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MTU Aero Engines Aktie Prognose MTU Aero Engines: Ein Spiegelbild der Ölpreise … wirklich?

News: Aktuelle Analyse der MTU Aero Engines Aktie

In diesem Artikel
MTU Aero Engines
ISIN: DE000A0D9PT0
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Ticker: MTX --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur MTU Aero Engines Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Als die Börsen am Montag auf die laut Mr. Trump quasi gelungene Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran reagierten, sackte der Ölpreis nach unten, MTU Aero Engines machte einen Satz nach oben. Am Dienstag stieg Öl wieder, die Aktie fiel. Ergibt das wirklich Sinn?

Grundsätzlich kann man, wenn man es denn unbedingt will, eine Argumentation konstruieren, die unterfüttern könnte, dass sich die Aktie des Triebwerkherstellers so auffällig spiegelbildlich zum Ölpreis verhält:

Steigende Ölpreise bedeuten teureres Kerosin. Teureres Kerosin drückt auf den Gewinn der Airlines. Und legt man das auf die Ticketpreise um, sinken die Fluggastzahlen, was wiederum auf den Gewinn drückt. Niedrigere Gewinne reduzieren die Bereitschaft und Notwendigkeit, neue Flugzeuge zu bestellen. Und weniger Nachfrage nach neuen Flugzeugen verringert auch die Nachfrage nach Triebwerken. Fällt der Ölpreis, würde sich also am Ende dieser Argumentationskette auch die Perspektive für den Triebwerkshersteller MTU Aero Engines aufhellen. Aber muss man deswegen mit dieser Aktie sklavisch jedem Impuls bei Rohöl hinterherlaufen?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur MTU Aero Engines Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Nein, warum sollte man? Dass die Aktie genau das tut, heißt nicht, dass man bei diesem Spielchen mitmachen müsste. Denn nicht umsonst lautet eine alte Börsenregel: Hin und Her macht Taschen leer. Und in diesem speziellen Fall ist es ja so, dass das Licht, hinter dem man mit der Aktie herlaufen würde, ein Irrlicht ist: Je nach Schlagzeile macht der Ölpreis mal einen Satz nach oben, mal sackt er durch … und nichts von alledem müsste Bestand haben, weil die Aussagen zwischen „Einigung erzielt“ und neuen Angriffen, so wie in der Nacht zum Dienstag, unberechenbar hin und her springen.

Da man genau deswegen nicht absehen kann, ob man sich auf die derzeit im Vergleich zu früheren Jahren mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von momentan 17 eher günstige Bewertung als Stütze des Kurses verlassen kann, weil eine Eintrübung der Orderlage und/oder reißende Lieferketten den derzeitigen Gewinnerwartungen der Analysten einen Stock in die Speichen werfen könnte, wäre es umso mehr zu überlegen, sich von dem Nebel zu lösen, in den die Perspektiven gehüllt sind, und sich auf rein charttechnische Aspekte zu konzentrieren.

MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 26.05.2026, Kurs 302,30 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 26.05.2026, Kurs 302,30 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS

Und da sehen wir, dass die MTU-Aktie bislang weiter in einem Abwärtstrendkanal läuft, trotz des Sprungs, den die vom Weißen Haus zunächst befeuerte Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges bei der Aktie am Pfingstmontag ausgelöst hatte. Erst ein Ausbruch über diese derzeit bei 319 Euro verlaufende obere Begrenzungslinie des Trendkanals ließe die Aktie auf kurzfristiger Ebene wieder bullisch werden. Mittelfristig würde sie dadurch zunächst aber nur neutral. Erst die Rückkehr über die Nackenlinie der zwischen Juni 2025 und März 2026 etablierten Toppbildungszone bei 337/338 Euro würde ein mittelfristig bullisches Signal auslösen.

Die Chance, darauf mit eigenen, subjektiven Erwartungen an die kommende Entwicklung der Ölpreise zu koppeln, dürfte keine ideale Vorgehensweise sein … nicht zuletzt, weil dazu mangels klarer Fakten keinerlei objektive Beurteilung möglich ist. Konsequent charttechnische Signale abzuwarten und dann im Vorfeld einer eigenen Entscheidung zu prüfen, ob diese von der Gesamtsituation unterstützt würden, dürfte da die bessere Lösung sein.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 26.05.2026 um 18:33 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der MTU Aero Engines Aktie

19.05.2026

MTU Aero Engines: Hat es sich hier bald mal ausverkauft? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.05.2026 um 22:01 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Behalten die Analysten Recht, wird MTU Aero Engines in diesem Jahr etwas weniger Gewinn pro Aktie erzielen als 2025. Allerdings fiel die Aktie zuletzt deutlich stärker, als das angesichts der Gewinnschätzungen hätte sein müssen. Hat es sich hier also bald „ausverkauft“?

