Skip to main content
DAX
SX5E
SPX
NDX
EUR.USD
MDAX
TDX
INDU
Bitte wählen Sie:

adidas Aktie Prognose Adidas unter Druck

News: Aktuelle Analyse der adidas Aktie

von | |

Nachricht schicken an Achim Mautz
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Vorherige Analysen der adidas Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.01.2026 um 20:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der US-Präsident nimmt die mehreren europäischen Ländern angedrohten, zusätzlichen Einfuhrzölle zurück, und die Aktie von adidas – mit den USA als wichtigen Markt – verliert anfängliche Gewinne und schließt unverändert? Das ist ein auffällig schwaches Signal.

Zu Handelsbeginn des Donnerstags legte die Aktie des Sportartikelherstellers immerhin in der Spitze 2,7 Prozent zu. Aber am Ende des Tages lag sie präzise auf dem Schlusskurs des Vortages. Das ist umso überraschender, als der Kurs auf diese am vergangenen Wochenende verkündete Androhung zusätzlicher Zölle auf deutsche Einfuhren durch Mr. Trump deutlich, um 5,2 Prozent, gefallen war. Jetzt, da diese höheren Zölle vom Tisch sind, wäre es eigentlich nur folgerichtig gewesen, wenn der adidas-Kurs dorthin zurückgelaufen wäre, wo er zum Ende der Vorwoche notiert hatte. Aber das passierte nicht … und das ist erst einmal kein gutes Zeichen für diejenigen, die hier auf die Aufwärtswende hoffen.

adidas Aktie: Chart vom 22.01.2026, Kurs 152,45 Euro, Kürzel: ADS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 22.01.2026, Kurs 152,45 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Dadurch wurde auch die Chance vertan, sich von der in den Vortagen angelaufenen Unterstützung in Form des 2025er-Jahrestiefs bei 150,40 Euro zu lösen. Das, wenn es unterboten würde, den Weg aus charttechnischer Sicht an die untere Begrenzung des etwas keilförmig verlaufenden Abwärtstrendkanals bei aktuell 141 Euro freigeben würde. Aber heißt das, man muss das Szenario einer Aufwärtswende bei adidas abhaken?

Expertenmeinung. Das würde ich so nicht sehen wollen. Denn man könnte den Eindruck gewinnen, dass das bärische Lager den Bogen hier überspannt und die potenziellen Käufer langsam überzogen furchtsam agieren. Denn eigentlich wäre die adidas-Aktie auf dem derzeitigen Kursniveau durchaus interessant.

Zwar ist die Konsumneigung nicht nur in Europa angeschlagen. Und Marken-Sportartikel gehören für viele Verbraucher zu den Dingen, die man auch mal im Regal liegen lassen kann, wenn es in der Geldbörse ungut aussieht. Aber davon mal abgesehen, dass adidas wie alle großen Sportartikelhersteller das Gros seiner Waren in Asien produziert und von dort aus direkt in den US-Markt verschifft, sodass der Zusatzzoll gegen Einfuhren aus Deutschland den Kurs eigentlich am Montag gar nicht so sehr hätte drücken müssen, ist die Bewertung der Aktie, die 2024 in der Tat riskant hoch war, jetzt eben nicht mehr „teuer“, denn:

Während adidas 2025 sukzessiv fiel und zu einem der großen DAX-Verlierer des Jahres wurde, legte der Gewinn pro Aktie zu, das machten bereits die Neun-Monats-Zahlen klar. Mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 22 auf Basis der Schätzungen für den Gewinn pro Aktie im Jahr 2025 könnte man eigentlich leben, zumal das Unternehmen ja durchaus das Potenzial hätte, bei einer Aufhellung der Kauflaune in Europa, China und den USA dynamische Gewinnsteigerungen zu generieren. Zwar täte man wohl gut daran, die derzeitige Konsens-Prognose für 2026, die seitens der Analysten einen Anstieg des Gewinns pro Aktie um ganze 40 Prozent weissagt und adidas damit an den Gewinn des bisher besten Jahres (2021) zurückführen würde, nicht auf die Goldwaage zu legen, denn noch spricht wenig für eine derart gute Entwicklung.

