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Nordex Aktie Prognose Nordex: Kommt es doch noch zum „Gap Close“?

News: Aktuelle Analyse der Nordex Aktie

In diesem Artikel
Nordex
ISIN: DE000A0D6554
|
Ticker: NDX1 --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Nordex Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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Markante Kurslücken werden meist geschlossen, dann erst geht es in Trendrichtung weiter: Das ist eine gängige Regel in der technischen Analyse, die indes logisch nicht unterfüttert ist. Daher stellt sich die Frage: Kommt es bei Nordex wirklich dazu? Und ist das wichtig?

Es geht um das „Gap“, sprich die Kurslücke, vom 25. Februar. Die entstand als Reaktion auf absolut überzeugende Ergebnisse des Gesamtjahres 2025 nebst eines optimistischen Ausblicks auf das laufende Jahr. Die Erwartung einer deutlich steigenden Gewinnmarge führte bei der Aktie des Windkraftanlagenbauers zu einem Satz nach oben:

Nordex Aktie: Chart vom 10.06.2026, Kurs 39,06 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Nordex Aktie: Chart vom 10.06.2026, Kurs 39,06 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS

Es entstand eine Lücke zwischen dem Schlusskurs des Vortages bei 35,04 Euro und dem ersten Kurs des 25.2. bei 38,54 Euro. Und am oberen Ende dieser Kurslücke ist die Nordex-Aktie im Zuge der seit Anfang Mai laufenden Korrekturphase jetzt angekommen.

Laut oben genannter „Regel“ müsste dieses Gap erst einmal geschlossen werden, sprich der Kurs müsste bis gut 35 Euro zurückkommen, um neues Aufwärtspotenzial zu erhalten. Davon abgesehen, dass es da auf die Frage nach dem Warum keine tauglichen Antworten gibt, gälte das aber nicht, wenn es gelingen sollte, direkt am oberen Ende des Gaps aufwärts zu drehen. Dann wäre dieser „Gap Close“ gezielt „verweigert“ worden, auch das ließe sich dann bullisch einordnen. Das ist eine knifflige Sache, wollte man abschätzen, was jetzt passiert, eben weil es für ein „Gap Close“ keine Argumente seitens der Fundamentals gibt.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Nordex Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Denn an den Gründen, die zu diesem Kursanstieg Ende Februar führten, hat sich ja nichts geändert: Eine besser als erwartete Geschäftsentwicklung führt dazu, dass man jetzt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 eher günstig daherkommt. Die Analysten sehen die Aktie im Schnitt bei 46 Euro, d.h. das zuvor überbotene, durchschnittliche Kursziel der Experten ist jetzt unterschritten. Warum sollte die Aktie also auf 35,04 Euro zurückkommen, auf einen Level, den man vor dem guten Jahresausblick für angemessen hielt, jetzt, nachdem die Argumente für höhere Kurse da sind und diese zuletzt sogar für Kurse über 50 Euro gut waren?

Doch aufgrund solcher Überlegungen einfach auf Verdacht zu kaufen, kann trotzdem schiefgehen. Immerhin sind solche Regeln, ob logisch oder nicht, weit verbreitet, so dass rein technisch agierende Trader trotzdem darauf hinwirken könnten, dass diese Kurslücke geschlossen wird, sprich Nordex erst einmal weiter abrutscht. Daher wäre es hier opportun, nicht zu raten, ob es soweit kommt oder nicht, sondern in Bezug auf eine mögliche, neue Positionierung strikt dem Chartbild zu folgen … um dann festzustellen:

Ob das Gap geschlossen wird oder nicht, würde für die Long-Seite ebenso zwar interessant, aber nicht ausschlaggebend sein wie für ein Short-Engagement. Denn mittelfristig bärisch wäre die Nordex-Aktie erst, wenn das Gap nicht nur geschlossen, sondern klar nach unten durchbrochen würde, was dann zudem den Bruch der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie bedeuten würde.

