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Caterpillar Aktie Prognose Caterpillar: Bei KI in der zweiten Reihe, bei der Performance in der ersten

News: Aktuelle Analyse der Caterpillar Aktie

In diesem Artikel
Caterpillar
ISIN: US1491231015
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Ticker: CAT --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Caterpillar Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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Würde man Anleger fragen, welche Dow Jones-Aktie zur Halbzeit des Börsenjahres 2026 wohl der Top-Performer sein mag, dürften die meisten wohl eine Aktie aus dem Technologie-Sektor vermuten. Aber es ist der Baumaschinenkonzern Caterpillar, der die Liste anführt. Warum?

Derzeit dürfte das entscheidende Argument, das die Aktie von einem Rekordhoch zum nächsten trägt, ein „Nebeneffekt“ des KI-Booms sein. Denn dieser Ausbau der künstlichen Intelligenz benötigt viele neue, große Rechenzentren. Und Caterpillar liefert Baumaschinen und, wenngleich eher als Nische im Gesamtportfolio, auch Kraftwerke. Dass man diesen Aspekt derzeit in den Vordergrund stellt, lässt sich auch deswegen vermuten, weil die Aktie nahezu zeitgleich und in selbem Umfang wie die deutsche Hochtief-Aktie anzog, bei der es auch um diese „zweite Reihe“ der KI in Form des Rechenzentrum-Baus geht.

Doch kann das eine derartige Hausse rechtfertigen? Oder, wichtiger noch, kann sich dieser Kursanstieg, obgleich die Aktie in diesem Jahr bereits ca. 85 Prozent und auf Sicht von 12 Monaten um die 175 Prozent zugelegt hat, noch nennenswert fortsetzen? Das sollte man sich in der Tat genauer ansehen, bevor man erwägen würde, auf diesen Zug noch aufzuspringen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Caterpillar Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Auffällig ist, dass die Analysten dem Gewinn pro Aktie im laufenden Jahr zwar ordentliches Wachstum zutrauen – man bewegt sich da in einem Bereich zwischen 30 und 35 Prozent über dem Vorjahr. Aber die Aktie ist seit Jahresbeginn, wie vorstehend geschrieben, weit mehr gestiegen. Das wäre nachvollziehbar, wenn Caterpillar zuvor nur kleine Wachstumsraten vorweisen konnte und man jetzt unterstellen darf, dass die Größenordnung beim Gewinnwachstum nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in den folgenden Jahren weit größer ausfällt als früher. Aber das wäre nur eine Vermutung.

Die Aktie ist schon im vergangenen Jahr eher teuer bewertet gewesen. Aber für 2026 weist sie ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 42 auf. Das ist für einen Baumaschinenhersteller, auch wenn er einen gewissen KI-Bezug hat, sehr teuer. In früheren Jahren waren KGVs unter 20 üblich. Hinzu kommt die Frage: Wird Caterpillar denn auch in den kommenden Jahren derartige Gewinnsteigerungen wie in diesem Jahr schaffen, so dass das hohe KGV dadurch gerechtfertigt wäre?

Momentan unterstellen viele Analysten das, alleine, weil man davon ausgeht, dass der Bau gewaltiger Rechenzentren rund um den Globus viele Jahre weitergehen wird. Ob es wirklich so kommt und ob Caterpillar dann wirklich bei der Verteilung großer Gewinne in der ersten Reihe steht, kann, nüchtern betrachtet, aber niemand im Voraus wissen. Doch trotz dieses optimistischen Blicks in eine eigentlich ja nicht vorhersagbare Zukunft sind die Analysten gar nicht mehr allzu bullisch unterwegs. Nur eine knappe Mehrheit, 15 von 28 Experten, wertet die Aktie derzeit als kaufenswert, der Rest sieht Caterpillar als Halteposition, zwei würden sie sogar untergewichten. Darüber hinaus liegt das durchschnittliche Kursziel mit derzeit gut 950 US-Dollar bereits ein gutes Stück unter dem Kurs.