Aber insgesamt gesehen hat der Kurs ein Level erreicht, das tiefer ist, als es sein müsste. Daher sollte man die Aktie hinsichtlich bullischer Signale im Chartbild besser nicht zu früh abschreiben. Sollte der Kurs das zu Jahresbeginn markierte Zwischenhoch bei 171,30 Euro überbieten, wäre das bereits ein erster Schritt hin zu einer Wiederbelebung der derzeit wie ein Aschenputtel daherkommenden Aktie.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.01.2026 um 19:26 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Bank of America stufte adidas deutlich herunter und senkte das Kursziel von 213 auf 160 Euro. Die Aktie geriet daraufhin am Dienstag unter Druck. Aber neben der Problematik, die zur Kurszielsenkung führte, ist die Aktie auch wegen ihres Kursverhaltens an sich interessant.

Dass Analysten ihre Kursziele für die Aktie des Sportartikelherstellers senken, war in den letzten Monaten keine Seltenheit. Aber da ging es um höhere Kurslevels. So nahm z.B. die Deutsche Bank ihr Kursziel im Dezember von 280 auf 230 Euro zurück. Im November hatte HSBC das Ziel von 270 auf 205 nach unten genommen. Aber entweder blieb es bei der Einschätzung „Kaufen“ oder man vergab wenigstens das Urteil „Halten“. Die Bank of America hingegen schätzt adidas jetzt nur noch mit „Underperform“ ein.

Die Begründung verwundert insofern nicht, als man sie eigentlich mit Händen greifen kann, wenn man sich umschaut: Das Konsumumfeld ist ungünstig. Das müsste jedem klar sein, schließlich schauen immer mehr Menschen in den größeren Industrieregionen aufs Geld. Und da werden „nice to have“-Produkte eben auch mal im Regal gelassen … zu denen die adidas-Produktpalette großenteils gehört. Die große Erholung der Gewinnmargen und mit ihnen des Gewinns pro Aktie, die man so lange gespielt hat, ist daher kurzfristig nicht wahrscheinlich.

Doch die Analysten sahen das außerhalb dieser neuen Einschätzung der Bank of America bislang nicht so bzw. bleiben zumindest bei einem neutralen Urteil. Ein Phänomen, das keine Seltenheit darstellt.

Expertenmeinung: Ein sich eintrübendes Marktumfeld wird gerne am Aktienmarkt ignoriert … und auch Analysten sind nur Menschen. Dass eine fest eingeplante, positive Entwicklung nicht oder nicht im erwarteten Ausmaß kommt, nimmt man nur ungern und eher zögerlich zur Kenntnis. Da sitzen Anleger und Analysten, ja oft auch die Entscheider des betroffenen Unternehmens, in einem Boot. Andere Beispiele für solche Fälle wären z.B. Delivery Hero oder HelloFresh sowie eine ganze Reihe von Unternehmen aus den Bereichen Chemie oder Medizintechnik.

Dementsprechend hat sich das durchschnittliche Kursziel für die adidas-Aktie nur zögerlich nach unten bewegt, von 255 Euro vor einem Jahr auf aktuell 226 Euro. Aber es liegt, weil viele eben weiter stur den Daumen heben, dennoch deutlich über dem derzeitigen Kurs. Und das, obgleich das Kurs/Gewinn-Verhältnis auf Basis der 2025er-Gewinnschätzung der Analysten bei einem Kurs von 226 Euro mit 30 für das derzeitige Umfeld klar zu hoch wäre.

Aber auf dem aktuellen Kurslevel, das das jetzt niedrigste Kursziel von 160 Euro der Bank of America ja widerspiegelt, wäre das KGV mit 22 durchaus in Ordnung, vorausgesetzt, die Umsatz- und Gewinnperspektive würde sich nicht noch weiter eintrüben. Könnte man nicht vielleicht jetzt zugreifen und darauf setzen, dass zumindest das Durchschnitts-Kursziel angesteuert wird? Genau diese Gedanken kommen vielen in solchen Abwärtstrends, die bei zugleich gehobenen Daumen der Analysten ablaufen. Der adidas-Chart ist da ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch:

adidas Aktie: Chart vom 06.01.2026, Kurs 163,75 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 06.01.2026, Kurs 163,75 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Die beiden letzten kräftigen Abverkäufe im Sommer und Herbst waren Reaktionen auf eher enttäuschende Quartalsergebnisse. Aber kaum war die Aktie kräftig abgerutscht, kamen die Käufer zurück und sammelten die Aktie wieder ein, in der Hoffnung, dass genau das passiert: Dass sich der Kurs den viel höheren Kurszielen wieder annähert. Womit die Käufer letzten Endes gegen die eherne Börsenregel verstießen, nur mit und nie gegen den Trend zu agieren, denn die adidas-Aktie blieb die gesamten Monate über unter der 200-Tage-Linie und wichtigen Widerstandszonen.