Und auf der Long-Seite wäre es egal, ob der Kurs vorher noch ein Stück weiter „abtaucht“ oder nicht: Bullisch wäre Nordex ohnehin erst, wenn der markante Kreuzwiderstand aus 20-Tage-Linie, 100-Tage-Linie, einem Zwischentief aus dem März und der derzeit die Aktie abwärts führenden Abwärtstrendlinie zwischen 41,40 und 42,50 Euro überboten wäre.

Fazit: Erst unter 35 und über 42,50 Euro würde Nordex wieder mittelfristige und damit für „normale“ Anleger außerhalb des Tradingbereichs relevante Signale senden. Die in aller Ruhe abzuwarten, wäre aus derzeitiger Sicht die sinnvollere Lösung.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/NDX1.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.06.2026 um 22:42 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Nordex Aktie

01.06.2026
08:27 Uhr

Nordex: Könnte man hier langsam einen Fuß in die Tür stellen? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.05.2026 um 23:44 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Angesichts der ungewöhnlich dynamischen und weitreichenden Aufwärtsbewegung der Nordex-Aktie dürften viele Akteure hier gezögert haben, noch auf diesen Zug aufzuspringen, und sich entschieden haben, eine Korrektur abzuwarten. Die hat begonnen – und was nun?

In Korrekturphasen hinein einzusteigen, ist eine grundsätzlich sinnvolle Vorgehensweise. So verringert man das Risiko, ausgerechnet nahe an einem Hoch zu kaufen und lange warten zu müssen, um wenigstens den Einstandskurs wiederzusehen. Hinzu kommt, dass man in einer Korrektur näher an den trendführenden, gleitenden Durchschnitten und Aufwärtstrendlinien zugreift, so dass man seine an diesen Schlüssel-Unterstützungen orientierten Stoppkurse enger setzen kann als bei einem Kauf nach neuen Hochs. Die Frage, die indes immer offen bleibt, lautet:

Wann ist eine Korrektur denn wirklich vorüber? Grundsätzlich kann aus einer Korrektur ja auch eine Abwärtswende werden, die genau die Unterstützungen bricht, die eigentlich halten sollten. Erst „ganz unten“, nah an den entscheidenden Linien einzusteigen, wäre also besser … eigentlich. Nur was tun, wenn diese entscheidenden Marken gar nicht erreicht werden und die Aktie schon auf höherem Niveau nach oben dreht? Sollte man es einfach irgendwo mal versuchen … oder warten, bis zuvor unterbotene Unterstützungen zurückerobert werden und man daraus schließen kann, dass die Korrektur überstanden ist? Aber täte man das, müsste man viel teurer einsteigen, als würde man in fallende Kurse kaufen. Gibt es da keine Patentlösung?

Expertenmeinung: Nein, die gibt es nicht. Nicht einmal mit einem zusätzlichen Seitenblick auf Bewertungen oder Experten-Kursziele ist sicher, wo „unten“ sein wird. Denn eine Aktie kann, das ist nicht einmal selten, durchschnittliche Analysten-Kursziele weit überbieten, dann aber so drastisch korrigieren, dass diese Ziele weit unterschritten werden und der Kurs trotzdem nicht dreht. Daher muss man von Fall zu Fall entscheiden und überlegen, wie man vorgehen könnte. Das gilt auch für die Aktie des Windkraftanlagenherstellers Nordex.

Nordex Aktie: Chart vom 29.05.2026, Kurs 41,40 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Nordex Aktie: Chart vom 29.05.2026, Kurs 41,40 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS

Der Chart zeigt, dass die Korrektur bislang unter die die Aktie seit letztem Herbst nach oben führende 50-Tage-Linie (violette Linie) und die Supportlinie bei 42,24 Euro geführt hat. Aktuell testet der Kurs die in Schwarz gehaltene, bei derzeit 40,65 Euro verlaufende 100-Tage-Linie. Wenn man bedenkt, dass das Jahreshoch bei 51,70 Euro lag und das durchschnittliche Analysten-Kursziel von momentan 45,70 Euro wieder ein gutes Stück über dem letzten Kurs liegt, wirkt das verlockend. Zumal die Bewertung mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von gut 22 auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung mit Blick auf das solide gefüllte Auftragsbuch nicht teuer wäre.