Caterpillar Aktie: Chart vom 30.06.2026, Kurs 1.064,90 USD, Kürzel: CAT | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Caterpillar Aktie: Chart vom 30.06.2026, Kurs 1.064,90 USD, Kürzel: CAT | Quelle: TWS

Rein aus charttechnischer Sicht ist die Aktie natürlich noch bullisch, der Ausbruch aus der Ende April etablierten, wochenlangen Seitwärtsspanne nach oben hat diese Einschätzung erst einmal zementiert. Aber wenn die Bewertung bereits so hoch und das Analysten-Kursziel überboten ist … und wenn dann die Aktie, die im Dow Jones im ersten Halbjahr am stärksten lief, ausgerechnet zum Halbjahres-Ultimo die Gewinnerliste anführt und es dadurch nach kurzlebigem „Window Dressing“ riecht … dann ist Vorsicht geboten.

Hier noch neu einzusteigen, sollte man sich besser zweimal überlegen. Und es würde sich anbieten, diesen Ausbruch über den Widerstandsbereich 931/945 US-Dollar zu nutzen, um den Stoppkurs knapp unter diese Zone nachzuziehen. Denn die mittelfristigen Supports der Aktie warten erst bei 700 US-Dollar. Einfach auszuschließen, dass eine Korrektur den Kurs dorthin zurückführt, wäre hoch riskant … daher würden sich konsequent enge Stopps entlang der jeweils jüngsten, überbotenen Hürde durchaus anbieten.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/CAT/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.06.2026 um 23:00 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Caterpillar Aktie

15.06.2026
08:19 Uhr

Caterpillar: Konsolidierung oder Toppbildung? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.06.2026 um 23:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Caterpillar ist kein KI-Unternehmen und hat auch mit Halbleitern nichts am Hut. Trotzdem ist diese Aktie seit dem Tief nach Trumps „Zoll-Schock“ im April 2025 in der Spitze um die 250 Prozent gestiegen. Seit einigen Wochen läuft sie aber seitwärts – wie mag das wohl ausgehen?

Die Analysten trauen dem US-Baumaschinenkonzern im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 12 bis 15 Prozent zu. Und, auf Basis steigender Gewinnmargen, einen überproportionalen Anstieg des Gewinns pro Aktie um ca. 30 Prozent auf etwa 24,65 US-Dollar. Das ist natürlich respektabel. Aber zu wenig, wenn man sich die Performance der Aktie ansieht. Die ist dem Gewinnanstieg massiv davongelaufen. Und das führt zu einer Bewertung, bei der man sogar bei vielen Technologieaktien eine Augenbraue hochziehen würde.

Rechnet man den Gewinn pro Aktie der letzten vier gemeldeten Quartale, käme das Kurs-/Gewinn-Verhältnis auf 45. Nimmt man die durchschnittliche Analysten-Gewinnprognose für das Jahr 2026, von dem bislang ja nur für ein Quartal Zahlen vorliegen, läge das Kurs-/Gewinn-Verhältnis bei 36. Solch eine hohe Bewertung wäre nur gerechtfertigt, wenn man davon ausgehen dürfte, dass Caterpillars Gewinn pro Aktie in den kommenden zwei Jahren mindestens 20 Prozent per annum weiter zulegt. Und das ist zumindest offen. Das kann also auf Dauer nicht gutgehen, oder?

Expertenmeinung: Es gibt durchaus Aktien, die über Jahre hinweg eher teuer sind. Da fallen einem hierzulande Aktien wie Beiersdorf oder Nemetschek ein. Aber davon mal abgesehen, dass sich solche irrational hohen Bewertungen irgendwann rächen und in eine größere Abwärtsbewegung münden (wiederum siehe Beiersdorf oder Nemetschek) ist das bei Caterpillar durchaus nicht so:

In den vergangenen zehn Jahren lag das Kurs-/Gewinn-Verhältnis der Aktie, abgesehen von dem durch Corona verzerrten Jahr 2020, zum jeweiligen Jahresende in einer Range zwischen 12 und 20. Erst 2025 zog die Bewertung an – und das erheblich. Und was sagen die Experten? Immerhin 15 von 28 Analysten stufen die Aktie auch jetzt, nahe des Rekordhochs, als kaufenswert ein. Und das durchschnittliche Kursziel liegt mit 944 US-Dollar sogar etwas über dem letzten Kurs vom Freitag. Erreicht wurde dieses durchschnittliche Kursziel aber schon: Anfang des Monats hatte die Caterpillar-Aktie mit 946,83 US-Dollar ihr bisheriges Allzeithoch markiert. Aber jetzt sehen wir hier ja eine Toppbildung, müsste die Luft also nicht erst einmal heraus sein?

