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Krones Aktie Prognose KRONES: An der Schlüsselzone gescheitert

News: Aktuelle Analyse der Krones Aktie

von | |
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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der Krones Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Nach turbulenten Jahren ist Krones längst zurück in der Erfolgsspur. Jetzt stürzt die Aktie wieder ab. Sollte man die Gelegenheit nutzen?

Vom Maschinenbauer zum globalen Systemanbieter

Die Krones AG zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungsindustrie. Seit ihrer Gründung im Jahr 1951 hat sich das Unternehmen von einem spezialisierten Maschinenbauer zu einem globalen Systemanbieter entwickelt, der heute nahezu den gesamten Produktionsprozess der Getränke- und Lebensmittelindustrie abdeckt.

Mit einem globalen Marktanteil von über 20 % im Bereich der Getränkeabfüllanlagen ist Krones nicht nur technologisch, sondern auch strategisch hervorragend positioniert.

Das Leistungsportfolio reicht von der Prozesstechnik über Abfüll- und Verpackungslösungen bis hin zu Intralogistiksystemen, Kunststoffrecyclinganlagen und digitalen Anwendungen. Dabei gehören Streckblasmaschinen für PET-Flaschen, Abfüll- und Etikettiermaschinen, Verpackungs- und Palettiersysteme sowie Cleaning-in-Place-Anlagen zu den Kernprodukten des Unternehmens.

Doch inzwischen gewinnen die Themen Digitalisierung und Prozessoptimierung immer mehr an Bedeutung.
Mit Softwarelösungen wie SitePilot bietet Krones intelligente Systeme zur Integration von Produktionsdaten in ERP-Systeme und schafft so die Grundlage für eine vernetzte, effiziente Fabrik. Ergänzt wird das Angebot durch Intralogistiksysteme für Block- und Hochregallager, die die Produktions- und Lieferketten der Kunden zusätzlich optimieren.

Innovation, Digitalisierung und Prozessoptimierung

Die Kundenbasis von Krones ist breit diversifiziert und umfasst Brauereien, Softdrink-Hersteller, Wein- und Spirituosenproduzenten ebenso wie Unternehmen aus der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Auch Akteure aus der chemischen, pharmazeutischen und kosmetischen Industrie setzen auf die Technologien und Services des Unternehmens.
Dieser Branchenmix reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Segmenten und schafft eine robuste Ausgangslage für nachhaltiges Wachstum.

Neben seiner technologischen Stärke zeichnet sich Krones durch eine konsequente Internationalisierungsstrategie aus. Mehr als 90 % des Umsatzes werden im Ausland erzielt, was die hohe Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Märkten unterstreicht. Service-Center auf vier Kontinenten sichern die Nähe zum Kunden und gewährleisten schnelle Reaktionszeiten.

Ferner besitzt das Unternehmen über 7.000 Patente und Gebrauchsmuster, was die Konkurrenz zusätzlich auf Abstand hält.

Wieder in der Erfolgsspur

Nachdem Krones zeitweise mit Problemen zu kämpfen hatte, ist das Unternehmen seit 2021 wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. In diesen vier Geschäftsjahren konnte der Umsatz von 3,32 auf 5,29 Mrd. Euro massiv gesteigert werden.

Im laufenden Geschäftsjahr haben sich die positiven Trends fortgesetzt. Der Umsatz konnte in den ersten sechs Monaten um 6,7 % auf 2,73 Mrd. Euro gesteigert werden.
Gleichzeitig verbesserte sich die Profitabilität, die EBT-Marge kletterte beispielsweise von 7,3 auf 7,5 %.
Der Gewinn konnte von 4,27 auf 4,60 Euro je Aktie gesteigert werden, was einem Plus von 7,7 % entspricht.

Der Auftragseingang war jedoch von 2,79 auf 2,73 Mrd. Euro rückläufig. Der Auftragsbestand ist mit 4,29 Mrd. Euro jedoch anhaltend hoch und sorgt vorerst für eine solide Auslastung.

Warum stürzt die Aktie plötzlich ab?

In den letzten Tagen ist die Aktie stark unter Druck geraten, auf den ersten Blick ohne einen ersichtlichen Grund – denn die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen ist bereits Ende Juli erfolgt und liegt demnach schon einige Zeit zurück.

Um es kurz zu machen: Der Kursdruck ist vor allem auf den Kapitalmarkttag und die darauffolgenden Downgrades zurückzuführen.
Dass Anleger aufgrund von Ratings Aktien kaufen oder verkaufen, lasse ich an dieser Stelle unkommentiert. Wer meine Artikel kennt, weiß, was ich davon halte.

