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Infineon Aktie Prognose Infineon: Kursrückgang nach Fehlausbruch

News: Aktuelle Analyse der Infineon Aktie

In diesem Artikel
Infineon
ISIN: DE0006231004
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Ticker: IFX -,-- %
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Börse: --

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Chart-Betrachtungszeitraum
6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse
2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Zur Infineon Aktie

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die jüngste Schwäche der Halbleiterwerte an der Wall Street hat mittlerweile auch am deutschen Aktienmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Besonders stark traf es dabei die Infineon-Aktie, die innerhalb weniger Handelstage rund 20 % ihres Wertes einbüßte.

Völlig überraschend kam der Abverkauf allerdings nicht. Noch Anfang Oktober gelang den Bullen ein Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 60,50 EUR. Doch die erhofften Anschlusskäufe blieben aus. Spätestens mit dem Schlusskurs unterhalb dieser Marke am 8. Oktober deutete sich ein Fehlausbruch an. In der Folge nahm der Verkaufsdruck deutlich zu und sorgte für einen erheblichen Kursrückgang. Besonders ins Gewicht fällt mittlerweile der Bruch der 50- und 200-Tage-Linie. Damit hat sich das technische Gesamtbild deutlich verschlechtert. Die Aktie befindet sich nun in einer bärischen Trendphase.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Infineon Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Nach dem deutlichen Abverkauf könnte die Infineon-Aktie kurzfristig zu einer technischen Gegenbewegung ansetzen. Der Bereich um 50 EUR könnte dabei eine wichtige Rolle spielen, nachdem die Kurse hier zuletzt vorübergehend aufgefangen wurden.

Eine erste Erholung könnte die Aktie zurück in Richtung der Zone zwischen 56 und 57 EUR führen. Für eine nachhaltige Trendwende wäre jedoch deutlich mehr erforderlich. Insbesondere die Rückeroberung der 200-Tage-Linie sowie der ehemaligen Ausbruchszone um 60,50 EUR könnte das angeschlagene Chartbild verbessern. Bleiben entsprechende Anzeichen einer Stabilisierung aus, wären mögliche Erholungen vorerst eher als technische Gegenbewegungen innerhalb des bestehenden Abwärtstrends einzustufen.

Aussicht: Bärisch

Infineon Aktie: Chart vom 16.10.2026, Kurs: 52.35 EUR, Kürzel: IFX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Infineon Aktie: Chart vom 16.10.2026, Kurs: 52.35 EUR, Kürzel: IFX | Quelle: TWS

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 19.10.2026 um 7:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

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Vorherige Analysen der Infineon Aktie

14.10.2026
08:17 Uhr

Infineon: Das ist eine klare Ansage — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.10.2026 um 21:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Infineon hatte mehrfach eine wichtige Supportzone verteidigt und auf Höhe der 200-Tage-Linie nach oben gedreht. Es wirkte, als sei der Grundstein für einen neuen Hausse-Impuls gelegt. Doch jetzt ist die Aktie wieder dort, wo sie herkam. Eine klare Ansage des bärischen Lagers.

Waren die großen Erwartungen überzogen, die man gegenüber dem KI-Boom und dem daraus resultierenden, gewaltigen Nachfrageschub nach Halbleitern hegte, als der Hype am größten war? Und wenn ja, wo würde ein angemessenes Level für Aktien des Halbleiter-Sektors wie Infineon liegen? Man ist sich dieser Tage uneins. Aber eines fällt auf:

Während der Infineon-Kurs bereits weit unterhalb des im Juni bei 88,83 Euro markierten Verlaufsrekords notiert, sehen die Analysten die Aktie mehrheitlich im Bereich dieser Hochs und keineswegs nahe der jetzt umkämpften, mittelfristigen Unterstützungen. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt mit momentan 86,74 Euro nahe am Verlaufshoch. 19 von 24 Analysten stufen die Aktie als kaufenswert ein. Und während der Kurs aktuell nahe am tiefsten aller Kursziele (50 Euro) notiert, liegt das höchste aktuelle Kursziel mit 124 Euro sogar meilenweit über dem bisherigen Rekordhoch. Aber so, wie sich die Lage im Augenblick darstellt, ist das für die Bullen kein Rückhalt, sondern ein Problem.