Caterpillar Aktie: Chart vom 12.06.2026, Kurs 910,57 US-Dollar, Kürzel: CAT | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Caterpillar Aktie: Chart vom 12.06.2026, Kurs 910,57 US-Dollar, Kürzel: CAT | Quelle: TWS

Nicht zwingend. Das höchste aller Kursziele liegt derzeit bei sagenhaften 1.165 US-Dollar. So etwas kann in intakten Aufwärtstrends wie ein Magnet wirken. Und dass Caterpillar dann ein fast doppelt so hohes Kurs-/Gewinn-Verhältnis hätte als Nvidia momentan, sollte zwar eine Warnung sein. Doch solange der Aufwärtstrend läuft, sind viele Trader gegen solche Warnsignale immun – man ignoriert so etwas einfach. Daher sollte man sich nicht zu sicher sein, dass wir da wirklich gerade die Ausbildung eines Topps sehen … erst einmal ist das nur eine Seitwärtsbewegung. Und die kann grundsätzlich auch nach oben verlassen werden.

Erst, wenn Caterpillar die untere Begrenzung der derzeitigen Handelsspanne bei 845 US-Dollar durchbrechen würde, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass eine Korrektur die hohe Bewertung abkühlt, deutlich erhöht. Aber Sie sehen es am Chartbild: Auch dann wäre Caterpillar für das bärische Lager nicht gerade erste Wahl, denn bis hinunter auf 660 US-Dollar (wo die 200-Tage-Linie verläuft) staffeln sich zahlreiche Supportlinien, die Short-Trades Steine in den Weg legen können. Wenn, ginge es hier also im Fall des Bruchs des 845 US-Dollar-Supports nur um den Ausstieg oder die Reduzierung laufender Positionen. In Bezug auf die Short-Seite würde man sich bei so mancher anderen Aktie wohl deutlich leichter tun.

Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/CAT/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

06.08.2025
08:28 Uhr

Caterpillar: Obacht, Treibsand! — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Aktie des US-Baumaschinenriesen Caterpillar hatte als Reaktion auf die am Morgen vorgelegten Quartalsergebnisse vorbörslich bis zu 4,5 Prozent verloren. Im regulären Handel hielt sie sich verblüffend gut. Aber ob das bullischen Tradern wirklich Sicherheit bietet?

In den USA neigen viele Akteure dazu, Bilanzdaten mit der durchschnittlichen Prognose der Analysten zu vergleichen. Liegen die Zahlen darüber, ist das bullisch, wenn nicht, dann nicht. Da die Medien ebenfalls meist nur diesen Vergleich ziehen, wird diese verquere Betrachtung seit Jahrzehnten beibehalten. Und das, obwohl klar sein sollte, dass man nur dann einen tauglichen Blick darauf erhalten kann, ob ein Unternehmen vorankommt oder Probleme hat, wenn man die Zahlen – wie im Rest der Welt völlig normal – mit denen des gleichen Zeitraums des Vorjahres ins Verhältnis setzt. Aber selbst wenn man bei Caterpillar die Zahlen zum zweiten Quartal mit den Prognosen vergleichen würde, wären sie nicht gut gewesen.

