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XAGUSD Prognose Silber: Aufgewacht – aber jetzt müssten die Käufer dranbleiben

News: Aktuelle Silber Analyse des London Silber Spot

In diesem Artikel
London Silber Spot
ISIN: XC0009653103
|
Ticker: XAGUSD
|
Währung: USD
|
Börse: --
Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Silber legte, gerechnet vom Wochenverlaufstief am Montag bis zum Donnerstag, in der Spitze gut elf Prozent zu. Ein Anstieg, der dynamisch wirkt, aber der Chart zeigt: Das kann hinsichtlich eines neuen Hausse-Impulses zwar ein Anfang sein. Mehr ist es bislang aber eben noch nicht.

Kaum hatte ich vorgestern in der Analyse des Goldpreises die Frage in den Raum gestellt, warum sich bei den Edelmetallen so gar nichts mehr tut, zogen Gold und Silber kräftig an. Das lag zweifellos nicht an meinem Artikel, sondern bestätigt nur: Hier kann jederzeit wieder „Leben in die Bude“ kommen. Es bedarf einfach nur eines initialen Impulses, um die kurzfristigen Trader, die zuletzt anderweitig aktiv waren, zurückzubringen.

Der Silberpreis ist äußerst volatil, Trendimpulse haben hier oft eine prozentual beträchtliche Reichweite, das ist für Trader natürlich äußerst lukrativ. Um sie nach der wochenlangen Durststrecke wieder für Silber und die anderen Edelmetalle zu interessieren, braucht es aber mehr als ein „vielleicht“. Und noch ist es eben nur genau das, was wir im Chartbild vorfinden, denn:

Silberpreis: Chart vom 06.08.2026, Kurs 61,78 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 06.08.2026, Kurs 61,78 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Die Käufe der vergangenen Tage haben den Silberpreis an, aber nicht über das obere Ende der seit Wochen bestehenden Handelsspanne getragen. Aktuell befindet sich der Kurs in der diese Zone definierenden Widerstandszone zwischen 61,02 und 64,07 US-Dollar. Ein starker Tag würde grundsätzlich ausreichen, diese Hürde zu überwinden. Sie gewinnt zusätzlich an Relevanz, weil in ihr aktuell die übergeordnete, vom Rekordhoch ausgehende Abwärtstrendlinie verläuft.

Danach kämen aber bereits bei 66,50 US-Dollar die 100-Tage-Linie und bei momentan 71,05 US-Dollar die 200-Tage-Linie als markante Charthürden. Auch hier könnten bärische Trader einen Ausbruchsversuch noch zurückweisen. Daher sollte, wer hier über einen Long-Trade nachdenkt, zumindest im Vorfeld eines klaren Ausbruchs über die 200-Tage-Linie mit erhöhter Vorsicht agieren … auch wenn dieser derzeit im Brennpunkt stehende Bereich von 61,02 bis 64,07 US-Dollar bereits die erste Stufe eines möglichen neuen Hausse-Schubes zünden würde.

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.08.2026 um 22:02 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der London Silber Spot Aktie

09.07.2026
08:21 Uhr

Silber: Dieses Minus war bezeichnend — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.07.2026 um 21:47 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Rückkehr der Unruhe im Nahen Osten, ein steigender Ölpreis und abrutschende Aktienmärkte: Was hätte es mehr gebraucht, um Silber und die anderen Edelmetalle nach oben in Marsch zu setzen? Doch die Käufe blieben aus, im Gegenteil, Silber gab nach.

Seitdem Ende Januar die Blase bei den Edelmetallen mehr oder weniger drastisch geplatzt war, waren mehrere Versuche gescheitert, Silber wieder in einen dynamischen Aufwärtstrend zu überführen. Und nachdem die Karawane der Hochrisiko-Spekulanten weitergezogen war und derzeit vor allem bei den Halbleiter-Aktien aktiv ist, stellen sich die Marktteilnehmer zu Recht die Frage: Was muss passieren, damit Silber wieder zu einem Hausse-Kandidaten wird?