Andererseits hat man eben nie eine Garantie, dass eine Korrektur nicht trotzdem deutlich weiter reicht, als sie von solchen Aspekten her führen müsste. Und bis zu einer richtig massiven Unterstützung in Form des Kreuzsupports aus September-Aufwärtstrendlinie und der unteren Begrenzung des im Februar entstandenen Aufwärts-Gaps wäre es noch ein gutes Stück nach unten, die wartet erst um 35 Euro.

Eine denkbare Option wäre, einfach einen Fuß in die Tür zu stellen – grundsätzlich ein recht häufiges Vorgehen in einer solchen Situation. Man ordert eine kleine Position dort, wo eine Korrektur ihren Boden finden könnte, aber nicht muss … und schaut, was weiter passiert. Dreht die Aktie umgehend nach oben, wäre man immerhin mit einer kleineren Position dabei. Fällt sie an den nächsten Auffangbereich, kauft man in der gleichen Größenordnung wie beim ersten Kauf zu, setzt dann aber unter diese tiefergelegene Unterstützung konsequent einen Stoppkurs.

Kommt man nicht zum Zuge, weil die Aktie schon weiter oben aufwärtsdreht, geht der Stopp unter das letzte Tief und man hätte die Option, dann zuzukaufen, wenn die Aktie erste Widerstände überbietet, die von Belang sind. Im Fall Nordex könnte man da die 20-Tage- und 50-Tage-Linien bei derzeit 45,05/45,30 Euro als Anhalt nehmen … und zieht den Stopp dann zügig nach.

Möglichkeiten, die Ungewissheit über die Dimension einer Korrektur „auszutarieren“, gibt es also grundsätzlich durchaus. Wie man da letzten Endes vorgeht, ist immer eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft.

Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/NDX1.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

20.05.2026
08:28 Uhr

Nordex: Deckel drauf? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 19.05.2026 um 22:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Nordex gehörte am Dienstag zu den größten Verlierern in MDAX und TecDAX. Und wie immer in solchen Fällen stellen sich Marktteilnehmer die Frage: Ist das nur ein „Ausatmen“ von begrenzter Dauer und Reichweite – oder ist jetzt auf der Oberseite ein schwerer Deckel drauf?

Der Dienstag hatte ja durchaus etwas Ungewöhnliches an sich. Die großen Gewinner der vergangenen Wochen gerieten unter Druck, dafür wurde auf einmal kräftig eingesammelt, was zuvor keiner haben wollte. Und wenn man sich ansieht, wie massiv die Aktie des Windkraftanlagenbauers Nordex in den vergangenen Monaten gestiegen ist, könnte man schon den Eindruck gewinnen, dass es, wenn wir da wirklich einen Wechsel der Pferde beim Rennen um Performance sehen, auch mit Nordex in Sachen Hausse vorerst vorbei ist. Aber könnte dieser Eindruck nicht möglicherweise trügen?

Nordex und der „Mit-Verlierer“ SMA Solar gehören ja nicht in die typische Ecke der Hausse-Kandidaten der vergangenen Zeit. Bei denen ging es um KI und um alles, dem man in deren Schlepptau gewaltiges und rasantes Wachstum zutraut: Baufirmen, Energieausrüster, Hableiterhersteller und deren Zulieferer. Aber erneuerbare Energien?

Expertenmeinung: Das gehört eher in die Ecke mittelfristiger Überlegungen: Höhere Energiepreise bei fossilen Energieträgern und steigender Strombedarf – auch wegen KI, aber nicht nur. Zudem wäre ein Nachfrage-Boom bei Rechenzentren und Halbleitern irgendwann durch, weil die gewünschten Kapazitäten dann bereitgestellt sind, während der Energiebedarf an sich danach trotzdem weiter zunimmt. Daher wäre die Wachstumsperspektive bei Nordex eine solidere, weiter in die Zukunft reichende als z.B. bei Unternehmen, die Rechenzentren bauen.

