Skip to main content
Bitte wählen Sie:

Atlassian Aktie Prognose Atlassian: Auftragsbestand steigt um 44 %

News: Aktuelle Analyse der Atlassian Aktie

In diesem Artikel
Atlassian
ISIN: US0494681010
|
Ticker: TEAM -,-- %
|
Börse: --

--- USD
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Atlassian Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Atlassian wurde lange Zeit als KI-Verlierer abgestempelt. Jetzt stellt sich heraus, dass das Gegenteil der Fall sein könnte.

Auf die Kundenbasis kommt es an

Atlassian bietet eine Produktpalette zur Teamkollaboration und Softwareentwicklung an, wobei Jira primär als Tool für Projektmanagement und Issue-Tracking dient, um Aufgaben zu planen und nachzuverfolgen. Ergänzend dazu ist Confluence eine zentrale Wissensdatenbank und ein Team-Workspace zur Erstellung, Speicherung und gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten und Informationen.

Das Angebotsspektrum von Atlassian umfasst neben diesen Kernprodukten auch weitere Tools wie Bitbucket (Code-Management) und Trello (visuelles Aufgabenmanagement), um Teams in allen Phasen ihrer Arbeit zu unterstützen.

Mehr als 350.000 Kunden nutzen inzwischen Atlassian-Produkte, darunter rund 85 Prozent der Fortune-500-Unternehmen.

Atlassian setzt zunehmend auf Cloud-Abonnements und erzielt dadurch wiederkehrende Umsätze. Gleichzeitig können bestehende Kunden relativ unkompliziert weitere Nutzer, Produkte und höherwertige Funktionen buchen. Genau diese Expansion innerhalb der Kundenbasis ist ein entscheidender Wachstumstreiber.
Die Cloud-Net-Revenue-Retention lag zuletzt bei mehr als 120 Prozent. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass der Umsatz innerhalb der bestehenden Kundenbasis deutlich steigt.

Starker Abverkauf

Dabei setzt Atlassian auf ein ungewöhnliches Vertriebsmodell. Viele Produkte können von einzelnen Teams ausprobiert und eingeführt werden, ohne dass zunächst ein monatelanger Verkaufsprozess notwendig ist. Ein Entwicklerteam beginnt beispielsweise mit Jira. Später kommen weitere Abteilungen, Nutzer und Produkte hinzu. Aus einem kleinen Einstieg kann so eine unternehmensweite Plattform werden.
Atlassian bezeichnet das als Bottom-up-Distribution.

Dieses System hat über die Jahre hinweg zu einem erheblichen Wachstum geführt. In den letzten fünf Geschäftsjahren konnte der Umsatz von 2,80 auf 6,57 Mrd. USD erheblich gesteigert werden.
Der freie Cashflow verbesserte sich in dieser Zeit von 2,96 auf 5,07 USD je Aktie.

An der Börse ist die Aktie dennoch in Ungnade gefallen. Ausgehend vom Vorjahreshoch bei über 300 USD ist der Kurs auf knapp über 50 USD gefallen.

Die Aktie wurde als KI-Verlierer abgestempelt und stark abverkauft. So langsam scheint sich jedoch die Erkenntnis durchzusetzen, dass die Lage nicht so schlimm ist, wie unterstellt wurde.

Warum Jira und Confluence schwer zu ersetzen sind

Es ist definitiv richtig, dass KI die Softwarebranche grundlegend verändern wird. Die Argumentation der Bären ist zunächst plausibel. Wenn KI immer mehr Programmierarbeit übernimmt und Unternehmen ihre eigenen intelligenten Agenten einsetzen, warum braucht es dann noch klassische Werkzeuge für Aufgaben, Tickets und Dokumentation? Könnte ein KI-Agent nicht einfach selbst organisieren, was bisher in Jira erledigt wird?

Theoretisch ist das möglich. Praktisch ist die Sache komplizierter.

Jira und Confluence sind tief in bestehende Arbeitsabläufe integriert. Dort liegen Jahre an Projekthistorie, Dokumentation, Zuständigkeiten und Prozessen. Ein Wechsel auf eine andere Plattform bedeutet deshalb nicht nur, eine Softwarelizenz zu kündigen. Daten müssen migriert, Schnittstellen angepasst und Mitarbeiter geschult werden. Gleichzeitig müssen sich ganze Teams an neue Abläufe gewöhnen.

Der Mensch ist bei solchen Veränderungen zudem weniger experimentierfreudig, als es die Börse manchmal vermuten lässt. Wenn ein System funktioniert und nur wenige Dollar pro Nutzer und Monat kostet, ist der Anreiz gering, es komplett auszutauschen. Die möglichen Einsparungen stehen häufig in keinem Verhältnis zu den Umstellungskosten und dem organisatorischen Aufwand. Das macht die These vom KI-Verlierer fragwürdig.