Hätte man sich ein Szenario aussuchen können, auf Basis dessen Silber aus seinem Dornröschenschlaf erwachen würde, hätte man vermutlich eines gewählt wie das, was sich gestern manifestiert hat: Donald Trump wirft seinen als Sieg gefeierten „Deal“ über den Haufen und setzt zugleich die Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft. Zugleich spricht er von einem Abbruch der Handelsbeziehungen zu Spanien und lässt kein gutes Haar an der NATO. Alles Aussagen, die geopolitisch Sprengstoff bergen … und eine perfekte Steilvorlage für die Edelmetalle. Eine, die indes nicht umgesetzt wurde, wie wir im Chart sehen.

Silberpreis: Chart vom 08.07.2026, Kurs 58,48 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 08.07.2026, Kurs 58,48 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Silber gab am Mittwoch nach. Und das, obwohl man das Kursziel der Abwärtsbewegung in Form des Oktober-2025-Hochs bei 54,25 US-Dollar pro Feinunze als erreicht hätte ansehen können, denn das Tief des Abwärtsimpulses hatte Ende Juni bei 55,62 US-Dollar gelegen.

Bereits im Vorfeld fiel auf, dass der Silberpreis an der 20-Tage-Linie abgewiesen wurde, an der bereits Mitte Juni eine Gegenreaktion nach oben endete. Was indiziert: Die bärischen Trader sind weiterhin aktiv … und effektiv. Aber bei einer solchen Nachrichtenlage hätte man sich über einen kräftigen Satz nach oben, der möglicherweise imstande gewesen wäre, den Weg freizuräumen, nicht gewundert. Alleine, er kam nicht. Was bedeutet:

Silber ist auf der Long-Seite vorerst definitiv kein Thema. Dass dieser Mittwoch den Abwärtstrend nicht im Mindesten gefährden konnte, ist bezeichnend … es geht hier nicht mehr darum, was die Aufwärtswende auslöst, sondern darum, ob sie überhaupt in absehbarer Zeit greifbar wird. Solange wir hier kein klares, bullisches Signal im Chart sehen, wären Long-Trades hoch riskant. Und dafür müsste Silber alle wichtigen gleitenden Durchschnitte und als Abschluss die übergeordnete Abwärtstrendlinie bezwingen, die derzeit bei 72 US-Dollar verläuft … ein weiter und aus aktueller Sicht auch ziemlich steiniger Weg.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

26.06.2026
08:06 Uhr

Silber: Kursziel erreicht … was könnten die Short-Seller jetzt tun? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.06.2026 um 21:39 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Silberpreis hat jetzt nahezu alle Kursgewinne, die in der zweiten, dynamischeren Hausse-Welle aufgelaufen sind, wieder verloren und nähert sich einer markanten Unterstützung, die für viele ein Kursziel sein könnte. Was könnte das bärische Lager jetzt tun?

Erfahrungsgemäß neigen Anleger dazu, den Bären insofern Genügsamkeit zu unterstellen, als sie hoffen, dass das Erreichen eines abwärts gerichteten Kursziels dazu führt, dass diese Short-Seller ihre Positionen schließen, damit sie aus dem Weg sind und der Kurs nach oben drehen kann. Auffällig ist, dass man das bei den Bullen nicht erwartet. Da ist die allgemeine „Denke“, dass das Erreichen eines Kursziels nur die Etappe zum nächsthöheren ist. Der vermutliche Grund: Die große Mehrheit der Marktteilnehmer ist immer nur auf der Long-Seite unterwegs und neigt daher dazu, die Alternativen, die sich an bestimmten Punkten bieten, in Richtung der eigenen, stets nach oben gerichteten Hoffnungen auszulegen. Was im Fall von Silber hieße, dass man so denken könnte:

„Das markante Hoch vom Oktober 2025 bei 54,25 US-Dollar ist nahezu erreicht. Hier werden die Short-Seller ihren Gewinn einstreichen und idealerweise ins Bullen-Lager wechseln. Immerhin hat Silber ja schon als mehr genug korrigiert.“

Es würde mich nicht überraschen, wenn genau diese Erwartung bei vielen derzeit vorherrscht, vor allem bei denen, die mangels Stoppkursen massiv in die Verlustzone gerissen wurden. Aber wie heißt es doch in Bezug auf die Börse? Alles kann, nichts muss. Auch die Bären müssen hier nicht die Segel streichen, vor allem, wenn man sich das Chartbild ansieht.

