Die Unterstützung, auf der die Aktie des Luxusgüterkonzerns LVMH momentan aufsitzt, ist massiv und hat seit Sommer 2025 bereits mehreren Tests standgehalten. Aber irgendwann muss sich der Kurs mal effektiv nach oben absetzen … und das gelingt bislang einfach nicht.
Jahrelang stellte man am Aktienmarkt beeindruckt fest, dass der Spruch „Luxus verkauft sich auch in der Krise“ tatsächlich zutraf. Ob Corona oder die nachfolgende Inflationsphase: LVMH und die meisten anderen Branchenkollegen verzeichneten immer weiter steigende Gewinne. Doch 2024 war es damit dann doch vorbei. 2024 und 2025 sank der Gewinn pro Aktie … und die Aktie mit ihm. Doch der Aktienkurs hat sich in der Spitze bereits halbiert, der Gewinn lag 2025 nur 28 Prozent unterhalb des Rekordgewinns aus dem Jahr 2023. Was bedeutet:
Die Bewertung ist aktuell deutlich niedriger als früher. Während das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) in früheren Jahren oft deutlich über 30 lag, käme man da für die durchschnittliche 2026er-Gewinnschätzung der Analysten momentan auf 20. Und das bezeichnet das untere Ende der KGV-Spanne der vergangenen zehn Jahre. Wenn man dann auch noch sieht, dass die Experten zwar für 2026 keinen nennenswerten Anstieg beim Gewinn pro Aktie erwarten, 2027 und 2028 dann aber wieder mit einem Gewinnzuwachs von im Schnitt zwölf Prozent rechnen, könnte die Aktie allemal auch ein KGV um 25 „vertragen“, ohne teuer zu sein.
Aber Sie sehen es in unserem Chart auf Wochenbasis: Die Aktie will einfach nicht wieder in Fahrt kommen. Und das, obwohl sie vor der Abwärtswende im Jahr 2023 zu den Titeln am Aktienmarkt gehörte, die man als „Dauerläufer“ ansah. Außerdem hat Louis Vuitton Moet Hennessy den Status des Besonderen, die Aktie damit auch. Alleine, das scheint alles nicht zu helfen … warum nicht?

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Expertenmeinung: Das prognostizierte Wachstum ist niedriger als das früherer Jahre. Und man ist, weil die Luxusgüterunternehmen teils schon auffallend lange nicht mehr in Fahrt kommen, am Markt zweifellos eher skeptisch, ob das alles wirklich bald nennenswert besser wird. Darüber hinaus sehen wir hier ein Phänomen, das an der Börse keine Seltenheit ist:
Wenn eine Aktie lange Zeit nicht nach oben dreht und Versuche, sich nach oben abzusetzen, immer früher scheitern, sprich die Zwischenhochs jeweils unter dem vorherigen liegen und den Abwärtstrend dadurch zementieren, wollen immer mehr Marktteilnehmer nicht diejenigen sein, die die Kartoffeln aus dem Feuer holen. Sie warten lieber ab, bis die Wende wirklich gelungen ist. Was man angesichts dieses Chartbilds auch als definitiv sinnvoll einordnen müsste.
Aber je auffälliger diese Zurückhaltung der Käufer wird und je länger das andauert, desto anfälliger wird eine solche Aktie für gezielte Verkaufsimpulse des bärischen Lagers. Und LVMH ist derzeit bereits so oft auf die auf das 2020er-Prä-Corona-Hoch bei 439 Euro zurückgehende Supportlinie zurückgefallen, dass diese Konstellation für die Leerverkäufer, sprich die Bären, immer lukrativer wird. Zumal der Kurs erst vor wenigen Wochen einen erneuten Versuch unternahm, sich zu lösen, dann aber an der 200-Tage-Linie scheiterte, was klarmacht: Auch bei Aufwärtsimpulsen scheinen die Bären bereits effektiv zu agieren. Und sollte diese Linie bei 439 Euro fallen, wäre der Weg nach unten aus rein charttechnischer Sicht erst einmal frei.
Zwar hätte man momentan keinen Grund anzunehmen, dass LVMH in diesem Jahr doch deutlich weniger verdient als angenommen, sodass die Bewertung im Fall eines Ausbruchs nach unten dann noch einmal günstiger wäre. Was durchaus ein Argument wäre, sich an einem Abwärtsimpuls nicht aktiv zu beteiligen, weil seine Reichweite trotz günstigem Chartbild ziemlich begrenzt sein könnte. Aber von dem Gedanken an Short-Trades Abstand zu nehmen, heißt nicht automatisch, dass die Long-Seite eine gute Idee wäre. Das könnte sie werden, wenn LVMH mit Schlusskursen über 550 Euro wichtige Schlüsselwiderstände unter sich lassen würde. Aber bis dahin ließe es sich an Long-Trades gerne denken, umsetzen sollte man sie aber besser noch nicht.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/MC.PA/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 31.08.2026 um 20:45 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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