Das wäre ein Punkt, der dafür spräche, dass für die stark gelaufene Aktie womöglich zwar eine Zeitlang ein Deckel drauf ist, sprich das Jahreshoch Ende April bei 51,70 Euro markiert, erst einmal das Ende der Fahnenstange bleibt, das Korrekturpotenzial aber begrenzt sein könnte.

Der andere Punkt wäre die Bewertung. Während so manche Halbleiter-Aktie in den vergangenen Wochen meilenweit über die Kursziele der Experten hinausgeschossen ist und Bewertungslevels erreichte, bei denen einem schwindelig werden konnte, sehen wir bei Nordex ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis, das mit derzeit 25 auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten noch keineswegs als „teuer“ einzuordnen wäre. Darüber hinaus hat der bisherige Rücksetzer den Kurs sogar leicht unter das durchschnittliche Analysten-Kursziel geführt.

Fazit: Die Nordex-Aktie ist zwar stark gelaufen, deswegen aber kein klassischer „Absturz-Kandidat“. Dass die Aktie am Dienstag die wichtige 50-Tage-Linie unterboten hat, ist kurzfristig nicht gut, aber da sich der Kurs in Treppenstufen nach oben bewegt hat, könnte hier jede Stufe, die man wieder zurückgeht, Halt bieten. Blind in fallende Kurse zu kaufen, ist nie gut, auch hier nicht. Aber Korrekturen zu nutzen, sobald sich bullische Muster ausbilden, ist etwas, auf das man hier durchaus warten könnte.

Nordex Aktie: Chart vom 19.05.2026, Kurs 44,06 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Nordex Aktie: Chart vom 19.05.2026, Kurs 44,06 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/NDX1.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

28.04.2026
08:06 Uhr

Nordex: Selling on good news? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.04.2026 um 18:16 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Als der Windkraftanlagenhersteller Nordex nach der Corona-Phase ambitioniert wirkende, mittelfristige Margenprognosen vorlegte, kauften Anleger in der Hoffnung, dass diese Ziele Realität würden. Jetzt sind die Ziele erreicht – sollte man also den Gewinn einstreichen?

Der Auftragseingang lag im ersten Quartal mit einem Leistungsumfang von 1,9 Gigawatt zwar unter dem des Vorjahres. Aber zum einen ist das eine volatile Größe, zum anderen hatte Nordex diese Zahl bereits im Vorfeld gemeldet, daher sorgte das bei der gestrigen Vorlage der kompletten Zahlen zum ersten Quartal nicht für Irritationen. Und was diese restlichen Daten anging, passte alles perfekt:

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

15.04.2026
08:32 Uhr

Nordex: Dieses Minus wirkte wie ein Plus — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.04.2026 um 22:23 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Windkraftanlagenbauer Nordex meldete am Dienstagmorgen einen im ersten Quartal relativ deutlich unter dem Vorjahreszeitraum liegenden Auftragseingang. Die Aktie gab zunächst nach, doch am Handelsende war der Abschlag minimal. Ein Zeichen der Stärke?

Das war es allemal. Die Aktie lag am gestrigen Tagestief um knapp 4,2 Prozent im Minus, am Ende des Tages waren es nur noch 0,9 Prozent. Und das, obgleich das Minus beim Auftragseingang nicht gerade klein ausfiel: Im ersten Quartal 2025 waren Aufträge im Volumen von 2,2 Gigawatt Leistung hereingekommen, in den ersten drei Monaten 2026 nur von 1,9 Gigawatt. Warum wurde die Aktie daraufhin nicht stärker verkauft, nicht zuletzt mit Blick darauf, dass man hier eine ganze Menge an Gewinn realisieren könnte, wenn man vor einem Jahr eingestiegen wäre?

Zum einen vermutlich deswegen, weil der Auftragseingang immer Schwankungen unterliegt und sich das Management in Bezug auf das Gesamtjahr optimistisch zeigte. Zum anderen wohl auch, weil der durchschnittliche Verkaufspreis pro Megawatt von 0,87 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,91 Millionen zulegen konnte, was auf eine weiter anziehende operative Gewinnmarge hoffen lässt.

