Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach einigen positiven Analystenkommentaren im Laufe der vergangenen Woche legte die Micron-Aktie erneut deutlich zu. Zudem gehörte der Halbleitersektor wieder einmal zu den stärkeren Bereichen an der Wall Street. Mit dem Breakout über die Marke um 1.100 USD konnte die Aktie ein neues Allzeithoch erreichen und bestätigte damit erneut den robusten Aufwärtstrend.
Dieser wurde zuletzt vor allem von der 20-Tage-Linie getragen. Auch den letzten Test zu Beginn des Monats konnten die Käufer für steigendes Kaufinteresse nutzen. Nun gilt es, den am Donnerstag gestarteten erneuten Ausbruch zu bestätigen. Der Trend bleibt aktuell bullisch.
Expertenmeinung: Technisch zeigt Micron weiterhin relative Stärke und zählt innerhalb des Halbleitersektors zu den auffälligeren Gewinnern. Fundamental stützt die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Anwendungen und Rechenzentren die positive Marktstimmung. Gleichzeitig ist nach der starken Rallye bereits viel Optimismus eingepreist, weshalb enttäuschende Nachrichten oder schwächere Margensignale schnell zu Gewinnmitnahmen führen könnten. Aus technischer Sicht bleibt der jüngste Ausbruch das zentrale Signal. Sollte dieser bestätigt werden, könnte das bullische Szenario intakt bleiben. Ein Rückfall unter die Marke von 1.100 USD würde jedoch ein technisches Schwächesignal darstellen.
Aussicht: Bullisch
Micron Technology Aktie: Chart vom 18.06.2026, Kurs: 379.40 USD, Kürzel: MU | Quelle: TWS
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.06.2026 um 7:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
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Warum der Markt dich täglich täuscht und der mögliche Schlüssel zum Erfolg
— Tobias Krieg
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.06.2026 um 14:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Kursbewegungen wirken im Moment des Geschehens unglaublich wichtig. Rückblickend sind sie oft bedeutungslos.
Die unsichtbaren Treiber
Das kurzfristige Kursgeschehen übt auf viele Anleger enormen Druck aus. Fällt eine Aktie, setzt sofort ein Reflex ein: Es muss eine Erklärung geben. Nach dem Motto: Irgendetwas Schlechtes muss passiert sein, irgendwer weiß bereits mehr und deshalb wird verkauft. Diese Denkweise ist intuitiv, aber in vielen Fällen schlicht falsch.
Natürlich lässt sich im Nachhinein immer ein Grund konstruieren, wenn man es wirklich will. Nachrichten, Gerüchte oder Makrodaten liefern genug Material, um jede Bewegung zu erklären, aber in vielen Fällen gibt es keinerlei fundamentale Gründe für einen Abverkauf.
Die kurzfristige Kursentwicklung, vor allem im Tages- und Wochenbereich, ist weniger ein Abbild von Unternehmenswerten als vielmehr ein Spiegel von Angebot, Nachfrage, Positionierungen und Emotionen.
Ein großer Teil der Bewegungen entsteht durch ganz banale Mechanismen. Nach starken Anstiegen kommt es zu Gewinnmitnahmen. Früh eingestiegene Investoren realisieren ihre Gewinne, wodurch Verkaufsdruck entsteht, obwohl sich am Geschäftsmodell nichts geändert hat. Gleichzeitig spielen institutionelle Rebalancings eine Rolle. Fonds müssen ihre Gewichtungen anpassen, unabhängig davon, wie sich der Ausblick eines Unternehmens entwickelt hat.
Das große Börsenrauschen
Darüber hinaus wird das Bild stark von kurzfristiger Marktmechanik geprägt. Werden wichtige Unterstützungen oder Widerstände erreicht oder gebrochen, reagieren zahlreiche Marktteilnehmer gleichzeitig.
Trader, Privatanleger, Fonds und Algorithmen handeln dieselben Signale. Wenn bestimmte Kursniveaus erreicht werden, lösen sich Stop-Loss-Orders aus oder systematische Strategien drehen ihre Positionen. Das verstärkt Trends nach unten genauso wie nach oben.
Als Anleger muss man das verstehen. Der kurzfristige Kursverlauf sagt in der Regel wenig darüber aus, ob ein Unternehmen gut oder schlecht arbeitet. Er sagt vielmehr etwas darüber aus, wie Positionierungen, Erwartungen und Liquidität gerade verteilt sind. Wer sich zu stark davon beeinflussen lässt, verliert schnell den Blick für das Wesentliche.