Expertenmeinung: Denn dieses durchschnittliche Kursziel lag vor einem halben Jahr noch unter 50 Euro. Es ist in den vergangenen Monaten stetig nach oben gewandert, auch nachdem die Aktie selbst bereits abgedreht hatte. Wenn eine Aktie nicht nach oben dreht, obwohl die Analysten immer bullischer werden, zeugt das davon, dass viele Anleger den Experten ihren Optimismus nicht abkaufen. Und da könnten sich viele Akteure zu Recht fragen: Warum sollte sich das auf einmal ändern?

Das könnte sich dann ändern, wenn Infineon absolut überzeugende Ergebnisse für das am 30.9. beendete letzte Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 präsentieren und mit einem starken Ausblick auf das dann angelaufene neue Geschäftsjahr aufwarten würde. Aber diese Ergebnisse stehen erst am 10. November an. Und bis dahin kann viel passieren, wenn man sich das Chartbild so ansieht.

Denn es ist nicht nur das Ignorieren bullischer Kursziele, das deutlich macht, dass die Short-Seller, sprich die Bären, aktuell die besseren Karten in der Hand haben. Wir sehen im Chart, dass dieser Versuch, sich nach oben zu lösen, Anfang dieses Monats an der Widerstandslinie bei 65,45 Euro scheiterte, deren Überwindung die Aktie aus ihrer Trading-Range getragen hätte. Danach ging es zügig abwärts … und damit ist der Kurs derart zeitnah wieder an der Supportzone 53,25/54,00 Euro gelandet, dass dies so manchem bullischen Trader den Schneid abkaufen dürfte. Zumal am Dienstag die mittlerweile leicht über diesem Schlüssel-Support liegende 200-Tage-Linie bereits unterboten wurde, ohne dass nennenswerte Anstalten unternommen wurden, diesen wichtigen gleitenden Durchschnitt als Sprungbrett zu nutzen.

Infineon Aktie: Chart vom 13.10.2026, Kurs 56,00 Euro, Kürzel: IFX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Infineon Aktie: Chart vom 13.10.2026, Kurs 56,00 Euro, Kürzel: IFX | Quelle: TWS

Ob die Aktie jetzt zeitnah nach unten ausbricht und das nächste charttechnische Kursziel bei 48,23 Euro in Angriff nimmt, dürfte man wohl zeitnah sehen. Klar ist indes: In dieser Konstellation wäre der Versuch, an einer Unterstützung, die zuletzt als Basis eines neuen Aufwärtsimpulses versagt hat, erneut die Hand aufzuhalten, riskant. Diesmal müsste man mehr sehen, um über den Long-Einstieg auch nur nachzudenken. Zumindest diese Trading-Range müsste die Aktie mit Schlusskursen über 65,45 Euro dafür unter sich lassen.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/IFX.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

07.10.2026
08:22 Uhr

Infineon: Trendwende eingeleitet – die Bestätigung allerdings aus — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.10.2026 um 8:04 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits vorige Woche habe ich die charttechnische Situation beim deutschen Halbleiterhersteller beschrieben. Die Ausgangslage für eine mögliche Trendwende war dabei günstig.

Die Kurse der Infineon-Aktie hatten sich zuletzt stabilisiert, und die 200-Tage-Linie konnte verteidigt werden. Mit dem Rückenwind starker Halbleiterwerte an der Wall Street erhielt die Aktie zudem Unterstützung aus der Branche. Der Breakout gelang am Freitag, und die Kurse konnten den Widerstand um 61 EUR deutlich überwinden. Damit geht der Trend in eine neutrale Phase über. Was jetzt noch fehlt, ist die Bestätigung der Breakout-Kerze. Hierfür wäre ein weiterer höherer Schlusskurs notwendig.

