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 Broadcom Aktie Prognose

Broadcom: Ein Ausblick, der einem den Atem verschlagen könnte

News: Aktuelle Analyse der Broadcom Aktie

06.03.2026 | 11:29 Uhr
In diesem Artikel
Broadcom
ISIN: US11135F1012
|
Ticker: AVGO --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Broadcom Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Kaum jemand kennt Broadcom. Doch hinter den Kulissen der KI-Revolution könnte gerade einer der mächtigsten Tech-Konzerne der Welt wachsen.

Erstaunlich ruhig

Die Börse neigt auf allen Ebenen zu Überreaktionen. Trends werden blindlings fortgeführt, auch wenn dabei bereits jedes Maß überschritten ist. Die Reaktionen auf Quartalszahlen sind in vielen Fällen ausufernd hoch.

In diesem Kontext war die gestrige Kursreaktion auf die Neuigkeiten bei Broadcom erstaunlich moderat.

Der Gewinn lag in Q1 mit 2,05 USD je Aktie über den Erwartungen von 2,03 USD. Mit einem Umsatz von 19,3 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 19,2 Mrd. USD ebenfalls knapp übertroffen.
So weit wäre eine moderate Kursreaktion noch nachvollziehbar.

Auf Jahressicht entspricht das jedoch einem Umsatzplus um 29 % und einem Gewinnsprung um 28 % auf 10,2 Mrd. USD.
Der freie Cashflow konnte um 33 % auf 8,01 Mrd. USD gesteigert werden, die FCF-Marge lag bei 41 %. Broadcom ist zu einer Cashcow geworden.

Durch die Decke

Die großen Neuigkeiten kommen aber erst noch. Broadcom stellt für das zweite Quartal einen Umsatz von 22,0 Mrd. USD in Aussicht, was auf Jahressicht einem Anstieg um 47 % entspricht.
Bisher wurden 20,4 Mrd. USD erwartet.

Broadcom geht demnach von einer substanziellen Zunahme der Wachstumsdynamik aus.
Der große Wachstumstreiber im Konzern sind KI-Chips. Das Segment dürfte im zweiten Quartal um 140 % auf 10,7 Mrd. USD wachsen und macht inzwischen einen Großteil des Chip-Geschäfts aus, das wiederum um 76 % auf 14,8 Mrd. USD zulegen soll.
Der Umsatz im Bereich Infrastructure soll um 9 % auf 7,2 Mrd. USD steigen.

Damit dürfte das Ende der Fahnenstange jedoch längst nicht erreicht sein. Dem Vorstand zufolge (Quelle: Webcast im Zuge des Quartalsberichts) hat die Sichtbarkeit in den letzten 1-2 Quartalen deutlich zugenommen („Visibility has materially improved over the last 1–2 quarters“).

Das hat keiner kommen sehen

Der Vorstand geht inzwischen davon aus, dass Broadcom im nächsten Geschäftsjahr 100 Milliarden Dollar mit KI-Chips umsetzen wird. („Have line of sight to $100B in revenue from AI chips in 2027“)

Dazu dürfte unter anderem OpenAI (ChatGPT) beitragen. Das Unternehmen ist der sechste Großkunde (Abnahme von mehr als 1 GW Rechenleistung), der die erste Generation der XPU von Broadcom in großem Umfang einsetzen möchte.

Die anderen drei bestätigten Großkunden sind Google, Meta und Anthropic. Presseberichten zufolge handelt es sich bei den beiden unbestätigten Großkunden um Bytedance (Tiktok) und Apple.

Diese Rückschlüsse lassen sich ziehen

Der Ausblick lässt eine ganze Reihe von Rückschlüssen zu. Zuallererst bedeutet er, dass der Auftragsbestand und die Pipeline sehr groß sind und die Produktionskapazitäten und der Umsatz in diesem Jahr kontinuierlich steigen müssten – sonst wäre es nicht möglich im Jahr 2027 einen KI-Umsatz von mehr als 100 Mrd. USD erzielen.

Dadurch lässt sich aber auch abschätzen, wie hoch der Konzernumsatz 2027 mindestens sein wird, wenn die Prognose erfüllt wird.
Im letzten Quartal hat Broadcom abseits von KI-Chips einen Umsatz von 7,2 Mrd. USD mit Software und 4,1 Mrd. USD mit anderen Halbleitern erzielt.