Die wahre Frage erfolgreicher Anleger
Und das ist aus meiner Sicht die Frage nach der langfristigen Perspektive. Die entscheidende Frage lautet nicht, warum eine Aktie heute fällt oder morgen steigt, sondern wo ein Unternehmen in einigen Jahren steht. Denn mit dieser Frage wird das große Geld verdient.
Micron mag in den letzten Tagen stark gestiegen und gestern um 6 % gefallen sein, doch das spielt im größeren Kontext keine Rolle.
Micron Aktie: Chart vom 17.06.2026, Kurs: 1.020 USD – Kürzel: MU | Quelle: TWS
Die Kernfrage, ob die Aussichten für Micron positiv sind, wurde bereits vor Monaten und bei Kursen zwischen 70 und 444 USD beantwortet: „KI-Gewinner: Steht Micron vor einem mehrjährigen Aufwärtstrend?“ (22.03.2024), „Micron Technology: Operativer Cashflow steigt um 10.000%“ (28.06.2024), „Micron Technology: Es hat begonnen“ (21.03.2025), „Micron: Sensationell“ (30.06.2025), „Micron zündet den Turbo: Ausblick und Quartalszahlen sprengen Erwartungen“ (24.09.2025), „Micron entfesselt: Das sprengt alle Erwartungen“ (19.12.2025), „Einige Gedanken zum aktuellen Zustand der Börse: S&P 500 und Micron“ (04.02.2026) und „Micron Technology schockt mit 681 % Gewinnsprung“ (20.03.2026).
Sie dürfen mir gerne ein überbordendes Niveau an Selbstlob vorwerfen, aber manchmal gilt es zu genießen. Darüber hinaus kann man aus derartigen Vorgängen extrem viel lernen. Denn an der Börse wiederholen sich bestimmte Muster immer wieder, und wer das versteht, kann sie für sich nutzen.
„Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen.“ So oder so ähnlich schrieb es George Santayana in seinem Werk The Life of Reason. Dasselbe gilt auch umgekehrt.
Micron als Lehrstück für Marktineffizienz
Darüber hinaus ist Micron ein Paradebeispiel dafür, wie ineffizient der Markt im kurzfristigen Zeitfenster und wie gering die Aussagekraft kurzfristiger Kursschwankungen ist.
Es ist kaum mehr als ein Jahr her, als ich haareraufend den Kurseinbruch von Micron von etwa 160 auf 60 USD miterlebt habe. In solchen Momenten hinterfragt man sich selbst. Hat man bei der Analyse etwas übersehen? Liegt man mit der bullischen Einschätzung falsch? Sollte man besser die Reißleine ziehen? Wird Arbeitsspeicher wirklich zum Flaschenhals und wird der Gewinn von Micron deshalb durch die Decke gehen – oder ist all das eine grandiose Fehleinschätzung?
Es ist nicht leicht, in diesen Momenten standhaft zu bleiben. Dasselbe gilt für schwere Crashs, wie beispielsweise im vergangenen April, als die Welt kurzzeitig auf einen katastrophalen Handelskrieg zuzuschlittern schien.
Am Ende bleibt genau deshalb die wichtigste Erkenntnis: Kurzfristige Kurse sind oft zufällig, manchmal technisch getrieben und selten ein verlässlicher Maßstab für die Qualität eines Unternehmens. Wer sich davon zu stark leiten lässt, verliert sich im Rauschen.
Warum Durchhaltevermögen an der Börse entscheidend ist
Der Schlüssel für langfristigen Erfolg als Investor ist aus meiner Sicht vor allem eine Sache: Die langfristige Perspektive im Auge zu behalten und standhaft zu bleiben.
Niemand konnte erahnen, dass der Gewinn von Micron derartig durch die Decke gehen würde. Doch das war auch nicht notwendig. Notwendig war nur die Erkenntnis, dass ein Oligopolist in einer Schlüsseltechnologie irgendwann wieder ein herausragendes Jahr haben wird.
Das konnte man bereits seit 2018 erahnen, als der Gewinn plötzlich auf 14 Mrd. USD explodierte und Micron in einem Jahr mehr verdiente als in der ganzen Unternehmensgeschichte zuvor. Vielleicht wird sich der eine oder andere Leser noch daran erinnern, dass ich diesen Umstand in etlichen Artikeln als Argument für Micron verwendet habe.
Im Endeffekt geschieht heute dasselbe wie damals, nur auf einer größeren Ebene.