Expertenmeinung: Der kräftige Ausbruch über die Widerstandszone bei rund 61 EUR hat das technische Bild aufgehellt. Am Freitag legte die Infineon-Aktie zeitweise rund 9 % zu und setzte sich von der vorherigen Konsolidierungszone ab.

Nun geht es darum, diesen Impuls zu bestätigen. Ein weiterer höherer Schlusskurs würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich aus dem bisherigen Breakout eine nachhaltige Trendwende entwickelt. Idealerweise etabliert sich die Aktie oberhalb der Zone zwischen 60 und 61 EUR. Ein Rückfall unter diesen Bereich würde dagegen Zweifel am Ausbruch aufkommen lassen. Vorerst stufe ich meine Aussicht auf Infineon von neutral auf bullisch hoch.

Aussicht: Bullisch

Infineon, Aktie: Chart vom 06.10.2026, Kurs: 64.68 EUR, Kürzel: IFX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Infineon, Aktie: Chart vom 06.10.2026, Kurs: 64.68 EUR, Kürzel: IFX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

02.10.2026
07:56 Uhr

Infineon: Erster Ausbruchsversuch gescheitert — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.10.2026 um 7:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zahlreiche Anleger warten darauf, dass das deutsche Halbleiterunternehmen seine Korrektur der vergangenen Monate beendet. Parallel zur Entwicklung der Halbleiterbranche konnte die Infineon-Aktie bis Ende Juni eine deutliche Aufwärtsbewegung beibehalten.

Dann setzte eine Korrektur ein. Erst mit dem Erreichen der 200-Tage-Linie konnte der Abverkauf gestoppt werden. Zwischen rund 54 und 60 EUR haben sich die Kurse seit Wochen stabilisiert. Ein richtungsweisendes Signal blieb bislang jedoch aus. Im gestrigen Handel versuchten die Bullen, den oberen Widerstandsbereich rund um 60,50 EUR zu überwinden, bislang allerdings ohne Erfolg. Für eine stärkere Dynamik dürfte auch die weitere Entwicklung der gesamten Halbleiterbranche eine Rolle spielen.

Expertenmeinung: Noch ist der gescheiterte Ausbruchsversuch kein entscheidender Rückschlag. Relevant bleibt vielmehr, ob sich die Infineon-Aktie weiterhin oberhalb der zuletzt gebildeten höheren Tiefs halten kann und einen weiteren Anlauf auf die Zone rund um 60,50 EUR startet.

Ein klarer Tagesschluss oberhalb dieses Bereichs würde die mehrwöchige Seitwärtsphase nach oben auflösen und könnte das Interesse weiterer Käufer erhöhen. In diesem Fall könnten anschließend die Hochs aus dem Juni wieder in den Blickpunkt rücken. Fällt die Aktie hingegen erneut deutlicher in die Handelsspanne zurück, könnte sich die Seitwärtsphase weiter fortsetzen. Kritischer würde sich das Chartbild darstellen, wenn die 200-Tage-Linie und der untere Bereich der Konsolidierung bei rund 54 EUR unterschritten werden.

Aussicht: Neutral

Infineon, Aktie: Chart vom 01.10.2026, Kurs: 59.60 EUR, Kürzel: IFX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Infineon, Aktie: Chart vom 01.10.2026, Kurs: 59.60 EUR, Kürzel: IFX | Quelle: TWS

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

22.09.2026
08:20 Uhr

Infineon vor einem möglichen Ausbruch? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.09.2026 um 7:54 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Im Sog der starken Entwicklung der globalen Halbleiterbranche konnte auch die Infineon-Aktie von April bis Juni deutliche bullische Akzente setzen. Mit dem Bruch des Zwischentiefs bei 73,69 EUR endete jedoch die positive Trendphase.

Anleger realisierten verstärkt Gewinne, und die Aktie geriet zunehmend in einen bärischen Trend. In diesem befindet sich das Papier weiterhin, denn die Ausbildung eines höheren Hochs steht bislang aus.

Doch das Umfeld beginnt sich aufzuhellen. Halbleiterwerte gehören wieder zu den gefragteren Branchen, und auch Infineon könnte hiervon profitieren. Entscheidend wäre nun ein Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 60,54 EUR. Gelingt dieser mit entsprechendem Volumen, könnte sich daraus eine stärkere Gegenbewegung entwickeln.