Zwar hat diese Entwicklung jetzt dazu geführt, dass die zuvor aufgrund zu hoher Erwartungen überbewertete Aktie eine faire Bewertung aufweist. Aber nicht selten führt ein erster „Abweichler“ bei den Analysten dazu, dass andere folgen und ihre Kursziele ebenfalls nach unten korrigieren. Das würde denen, die zuletzt unverdrossen in jeden Abwärtsruck gekauft und unter dem Strich Verluste erzielt haben, womöglich den Schneid abkaufen, daher:

adidas ist auf diesem Kursniveau langsam interessant, aber das selbst zu realisieren, reicht nicht, die Mehrheit der Akteure müsste das genauso sehen. Zumindest die derzeit um 188 Euro verlaufende 200-Tage-Linie sollte zurückerobert sein und wieder etwas bessere Perspektiven vom Unternehmen kommen, bevor hier ein Einstieg erwägenswert wäre. Wartet man das ab, kauft man zwar nicht am Tief. Aber das erwischt zu haben, dachten in den letzten Quartalen viele und lagen damit schief. Wer eine charttechnisch saubere Wende abwartet, kauft „teurer“, kann aber taugliche Stop Loss setzen, weil die wichtigen Chartmarken dann nicht über, sondern bereits unter dem aktuellen Kurs liegen würden.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.10.2025 um 22:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

adidas wurde am Mittwoch mit -10,39 Prozent zum größten Verlierer im DAX. Und man fragte sich: Warum? Denn die am Morgen vorgelegten Ergebnisse zum dritten Quartal entsprachen nicht nur den Vorab-Zahlen vom 21. Oktober – sie waren auch noch sehr gut!

adidas Aktie: Chart vom 29.10.2025, Kurs 165,25 Euro, Kürzel: ADS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 29.10.2025, Kurs 165,25 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Der Umsatz stieg zwar nur um etwa drei Prozent, das lag aber nicht ganz unwesentlich daran, dass der starke Euro Umsätze außerhalb der Eurozone im Wert drückte. Währungsbereinigt gelang im Sommerquartal ein Umsatzzuwachs von acht Prozent, bei der Marke adidas alleine waren es sogar zwölf. Und die erzielten 6,63 Milliarden waren der höchste Umsatz in einem dritten Quartal bisher.

Zugleich gelang es, die Gewinnmarge zu steigern. Operativ legte sie von 9,3 auf 11,1 Prozent zu, was den Gewinn überproportional nach oben beförderte. Das Betriebsergebnis lag um 23 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums. Die Folge: Die Gesamtjahresprognose wurde angehoben.

Nominal erwartet adidas jetzt für 2025 einen Umsatzzuwachs um die neun Prozent, währungsbereinigt geht man weiter von einem zweistelligen Anstieg aus. Für den Betriebsgewinn wurde die Guidance von bislang 1,7 bis 1,8 Milliarden auf 2,0 Milliarden angehoben. Eigentlich höchst erfreulich. Und doch könnte da in Sachen Kursverluste der Hase im Pfeffer liegen.

Expertenmeinung: Denn die ersten drei Quartale zusammengenommen erreicht der Betriebsgewinn bislang bereits 1,89 Milliarden Euro. Warum also wurde dieser Ausblick nur auf 2,0 Milliarden angehoben und nicht sehr deutlich höher angesetzt? Ist da etwas im Busch? Hinzu kam, dass kolportiert wurde, man habe unternehmensseitig in der nachfolgenden Telefonkonferenz mit Analysten von vorsichtigen Bestellungen seitens US-Einzelhändlern gesprochen. Das klingt in der Tat ein wenig unschön. Aber selbst wenn das so sein sollte:

Der US-Markt hatte im dritten Quartal etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht. Das ist nicht wenig, aber auch keine alles entscheidende Dimension. Und „vorsichtige Bestellungen“ und „wegbrechende Orders“ sind halt schon zweierlei. Dass man das Umsatzziel so „niedrig“ ansetzte, könnte mehr kaufmännische Vorsicht als düstere Befürchtungen als Ursache haben.

Und wenn die Aussagen gegenüber Analysten problematisch gewesen wären, hätten die am gestrigen Tag als Reaktion auf die Ergebnisse ausgegebenen, aktualisierten Kursziele anders aussehen müssen, als sie es taten. Denn die Spanne dieser neuen Kursziele lag zwischen 210 und 274 Euro. Und alle Einstufungen lauteten auf „Kaufen“.