Denn an der Börse wiederholen sich bestimmte Muster immer wieder, und wer das versteht, kann sie für sich nutzen.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.
10.06.2026 08:26 Uhr
Micron: Erste Hinweise auf eine Abkühlung nach starker Rallye?
— Achim Mautz
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.06.2026 um 7:55 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Halbleiterproduzent zählte in den vergangenen Monaten zu den größeren Gewinnern der Branche und profitierte bislang von der starken Aufmerksamkeit rund um künstliche Intelligenz. In den letzten Tagen hat sich jedoch eine kleinere Zwischenkorrektur entwickelt, die von Anlegern nun genauer beobachtet wird.
Seit April gelang es der Micron-Aktie, die 20-Tage-Linie mehrfach zu verteidigen. Auch die Zwischenkorrektur von Mitte Mai endete nahezu punktgenau an diesem Indikator. Nun deutet sich an, dass Käufer erneut in diesem Bereich aktiver werden. Der übergeordnete Trend bleibt damit grundsätzlich bullisch, doch die aktuelle Verteidigung der kurzfristigen Unterstützung dürfte entscheidend dafür sein, ob sich die Rallye zeitnah fortsetzen könnte oder ob sich die Korrektur zunächst noch etwas ausweitet.
Expertenmeinung: Die 20-Tage-Linie rückt bei Micron nun erneut in den Mittelpunkt. Kann die Aktie diesen Bereich verteidigen und schnell wieder nach oben drehen, wäre eine Fortsetzung des bestehenden Aufwärtstrends grundsätzlich möglich. Vor allem weitere Käufe nach einer ersten Stabilisierung könnten darauf hindeuten, dass die Käuferseite weiterhin die Oberhand behält.
Ein nachhaltiger Bruch dieses kurzfristigen Trendindikators würde das technische Bild hingegen eintrüben und könnte eine tiefere Korrektur in Richtung der 50-Tage-Linie begünstigen. Insgesamt bleibt das Bild derzeit bullisch, doch die kommenden Handelstage dürften für die kurzfristige Richtung wichtig sein.
Aussicht: Bullisch
Micron Technology Aktie: Chart vom 09.06.2026, Kurs: 935.89 USD, Kürzel: MU | Quelle: TWS
Über den Autor
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.05.2026 um 7:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Halbleiterwerte waren in den letzten Wochen und Monaten maßgeblich für den kräftigen Anstieg an der Wall Street. Titel wie Intel, AMD oder Marvell Technology stiegen deutlich in Richtung Norden, und auch die Aktie von Micron Technology hat sich der allgemeinen Rallye angeschlossen.
Allein seit April konnte das Papier um mehr als 150 % zulegen, und damit werden die Sorgen über mögliche Überbewertungen innerhalb der Branche langsam lauter. Aktuell sind zwar noch keine klaren Verkaufssignale erkennbar, dennoch steigt die Wahrscheinlichkeit einer größeren Zwischenkorrektur spürbar an. Vor allem der große Abstand zur 50-Tage-Linie deutet darauf hin, dass die Aktie kurzfristig stark gelaufen sein könnte. Bislang bleiben Rücksetzer jedoch überschaubar und werden weiterhin schnell von Käufern aufgefangen.
Expertenmeinung: Fundamental profitiert Micron weiterhin vom KI-Boom sowie der hohen Nachfrage nach Speicherlösungen für Rechenzentren und Hochleistungsanwendungen. Diese Erwartungen haben zuletzt deutliche Kapitalströme in den gesamten Halbleitersektor gelenkt. Gerade in stark trendenden Phasen achten institutionelle Anleger häufig darauf, ob Momentum-Aktien konstruktive Konsolidierungen ausbilden oder plötzlich unter Verkaufsdruck geraten. Sollte sich die Micron-Aktie weiterhin oberhalb der 20-Tage-Linie behaupten können, könnte der übergeordnete Trend intakt bleiben. Eine erhöhte Volatilität sollten Anleger derzeit jedoch einkalkulieren.
Aussicht: Neutral
Micron Technology Aktie: Chart vom 12.05.2026, Kurs: 766.58 USD, Kürzel: MU | Quelle: TWS
Über den Autor
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
27.03.2026 08:26 Uhr
Micron Technology: Halbleiterunternehmen unter Druck – Chance oder Risiko?