Expertenmeinung: Die entscheidende Marke liegt derzeit bei 60,54 EUR. Ein nachhaltiger Breakout darüber würde erstmals wieder ein höheres Hoch erzeugen und damit das technische Gesamtbild verbessern. In weiterer Folge könnte sich aus der derzeitigen Bodenbildungsphase eine neue Aufwärtsbewegung entwickeln.

Noch befindet sich die Infineon-Aktie jedoch in einer bärischen Trendphase. Erst ein Bruch des Widerstands würde das technische Bild entsprechend verändern. Vorerst bleibt meine Einschätzung für die Entwicklung der Aktie neutral.

Aussicht: Neutral

Infineon, Aktie: Chart vom 21.09.2026, Kurs: 58.08 EUR, Kürzel: IFX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Infineon, Aktie: Chart vom 21.09.2026, Kurs: 58.08 EUR, Kürzel: IFX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

15.09.2026
08:31 Uhr

Infineon: Könnte das der Endpunkt der Korrektur sein? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.09.2026 um 18:54 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Mehrere Entscheider aus dem KI-Sektor warnten am Wochenende vor Sicherheitsrisiken, die man durch eine Verlangsamung des Entwicklungstempos in den Griff bekommen wolle. Das führte bei Halbleiter-Aktien wie Infineon zu Abgaben. Aber ist das wirklich gerechtfertigt?

Die Basis der immensen Hausse der Halbleiter-Aktien, die Ende März ihren Anfang nahm, lag in den immer größer werdenden Summen, die große KI-Player wie Meta oder Alphabet, aber auch Apple, Amazon oder Microsoft in die Hand nahmen, um im Wettrennen um eine starke Marktposition im Bereich KI nicht abgehängt zu werden. Das führte zu der Annahme, dass die für diese Entwicklung nötigen Halbleiter knapp werden und es selbst dann über einen längeren Zeitraum bleiben würden, wenn die Chip-Hersteller zügig ihre Fertigungskapazitäten ausbauen. Die prognostizierte Folge: mehr Umsatz, höhere Margen, rasant ansteigende Unternehmensgewinne.

Durch die Aussagen einiger Chefs von KI-Unternehmen wie Anthropic oder OpenAI scheint es, als würde diesem Konstrukt der Boden entzogen. Eine Verlangsamung der Entwicklung, um möglichen Gefahren durch KI besser vorzubeugen, bedeutet eine Verlangsamung der Nachfrage bei allem, was mit KI zu tun hat, so scheint es. Also dürften diejenigen, die Aktien aus diesem „Großraum KI“ am Montag verkauften, unterstellt haben, dass es jetzt vorbei sei mit den großen Erwartungen an die kommenden Jahre. Aber ist es wirklich so einfach?

Expertenmeinung: Zunächst einmal müsste man sich die Frage stellen, ob die Verlangsamung der Entwicklung über Lippenbekenntnisse hinauskommen wird. Denn es ist zumindest fraglich, ob die KI-Entwicklung beim Hauptkonkurrenten China ebenfalls vorsichtiger erfolgen würde. Selbst die reine Befürchtung, dass das nicht der Fall sein könnte, wäre ein denkbares Argument, eine reale Reduzierung des Entwicklungstempos nicht umzusetzen, aus Angst, dass die Hunderte Milliarden US-Dollar, die man bereits investiert hat – und zumeist auf Kredit –, dann vergebens sein könnten.

Hinzu kommt der Umstand, dass „Verlangsamung“ nicht dasselbe ist wie das Streichen von Projekten. Langsamer heißt nicht weniger … und vieles ist längst bestellt oder befindet sich in der Konstruktionsphase. Das gilt vor allem für Rechenzentren, bei denen Infineon mit seinen Chips mit im Boot ist. Zwar wäre auch eine moderate Verringerung des Entwicklungstempos ein Faktor, der mit dem Argument eines länger anhaltenden Nachfrageüberhangs im Chip-Sektor hochgezogene Kurse drücken könnte. Aber das wäre eher dann ein valides Argument, erst einmal den Kopf einzuziehen, wenn Aktien wie Infineon mitten in einer zügellosen Hausse unterwegs wären. Was diese indes, wie der Chart zeigt, nicht ist.