Laut Hauck Aufhäuser „überschatte die Unsicherheit über die Auftragsentwicklung den Ausblick für das kommende Jahr“. Daher wurde das Kursziel von 141 auf 138 Euro gesenkt.
Kurz darauf senkte Exane BNP das Rating von Outperform auf Neutral mit einem Kursziel von 136 Euro.

Bei Hauck & Aufhäuser haben die Ratings in der Regel einen Zeithorizont von 6–18 Monaten. Mir liegt der ausführliche Bericht nicht vor, daher ist mir nicht bekannt, in welcher Zeit das Kursziel erreicht werden soll.
Bei Exane BNP zielen die Ratings typischerweise auf 12 Monate ab.

Downgrades und Kursziele

Das bedeutet, dass beide Analysten Kursziele vorsehen, die deutlich über dem aktuellen Kursniveau liegen.
Sollte der Kurs innerhalb von 12 Monaten auf 136 oder 138 Euro steigen, würde das einer Rendite von 12–13 % entsprechen. Das kann sich sehen lassen, denn das wäre mehr als das Anderthalbfache der durchschnittlichen jährlichen Rendite des MSCI World.
Damit wäre die Aktie jetzt nach dem Kurssturz wieder attraktiv bewertet.

Viel wichtiger als die Kursziele von Banken und Researchhäusern ist jedoch der intrinsische Wert eines Unternehmens – also nicht auf Sicht von 12 Monaten, sondern auf Sicht von einigen Jahren.

Trotz der „Unsicherheiten“ hat der Vorstand den kurz- und auch langfristigen Ausblick bestätigt, und trotz all der Unkenrufe wird erwartet, dass Krones den Gewinn in diesem Jahr um 13 % auf 9,90 Euro je Aktie steigern wird.
Krones käme demnach auf ein KGVe von 12,3. Das ist im Verhältnis zu allen vorliegenden Informationen und den Wachstumsraten wenig.

Das würde auch dann noch gelten, wenn die Prognose zu hoch wäre und der Gewinn beispielsweise „nur“ um 8 % steigen würde, wie im ersten Halbjahr. In diesem Szenario läge das KGVe bei 12,9.
Seitdem Krones wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist, lag das KGV durchschnittlich bei 17,2. Der langjährige Durchschnitt ist sogar noch höher.

Krones Aktie: Chart vom 22.09.2025, Kurs: 121,80 EUR - Kürzel: KRN | Online Broker LYNX
Krones Aktie: Chart vom 22.09.2025, Kurs: 121,80 EUR – Kürzel: KRN | Quelle: TWS

Krones ist zur Unterstützungszone bei 115–120 Euro zurückgekommen. Solange die Aktie nicht nachhaltig unter 115 Euro fällt, ist die Aktie übergeordnet bullisch. Erst darunter übernehmen die Bären das Ruder.

Kann die Unterstützungszone verteidigt werden, könnte das die Basis für die nächste Rallye werden. Mögliche Kursziele auf der Oberseite liegen bei 130, 135 und 142–144 Euro.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 1 Monat
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung meldete sich der deutsche Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie im April zurück. Die Kurse stiegen innerhalb weniger Wochen um mehr als +40 %. Eine bemerkenswerte Entwicklung.

Seit Mitte Mai bewegt sich die Krones-Aktie jedoch in einer neutralen Seitwärtsphase. Der Kurs tendiert weiterhin in einer engen Spanne zwischen rund 132 und 145 EUR. Aktuell notiert die Aktie erneut im Bereich des oberen Widerstands, wo sich in den letzten Wochen oftmals die Spreu vom Weizen trennte. Ob den Bullen diesmal ein nachhaltiger Ausbruch gelingt, bleibt abzuwarten.

Expertenmeinung: Sollte der Ausbruch über 145 EUR gelingen, könnte ein neues technisches Kaufsignal entstehen und den Weg in Richtung 160 EUR oder darüber hinaus ebnen. Ein erneutes Abprallen hingegen würde die laufende Konsolidierung lediglich verlängern.

Noch liegt das Zepter bei den Käufern – doch die Entscheidung dürfte schon bald fallen. Aktuell sehe ich die Chancen der Bullen als gegeben und halte einen Ausbruch für möglich. Daher stufe ich Krones vorerst als „bullisch“ ein.

Krones Aktie: Chart vom 10.07.2025, Kurs: 144.20 EUR, Kürzel: KRN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Krones Aktie: Chart vom 10.07.2025, Kurs: 144.20 EUR, Kürzel: KRN | Quelle: TWS

Aussicht: BULLISCH

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.