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Die GEA Group überraschte die Investoren am Montag mit vorläufigen Ergebnissen zum Gesamtjahr 2025. Der Kurs zog an und löste sich von einer charttechnischen Schlüsselzone, doch am Dienstag fiel die Aktie an den Ausgangspunkt zurück. Eine brenzlige Situation.
Die vorläufigen, der offiziellen Bilanz Anfang März vorgreifenden Zahlen, die der im DAX notierte Anlagenbauer am Montag vorlegte, lagen am oberen Ende der eigenen Zielsetzung, teilweise sogar leicht darüber:
Der Umsatz legte um 3,7 Prozent auf 54,5 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang stieg mit 9,1 Prozent deutlich stärker als 2024, als +4,6 Prozent erreicht wurden. Die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) lag mit 16,5 Prozent leicht über der selbst als Ziel gesteckten Spanne von 16,2 bis 16,4 Prozent. Beim Gewinn liegt die GEA Group 2,60 bis 2,70 Euro für das abgelaufene Jahr ebenfalls über den eigenen Zielen.
Insgesamt lief es also besser als gedacht. Grundsätzlich war es also nachvollziehbar, dass die Aktie am Montag zulegte. Nur fiel sie am Dienstag wieder zurück … Und das nicht nur ein wenig, sondern der gesamte Gewinn des Vortages war dahin. Was war da los?
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Expertenmeinung: Der Haken war, dass diese Vorab-Zahlen zwar gegenüber GEAs eigenen Zielen etwas besser ausfielen, nicht aber gegenüber der durchschnittlichen Erwartung der Analysten … und normalerweise orientieren sich die Trader an Letzterem. Die Konsens-Prognose der Experten lag hinsichtlich des Umsatzes bei 5,52 Milliarden Euro, die für den Gewinn bei 2,76 Euro. Da kam die GEA Group also nicht drüber. Und dementsprechend blieb ein Reigen hochgereckter Analysten-Daumen nach den Zahlen aus.
Zwar sieht Jefferies die Aktie trotzdem bei 65 Euro. Aber mit einem Tageshoch von 63,05 Euro war die Aktie am Montag da schon sehr nahe dran. Und die neuen bzw. bestätigten Kursziele von JPMorgan (57,60 Euro) und RBC Capital (56,00 Euro) kamen am Montag unterhalb des aktuellen Kurses auf den Tisch. Da dürften sich also einige Trader am Folgetag überlegt haben, dass auch dieser eher kleine Anstieg ausreicht, um zu verkaufen, während auf der Gegenseite kaum noch Käufer die Hand aufhalten wollten … was auch daran zu erkennen war, dass der Abverkauf des Vortagesgewinns unter geringeren Umsätzen ablief als der Anstieg am Montag. Das Ergebnis:

Die GEA Group-Aktie sackte auf eine charttechnische Schlüsselzone in Form der Kreuzunterstützung zwischen 59,75 und 60,90 Euro zurück, die grundsätzlich ein ideales Sprungbrett für einen Aufwärtsimpuls sein könnte … deren Bruch nach einem vergeblichen Ausbruchsversuch aus psychologischer Sicht jedoch zum Bumerang würde. Denn wenn von einer Reaktion auf insgesamt ja trotzdem eher erfreuliche Zahlen schon einen Tag später nichts mehr übrig ist, wie viele Anleger würden da bereitwillig sagen „auf ein Neues“ und sofort noch einmal zugreifen? Und vor allem, wenn diese Zone bricht, könnte die Zahl der Kaufwilligen deutlich genug zurückgehen, um eine negative Reaktion auf ein solches, charttechnisch dann ja unstrittig bärisches Signal nicht auffangen zu können. Was bedeutet:
Das bullische Lager müsste heute umgehend versuchen, dem Kurs wieder etwas Wasser unter den Kiel zu verschaffen. Misslingt das, wäre die nächste Unterstützungszone bei 56,50/57,04 Euro womöglich schnell erreicht.
Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025, 26.01.2026: https://www.gea.com/de/news/corporate/2026/gea-publishes-preliminary-figures-and-exceeds-expectations
Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/G1A.DE/analyst-insights/
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