Was der Triebwerkhersteller am 30. April zum ersten Quartal vorweisen konnte, war robust und seitens des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) etwas besser als erwartet. Zugleich hielt MTU Aero an der bestehenden Gesamtjahresprognose fest, nach der man beim EBIT zwischen 1,35 und 1,45 Milliarden Euro erreichen will (Vorjahr 1,35 Mrd.).

Der Gewinn pro Aktie dürfte zwar vermutlich sinken, hier liegen die Schätzungen im Bereich um 18 Euro nach 18,90 Euro im Vorjahr. Aber nimmt man diese Schätzungen als Basis, würde das Kurs-/Gewinn-Verhältnis der Aktie derzeit bei 15,2 liegen. So günstig bewertet war die Aktie zu keinem Jahresultimo der vergangenen zehn Jahre. Also, wo klemmt es hier?

Expertenmeinung: Wie so oft trifft man hier auf das an der Börse so hartnäckig verbreitete „Ja, aber“. Das hört man bei absurd überbewerteten Aktien als Argumentationseinstieg der Bullen. Hier sind es die Bären, die einwenden: Ja, wenn die Prognose eintreffen würde, wäre die MTU Aero Engines-Aktie jetzt nahezu „billig“, aber:

Die teuren Kerosinpreise bremsen die Fluglinien aus, die kritische Lage im gesamten Nahen Osten drückt auf das Passagieraufkommen, weil eine wichtige Urlaubsregion dadurch vermutlich drastisch weniger angesteuert wird. Und das kann die Nachfrage nach neuen Flugzeugen und damit nach neuen Turbinen, wie sie MTU Aero herstellt, dämpfen. Zugleich könnte der Kostendruck auf die Airlines dazu führen, dass man weniger Wartungen durchführt, was das zweite Standbein des Unternehmens ist. Ist das alles aus der Luft gegriffen?

So einfach kann man das nicht abtun, denn ja, der Iran-Krieg begann zur Monatswende Februar/März und MTU berichtete gute Zahlen für ein Quartal, das den März einschloss. Aber im Rahmen der Bilanzmeldung hielt Finanzchefin Vila fest, dass sich der Iran-Krieg zwar in den Zahlen des ersten Quartals noch nicht ausgewirkt habe, man aber das Geschehen beobachte und bereit sei, Maßnahmen zu ergreifen, um im Fall eines länger andauernden Kriegsgeschehens gegenzusteuern.

Aha, sagen die Bären, dann wird das bestimmt nichts mit dem bislang geplanten Gewinn. Und damit könnten sie richtig liegen. Zwar sollte man das Wort „könnte“ dick unterstreichen. Aus Anlegersicht ist das aber trotzdem ein wichtiger Faktor. Denn solange der Trend der Aktie ungebrochen abwärts weist – und das tut er ja, wie der Chart zeigt – haben die Skeptiker in dieser Hinsicht Rückenwind. Es bräuchte also eine neue Gemengelage, die diese Abwärtsbewegung als nicht mehr haltbar wirken lässt. Dafür reicht eine sukzessiv niedriger werdende Bewertung eben nicht aus, daher:

Grundsätzlich könnte die Aktie jederzeit drehen. Auch aus Sicht der Analysten, denn auch wenn hier nur die Hälfte der Experten aktuell ein „Kaufen“ ausgibt: Diese Einstufungen sind ja teilweise Wochen und Monate alt … was man auch daran sieht, dass das durchschnittliche Kursziel mit knapp 389 Euro weit über dem derzeitigen Aktienkurs liegt, der gerade mit dem niedrigsten aller Analysten-Kursziele bei 275 Euro ringt.

MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 18.05.2026, Kurs 274,20 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 18.05.2026, Kurs 274,20 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS

Interessant ist, das sehen Sie in unserem Chart auf Wochenbasis, dass die untere Begrenzung des Abwärtstrendkanals mit dem Zoll-Crash-Tief vom April 2025 im Bereich von 240/250 Euro eine Kreuzunterstützung bildet, die den Gedanken aufkommen lassen könnte, dass man nahe dieses Supports recht unbesorgt ins fallende Messer greifen könnte.

