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Das gestrige Plus von 2,66 Prozent brachte der LVMH-Aktie zwar noch kein bullisches Signal ein, aber wenn die Ende des Monats anstehende Halbjahresbilanz nicht enttäuscht, könnte der gestrige Anstieg am Ende der Grundstein eines Befreiungsschlags gewesen sein.
Es waren die Bilanzzahlen des Schweizer Luxusgüterkonzerns Richemont, die dafür sorgten, dass die Anleger am Mittwoch für die gesamte Branche Hoffnung schöpften. Richemont meldete für das zurückliegende Quartal ein sattes Umsatzplus von 20 Prozent … das könnte doch, dachten sich diejenigen, die daraufhin auch bei Kering, Hermès und Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) zugriffen, wegweisend für die gesamte Branche sein?
Das könnte es, das muss es aber nicht. Denn Richemont hat derzeit „einen Lauf“. Während die „Großen Drei“ der Branche aus Frankreich ihre liebe Not haben, wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren, läuft es bei den Schweizern seit drei Jahren sehr gut. Sich darauf zu verlassen, dass das gute Quartal von Richemont auch für LVMH gut war, ist also gewagt. Aber das moderate Plus bringt die LVMH-Aktie immerhin in eine Position, aus der heraus ein Ausbruch nach oben möglich wäre … wenn denn die eigenen Zahlen überzeugen.
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Expertenmeinung: Die stehen am 27. Juli an, allzu lange muss man darauf also nicht warten. Und was da dann auf den Tisch kommt, kann viel bewegen, im Guten wie im Schlechten, weil LVMH ja in guter Tradition französischer Unternehmen zum ersten Quartal nur die Umsatzentwicklung gemeldet hat. Wie es mit Margen und Gewinnen aussieht, wird erst an diesem 27.7. klar werden.

Wenn man sich das Chartbild ansieht, wird klar: Noch ist ein starker Impuls in beide Richtungen denkbar, aber immerhin hat das gestrige Plus den LVMH-Kurs vom unteren Ende der Entscheidungszone lösen können. Wir sehen eine markante Dreiecksformation, innerhalb welcher sich seit einigen Wochen eine seitwärts gerichtete Schiebezone etabliert hat. Deren untere Begrenzung bei 471,30 Euro kreuzt sich derzeit mit der unteren Linie des Dreiecks. Auf der Oberseite bildet der Widerstand um 505 Euro mit der knapp darüber laufenden Januar-Abwärtstrendlinie ebenso einen Kreuzwiderstand.
Durch die Reaktion auf Richemonts Bilanz gelang es, einen drohenden Ausbruch nach unten erst einmal zu verhindern. Aber selbst wenn LVMH kurzfristig nach oben oder unten ausbrechen sollte: Erst, wenn das Unternehmen in gut zehn Tagen seine eigenen Zahlen auf den Tisch legt, wäre ein solches, charttechnisches Signal auch von Daten unterfüttert. Diese wichtige Bilanz abzuwarten, wäre daher grundsätzlich sinnvoll!
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.07.2026 um 23:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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