— Achim Mautz
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.03.2026 um 7:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ein starker Jahresstart lies die Micron-Technology-Aktie zu den stärkeren Halbleiterwerten zählen, obwohl das Marktumfeld zuletzt alles andere als einfach war. Der Ausbruch auf neue Allzeithochs unterstrich dabei die relative Stärke gegenüber vielen Tech-Werten.
Mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen folgte jedoch eine abrupte Kehrtwende. Trotz deutlicher Zuwächse bei Umsatz und Gewinn dominierten Gewinnmitnahmen das Geschehen. Innerhalb weniger Handelstage gab die Aktie mehr als 24 % nach und rutschte zurück in Richtung der vorherigen Ausbruchszone. Das Pivot-Tief von Anfang März geriet dabei unter Druck und wurde zuletzt sogar leicht per Schlusskurs unterschritten. Die Dynamik auf der Unterseite hat damit zugenommen, während wichtige kurzfristige Unterstützungen auf den Prüfstand gestellt werden.
Expertenmeinung: Die Zahlen zeigen, dass das operative Geschäft weiterhin stark wächst, was grundsätzlich für anhaltendes Interesse institutioneller Investoren sprechen könnte. Gleichzeitig deuten die deutlichen Gewinnmitnahmen darauf hin, dass ein Teil der positiven Erwartungen bereits eingepreist gewesen sein dürfte. Besonders das hohe Handelsvolumen in der Abwärtsbewegung wirft Fragen auf.
Entscheidend wird nun sein, wie die Aktie mit dem zuletzt ausgebildeten Boden umgeht.
Aussicht: Neutral
Micron Technology Aktie: Chart vom 26.03.2026, Kurs: 355.46 USD, Kürzel: MU | Quelle: TWS
Über den Autor
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
20.03.2026 11:17 Uhr
Micron Technology überrascht mit 681 % Gewinnsprung
— Tobias Krieg
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.03.2026 um 11:00 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Die Aktie von Micron Technology ist berüchtigt für ihre Schwankungen. Doch wer genauer hinsieht, könnte die Wahrheit erkennen.
Das unsichtbare Rückgrat der digitalen Welt
Über die Jahre hinweg habe ich mich unzählige Male positiv zu Micron geäußert. Meine eigene Auseinandersetzung mit dem Unternehmen reicht bis in das Jahr 2016 zurück.
Seitdem hat die Aktie viele Höhen und Tiefen erlebt. Der Kurs hat weitaus stärker geschwankt als das zugrundeliegende Geschäft, so wie das an der Börse eigentlich immer der Fall ist.
Wer hinter diese Schwankungen geblickt hat, hat immer dasselbe Unternehmen entdeckt: Micron ist einer der weltweit führenden Hersteller von Speicherlösungen, insbesondere DRAM und NAND-Flash.
Micron entwickelt und produziert Speicherchips, die anschließend an Hersteller von Computern, Smartphones, Servern oder Industrieanwendungen verkauft werden. Der entscheidende Punkt ist: Speicher ist kein Nischenprodukt, sondern ein universeller Bestandteil nahezu aller digitalen Systeme. Mit zunehmender Digitalisierung steigt daher zwingend auch die Nachfrage.
Besonders interessant ist die Marktstruktur im DRAM-Bereich. Hier handelt es sich faktisch um ein Oligopol in einer unverzichtbaren Schlüsseltechnologie. Neben Micron gibt es nur noch Samsung Electronics und SK Hynix als relevante Anbieter. Wer frühere Artikel gelesen hat, weiß das seit Jahren.
Sie haben keine Wahl
Der Umsatz kletterte in dieser Zeit von 12,4 auf 37,4 Mrd. USD. Der Gewinn schwankte stark, aber die Tendenz zeigte klar zur Oberseite. Der Speichermarkt war in der Vergangenheit stark konjunkturanfällig. Im Gegenzug verdienen die wenigen Anbieter in guten Phasen jedoch exorbitante Summen.
Aktuell befindet sich der Markt wieder in einer solchen Hochphase. Steigende Preise treffen auf eine wachsende Nachfrage. Die Produktionskapazitäten sind weitgehend ausgelastet. Das führt zu einem deutlichen Anstieg der Profitabilität.
Kunden haben keinerlei Ausweichmöglichkeiten. Wer Speicher benötigt, muss bei einem der drei Anbieter kaufen.
Ein wesentlicher Treiber der aktuellen Nachfrage ist das Servergeschäft, das zu einem massiven Anstieg der Nachfrage geführt hat. Dadurch konnte Micron Preiserhöhungen durchsetzen, welche die Profitabilität und auch die anderen Geschäftsbereiche zusätzlich befeuern.