An diesem Punkt könnte man die Sache damit als einen klaren Stärkebeweis der Bullen abhaken, die trotz der bereits deutlich gestiegenen Aktie kein Stück aus der Hand geben wollen, auch wenn die Zahlen wie in diesem Fall zur Abwechslung unter den Erwartungen liegen. Aber es wäre vielleicht besser, trotzdem einen Blick auf den Chart und andere Aspekte zu werfen.

Nordex Aktie: Chart vom 14.04.2026, Kurs 45,08 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Nordex Aktie: Chart vom 14.04.2026, Kurs 45,08 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Denn so „verkaufsunwillig“ die Akteure gestern auch waren, die Frage stellt sich durchaus, wie viel Luft hier in den kommenden Monaten noch nach oben vorhanden sein könnte, sofern Nordex „nur“ die eigenen Prognosen eines fortgesetzten Wachstums erfüllt und nicht für erneute, positive Überraschungen sorgt. Überraschungen, die nach dem beeindruckenden Wachstum der Vorjahre, insbesondere bei der operativen Marge, zumindest nicht leichter fallen dürften.

Denn wenn man sich ansieht, wie die Analysten die Aktie derzeit einschätzen, stellt man fest: Von den 16 Experten, die Nordex regelmäßig auf dem Schirm haben, sieht sie nur noch die Hälfte als kaufenswert an. Und das durchschnittliche Kursziel von momentan 42,43 Euro wäre aktuell bereits überboten. Hinzu kommt eine Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis von aktuell um 25,5, was zwar günstig wäre, wenn Nordex noch ein, zwei Jahre im Tempo der Vorjahre wachsen könnte. Aber teuer, wenn das Tempo abnehmen sollte. Und Letzteres ist kein Szenario, das man einfach ausschließen sollte.

Daher mag die gestrige, deutliche Verringerung anfangs größerer Verluste zwar in der Tat ein klarer Punktsieg der Bullen gewesen sein, zementiert aber nicht ihre Dominanz für alle Zeit. Achten Sie auf die seit vergangenem Herbst als Leitstrahl des Kursanstiegs fungierende 50-Tage-Linie. Die verläuft momentan bei 40,45 Euro und steigt zügig. Sollte diese Linie fallen, wäre das ein klares Warnsignal. Ein Stoppkurs ein, zwei Prozent unterhalb dieser Linie, den man mit deren Anstieg sukzessive nachzieht, wäre auf jeden Fall zu überlegen.

Quellenangaben: Pressemeldung zum Auftragseingang im 1. Quartal 2026, 14.04.2026: https://www.iwrpressedienst.de/energie-themen/pm-8796-nordex-group-erzielt-einen-auftragseingang-von-1-9-gw-im-ersten-quartal-2026

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/NDX1.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

11.03.2026
08:38 Uhr

Nordex: Manchmal wachsen Bäume eben doch in den Himmel — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.03.2026 um 19:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Auf Basis dessen, was man bis zur Vorlage der 2025er-Bilanz nebst Ausblick Ende Februar wusste, war die Nordex-Aktie ziemlich ambitioniert bewertet. Trotz des immensen Kurssprungs nach der Bilanz ist die Bewertung jetzt aber wieder niedrig genug, um die Bären fernzuhalten.

Dass 2025 gut gelaufen war, wusste man bereits seit dem 25. Februar, als die Ergebnisse des Vorjahres auf den Tisch kamen. Vor allem der kräftige Anstieg der Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) von 4,1 auf 8,4 Prozent war beeindruckend und eine Rechtfertigung für höhere Kurse. Was man aber nicht wusste, war: Womit kalkuliert der Windkraftanlagenbauer für das laufende Jahr?

Und über die im Zuge der Bilanz gelieferte Perspektive konnte man einigermaßen begeistert sein … und war es auch, wie die große Aufwärts-Kurslücke bezeugt, die daraufhin im Chartbild entstand. Nordex erwartet nach einem Umsatz von 7,55 Milliarden Euro im Vorjahr für 2026 einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro. Das wäre also eine Spanne zwischen +8,6 und +19,2 Prozent. Das alleine ist gut, hätte aber angesichts des vorangegangenen Kursanstiegs keine derart starke Reaktion nach sich gezogen. Aber das war es eben nicht alleine.