Der Datenschatz wird zum Wettbewerbsvorteil

Mit Rovo hat Atlassian eine KI-Plattform entwickelt, die genau auf diesen vorhandenen Daten aufsetzt. Rovo kann Unternehmenswissen durchsuchen, Informationen zusammenfassen, Zusammenhänge herstellen und zunehmend auch Aufgaben selbstständig ausführen. Entscheidend ist dabei der Kontext.

Ein allgemeines KI-Modell weiß beispielsweise, was ein Softwarefehler ist. Es weiß aber nicht automatisch, welcher Mitarbeiter bei einem bestimmten Kundenprojekt verantwortlich ist, welche Entscheidung vor sechs Monaten getroffen wurde oder welche Abhängigkeit zwischen zwei internen Projekten besteht. Genau diese Informationen liegen in den Systemen, die Atlassian miteinander verbindet.

Damit entsteht ein interessanter Kreislauf. Je mehr Atlassian-Produkte ein Unternehmen nutzt, desto mehr Daten und Zusammenhänge landen im Teamwork Graph. Je mehr Kontext vorhanden ist, desto leistungsfähiger kann Rovo werden. Und je nützlicher Rovo wird, desto attraktiver wird wiederum die Nutzung weiterer Atlassian-Produkte.

Rovo scheint sich inzwischen zu einem echten Wachstumstreiber zu entwickeln. Nahezu alle Fortune-500-Kunden von Atlassian nutzt das System inzwischen. Gleichzeitig wächst der Umsatz von Rovo-Kunden etwa doppelt so schnell wie bei Kunden ohne Rovo („customers using Rovo are growing ARR at roughly 2x the rate of non-Rovo customers“). Gleichzeitig nimmt die Nutzung der KI-Funktionen deutlich zu.

Ein bemerkenswerter Beweis

Im letzten Quartal ist die Zahl der durch Rovo unterstützten Aktionen im Vergleich zum Vorquartal um mehr als 50 % gestiegen.

In Summe hat das dazu geführt, dass der Gewinn in Q4 mit 1,87 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 1,48 USD lag. Mit einem Umsatz von 1,77 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 1,66 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 28 % und einem Gewinnsprung um 91 %. Dass es im Anschluss der Quartalszahlen zu einem Kurssprung gekommen ist, ist daher nachvollziehbar.

Der eigentliche Brennstoff für die Rallye dürfte jedoch der Ausblick sein. Da der Auftragsbestand (RPO, remaining performance obligation) um 44 % auf 4,8 Mrd. USD gestiegen ist, dürfte sich das Wachstum weiter fortsetzen.

Für das angebrochene Geschäftsjahr stellt Atlassian einen Umsatzwachstum von 13 % in Aussicht. Im ersten Quartal soll ein Umsatz von 1,71 – 1,72 Mrd. USD erzielt werden. Bisher wurden 1,65 Mrd. USD erwartet.

Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr wirkt mit Blick auf die Dynamik der letzten Quartale und dem hohen Auftragsbestand sehr zurückhaltend.

Dafür sprechen auch zahlreiche kleinere Details, die aus dem Quartalsbericht hervorgehen.
Denn Atlassian hat im letzten Quartal neue Rekorde bei Abschlüssen mit einem jährlichen Vertragswert (ACV) von mehr als 1 Mio., 3 Mio. und 5 Mio. USD erzielt.

Die Zahl der Kunden mit mehr als 3 Mio. USD ARR stieg gegenüber dem Vorjahr um mehr als 50 %, während die Zahl der Kunden mit mehr als 5 Mio. USD ARR um mehr als 70 % zunahm.

Darüber hinaus wurde der größten Enterprise-Vertrag in der Geschichte von Atlassian mit einem der weltweit größten Technologieunternehmen im Konsumgüterbereich abgeschlossen.

Atlassian Aktie: Chart vom 14.08.2026, Kurs: 165,98 USD – Kürzel: TEAM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Atlassian Aktie: Chart vom 14.08.2026, Kurs: 165,98 USD – Kürzel: TEAM | Quelle: TWS

Den Konsensschätzungen zufolge soll der freie Cashflow im laufenden Geschäftsjahr um 47 % auf 7,42 USD je Aktie steigen.
Atlassian kommt demnach auf einen forward P/FCF von 22,4. Im langjährigen Durchschnitt lag der P/FCF bei über 50.

