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adidas überraschte die Marktteilnehmer Ende April mit starken Ergebnissen im ersten Quartal. Für einen Ausbruch aus dem Abwärtstrend reichte es danach zwar nicht, aber die Aktie bleibt weiter in Reichweite eines bullischen Signals. Da darf aber jetzt nichts schiefgehen.
Der Umsatz des Sportartikelherstellers stieg in den ersten drei Monaten, wenngleich währungsbereinigt, um 14 Prozent, das Betriebsergebnis legte um 16 Prozent auf 705 Millionen Euro zu. Das war besser als seitens der Analysten erwartet. Und der Kursanstieg der Aktie am Tag der Bilanzvorlage (29. April) von 8,3 Prozent unterstrich: Auch die Anleger waren positiv überrascht. Aber nicht überrascht genug, um alleine auf Basis dieses guten Ergebnisses an die mittelfristige Aufwärtswende zu glauben, wie es scheint. Denn was fehlte, waren Anschlusskäufe.
Die adidas-Aktie schwenkte in eine volatile Seitwärtsbewegung zwischen grob 140 und 153 Euro ein. Dadurch blieb der Kurs in Reichweite der bereits seit fast einem Jahr den Kurs drückenden Abwärtstrendlinie bei aktuell 153 Euro, kam aber bislang nicht darüber hinaus.
Es wäre kein weiter Weg über diese Linie. Zwar sollte man die momentan bei 160 Euro verlaufende 200-Tage-Linie mit einbeziehen. Aber auch ein Sprung über 160 Euro wäre ja grundsätzlich jederzeit möglich. Zumal die Analysten der Aktie deutlich mehr zutrauen würden:
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Expertenmeinung: Das durchschnittliche Kursziel der 29 die Aktie derzeit einstufenden Analysten liegt bei knapp 197 Euro – bis dorthin wären es gut 30 Prozent Kurspotenzial. Hinzu kommt, dass man 2023/2024 eine massive Verbesserung des Unternehmensgewinns so überzogen vorweggenommen hatte, dass die Aktie am Hoch Anfang 2025 überbewertet war. Aber der Gewinn pro Aktie steigt ja tatsächlich … während die Aktie in dieser Zeit erheblich in die Knie ging. Erreichte das Kurs-/Gewinn-Verhältnis Ende 2024 überzogene 55, liegt es auf dem derzeitigen Kursniveau auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten bei nur noch 15.
Was vorher zu teuer war, wäre jetzt sogar eine Unterbewertung. Zumindest, wenn die Experten Recht behalten und adidas in den kommenden zwei Jahren im Schnitt weitere 20 Prozent Anstieg beim Gewinn pro Aktie schafft. Aber wäre das ein alleine entscheidendes Kriterium, hätte die Aktie längst nach oben gedreht. Der Abwärtstrend ist derzeit offenkundig eine effektive Bremse für potenzielle Käufer. Die muss also gelöst werden. Was machbar wäre, nahe genug dran wäre der Kurs ja, aber:
Diejenigen, die die Aktie seit Monaten erfolgreich leer verkaufen, sprich die Bären, hätten da eben auch noch ein Wörtchen mitzureden. Die Nähe zur Abwärtstrendlinie darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir hier seit Monaten tiefer liegende Zwischenhochs und sukzessiv niedrigere Zwischentiefs sehen. Der Abwärtstrend ist voll intakt. Und das, was aktuell als kleiner Aufwärtstrendkanal daherkommt, wäre umgehend eine Bestätigung der laufenden Baisse, wenn dieser Kanal klar nach unten verlassen würde und damit als „bärische Flagge“ den Abwärtstrend ein weiteres Mal bestätigen würde.
Fazit: Die adidas-Aktie ist angesichts der robusten Erholung bei Umsatz und Gewinn in einem alles andere als optimalen Umfeld und ihrer günstigen Bewertung ein Top-Kandidat für die Watchlist. Um von dort ins Depot aufzusteigen, muss aber dieser Knoten platzen und die Abwärtstrendlinie nebst 200-Tage-Linie überboten sein. Angesichts dieses Chartbilds könnte es dahingehend bald eine Entscheidung geben – die kommenden Tage und Wochen werden hier also spannend!

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ADS.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.05.2026 um 22:01 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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