Gegenseitig verstärkende Kaskadeneffekte
Durch das Aufkommen von High Bandwidth Memory (HBM) wurden diese Effekte zusätzlich verstärkt. HBM: Diese Technologie stellt einen bedeutenden Fortschritt gegenüber klassischen DRAM-Lösungen dar. Während herkömmliche Speicher wie GDDR6 auf parallele Datenübertragung setzen, nutzt HBM eine 3D-Stapelarchitektur. Mehrere Speicherchips werden übereinandergeschichtet und über sogenannte Through-Silicon Vias (TSV) verbunden. Das Ergebnis ist eine massiv erhöhte Bandbreite bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch.
HBM ist damit prädestiniert für Anwendungen, bei denen große Datenmengen extrem schnell verarbeitet werden müssen. Dazu zählen Hochleistungsrechner, KI-Modelle, autonome Systeme oder auch medizinische Bildgebung. Der Bedarf für HBM steigt demnach exponentiell. Die Nachfrage ist so hoch, dass Micron sich gezwungen sah, Produktionslinien, die bisher für DDR genutzt wurden, für HBM umzurüsten. Dadurch ist das weltweite Angebot von DDR-Arbeitsspeichern gesunken und der Preis weiter gestiegen.
Die Zahl des Tages: 681 Prozent
All diese Effekte verstärken sich gegenseitig und mit Blick auf die enormen Investitionspakete der Hyperscaler und vielen anderen Unternehmen wird die Nachfrage in den kommenden Jahren wohl nicht abbrechen.
Daher hatte ich in den letzten Artikeln auch nicht mit Superlativen gespart: „Micron Technology: Es hat begonnen“, „Micron: Sensationell“, „Micron zündet den Turbo“ und „Micron entfesselt: Das sprengt alle Erwartungen“.
Doch selbst hartgesottene Bullen dürften von den jüngsten Quartalszahlen überrascht worden sein.
Der Gewinn lag mit 12,20 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 9,20 USD. Mit einem Umsatz von 23,86 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 19,97 Mrd. USD ebenfalls übertroffen. Auf Jahressicht entspricht das nahezu einer Verdreifachung der Umsätze und einem Anstieg des Gewinns um 681 %.
Vor diesem Paukenschlag wurde erwartet, dass Micron in diesem Jahr einen Gewinnsprung von 8,29 auf etwa 39 USD verzeichnen wird. Inzwischen liegen die Konsensschätzungen bei etwa 58 USD je Aktie. Micron kommt demnach auf eine forward P/E von 7,7.
Wenn ich auf meine knapp 20 Jahre an der Börse zurückdenke, hat sich eine Sache immer wieder bestätigt: Die großen Gewinne fahren langfristige Investoren ein, die Top-Unternehmen zu vernünftigen Bewertungen kaufen und dann jahrelang investiert bleiben.
Micron Technology Aktie: Chart vom 20.03.2026, Kurs: 444 USD – Kürzel: MU | Quelle: TWS
Wir werden sehen, wohin die Reise von Micron gehen wird. Setzt sich die Rallye in den kommenden Monaten fort, oder ist das Ende der Fahnenstange erreicht? Sicher kann das niemand sagen. Aber ist das überhaupt noch wichtig? Diejenigen, die 2016 bei 10 USD eingestiegen sind oder letztes Jahr noch bei 70 USD, können der Zukunft gelassen entgegenblicken.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse und den Mut und das notwendige Durchhaltevermögen, das notwendig ist, um Ihr Portfolio künftig mit Erfolgsgeschichten wie Micron zu bereichern.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.
04.02.2026 10:42 Uhr
Einige Gedanken zum aktuellen Zustand der Börse: S&P 500 und Micron
— Tobias Krieg
19.12.2025 12:16 Uhr
Micron entfesselt: Das sprengt alle Erwartungen
— Tobias Krieg
17.11.2025 08:29 Uhr
Micron Technologies: Welche Korrektur?
— Achim Mautz
24.09.2025 10:44 Uhr
Micron zündet den Turbo: Ausblick und Quartalszahlen sprengen Erwartungen
— Tobias Krieg
19.09.2025 08:34 Uhr
Micron Technologies im Rallye-Modus – doch Vorsicht ist geboten!
— Achim Mautz
08.08.2025 08:26 Uhr
Micron Technologies: Gelingt der Turnaround?
— Achim Mautz