Caterpillar erzielte einen Gewinn pro Aktie von 4,72 US-Dollar, die Durchschnittsprognose hatte aber bei 4,90 US-Dollar gelegen. Zwar lag der Umsatz dafür mit 16,57 Milliarden über der Prognose von 16,33 Milliarden. Aber was daran bullisch sein soll, erschließt sich einem eher nicht, denn:

Expertenmeinung: Zum einen heißt das, dass die Marge schlechter war als gedacht. Immerhin erwirtschaftete der Baumaschinenkonzern somit aus mehr Umsatz weniger Gewinn als gedacht. Zum anderen wäre das Bild noch deutlich unschöner, wenn man die Vorjahreszahlen heranziehen würde, wie es geboten wäre. Denn im zweiten Quartal 2024 erreichte Caterpillar einen Gewinn pro Aktie von 5,48 US-Dollar. Und auch der Umsatz lag höher, bei 16,69 Milliarden. Der Gewinn ist also zum Vorjahreszeitraum um satte 14 Prozent gefallen … und die Aktie seit dem Schlusskurs nach den Zahlen zum zweiten Quartal 2024 vor einem Jahr um etwa 35 Prozent gestiegen, was heißt:

Die Aktie ist viel teurer als vor einem Jahr. Das Kurs-/Gewinn-Verhältnis, das in den vergangenen Jahren immer in einer Spanne zwischen 15 und 20 rangierte, liegt jetzt auf Basis der aktuellen 2025er-Konsens-Gewinnschätzung bei 22,7. Und das durchschnittliche Analysten-Kursziel, derzeit bei 403 US-Dollar, ist weit überboten!

Damit so etwas halten kann, braucht es gute Argumente für wieder dynamisch steigende Unternehmensgewinne in den unmittelbar kommenden Jahren. Gibt es die? Man kann sich welche ausdenken, aber allzu logisch wäre da nichts. Denn ja, höhere Einfuhrzölle könnten Konkurrenten wie Komatsu das Leben in Bezug auf Verkäufe in den USA schwer machen. Aber dafür dürfte der Rest der Welt eher zögerlich agieren, wenn es darum geht, Caterpillar als US-Unternehmen anderen Herstellern vorzuziehen. Immerhin üben die USA quer um den Globus Druck auf andere Unternehmen aus. Und große Pläne in Sachen Erneuerung der Infrastruktur, wie sie Joe Biden hatte und umzusetzen begann, sind in Donald Trumps Agenda nicht gerade stark vertreten, sodass ein Inlands-Boom nicht unmittelbar bevorstehen dürfte. Was hier als Argument, die Aktie trotzdem stur zu halten bzw. nachzukaufen, bliebe, wäre alleine das Chartbild.

Caterpillar Aktie: Chart vom 05.08.2025, Kurs 434,08 US-Dollar, Kürzel: CAT | Online Broker LYNX
Caterpillar Aktie: Chart vom 05.08.2025, Kurs 434,08 US-Dollar, Kürzel: CAT | Quelle: TWS

Caterpillar hatte im Juli die markante Widerstandszone aus dem im November 2024 erzielten, bis dahin geltenden Rekordhoch und zwei nachgelagerten Zwischenhochs zwischen 409,59 und 418,31 US-Dollar überboten. Diese Zone fungiert jetzt als charttechnische Unterstützung, zusätzlich verstärkt durch die im April etablierte, steile Aufwärtstrendlinie. Aus rein charttechnischer Sicht ist es daher verständlich, dass die Aktie, die vorbörslich bis auf etwa 414 US-Dollar und damit in eben diese Supportzone gefallen war, gekauft wurde. Aber nur aus charttechnischer Sicht.

Die Aktie ist eher teuer, notiert über dem durchschnittlichen Analysten-Kursziel und hat gerade schwache Quartalszahlen geliefert, während es aktuell keine wirklich guten Argumente dafür gäbe, dass sich die Perspektive in allernächster Zeit so deutlich aufhellt, dass ein Kurslevel auf neuen Rekorden dauerhaft zu halten wäre. Damit steht Caterpillar auf Treibsand … und sollte spätestens, wenn die Zone 409,59 zu 418,31 US-Dollar doch noch fallen sollte, besser nicht mehr im Depot sein.

Quellen:
Ergebnis des 2. Quartals 2025, 05.08.2025: https://www.caterpillar.com/en/news/corporate-press-releases/h/2q25-results-caterpillar-inc.html

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.