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Home Depot Aktie Prognose Home Depot: Sitzen die Zweifel erst einmal tief …

News: Aktuelle Analyse der Home Depot Aktie

In diesem Artikel
Home Depot
ISIN: US4370761029
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Zur Home Depot Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Wenn eine Aktie in einem voll intakten Abwärtstrend läuft, wie wir das derzeit bei Home Depot sehen, neigen viele dazu, Argumente, die den nach unten weisenden Trend unterfüttern, höher zu hängen als solche, die für einen Einstieg sprechen könnten. Was aber nie von Dauer ist.

Grundsätzlich gäbe es sehr wohl einige Aspekte, die einen höheren Kurs der US-Baumarktketten-Aktie unterstützen würden. Aber solange der Kurs fällt, sagen sich viele Akteure erfahrungsgemäß, dass diejenigen, die hier aussteigen, auf Baisse spekulieren oder auch nur einfach wegbleiben, schon wissen, warum … und schließen sich dieser scheinbaren Mehrheit einfach an. Um diesen Bann zu brechen, braucht es normalerweise mindestens einen der folgenden Faktoren:

Entweder wartet das betreffende Unternehmen mit Quartalszahlen und einem Ausblick auf, die so stark sind, dass sich ein Abwärtstrend einfach nicht mehr begründen ließe. Oder die Analysten werden in großer Zahl derart bullisch, dass das die Zweifel der Anleger erfolgreich vom Tisch wischt. Oder, als dritte Möglichkeit: Die Rahmenbedingungen werden in einer Größenordnung günstiger, dass Kursfantasie entsteht, die auch die Skeptiker mitreißt.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Home Depot Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Was alleine meist nicht ausreicht, wären eine relativ günstige Bewertung und „einigermaßen“ optimistische Analysten. Denn beides hätte diese Aktie aktuell zu bieten:

Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis auf Basis der Konsens-Gewinnerwartung der Analysten für das laufende, am 31.01.2027 endende Geschäftsjahr ist mit knapp 20 im Vergleich zu früheren Jahren niedrig. Und immerhin 21 von 35 Analysten werten die Aktie mit „Übergewichten“ oder „Kaufen“, der Rest sieht sie als Halteposition. Zugleich liegt das durchschnittliche Analysten-Kursziel für die Home Depot-Aktie aktuell bei 377 US-Dollar. Was aber die Zweifel der Marktteilnehmer nicht beseitigt, wie man im Chart deutlich sehen kann. Und das, obwohl das Ergebnis des zweiten Quartals, das Mitte August vorgelegt wurde, zumindest leicht über den Prognosen lag. Wo liegt das Problem?

Das findet sich in der mageren Wachstumsperspektive. Die avisierten Wachstumsraten beim Umsatz sind niedrig. Und das Unternehmen selbst erklärte in der vergangenen Woche, dass man nicht mit einer Belebung der Nachfrage im laufenden Jahr rechne. Was so mancher Anleger anhand des eigenen Denkens und Handelns vermutlich nachvollziehen kann. Das Umfeld ist schwierig. Die Preise steigen, die Planungssicherheit ist gering. Und da ist man dann eben gegenüber attraktiven Analysten-Kurszielen und deren mehrheitlich bullischen Einschätzungen skeptisch.

Die Home Depot-Aktie rutscht momentan auf das bisherige Jahrestief bei 289,10 US-Dollar zu, das im Mai ausgebildet wurde. Das könnte halten, muss aber nicht, denn woran es krankt, sind Argumente, die den Zweifel vertreiben könnten. Dass die Aktie am Dienstag Boden gutmachte, ist dahingehend vermutlich eher noch kein Signal. Erst müssten hier Widerstände zurückerobert werden, die normalerweise in einem intakten Abwärtstrend vom bärischen Lager effektiv verteidigt würden. Ein Schlusskurs über der Nackenlinie des im Sommer entstandenen Doppeltopps (323,05 US-Dollar) wäre da noch zu wenig, denn nahe darüber warten die gleitenden Durchschnitte der letzten 100 und 200 Börsentage und die aktuell bei 355 US-Dollar verlaufende Abwärtstrendlinie.

Home Depot Aktie: Chart vom 22.09.2026, Kurs 305,39 US-Dollar, Kürzel: HD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Home Depot Aktie: Chart vom 22.09.2026, Kurs 305,39 US-Dollar, Kürzel: HD | Quelle: TWS

Home Depot könnte allerhand Aufwärtspotenzial entwickeln, wenn das Chartbild erst einmal eine Aufwärtswende ausweist, nicht zuletzt wegen der aktuell durchaus günstigen Bewertung. Aber erst müssten die Zweifel der Marktteilnehmer gegenüber dem Potenzial des US-Konsums beseitigt werden. Kommt es dazu, wäre diese Aktie hochinteressant. Bis dahin aber wäre sie als Long-Position trotz des bereits umfassenden Abstiegs des Kurses riskant.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen und Bewertungen: https://finance.yahoo.com/quote/HD/

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.09.2026 um 22:13 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

 

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Vorherige Analysen der Home Depot Aktie

28.11.2025
08:25 Uhr

Home Depot: Wird das hier etwa eine Riesen-SKS? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.11.2025 um 18:07 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die US-Verbraucher spüren die höheren Einfuhrzölle. Und sie beginnen offenbar auch, auf die Planungsunsicherheit zu reagieren, die mit der aktuellen US-Politik einhergeht. Das führt bei der Baumarkt-Aktie Home Depot zu Druck – und zu einer bedrohlichen Chartformation.