Expertenmeinung: Das Bären-Lager hat den Trend im Rücken, die Käuferseite jedoch eine immense Phalanx an Widerständen vor der Brust. Da ist klar, wer momentan den leichteren Weg hat. Und die Frage ist: Was spräche argumentativ dafür, dass Silber den nächsten Hausseschub lostritt, einen, der all diese Charthürden bezwingt? Dass das Edelmetall einen Ausbruchsversuch nach oben zu Beginn des Iran-Kriegs aufgeben musste und damit als „sicherer Hafen“ nicht funktionierte, danach aber auch nicht als „normales Asset“ mit den anziehenden Aktienmärkten mitlief, stellt potenzielle Long-Trader vor die Frage:

Welche Argumente hätte ich denn, um erwarten zu können, dass hier viel vorangeht? Kann man da nicht allzu viel finden, geht das vermutlich anderen auch so. Was dazu führen kann, dass man mit einem Switch auf Long, nur, weil ein Kursziel erreicht ist, womöglich ziemlich allein auf weiter Flur stünde. Und erfahrene Trader denken sich solche Szenarien eben durch, was hieße: Es kann gut sein, dass die Hoffnung, dass der Abstieg des Silberpreises vorbei ist, auch genau das bleibt: eine Hoffnung.

Silberpreis: Chart vom 25.06.2026, Kurs 58,30 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 25.06.2026, Kurs 58,30 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Der Blick auf den Chart zeigt, dass Silber jetzt sehr nahe an diesem Support aus dem Herbst 2025 bei 54,25 US-Dollar dran ist. Darunter wäre die nächste denkbare Zielmarke das Oktober-Verlaufstief vom Vorjahr bei 45,55 US-Dollar. Und was bekommen die Bullen für einen Ausblick? Dass ihr Weg der eindeutig steinigere wäre. Eine Gegenreaktion nach oben kann natürlich jederzeit kommen, immerhin ist der Silberpreis mittlerweile seitens markttechnischer Indikatoren überverkauft, aber:

Um daraus eine Aufwärtswende zu machen, müsste man sich durch zahlreiche potenzielle Bremsmarken hindurchkämpfen. Erst, wenn Silber mit Schlusskursen über 76 US-Dollar auch die mittelfristige Abwärtstrendlinie überwunden hätte, wäre ein echtes, bullisches Signal gegeben. Was bedeutet: Es wäre keine Überraschung, wenn die Bären auch beim punktgenauen Erreichen dieser Supportlinie bei 54,25 US-Dollar Bären bleiben würden!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

18.06.2026
08:21 Uhr

Silber: Mit dem Rücken zur Wand, aber noch nicht besiegt — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.06.2026 um 22:41 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Viel ist von der Super-Hausse des Silbers nicht übriggeblieben. Und momentan sieht es nicht so aus, als hätte das bullische Lager Willen und Kapitalkraft, um das Ruder herumzureißen. Aber unverhofft kommt auch hier oft. Welche Marken sind hier auf beiden Seiten jetzt wichtig?

Nach dem Kurseinbruch als Folge der extrem heiß gelaufenen Hausse im Vorfeld gab es immer mal wieder Versuche, den Silberpreis mit Hauruck-Aktionen wieder in Fahrt zu bringen. Aber ob auf der Ober- oder auf der Unterseite, man kam nicht weit … und die Ausschläge wurden alleine dadurch kleiner. Ohne gute Chancen auf Erfolg nimmt die Zahl derer, die sich an einen solchen Ausbruchsversuch heranwagen, eben ab.