Die Bewertung muss nicht wieder auf dieses Niveau steigen, es zeigt aber, was lange Zeit Normalität war. Ganz unbegründet war die hohe Bewertung auch nicht – bei Atlassian handelt es sich um ein gut skalierbares Abo-Geschäftsmodell mit hoher Kundenbindung und erheblichem Wachstum. Seit dem Börsengang 2015 konnte Atlassian den freien Cashflow durchschnittlich um 28,6 % pro Jahr steigern.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.08.2026 um 14:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Ihre Ordergebühren sind zu hoch? Mein Broker ist LYNX.

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?(erforderlich)
Wenig hilfreichSehr hilfreich
Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
Loading ...
Alle Börsenblick Artikel

Vorherige Analysen der Atlassian Aktie

02.12.2025
15:27 Uhr

Atlassian: KI-Verlierer und dem Untergang geweiht? — Tobias Krieg

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.12.2025 um 15:13 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Viele Anleger fürchten, KI könnte die Tools von Atlassian überflüssig machen. Dabei wächst das Unternehmen gerade wegen KI schneller denn je.

Angeblicher KI-Verlierer

KI wird ganze Branchen verändern, das hat sie bereits. Einige Unternehmen werden unter die Räder kommen, andere werden einen rasanten Aufstieg erleben. Und bei manchen wird sich herausstellen, dass sie nur vermeintliche KI-Gewinner oder -Verlierer sind.
Dass sich der Markt an dieser Front schon gehörig verschätzt hat, dafür gibt es etliche Beispiele. Das bekannteste ist Alphabet.

Das Unternehmen wurde als KI-Verlierer betrachtet und der Kurs der Google-Mutter dümpelte von April 2024 bis April 2025 vor sich hin. Ich hatte damals in mehreren Analysen ausführlich aufgezeigt, warum Alphabet aus meiner Sicht ein KI-Gewinner ist – inzwischen scheint die Börse meine Meinung zu teilen.

Doch darum soll es heute nicht gehen, es soll nur aufzeigen, wie schnell der Wind drehen kann.
Vielleicht geschieht dasselbe bald auch bei Atlassian.

Atlassian bietet eine Produktpalette zur Teamkollaboration und Softwareentwicklung an, wobei Jira primär als Tool für Projektmanagement und Issue-Tracking dient, um Aufgaben zu planen und nachzuverfolgen. Ergänzend dazu ist Confluence eine zentrale Wissensdatenbank und ein Team-Workspace zur Erstellung, Speicherung und gemeinsamen Bearbeitung von Dokumenten und Informationen.

Das Angebotsspektrum von Atlassian umfasst neben diesen Kernprodukten auch weitere Tools wie Bitbucket (Code-Management) und Trello (visuelles Aufgabenmanagement), um Teams in allen Phasen ihrer Arbeit zu unterstützen.

Schlagworte und simples Denken

Das Unternehmen wird als KI-Verlierer betrachtet. Aus Sicht der Bären werden die Services von Atlassian in Zukunft durch KI-Anwendungen ersetzt. Theoretisch ist das vielleicht möglich, in der Praxis ist das jedoch sehr viel schwerer, als es erscheint.

Es ist natürlich nur eine Anekdote, aber in meiner Arbeitspraxis habe ich bisher exakt null Bestrebungen erlebt, die Produkte von Atlassian zu ersetzen, und ich kann mir auch schwer vorstellen, wie das möglich sein soll.

Den meisten Menschen, die im digitalen Umfeld arbeiten, werden Jira, Confluence, Trello und vielleicht auch andere Produkte von Atlassian ein Begriff sein. Und wer damit arbeitet, der versteht auch, wie diese Tools mit den Arbeitsabläufen verwoben sind.
Eine Umstellung auf ein Konkurrenzprodukt – egal ob KI oder nicht – wäre mit enormem Aufwand verbunden.

Der Mensch ist jedoch träge. Wer will sich schon in ein neues System einarbeiten, wenn das bisherige seinen Zweck erfüllt?

Kosten, Abläufe, Realität: Das KI-Narrativ scheint zu bröckeln

Darüber hinaus stellt sich die Frage, welche Vorteile ein Konkurrenzprodukt überhaupt bieten kann. Hinzu kommt, dass eine KI-basierte Alternative auch nicht kostenlos wäre.

Und selbst wenn es kostenlos wäre, würde sich eine Umstellung dennoch nicht lohnen. Die Kosten für die Einarbeitung in ein neues System übersteigen die möglichen Einsparungen um das Vielfache.

Die Kosten für Confluence liegen beispielsweise je nach Unternehmensgröße bei 5 bis 10 USD pro Monat je Nutzer.
Die möglichen Einsparungen tendieren also gegen Null. Wie hoch dürfte demnach die Motivation sein, um Confluence durch ein Konkurrenzprodukt zu ersetzen?

