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Während Aktien aus dem Halbleitersektor momentan wie wild durch die Decke getrieben werden, dümpelt die Aktie der Deutschen Telekom gedrückt vor sich hin. Aber wenn man sich die Bewertung ansieht und das, was die Analysten sagen, könnte sich das jederzeit ändern.
Was fehlt, ist der Startschuss. Einer, der laut genug ist, um diejenigen, die derzeit nur dorthin sehen, wo die Trenddynamik hoch ist, auf einen Titel wie die T-Aktie aufmerksam zu machen. Denn oft ist das bei dahinsiechenden Aktien nicht nur ein Problem von vielen, sondern das Problem schlechthin: Wenn es nicht läuft, schaut keiner hin. Und wenn keiner hinschaut, läuft es eben auch nicht.
Nun ist es schon richtig, dass die Telekom nicht mit der Umsatz- und Gewinndynamik der aktuell stark laufenden Branchen mithalten kann. Wobei man einschränkend betonen sollte: mit der erwarteten Gewinndynamik. Denn ob Rüstung, Halbleiter oder Rechenzentren-Thematik: Bei nicht gerade wenigen Unternehmen, die man seit Wochen ungebremst kauft, ist dieses rasante Wachstum nur eine Erwartung. Die Telekom wächst langsam. Aber das wenigstens wirklich, im Hier und Jetzt.
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Expertenmeinung: Die vergangene Woche vorgelegten Ergebnisse des ersten Quartals waren zwar keine Überraschung, aber grundsolide. Man hält an der Prognose fest, im Jahr 2026 pro Aktie einen Gewinn von 2,20 Euro zu erreichen. Was hieße: Auf dem derzeitigen Kursniveau, nachdem die Rallye des Februars komplett abverkauft wurde, käme man hier auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12,6. Im Vergleich zu früheren Jahren liegt das am unteren Ende der Spanne. In normalen Jahren ohne verzerrende Effekte bewegte sich diese Bewertung im Bereich zwischen knapp 12 und knapp 20.
Und ein KGV bis zu 20 wäre in der momentanen Situation durchaus nicht ungebührlich teuer. Immerhin will die Telekom in diesem Jahr zehn Prozent mehr verdienen als im Vorjahr. Für das folgende Jahr trauen die Analysten das dem Konzern ebenfalls zu. Ein KGV von 20 wäre da „okay“. Und apropos Analysten:
Die sehen die Aktie eindeutig anders als diejenigen, die sie von ihrem Jahreshoch heruntergeholt und mit Blick auf den Kurs von Ende 2025 wieder zurück auf „Los“ befördert haben. Denn von den 17 die Aktie regelmäßig einstufenden Experten sehen die Aktie alle 17 derzeit als kaufenswert an. Selbst das niedrigste Kursziel liegt mit 33 Euro weit über dem aktuellen Kurs, der Schnitt findet sich momentan bei knapp 38 Euro. Alleine, es fehlt ein Startschuss.
Aber wenn man sich ansieht, dass auch die gerade so „hippen“ Chipaktien zuvor monatelang seitwärts liefen, sollte man da wachsam bleiben. Wenn die ersten erst einmal zugreifen, könnte es schnell gehen. Vor allem, wenn dann noch „Fluchtgeld“ unterwegs wäre. Also Kapital, das aus den momentan in Mode befindlichen Halbleiter-Aktien abgezogen wird, weil deren Hausse in sich zusammenfällt (was noch nicht der Fall ist, aber eine realistische Möglichkeit bleibt) und neue, weniger riskante Möglichkeiten sucht.
Noch ist das nicht zu erkennen. Und diese leichte Aufwärtstendenz der T-Aktie könnte allemal auch als bärische Flagge enden, sprich der kleine Trendkanal nach unten verlassen werden. Derzeit wäre die 200-Tage-Linie aus meiner Sicht eine taugliche Messlatte. Gelänge es, über diese im Chart dick schwarz hervorgehobene, wichtige Hürde (derzeit bei 29,43 Euro) zu kommen, wäre das ein starker Hinweis darauf, dass es jetzt die Telekom-Aktie sein könnte, die dran ist, durchzustarten.

Quellenangaben: Quartalsbilanz Q1/2026, 13.05.2026: https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/zwischenbericht-zum-ersten-quartal-2026-1104748
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/DTE.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.05.2026 um 22:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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