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Eigentlich waren die Zahlen, die Carl Zeiss Meditec zum 1. Geschäftsjahreshalbjahr ablieferte, alles andere als gut. Aber es gab auch ermutigende Elemente. Und das führt dazu, dass die Aktie jetzt die Chance hätte, eine untere Trendwendeformation zu vollenden.
Der Umsatz sank im ersten Halbjahr des bei Carl Zeiss Meditec immer am 30.9. endenden Geschäftsjahres um 5,7 Prozent. Währungsbereinigt waren es zwar nur -1,0 Prozent … aber es war eben dennoch weniger als im Vorjahr. Und noch viel weniger wurde es beim Gewinn. Denn aufgrund einer deutlich von 10,7 im Vorjahreszeitraum auf 6,1 Prozent gesunkenen EBITA-Marge landete das EBITA bei nur noch 60,5 Millionen Euro nach 112,6 Millionen im ersten Geschäftsjahreshalbjahr 2024/2025. Aber wegen dieser Bilanz legte die Carl Zeiss-Aktie am Dienstag nicht deutlich zu, der Auslöser war der Blick nach vorne.
Denn man will die Rationalisierungsmaßnahmen intensivieren und dadurch sicherstellen, dass man im Gesamtgeschäftsjahr beim Umsatz wenigstens im Bereich zwischen -1,0 bis -3,5 Prozent herauskommt und währungsbereinigt zum Vorjahr stabil bleibt. Zugleich geht das Medizintechnik-Unternehmen davon aus, dass es gelingen wird, am Ende des Geschäftsjahres bei einer EBITA-Gewinnmarge zwischen acht und zehn Prozent (1. Halbjahr 6,1 Prozent) herauszukommen.
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Expertenmeinung: Das deutete an, dass Carl Zeiss erwartet, dass es ab jetzt wieder etwas besser läuft. Und das wiederum scheint einige zu dem Schluss gebracht zu haben, dass dieser gehaltene Ausblick eine gute Gelegenheit sein könnte, um zu versuchen, auch die Aktie aus dem Tal der Tränen herauszubekommen.

Wir sehen im Chart, dass der Kurs nach anfänglich leicht schwächerem Start deutlich zulegte. Am Ende standen hier +12,36 Prozent zu Buche, die die Aktie in die Nackenlinien-Zone einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation trugen, die zwischen 28,58 und 29,42 Euro liegt. Ein Ausbruch nach oben wäre ein markant positives Signal … die Bullen hätten es jetzt in der Hand. Und aus rein charttechnischer Sicht würde sich dadurch erhebliches Aufwärtspotenzial auftun. Die nächste Widerstandszone von nennenswerter Bedeutung würde dann erst im Bereich 36,50 bis 39,04 Euro warten. Aber es gibt ein „aber“:
Die Charttechnik alleine kann die Aktie nicht zu einem Hausse-Kandidaten machen. Die Rahmenbedingungen müssen genauso passen, ansonsten müsste man fürchten, dass die Käufe als Reaktion auf eine Vollendung dieser unteren Trendwendeformation auf halbem Weg „verhungern“. Und diese Rahmenbedingungen passen eben nicht.
Nach diesem gestrigen Kursanstieg käme man auf Basis der durchschnittlichen Gewinnschätzung der Analysten auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 19. Das wäre nur dann günstig, wenn man davon ausgehen könnte, dass das Wachstumstempo in den kommenden Jahren erheblich zulegt. Aber dieser aktuell mitgelieferte Ausblick auf das Gesamtjahr gibt das noch nicht her, was man auch daran ablesen kann, dass zwar gleich vier Analysten unmittelbar nach den Zahlen ihre Kursziele und Einschätzungen adjustierten, dabei aber vier „Halten“-Einstufungen mit Kurszielen zwischen 25 und 32 Euro herauskamen.
Fazit: Die Aktie wäre, sollte es gelingen, die umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit Schlusskursen klar über 29,42 Euro zu vollenden, nur auf charttechnischer Ebene bullisch … und damit – zumindest in der derzeitigen Gemengelage – noch nichts für mittelfristige Investments, sondern eher ein „Trading Buy“.
Quellenangaben: Ergebnis des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2025/2026, 12.05.2026: https://www.zeiss.com/meditec-ag/de/presse-und-aktuelles/pressemitteilungen/2026/halbjahreskommunikation-geschaeftsjahr-2025-26.html
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/AFX.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.05.2026 um 22:47 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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