Selbst wenn Unternehmen an allen Ecken und Enden Kosten einsparen, werden derartige Kostenpunkte so gut wie nie in den Fokus rücken. Das ist zumindest meine Einschätzung, die an der Börse ganz offensichtlich nicht geteilt wird.

Der Stempel als „KI-Verlierer“ scheint schwerer zu wiegen und reicht derzeit aus, um Anlegern jeglichen Mut zu nehmen.

Das hat dazu geführt, dass das Kursgeschehen und die geschäftliche Entwicklung komplett auseinandergedriftet sind.
Atlassian hat im Jahresverlauf durchweg die Erwartungen übertroffen, der Kurs ist jedoch um 37 % eingebrochen. Ausgehend vom Jahreshoch hat sich der Kurs sogar halbiert.

Explosives Wachstum?

Schaut man sich die Zahlen an, fragt man sich, warum. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das im Juli begonnen hat, lag der Gewinn mit 1,04 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 0,84 USD. Mit einem Umsatz von 1,43 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 1,40 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 21 % und einem Gewinnsprung um 35 %. Der freie Cashflow konnte um 54 % auf 114,6 Mio. USD gesteigert werden.
Vielleicht fehlt mir nur die Fantasie, aber bisher kann ich keine Disruption durch KI erkennen – ganz im Gegenteil.

Die Zahl der Kunden, die KI-Services von Atlassian nutzen, ist im letzten Quartal auf 3,5 Millionen gestiegen. Ein Plus von 50 % – nicht auf Jahressicht, sondern im Vergleich zum vorherigen Quartal.

Dem Vorstand zufolge treibt KI die Nachfrage zusätzlich an, statt sie zu dämpfen. Das zeigt sich beispielsweise dadurch, dass KI-Nutzer ihre Ausgaben schneller erhöhen als Kunden ohne KI-Nutzung.

„We now have over 3.5 million monthly active users (MAU) of our AI capabilities, once again up 50% quarter-over-quarter, and growing by the day. What’s more, we analyzed a cohort of Atlassian customers and found that those using AI code generation tools like GitHub Copilot, Claude Code, Cursor, and Replit expand their paid seats on Jira at a rate that’s approximately 5% higher than those who don’t – even when Rovo Dev is excluded – demonstrating the mission-critical role we play in powering teamwork, business processes, and workflows across all teams in the AI era.“

Ausblick und Bewertung

Der Auftragsbestand zeigt eindeutig, wohin die Reise wohl gehen könnte. Die Remaining Performance Obligations (RPO – Wert der noch nicht realisierten, aber vertraglich zugesicherten Leistungen gegenüber Kunden) konnten im ersten Quartal um 42 % auf 3,3 Mrd. USD gesteigert werden.

Daher wurde die Prognose für das Umsatzwachstum für das laufende Geschäftsjahr von 18 % auf 20,8 % erhöht. Die operative Marge soll auf 25,5 % statt 24 % steigen.

Den Konsensschätzungen zufolge soll der freie Cashflow in diesem Jahr um 24 % auf 6,70 USD je Aktie steigen.
Nach dem starken ersten Quartal erscheint das plausibel, allerdings sollte man wissen, dass Q1 bei Atlassian traditionell eher unbedeutend ist.

Atlassian kommt demnach auf einen forward P/FCF von 22,6. Im Verhältnis zu den vorliegenden Wachstumsraten und den Charakteristiken des Geschäfts ist das wenig. Im langjährigen Durchschnitt lag der P/FCF bei über 50 und am absoluten Tiefpunkt bei 25.

Sollte das Momentum auch im zweiten Quartal anhalten, wäre alles andere als ein Kurssprung eine große Überraschung. Voraussichtlich werden die Zahlen Ende Januar vorgelegt.

Atlassian Aktie: Chart vom 02.12.2025, Kurs: 151,58 USD - Kürzel: TEAM | Online Broker LYNX
Atlassian Aktie: Chart vom 02.12.2025, Kurs: 151,58 USD – Kürzel: TEAM | Quelle: TWS

Derzeit läuft ein Bodenbildungsversuch nahe der Unterstützung bei 144 USD. Ausgehend von dieser Basis könnte es jetzt zu einer Erholung in Richtung 162 oder 175 USD kommen. Darüber wäre Platz bis 187 USD.

Fällt die Aktie hingegen unter 144 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan. In diesem Szenario ist ein Kursrückgang auf 130 – 135 und möglicherweise sogar 115 USD denkbar.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.