Aktuelle Konjunkturdaten gibt es weiterhin nicht. Wie kräftig die US-Wirtschaft seit Ende Juni zugelegt hat: Man weiß es nicht. Und wird es, Stand heute, auch erst kurz vor Weihnachten erfahren. Auch aktuelle Einzelhandelsdaten fehlen, die vom US-Arbeitsmarkt sowieso. Aber auf privater Ebene wurde natürlich auch im Zuge des Shutdowns weiter befragt und gerechnet. Was dabei herauskam, ist allerdings unerfreulich:

Die von Banken oder Datendienstleistern geschätzte Entwicklung am US-Arbeitsmarkt deutet für Oktober Stellenverluste an. Zugleich ist die Zahl von Entlassungsankündigungen zuletzt so hoch gewesen wie seit Jahren nicht mehr. Und die Stimmung der US-Konsumenten ist, egal ob man sich die Daten vom Conference Board oder der Uni Michigan ansieht, trübe. Der Anteil der US-Haushalte, die ihre finanzielle Lage als schlecht einstufen, ist spürbar gestiegen. Und das ist nicht gut für konsumnahe Unternehmen wie z. B. Baumärkte.

Die Aktie der dominierenden Baumarktkette Home Depot hat zwei Jahre mit immensen Schwankungen hinter sich, notierte aber vor dem Thanksgiving-Feiertag gestern in etwa dort, wo sie das Jahr 2024 begonnen hatte – und ist damit in Bezug auf den Gesamtmarkt ein auffälliger Underperformer. Es könnte indes, wenn man sich dieses Chartbild auf Wochenbasis so ansieht, auch leicht noch schlimmer kommen für die Anteilseigner. Denn was sich hier abzeichnet, ist eine immens große Schulter-Kopf-Schulter-Formation, kurz SKS.

Home Depot Aktie: Chart vom 27.11.2025, Kurs 355,47 US-Dollar, Kürzel: HD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Home Depot Aktie: Chart vom 27.11.2025, Kurs 355,47 US-Dollar, Kürzel: HD | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Bemerkenswert dabei ist, dass der Kopf, d. h. das mittlere, höchste Zwischenhoch der Formation, das sich zwischen Sommer 2024 und Frühjahr 2025 ausgebildet hatte, selbst eine SKS-Formation darstellte, die sich auch entsprechend auswirkte. Dass Donald Trumps Zoll-Politik der Vollendung dieser „SKS in der SKS“ Vorschub leistete und es ansonsten womöglich anders – besser – gelaufen wäre, mag sein. Aber das ist es eben nicht. Und was die Aktie im März und April deutlich drückte, ist heute eben wieder bzw. immer noch ein Thema:

Diese Zölle drücken auf die Geldbeutel der Verbraucher ebenso wie auf Margen und Gewinne der Unternehmen. Und wenn man liest, dass immer mehr US-Verbraucher größere Anschaffungen im aktuellen Umfeld aufschieben oder sogar ganz verwerfen, kann das speziell Unternehmen wie Home Depot treffen.

Zwar sind die meisten Analysten hier noch optimistisch. 23 von 37 Analysten sagen „Kaufen“, der Rest meint „Halten“, zum Ausstieg rät noch niemand. Auch das durchschnittliche Kursziel liegt mit 403 US-Dollar deutlich über dem derzeitigen Kurslevel, wenngleich zugleich klar unter dem Jahreshoch. Aber Home Depot hat in den vergangenen vier Quartalen die Gewinnprognosen der Analysten verfehlt. Nicht weit, aber doch mit auffälliger Regelmäßigkeit. Und die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25 zwar im Vergleich zu den letzten zehn Jahren normal, wäre aber nur gerechtfertigt, wenn das Unternehmen auch in den nächsten Jahren ein mit den Vorjahren vergleichbares Gewinnwachstum schaffen sollte – und das ist im aktuellen Umfeld alles, nur nicht sicher.

Daher sollte man sich nicht zu sicher sein, dass die Nackenlinie dieser großen, über zwei Jahre hinweg entstandenen SKS-Formation bei derzeit 330 US-Dollar auf Dauer halten wird. Klar gebrochen wäre sie dann, wenn der Level des ersten Zwischentiefs, also das zwischen linker Schulter und Kopf, bei 323 US-Dollar auf Schlusskursbasis unterboten würde. Aber käme es so, wäre die nächste Supportzone von Belang erst der Bereich zwischen 265 und 280 US-Dollar … und in einem sich eintrübenden Konsumumfeld wäre das keineswegs eine Übertreibung nach unten.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.