Die Aktie hat vom Rekordhoch, das im Juni bei 88,83 Euro erreicht wurde, bereits um die 40 Prozent korrigiert und damit den Löwenanteil der Ende März begonnenen Kaufwelle zurückgenommen. Mit Blick auf ein durchschnittliches Kursziel von momentan 86,59 Euro seitens der Analysten und ein Verhältnis von 19 „Kaufen“- zu 5 „Halten“-Einstufungen … sowie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 31 für das am 30.9. endende und von 20 für das kommende Geschäftsjahr 2026/2027 (auf Basis der durchschnittlichen Analysten-Schätzungen) … könnte man auch angesichts der Warnung vor einem zu hohen Tempo beim KI-Ausbau den Eindruck bekommen: Es ist langsam genug mit dem Abgabedruck.

Die Situation wird dadurch noch deutlich spannender, dass die Infineon-Aktie durch das Montags-Minus erneut auf einer charttechnischen Schlüsselunterstützung aufgesetzt hat. Der durch die 200-Tage-Linie verstärkte Supportbereich um 54 Euro wurde zum Wochenstart zwar zeitweise leicht unterboten, konnte aber noch gehalten werden. Sollte es misslingen, diese Zone effektiv zu verteidigen, könnte die Erneuerung des bärischen Momentums genug Eigendynamik entwickeln, um die Aktie bis an den nächsten, markanteren Support in Form des Februar-Hochs bei 48,23 Euro zu drücken.

Infineon Aktie: Chart vom 14.09.2026, Kurs 54,04 Euro, Kürzel: IFX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Infineon Aktie: Chart vom 14.09.2026, Kurs 54,04 Euro, Kürzel: IFX | Quelle: TWS

Sollte es aber gelingen, aus bullischer Sicht im letzten Moment die Kurve zu kriegen, könnte bereits ein Schlusskurs über dem letzten Zwischenhoch bei 60,79 Euro ausreichen, um unter den Marktteilnehmern den Gedanken zu wecken, dass jetzt, nachdem mit diesen Aussagen aus dem KI-Sektor die „bad news“ womöglich vorerst auf dem Tisch liegen, ausgestiegen ist, wer aussteigen wollte. Das hieße, dass der Aktie die potenziellen Verkäufer ausgehen könnten und es sich daher wieder über einen Einstieg nachdenken ließe. Die kommenden Tage könnten für Infineon daher richtungsweisend werden.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/IFX.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

07.09.2026
08:12 Uhr

Infineon: Weiterhin mit dem Rücken zur Wand — Ronald Gehrt

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Infineon: Nur noch zwei, drei Supportlinien bis zum Bären-Ziel? — Ronald Gehrt

06.08.2026
08:04 Uhr

Infineon: Das hat die Short-Seller nicht beeindruckt — Ronald Gehrt

29.07.2026
08:34 Uhr

Infineon: Wie lange geht dieser Selloff noch weiter? — Ronald Gehrt

20.07.2026
08:16 Uhr

Infineon: Hat die Aktie nicht langsam genug korrigiert? — Ronald Gehrt

03.07.2026
07:56 Uhr

Infineon: Toppbildung kurz vor der Vollendung — Ronald Gehrt

25.06.2026
08:20 Uhr

Infineon: Das ist eine „Jetzt oder nie“-Situation für das Bullen-Lager — Ronald Gehrt

09.06.2026
08:19 Uhr

Infineon: Eisduschen sind gesund … oder? — Ronald Gehrt

03.06.2026
08:19 Uhr

Infineon: Zum Ausstieg wird nicht geklingelt — Ronald Gehrt

15.05.2026
08:47 Uhr

Infineon: Nach „rauf“ kommt „runter“ … aber wann? — Ronald Gehrt