Unterstellt man, dass beide Bereiche auf der Stelle treten werden, was mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Fall sein dürfte, ergibt sich daraus für 2027 ein Jahresumsatz von 145,2 Mrd. USD.
Um das einordnen zu können: In den letzten 12 Monaten hat Broadcom einen Umsatz von 68 Mrd. USD erzielt.

Daher sind die Konsensschätzungen plausibel. Womöglich sind sie sogar zu niedrig, obwohl im laufenden Geschäftsjahr, das bereits im Oktober endet, ein Gewinnsprung um 64 % auf 11,20 USD je Aktie erwartet wird.
Broadcom kommt demnach auf eine forward P/E von 29,7. Im historischen Vergleich ist das viel, denn in den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 22. Allerdings hat die Wachstumsdynamik zuletzt auch deutlich zugenommen.

Rückblickend kann ich nur hoffen, dass einige Leser und Kunden von LYNX Broker den Artikel vom 07.03.2025 (Broadcom: Rekorde auf ganzer Linie) zum Anlass für einen Einstieg bei Broadcom genommen haben – seitdem hat sich der Kurs nahezu verdoppelt.

Broadcom Aktie: Chart vom 06.03.2026, Kurs: 332,77 USD – Kürzel: AVGO | Online Broker LYNX
Broadcom Aktie: Chart vom 06.03.2026, Kurs: 332,77 USD – Kürzel: AVGO | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein Ausbruch über 340 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 365 – 375 USD. Möglicherweise wird auch das Allzeithoch knapp über 400 USD angesteuert.

Fällt die Aktie hingegen unter 325 USD, muss mit einem erneuten Rücksetzer bis zum Tief bei 308 USD gerechnet werden. Darunter trübt sich das Chartbild ein.

Das bestgeführte Unternehmen der Welt?

Der Otto Normalverbraucher dürfte noch nie von Broadcom gehört haben. Selbst unter Anlegern ist das Unternehmen eher unbekannt.
Da das Unternehmen inzwischen aber zu den wertvollsten Unternehmen der Welt zählt und kürzlich Tesla überholt hat, dürfte sich das langsam aber sicher ändern.

Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Resultat einer ausgeklügelten Strategie und der Weitsicht von Hock Tan.

Die meisten anderen diversifizierten Halbleiter-Hersteller haben eine sehr große Produktpalette an verschiedenen Chips, auch im Niedrigpreis- und Low-Tech-Segment.

In diesen Bereichen ist der Wettbewerb hoch, die Eintrittsbarrieren sind niedrig und im Endeffekt ist es ein Geschäft, in dem der günstigste Anbieter den Preis bestimmt.

Im Gegensatz dazu sind die Anwendungen von Broadcom im Allgemeinen einem geringeren Wettbewerb ausgesetzt. Entweder aufgrund hoher Eintrittsbarrieren oder einer konsolidierten Marktnische mit wenigen Akteuren und Oligopolen.

All das ist nicht zufällig passiert. Broadcom hat unter der Führung von Hock Tan konsequent darauf hingearbeitet, zu einem Unternehmen mit diesen Eigenschaften zu werden.
Einerseits durch eine Vielzahl von Übernahmen, aber auch dadurch, dass man Geschäftsteile, die diesen Ansprüchen nicht genügen, konsequent abgestoßen hat.

Hock Tan steht bereits seit zwei Dekaden an der Konzernspitze und hat Broadcom (ehemals Avago) erst zu dem gemacht, was es heute ist.

Seitdem er den Chef-Posten (damals noch bei Avago) übernommen hat, ist der Unternehmenswert um den Faktor 600 gestiegen. Als ich zum ersten Mal auf diesem Umstand hingewiesen habe, lag dieser Faktor noch bei 165.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.03.2026 um 11:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

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Vorherige Analysen der Broadcom Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.01.2026 um 10:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Anfang 2025 herrschte bei Broadcom Skepsis, im April Panik und am Ende bekamen wir ein neues Allzeithoch. Der entscheidende Erfolgsfaktor lag nicht im Timing, sondern im Durchhalten.

Die Mehrheit liegt immer falsch

Wer hätte Anfang 2025 gedacht, dass der S&P 500 am Ende des Jahres etwa 1.000 Punkte höher stehen würde?
Und wer hätte mitten im April-Crash für das Jahresende einen Kurs von fast 7.000 prognostiziert? Die Antwort ist: So gut wie niemand.