Aber ob das nicht womöglich so scharf ist, dass es sogar eine solche, markante Kreuzunterstützung durchschneiden könnte, ist offen. Immerhin haben die Bären Argumente, mit denen sie immerhin richtig liegen könnten. Daher sollte, wer nicht explizit risikofreudig traden möchte, besser abwarten, bis der Abwärtstrend nach oben verlassen wurde. Diese Abwärtstrendlinie ist zwar aktuell noch ein gutes Stück entfernt, fällt aber zügig … und „teuer“ wäre die Bewertung bei einem Ausbruch aus dem Abwärtstrend immer noch nicht.

Quellenangaben: Bilanz 1. Quartal 2026: https://www.mtu.de/fileadmin/DE/5_Investoren/Financial_Report/2026_Results/2026_Q1_Quartalsmitteilung_de.pdf
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/MTX.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

07.05.2026

MTU Aero Engines: Turnaround deutet sich an — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.05.2026 um 7:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Triebwerkshersteller konnte sich im gestrigen Handel deutlich zurückmelden und ein erstes klares Signal senden. Die MTU Aero Engines-Aktie gehörte in diesem Jahr bislang nicht zu den bevorzugten Werten vieler Anleger und verlor zwischenzeitlich rund 30 % an Wert.

Damit befand sich das Papier klar in einer korrektiven Phase, geprägt von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Doch nun mehren sich die Anzeichen einer möglichen Bodenbildung. Mit der Rückeroberung der wichtigen Unterstützungszone im Bereich um 293 EUR wurde ein neuer technischer Ausbruch angedeutet. Auffällig war dabei das erhöhte Handelsvolumen, das auf den höchsten Stand der vergangenen sechs Monate anzog. Das könnte darauf hindeuten, dass sich auch institutionelle Investoren wieder stärker engagieren. Zwar bleibt der übergeordnete Trend aktuell noch angeschlagen, doch die jüngste Kursreaktion könnte den Grundstein für eine größere Trendwende gelegt haben.

Expertenmeinung: Die Luftfahrtbranche profitiert weiterhin von der hohen Nachfrage im Reiseverkehr sowie von langfristigen Investitionen in moderne und effizientere Flugzeugtriebwerke. Gerade im militärischen Bereich bleibt die Nachfrage angesichts steigender Verteidigungsausgaben vieler Staaten robust.

Solange das gestrige Tagestief der markanten Tageskerze nicht unterschritten wird, könnte die Käuferseite zunächst die Oberhand behalten.

Aussicht: Bullisch

MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 06.05.2026, Kurs: 317.90 EUR, Kürzel: MTX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 06.05.2026, Kurs: 317.90 EUR, Kürzel: MTX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

27.04.2026

MTU Aero Engines: Langsam scheint es hier interessant zu werden — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.04.2026 um 22:15 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die UBS senkte das Kursziel für MTU Aero Engines am Freitag von 350 auf 275 Euro. Die Aktie reagierte zum Abschluss einer ohnehin auffallend schwachen Handelswoche mit erneuten Verlusten. Aber so langsam scheinen die Skeptiker den Bogen hier zu überspannen.

Das Argument des UBS-Analysten war, dass MTU Aero Space unter den großen Triebwerkherstellern am anfälligsten für eine „Normalisierung“ des Ersatzteil- und Wartungsgeschäfts sei. Man müsse mit Druck auf die Gewinne rechnen, der diese auf einen Level unterhalb der aktuellen Markterwartungen drücken könne.

Das ist bislang aber nur eine Mutmaßung. Wichtig wäre da zu wissen, wie das erste Quartal bei MTU gelaufen ist und wie man im Unternehmen den weiteren Jahresverlauf sieht. Und diese Zahlen stehen erst im weiteren Verlauf dieser Woche an, konkret am Donnerstag, den 30. April. Aber mal angenommen, der UBS-Analyst behielte Recht und man müsste wirklich mit einem unter den unternehmenseigenen Prognosen liegenden 2026er-Gewinn rechnen, den MTU im Rahmen der 2025er-Bilanz am 24. Februar bei 1,35 bis 1,45 Milliarden auf EBIT-Basis (2025: 1,35 Mrd.) sieht: Was würde das für Aktie und Anlageperspektive bedeuten?

