handelswoche des Jahres brachte beeindruckende Kursgewinne für die Rheinmetall-Aktie, dann aber fuhr sich der Kurs fest. Der gestrige Rücksetzer könnte jetzt sogar eine Korrektur einleiten … aber noch hätten die Bullen eine Chance, das abzuwenden.
Das gestrige Minus konnte nicht überraschen. Der US-Präsident kassierte nicht nur die am Wochenende angedrohten Zusatz-Zölle für diejenigen Länder in Europa, die ihm Dänemark in Sachen Grönland zu sehr unterstützt hatten. Er erklärte auch, dass er nicht vorhabe, seine Ambitionen in Bezug auf Grönland mit militärischen Mitteln durchzusetzen. Und dann folgte am Donnerstag auch noch die Mitteilung, dass man sich in Sachen Sicherheitsgarantien mit der Ukraine einig geworden sei. Kurz:
Es entstand der Eindruck, dass die geopolitischen Risiken gesunken seien. Und das führte zu der üblichen Reaktion bei Aktien aus dem Verteidigungssektor: Die Kurse gaben nach. Seit fast einem Jahr folgen Aktien wie Rheinmetall der Entwicklung der Nachrichtenlage recht engmaschig, obgleich man eigentlich festhalten müsste:

Es geht, was die geopolitischen Spannungen angeht, um die übergeordnete Tendenz, nicht um einzelne Schlagzeilen. Denn wollte man Letzteren folgen, würde dabei ein hektisches Auf und Ab herauskommen. Das wir, wie der Chart zeigt, allerdings auch im Kursbild sehen, eben weil offensichtlich viele Akteure tatsächlich dem Nachrichtenticker folgen. Dafür aber ist das Minus des Donnerstags als Reaktion auf Trumps Absage an militärische Aktionen in Sachen Grönland und die Einigung mit der Ukraine jedoch auffallend klein … vor einigen Monaten wäre dabei vermutlich ein deutlich größerer Abschlag herausgekommen als die -3,4 Prozent, die wir für den gestrigen Handelstag verbuchen.
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Expertenmeinung: Eine Schwalbe macht zwar bekanntlich noch keinen Sommer. Aber der Eindruck entsteht, dass genug Marktteilnehmer dieses „Rein und Raus“ bei den Verteidigungstiteln hinreichend leid sind, um die Sache ruhiger und trendkonformer anzugehen … bezogen auf die Charttechnik und auf das, was seitens des Unternehmens tatsächlich an Umsatz und Gewinn gemeldet und/oder erwartet wird. Das würde für Rheinmetall nicht nur ruhigeres Fahrwasser bedeuten, sondern auch die Chance, dass die Aktie doch noch an und über das bisherige Rekordhoch, erreicht am 3. Oktober bei 2.008 Euro, laufen könnte.
Wir sehen im Chart, dass der Kurs zwar in der das Rekordhoch einschließenden Widerstandszone 1.889 zu 2.008 Euro hängengeblieben war und jetzt aus ihr herausgerutscht ist. Aber zum einen hat der gestrige Handelstag einen „Doji“ erzeugt: Der Schlusskurs lag nicht nennenswert unter dem Eröffnungskurs. Nach der Abwärts-Kurslücke kam also kaum Verkaufsdruck hinterher. Zweitens gelang es, die 20-Tage-Linie auf Schlusskursbasis zu verteidigen und so die wichtige, im Chart dick schwarz markierte 200-Tage-Linie (derzeit um 1.716 Euro) auf Distanz zu halten.
Das ist für einen Tag, an dem man sich nicht gewundert hätte, dass Rüstungs-Aktien wie Fallobst daherkommen, moderat … und bietet der bullischen Seite die Basis, ihre Chancen auf der Oberseite aufrechtzuerhalten. Dazu sollte der Kurs aber zügig zurück in die Widerstandszone 1.889/2.008 Euro gelangen. Klappt das nicht und würde im Gegenteil die 200-Tage-Linie klar unterboten, wäre diese jetzt noch realistische Chance für einen erneuten Aufwärtsimpuls indes vom Tisch.
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