Zu Beginn des Kalenderjahres herrschte an den globalen Finanzmärkten eine vorsichtige Grundstimmung vor, die von den Nachwirkungen der straffen Geldpolitik und einer allgemeinen konjunkturellen Unsicherheit geprägt war.

Die Konsenserwartungen für den S&P 500 bewegten sich in einem moderaten Rahmen, wobei kaum ein namhafter Experte einen Anstieg von rund tausend Indexpunkten innerhalb von nur zwölf Monaten vorhergesagt hat.

Heute sieht es übrigens umgekehrt aus. Die meisten Banken und Researchhäuser sind bullisch und nennen mehrheitlich Kursziele bei 7.500 – 8.000 Punkten. Diese Vorhersagen sind genauso wenig Wert wie die im Vorjahr.

Eine Lektion, die Anleger nie vergessen sollten

Wie schnell sich das Narrativ ändern kann, hat der Kurseinbruch im April 2025 gezeigt. Mit steigenden Kursen hat zu diesem Zeitpunkt niemand mehr gerechnet.

Doch anschließend kam es zu einer sagenhaften Rallye, die allerdings nur von einem kleinen Teil der Aktien getragen wurde.
Ein Großteil des US-Marktes befindet sich bis heute im Niemandsland. Nahezu die Hälfte aller Aktien notiert unter dem SMA200.

Selten war der Markt derartig zerrissen. Doch das geschieht nicht ohne jegliche Logik, denn auch der größte Teil der Gewinnsteigerung des S&P 500 ist auf wenige Unternehmen zurückzuführen.
Nvidia überstrahlt derzeit alle anderen Unternehmen, doch dabei wird vergessen, dass Unternehmen wie beispielsweise Alphabet oder Broadcom Gewinnsprünge von 32 und 40 % hingelegt haben.

Wenn diese Schwergewichte – Broadcom gehört inzwischen zu den zehn wertvollsten Unternehmen im S&P 500 – derartige Gewinnsprünge hinlegen, dann bewegt das den gesamten Index.

Broadcom als Paradebeispiel

Und in vielen Fällen dürfte das Ende der Fahnenstange längst nicht erreicht sein. Broadcom dürfte den Gewinn auch in diesem Jahr wieder erheblich steigern.

Daher hatte ich mich schon vielfach positiv zum Unternehmen geäußert – bereits vor Jahren und lange vor dem Hype um KI-Aktien.
Zuletzt bei einem Kurs von 179,45 USD: Broadcom: Rekorde auf ganzer Linie

Seitdem hat sich der Kurs in etwa verdoppelt und Broadcom hat einen Gewinnsprung um 40 % auf 6,82 USD je Aktie erzielt.

Broadcom Aktie: Chart vom 07.01.2026, Kurs: 343,77 USD - Kürzel: AVGO | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Broadcom Aktie: Chart vom 07.01.2026, Kurs: 343,77 USD – Kürzel: AVGO | Quelle: TWS

Im laufenden Geschäftsjahr soll das Ergebnis um weitere 47 % auf 10,00 USD je Aktie steigen.
In Anbetracht der Auftragslage und der zunehmenden Wachstumsdynamik sowie Profitabilität erscheint das plausibel.

Broadcom kommt demnach auf eine forward P/E von 34,4. Das ist auf den ersten Blick nicht gerade wenig. Aber in Anbetracht der zentralen Stellung des Unternehmens in der Halbleiterbranche und dem enormen Wachstum ist das zu rechtfertigen.

Das gilt umso mehr, wenn die Dynamik noch einige Jahre anhält, wovon derzeit auszugehen ist.

Buy & Hold brilliert – wie fast immer

Die großen Gewinner dieses turbulenten Jahres sind, wie fast in jedem Jahr der Börsengeschichte, die Anleger, die eine konsequente Buy-and-Hold-Strategie verfolgt haben.
Das gilt für Broadcom ebenso wie für die Käufer von ETFs.

Man muss dazu in der Lage sein, die kurzfristigen Schwankungen des Marktes zu ignorieren und sich auf die Fundamentaldaten und die langfristige Entwicklung konzentrieren.

Während Market-Timer statistisch viel schlechter abschneiden, profitierten die geduldigen Anleger von der vollen Erholungsbewegung. Wer während des April-Crashs ausgestiegen war, hatte in den meisten Fällen nicht den Mut oder die Schnelligkeit, rechtzeitig vor der großen Rallye wieder einzusteigen.

Glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche. Ich war in Broadcom investiert, als die Aktie im letzten Jahr auf 138 USD abgestürzt ist und bin es heute bei einem Kurs von 343 USD noch immer.
Volatilität aushalten zu können, ist der Preis, den man zahlen muss.

Die Eigenschaft, die alles entscheidet

Langfristig gesehen ist die Börse ein Mechanismus, der Vermögen von den Ungeduldigen zu den Geduldigen transferiert.

Buy & Hold basiert auf der Erkenntnis, dass Indizes wie der S&P 500 und der MSCI World selbstheilende Systeme sind, in denen schwache Unternehmen kontinuierlich durch wachstumsstarke Nachfolger ersetzt werden.

Die großen Indizes sind aus meiner Sicht eine Wette auf den menschlichen Fortschritt und die Innovationskraft der führenden Volkswirtschaften.
Anleger, die das verstanden haben, betrachten Volatilität nicht als Risiko, sondern als notwendigen Preis für überdurchschnittliche Renditen.

Im Idealfall erkennt man Volatilität sogar als Gelegenheit und ergreift sie.

Das Jahr 2025 hat eindrucksvoll bewiesen, dass selbst ein zweistelliger Kurseinbruch innerhalb eines Jahres nur eine Episode in einem übergeordneten Aufwärtstrend ist. Die Disziplin, trotz negativer Schlagzeilen investiert zu bleiben, ist die wichtigste Eigenschaft für den langfristigen Anlageerfolg.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.12.2025 um 7:59 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Trotz überzeugender Quartalsergebnisse musste der bedeutende Halbleiterkonzern zum Wochenschluss einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Die Broadcom-Aktie fiel um mehr als 11 %, nachdem Anleger insbesondere auf sinkende Gewinnmargen und unsichere Geschäftsabschlüsse sensibel reagierten.

Besonders auffällig ist dabei weniger der Kursverlust selbst als vielmehr die Begleitumstände: Der Abverkauf erfolgte mit dem höchsten Handelsvolumen des gesamten Jahres 2025. Das deutet darauf hin, dass eine Reihe größerer Marktteilnehmer Gewinne realisiert oder Positionen reduziert hat – obwohl die veröffentlichten Zahlen operativ betrachtet weiterhin robust ausfielen. Aus technischer Sicht ist der übergeordnete Aufwärtstrend jedoch noch nicht gebrochen, da das letzte höhere Tief bei 329,06 USD bislang verteidigt werden konnte.

Expertenmeinung: Der starke Abverkauf hat kurzfristig spürbar Druck aus dem Chart genommen, ohne jedoch die positive Grundstruktur zwingend zu zerstören. Solange das letzte höhere Tief Bestand hat, bleibt der Trend grundsätzlich intakt – auch wenn die Volatilität zuletzt merklich zugenommen hat.

In den kommenden Tagen wird entscheidend sein, ob sich die Aktie oberhalb dieser Schlüsselzone stabilisieren kann. Gelingt dies, könnte sich der Rücksetzer im Nachhinein als scharfe, aber technische Korrektur innerhalb eines laufenden Aufwärtstrends einordnen lassen.

Aussicht: NEUTRAL

Broadcom Aktie: Chart vom 12.12.2025, Kurs: 359.93 USD, Kürzel: AVGO | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Broadcom Aktie: Chart vom 12.12.2025, Kurs: 359.93 USD, Kürzel: AVGO | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.12.2025 um 7:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Broadcom zählt mittlerweile zu den größten Technologiewerten an der Wall Street – nicht zuletzt wegen einer anhaltend starken Kursentwicklung. Das Halbleiterunternehmen hat sich mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,9 Billionen USD hinter Nvidia auf Platz zwei der Branche geschoben und liegt inzwischen vor Taiwan Semiconductor.

Besonders bemerkenswert ist die Kursentwicklung der letzten sechs Monate. Die Broadcom-Aktie stieg nahezu kontinuierlich und bildete dabei eine Serie höherer Hochs und höherer Tiefs. Selbst die jüngsten Marktschwankungen im Technologiesektor hinterließen kaum Spuren. Statt Schwäche zeigte die Aktie erneut Stärke und markierte in der vergangenen Woche ein Allzeithoch. Die Bullen behalten bislang klar die Oberhand.