Expertenmeinung: Was die Sache für die Käuferseite so grandios machte, war die Erwartung in Sachen EBITDA-Marge. Hier will man 2026 in einer Range zwischen 8,0 und 11,0 Prozent landen. Damit liegt Nordex beim Umsatz ebenso wie bei der Marge mit der Mitte seiner Planungsspanne klar über dem Schnitt der bisherigen Analysten-Erwartungen. Und das soll darüber hinaus zementiert werden: Mittelfristig sieht das Unternehmen seine EBITDA-Spanne jetzt zwischen 10,0 und 12,0 Prozent. Das bisherige Ziel, das vor zwei, drei Jahren noch ambitioniert wirkte, bei 8,0 Prozent lag und bereits 2025 überboten wurde, ist also Geschichte.

Entscheidend ist, dass eine bei steigenden Umsätzen zugleich steigende Gewinnmarge wie ein Hebel wirkt. Würde man in Bezug auf den Ausblick die Mitte der Spanne ansetzen, würden 8,6 Milliarden Euro Umsatz und eine EBITDA-Marge von 9,5 Prozent den operativen Gewinn gegenüber 2025 von 631 auf 817 Millionen Euro und damit um knapp 30 Prozent nach oben „hebeln“. Und bei solchen Wachstumsraten (das EBITDA hatte sich 2025 zum Vorjahr ja bereits verdoppelt) ist ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von derzeit um die 25 nicht zu hoch, im Gegenteil.

Natürlich könnte man argumentieren, dass das Wachstumstempo über kurz oder lang nachlässt und dann ein KGV wie jetzt nicht mehr billig wäre. Aber so, wie es sich momentan darstellt, wäre das eher „über lang“ zu erwarten. Aktuell läuft es … und steigende Ölpreise bieten zugleich ein Umfeld, in dem man vermuten darf, dass die Windkraft noch einiges an Wachstumspotenzial vor sich hat. Daher:

Für das bärische Lager wäre diese Aktie derzeit kein Thema. Zwar wäre es möglich, dass es zu einem „Gap Close“ kommt, sprich diese zwischen 35,04 und 38,54 Euro gelegene Aufwärts-Kurslücke geschlossen wird. Aber angesichts dieser 2026er-Prognosen ist das keineswegs ein „Muss“. Ob man aktuell noch auf diesen nichtsdestotrotz ja ziemlich schnell dahin rasenden Zug aufspringen müsste, sei mal dahingestellt, aber in diesem Zug sitzen zu bleiben, ergäbe aus aktueller Sicht allemal einen Sinn.

Nordex Aktie: Chart vom 10.03.2026, Kurs 43,02 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Nordex Aktie: Chart vom 10.03.2026, Kurs 43,02 Euro, Kürzel: NDX1 | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

25.02.2026
13:05 Uhr

Nordex vor dem großen Comeback? — Tobias Krieg

14.01.2026
08:19 Uhr

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15.12.2025
08:33 Uhr

Nordex: Bullisch, aber langsam hart am Wind — Ronald Gehrt

12.11.2025
08:17 Uhr

Nordex: Der Dauerläufer erreicht schwieriges Terrain — Ronald Gehrt

28.10.2025
08:19 Uhr

Nordex: Neue Margenprognose – jetzt wird es spannend! — Ronald Gehrt

13.10.2025
08:25 Uhr

Nordex: Hat das überhaupt jemand auf dem Schirm? — Ronald Gehrt

08.10.2025
08:22 Uhr

Nordex mit Wind im Rücken: Aktie nähert sich Schlüsselmarke — Achim Mautz

01.09.2025
08:13 Uhr

Nordex: Offenbar haben einige diese Linie doch gesehen … — Ronald Gehrt

25.07.2025
08:17 Uhr

Nordex mit Rückenwind — Achim Mautz

22.07.2025
08:30 Uhr

Nordex: Gewinne mitnehmen oder Position laufen lassen? — Ronald Gehrt