Hinzu kommt, dass die Aktie zwar zu Jahresbeginn riskant teuer bewertet war. Aber da lag die Gewinnerwartung für das laufende Jahr klar niedriger, der Kurs der Aktie aber höher. Jetzt kommt man auf Basis der durchschnittlichen 2025er-Gewinnschätzung der Analysten auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von etwa 22. Und das ist alles, nur nicht zu hoch. Also, ging das gestern in die falsche Richtung?

Nüchtern betrachtet ja. Aber eine unmittelbare Folgerung daraus wäre nur, dass man hier auf der Short-Seite auf dünnem Eis tanzt, wollte man da jetzt noch aktiv werden. Ob das Kaufkurse waren, die wir gestern gesehen haben, muss sich erst noch herausstellen. Immerhin zeigt eine eigentlich überzogene Reaktion, dass man da nicht einfach mit rationalen Überlegungen agieren sollte, da zu viele andere es nicht tun. Hier die Hand aufzuhalten, ist schlicht eine Frage der individuellen Risikobereitschaft. Aber grundsätzlich wäre zumindest ein Rebreak über das April-Tief bei 175,30 Euro als Signal dafür zu fordern, dass die Chart-Ampel von aktuell Rot auf Gelb zurückspringt.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Long / Buy
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach dem deutlichen Kursrückgang Ende Juli wirkte die Lage bei der adidas-Aktie zunächst angespannt. Der Abwärtstrend beschleunigte sich, und der Titel fiel zeitweise deutlich zurück. Doch ab September zeigten sich erste Erholungstendenzen, und die Käuferseite übernahm zunehmend die Kontrolle.

Die im Sommer entstandene Kurslücke wurde inzwischen vollständig geschlossen – ein wichtiges charttechnisches Signal, das auf eine mögliche Trendwende hinweist. Dennoch sorgte der Kursrückgang im gestrigen Handel für eine erste Belastungsprobe: Die Aktie näherte sich erneut der 20-Tage-Linie, was kurzfristig als Stabilitätstest für den jungen Aufwärtstrend gewertet werden kann.

Expertenmeinung: Technisch bleibt das bullische Szenario intakt, solange die 20-Tage-Linie verteidigt wird. Sollte es zu einem Rücksetzer darunter kommen, wäre eine Konsolidierung in Richtung der 50-Tage-Linie möglich – ohne das mittelfristige Bild sofort negativ zu beeinflussen.

Auf der Oberseite liegt der nächste Widerstand bei rund 196 EUR. Ein Ausbruch darüber würde die Erholung bestätigen und den Weg in Richtung des Mai-Hochs bei etwa 227 EUR eröffnen.

Aussicht: NEUTRAL

adidas Aktie: Chart vom 22.10.2025, Kurs: 189.15 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 22.10.2025, Kurs: 189.15 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach dem Kursrückgang Ende Juli zeigte sich das technische Bild des deutschen Sportartikelherstellers deutlich angeschlagen. Die Indikatoren signalisierten durchgehend Schwäche, und auch die Marktstimmung war entsprechend negativ. Einzig der große Abstand zur 50-Tage-Linie deutete bereits damals auf eine mögliche technische Gegenbewegung hin – ein Muster, das bereits im Zeitraum von April auf Mai zu beobachten war.

Inzwischen konnte die adidas-Aktie das Zwischenhoch von Ende August überwinden, was zu einer Neubewertung des Trends geführt hat: von bärisch auf neutral. Positiv hervorzuheben ist auch die Rückeroberung der 50-Tage-Linie in dieser Woche – ein erster Schritt hin zu einer stabileren Ausgangslage.

Expertenmeinung: Es erscheint angemessen, die Aussichten wieder von „bärisch“ auf „neutral“ anzuheben. Entscheidend wird nun sein, ob die Bullen das Momentum nutzen und Anschlusskäufe generieren können. Gelingt dies, könnte eine nachhaltige Trendwende möglich werden. Noch fehlen eindeutige Signale für den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung, doch die technischen Rahmenbedingungen haben sich spürbar verbessert.

Anleger sollten daher genau beobachten, ob die aktuellen Kursgewinne verteidigt werden können. Eine zentrale Hürde bildet der Bereich bei rund 192/193 EUR – ehemals eine wichtige Unterstützung, die nun als Widerstand fungieren dürfte.

Aussicht: NEUTRAL

adidas Aktie: Chart vom 23.09.2025, Kurs: 184.95 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 23.09.2025, Kurs: 184.95 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.