Expertenmeinung: Der Trend bleibt technisch überzeugend: stabil, klar strukturiert und aktuell intakt. Solange die Serie höherer Tiefs erhalten bleibt, überwiegen die positiven Aussichten. Kurzfristige Konsolidierungen wären dabei nicht nur zu erwarten, sondern auch gesund – vorausgesetzt, sie erfolgen oberhalb zuvor gebrochener Ausbruchsmarken.

Besonders relevant ist derzeit die Zone um 386 USD. Gelingt es den Bullen, diesen Bereich zu verteidigen, könnte die Aufwärtsbewegung weiter an Fahrt gewinnen.

Aussicht: BULLISCH

Broadcom Aktie: Chart vom 01.12.2025, Kurs: 386.08 USD, Kürzel: AVGO | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Broadcom Aktie: Chart vom 01.12.2025, Kurs: 386.08 USD, Kürzel: AVGO | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit dem Zwischentief im April hat sich die Broadcom-Aktie mehr als verdoppelt – ein Plus von beachtlichen 101 %. Trotz dieser dynamischen Aufwärtsbewegung präsentiert sich der Titel weiterhin in sehr starker Verfassung. Die Kurse werden stabil von der 20-Tage-Linie begleitet, die sich zuletzt mehrfach als zuverlässige Unterstützung erwies. Solange dieser Trend intakt bleibt, scheint aus technischer Sicht kein unmittelbarer Grund zur Sorge zu bestehen. Im gestrigen Handel markierte Broadcom zudem ein neues Allzeithoch – ein weiteres Signal dafür, dass die Bullen aktuell die Oberhand behalten.

Expertenmeinung: Das Momentum spricht derzeit für eine mögliche Fortsetzung der Bewegung. Dennoch ist die aktuelle Aufwärtswelle selbstverständlich nicht garantiert. Sollte die 20-Tage-Linie nachhaltig unterschritten werden, könnte dies als erstes Warnsignal gewertet werden. Eine Abschwächung des Momentums hätte dann womöglich spürbaren Einfluss auf die Kursentwicklung. Noch ist ein solches Szenario jedoch nicht zu erkennen. Solange die technische Struktur erhalten bleibt, bleibe ich bei meiner insgesamt positiven Einschätzung. Relevante Widerstände sind aktuell keine auszumachen – was dem Titel potenziell weiteren Raum für eine Fortsetzung der Bewegung lassen könnte.

Aussicht: BULLISCH

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Gemessen an der Marktkapitalisierung zählt der Konzern derzeit zu den größten Halbleiterunternehmen an der Wall Street – hinter Nvidia und knapp vor Taiwan Semiconductor. Entsprechend hoch war die Spannung der Marktteilnehmer vor den Quartalsergebnissen.

Die gestern Abend veröffentlichten Zahlen fielen jedoch schwächer aus als erhofft. Die Broadcom-Aktie verlor im nachbörslichen Handel etwas mehr als 4 % und dürfte sich heute dem im Chart eingezeichneten Unterstützungsbereich nähern. Dieser ergibt sich aus zuvor überwundenen Widerständen. Der Trend befindet sich weiterhin in einer übergeordnet bullischen Phase.

Expertenmeinung: Der Gewinn je Aktie lag im letzten Quartal mit 1.58 USD im Rahmen der Erwartungen. Die Flüsterschätzungen von 1.65 USD je Aktie wurden jedoch klar verfehlt. Nach einer Kursentwicklung, die zuletzt stark von Optimismus geprägt war, dürfte dies für einige Anleger enttäuschend gewesen sein. Zwar übertraf der Umsatz mit 15 Milliarden USD leicht den Konsens der Analysten, doch negative Aspekte bleiben erkennbar.

Ob dies eine mögliche Trendwende einleitet, hängt maßgeblich davon ab, ob der Unterstützungsbereich hält. Solange die Aktie oberhalb der Marke von 240 USD notiert, besteht aus technischer Sicht noch kein unmittelbarer Grund zur Sorge. Es könnte sich um eine überfällige Zwischenkorrektur handeln.

Aussicht: BULLISCH

Broadcom Aktie: Chart vom 05.06.2025, Kurs: 259.93 USD, Kürzel: AVGO | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Broadcom Aktie: Chart vom 05.06.2025, Kurs: 259.93 USD, Kürzel: AVGO | Quelle: TWS

Quelle:
earningswhispers.com; https://www.earningswhispers.com/epsdetails/AVGO

Über den Autor

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Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.