Expertenmeinung: Das ist der Punkt, der die Aktie aus meiner Sicht langsam interessant genug macht, um sie im Auge zu behalten. Denn die Bewertung auf Basis der Mitte von MTUs avisierter EBIT-Spanne läge auf dem derzeitigen Kursniveau mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 16 in einem Bereich, den man als „eher günstig“ einordnen dürfte. Und das sehen andere Experten genauso, denn:

Mit seinem neuen Kursziel von 275 Euro hat sich der UBS-Analyst nicht nur knapp vor den Quartalszahlen geäußert … mit Fakten in Form der Bilanz auf dem Tisch wäre das glaubhafter gewesen … sondern liegt auch weit unter der Kursziel-Spanne der anderen 19 die Aktie regelmäßig einschätzenden Experten. Deren Zielspanne liegt zwischen 334 und 500 Euro. Und dass trotzdem nur eine knappe Mehrheit mit „Kaufen“ einstuft, liegt vor allem daran, dass diese Einschätzungen nicht nonstop angepasst werden und die MTU-Aktie noch vor kurzem deutlich höher notierte.

MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 24.04.2026, Kurs 291,80 Euro, Kürzel: MTX | Online Broker LYNX
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 24.04.2026, Kurs 291,80 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS

Jetzt hat der Kurs als Reaktion auf diese drastische Kursziel-Senkung das bisherige Jahrestief, das Ende März entstand, nach einem abgebrochenen Rallye-Versuch unterboten. Charttechnisch hätte man hier also noch keine Handhabe für einen Einstieg. Aber es könnte sich lohnen, MTU im Blick zu behalten, denn sollten sich die bärischen Einschätzungen der UBS nicht in den Zahlen, die am Donnerstag anstehen, niederschlagen, könnte dieser Rallye-Versuch eine Neuauflage erleben. Und sollte es dann gelingen, die Widerstandszone 337/364 Euro (das obere Ende der Zone wird durch die 200-Tage-Linie repräsentiert), an der die Aktie zuletzt abdrehte, zu überwinden, wäre MTU Aero Einiges weiterhin noch nicht zu teuer bewertet … und hätte dann den Rückenwind eines charttechnisch bullischen Signals.

Quellen:
Analysten-Einschätzungen, Stand 23.04. abends: https://finance.yahoo.com/quote/MTX.DE/
Meldung über die Kursziel-Senkung der UBS, 24.04.2026:
https://live.deutsche-boerse.com/nachrichten/ANALYSE-FLASH-UBS-senkt-MTU-auf-Sell—Ziel-runter-auf-275-Euro-cb1e1a18-9714-450d-9dfa-0ba3afd0366b

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

25.02.2026

MTU Aero Engines: Dieses Minus war noch kein Beinbruch — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.02.2026 um 22:02 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

MTU Aero Engines legte am Dienstag überzeugende Zahlen zum Jahr 2025 vor … aber die Aktie schloss als zweitgrößter Verlierer im DAX. Was diejenigen störte, die da verkauften, war nicht der Blick zurück, sondern der nach vorne. Aber wie problematisch ist dieser Rücksetzer?

Der Umsatz und der Gewinn auf EBIT-Basis übertrafen die Konsens-Prognose der Analysten. Um 18 Prozent lag der Umsatz über dem des Jahres 2024, beim EBIT, also vor Zinsen und Steuern, betrug das Plus überproportional 29 Prozent, basierend auf einer soliden von 14,0 auf 15,5 Prozent gesteigerten EBIT-Gewinnmarge. An diesem Ergebnis konnte man eigentlich selbst dann nicht herummäkeln, wenn man sich Mühe gab.

Was jedoch nicht so recht gefallen mochte, war, dass der Triebwerkhersteller für das laufende Jahr keine vergleichbar grandiosen Wachstumsraten in Aussicht stellte. MTU Aero Engines sieht den Umsatz zwischen 9,2 und 9,7 Milliarden Euro nach 8,76 Milliarden im Jahr 2025, das wäre ein Korridor zwischen +5 und +11 Prozent. Aber beim EBIT-Gewinn peilt man „nur“ 1,35 bis 1,45 Milliarden nach 1,35 Milliarden Euro an. Also ein Anstieg zwischen 0 und etwa 7,5 Prozent, weniger als der Umsatzzuwachs. Schlussfolgerung:

Tendenziell dürfte 2026 eine niedrigere EBIT-Gewinnmarge bringen, die rechnerischen, auf Umsatz- und EBIT-Prognose basierenden Eckwerte wären 13,9 bis 15,8 Prozent, 2025 waren es, wie oben geschrieben, 15,5 Prozent gewesen. Enttäuschend?

