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LANXESS Aktie Prognose Lanxess: Das ist der Kreuzwiderstand, auf den es ankommt!

News: Aktuelle Analyse der LANXESS Aktie

von | |

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der LANXESS Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.11.2025 um 22:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Aktie lag am Boden, aber es gab nach der Vorlage der Ergebnisse des 3. Quartals dennoch genug Akteure, die trotzdem weiter Druck machten. Richtig ist: Lanxess‘ Zahlenwerk sah ernüchternd aus. Aber ist der jetzt erreichte Kurslevel nicht trotzdem überzogen?

Die Lage für die deutsche Chemieindustrie war schlimm, aber es geht eben immer noch ein wenig schlimmer, wie das Ergebnis des Spezialchemiekonzerns Lanxess zeigte. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 16,3 Prozent, der operative Gewinn, gerechnet als EBITDA, um 27,7 Prozent, die Marge ging von 10,8 auf 9,3 Prozent zurück.

Erst im August hatte Lanxess seine Gesamtjahresprognose gesenkt, jetzt sieht man sich nur noch am unteren Ende dieser Ziele. Im Zuge der an die Zahlen anschließenden Aussagen schloss CEO Zachert auch Stellenstreichungen nicht mehr aus und fand klare Worte zur Situation der Branche: Für die Chemieindustrie ist es nicht mehr zehn vor zwölf, sondern zehn nach zwölf. Es überrascht nicht, dass die Aktie fiel. Aber die Frage ist, ob es damit in Sachen Abgabedruck nicht langsam zu viel des Unguten ist?

Expertenmeinung: Nach dem herben Minus von 12,3 Prozent gestern ist diese Überlegung allemal berechtigt. Rein charttechnisch sehen wir hier zwar ein klar bärisches Signal. Immerhin ist die Aktie aus ihrer breiten, seit Sommer 2023 geltenden Handelsspanne klar nach unten ausgebrochen, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt, aber:

Damit notiert der Kurs noch deutlich unter dem Tief vom März 2020, als man fürchtete, die Weltwirtschaft würde durch Lockdowns auf unbestimmte Zeit komplett einfrieren. Jetzt ist der tiefste Kurs seit der Rezession im Jahr 2009 erreicht. Und sogar das niedrigste aller Analysten-Kursziele.

Lanxess Aktie: Chart vom 06.11.2025, Kurs 17,04 Euro, Kürzel: LXS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Lanxess Aktie: Chart vom 06.11.2025, Kurs 17,04 Euro, Kürzel: LXS | Quelle: TWS

Die Kurszielspanne der Analysten reicht aktuell von 17 bis 38 Euro. Dieses niedrigste aller Ziele wurde jetzt erreicht. Der Schnitt liegt bei 24,55 Euro, also in etwa in Mitte der vorherigen Handelsspanne. Und die gestern als Reaktion auf die Zahlen ausgegeben Ziele lagen zwischen 19 und 24,30 Euro. Das Kursziel 19 Euro kam von Jefferies, mit der Empfehlung „Verkaufen“. Was sich indes jetzt, nachdem die Aktie bei 17,04 Euro gelandet ist, erledigt hätte.

Noch ist kein Silberstreif am Horizont zu sehen. Lanxess ist kein „Schnäppchen“, sondern ein fallendes Messer, das erst wieder ein vorsichtig bullisches Signal abliefern würde, wenn es gelänge, die jetzt als Widerstand dienende Zone 20,44/21,00 Euro zurückzuerobern und sich dadurch wieder in die vorherige Handelsspanne zu retten. Aber hier noch Short zu gehen, erscheint gewagt, die Aktie wirkt langsam ziemlich „ausverkauft“. Eher wäre zu überlegen, jetzt, nachdem die „bad news“ auf dem Tisch liegen, die Ernte auf der Short-Seite einzufahren.

Quellenangaben: Bilanz des 3. Quartals, 06.11.2025:
https://lanxess.com/de-de/presse/presseinformationen/2025/11/herausforderndes-marktumfeld-praegt-drittes-quartal-2025

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.