Expertenmeinung: Für Anleger, die einfach davon ausgehen, dass Wachstum eine Einbahnstraße ist, die man erwarten und einfordern könne, sicherlich ja. Aber wohl kaum für Anleger, die verstehen, dass man starke Leistungen wie die des Vorjahres nicht beliebig wiederholen kann, denn dazu muss das Umfeld passen … das viele Aspekte beinhaltet, die MTU nicht beeinflussen kann. Und so mancher könnte sich auch daran erinnern, dass sich das Unternehmen in der Vergangenheit sorgsam davor gehütet hatte, sich bei Prognosen zu weit aus dem Fenster zu lehnen, was hieße: Zumindest die Chance, dass man Anfang des zweiten Halbjahres beim Ausblick noch ein wenig höher geht, wäre da.

Ein Ausblick, der eine echte Abwärtswende für den Aktienkurs einläuten müsste, war das also nicht, zumal die Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) jetzt auf Basis des gemeldeten 2025er-Gewinns bei 20,8 läge, ein Wert, der nicht gerade am unteren Ende der letzten Jahre liegt, aber von zeitweiligen Bewertungs-Hochs noch weit entfernt ist. Und ein leichter Anstieg des Gewinns wurde ja nichtsdestotrotz mit dieser Prognosespanne von 1,35 bis 1,45 Milliarden angedeutet, wenn man die Mitte der Range als Maßstab nimmt, so dass das geschätzte KGV für 2026 nicht höher läge.

Zugleich zeigt der Chart, dass die MTU-Aktie zwischen 328 und 370 Euro eine breite Supportzone vorfindet, deren oberes Ende am Dienstag gehalten werden konnte. Dieser vorsichtige 2026er-Ausblick mag zwar den Weg zurück an oder gar über das bisherige, gerade erst in der vergangenen Woche bei 404,80 Euro markierte Rekordhoch zäh gestalten. Aber eine Basis, um mit dieser Aktie im Depot nervös zu werden, waren diese Zahlen nicht.

MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 24.02.2026, Kurs 371,10 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 24.02.2026, Kurs 371,10 Euro, Kürzel: MTX | Quelle: TWS

Quellenangaben: Ergebnis des Geschäftsjahres 2025, Ausblick für 2026, 24.02.2026:

https://www.mtu.de/de/newsroom/presse/aktuelle-presseinformationen/press-release-detail/figures-for-2025-mtu-stays-on-course-for-growth

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/MTX.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

10.02.2026

MTU Aero Engines: Dieser Ausbruch könnte ein wichtiger Wendepunkt sein — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.02.2026 um 7:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die MTU Aero Engines-Aktie zeigte im vergangenen Jahr eine deutliche Entwicklung. Der Kursanstieg verlief dynamisch, ehe der Schwung knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 400 EUR ins Stocken geriet. Seither konsolidiert das Papier auf hohem Niveau und ist in eine neutrale Trendphase übergegangen.

Diese Seitwärtsbewegung wirkt bislang konstruktiv. Nach der starken Vorjahresperformance scheint der Markt auf neue Impulse zu warten. Auffällig ist dabei, dass sich die Aktie weiterhin in unmittelbarer Nähe zur wichtigen Widerstandszone hält. Die Ausgangslage ist damit klar definiert: Ein Ausbruch erscheint möglich, ist aber noch nicht bestätigt.

Expertenmeinung: Technisch betrachtet befindet sich MTU in einer klassischen Entscheidungsphase. Die Konsolidierung knapp unterhalb des Widerstands spricht für Zurückhaltung, aber nicht zwingend für Schwäche. Das höhere Pivot-Tief von Ende Januar zeigt, dass das Kaufinteresse zugenommen hat. Sollte der Sprung über die markante Marke gelingen, könnte ein neues technisches Signal entstehen, das zusätzliches Momentum begünstigen könnte. Bleibt der Ausbruch jedoch aus, könnte sich die Seitwärtsphase zunächst fortsetzen.

Aussicht: Bullisch

MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 09.02.2026, Kurs: 385.00 EUR, Kürzel: MTX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
MTU Aero Engines Aktie: Chart vom 09.02.2026, Kurs: 385.00 EUR, Kürzel: MTX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

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