Zuletzt gab es einen Versuch, Silber nach unten in Fahrt zu bringen. Dieser Versuch gelang erst einmal auch nicht, Silber verteidigte das März-Tief bei 61,02 US-Dollar. Allerdings fällt auf, dass man sich derzeit schwertut, den Kurs wieder in die „stabile Seitenlage“ zurückzubefördern, als die man die gleitenden Durchschnitte der letzten 10, 20, 50 und 100 Handelstage ansehen könnte, denn in diesen Bereich kehrte der Kurs regelmäßig zurück. Könnten sich die Short-Seller womöglich jetzt doch noch durchsetzen, haben die Bullen nicht mehr die Kraft, dagegenzuhalten?

Expertenmeinung: Wenn man sich die aktuelle Gesamtsituation ansieht, hätten die Bären jetzt zumindest eine größere Chance als in den Wochen und Monaten zuvor. Zum einen sieht es momentan so aus, als könnte es in Sachen Iran am Verhandlungstisch weitergehen und die Versorgung mit Rohöl wieder ins Gleichgewicht kommen. Zum anderen hielt die US-Notenbank am Mittwoch die Füße still und sah trotz erhöhter Inflationsraten von einer Zinsanhebung ab. Die Argumente für Silber als „sicheren Hafen“ sind also auf dem Rückzug.

Aber was ist mit Silber als Spekulationsobjekt? Immerhin ging es bei der Hausse im Herbst und Winter weniger um langfristige Absicherungen von Kapital in einem scheinbar „sicheren“ Asset als um reine Spekulation? Das ist zwar richtig, aber momentan ist dieses Spekulationskapital weitergewandert und tummelt sich im Bereich der Halbleiter-Aktien.

Damit stehen die Bullen hier in der Tat mit dem Rücken zur Wand. Aber die Lage um den Iran und damit auch der Rückgang des Ölpreises sind eine fragile Angelegenheit. Und dass die Spekulation sich nicht, wenn sie vom Halbleiter-Sektor aus weiterwandert, wieder den Edelmetallen zuwendet, ist nicht ausgeschlossen. Daher wäre es zwar riskant, sich vor einem klar bullischen Signal auf der Long-Seite zu bewegen, aber solange die Bullen nicht wirklich besiegt sind, wären Short-Trades nicht minder gewagt. Wo lägen die Marken, die vermutlich als taugliche Signale für einen neuen Impuls auf der Ober- und Unterseite dienen könnten?

Auf der Oberseite müsste der Kurs die über ihm liegenden, gleitenden Durchschnittslinien und die beiden Abwärtstrendlinien mit Startpunkt Januar und März überwinden. Dazu bräuchte er aktuell Schlusskurse über 81 US-Dollar. Das nächste charttechnische Kursziel läge dann bei 89,38 US-Dollar.

Silberpreis: Chart vom 17.06.2026, Kurs 67,35 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 17.06.2026, Kurs 67,35 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Auf der Unterseite wäre es ein markant bärisches Signal, wenn Silber dieses März-Tief bei 61,02 US-Dollar doch noch durchbrechen würde. Die nächste Supportlinie von Bedeutung würde dann bei 54,49 US-Dollar warten. Solange sich der Kurs innerhalb dieser Range zwischen 61 und 81 US-Dollar bewegt, ist offen, wie die Reise weitergeht. Das ist eine breite Spanne, aber bei den derzeit unberechenbaren Kursen ist dieser Bereich auch für kurzfristige Trader ein unsicheres Terrain!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

05.05.2026
08:27 Uhr

Silber: Sprungbereit … aber noch traut sich niemand, zu springen — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.05.2026 um 22:13 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Am Edelmetallmarkt ist man unsicher, welcher Grundannahme man folgen soll: Funktionieren Gold und Silber als „sichere Häfen“ oder laufen sie mit den Aktienmärkten mit, wenn diese weiter steigen? Silber ist jetzt in der Ausgangsposition für starke Impulse – in beide Richtungen.

Silber bewegt sich, wie die anderen Edelmetalle auch, derzeit in einer Art „logikfreiem“ Raum. Es gibt keine zwingenden Gründe, warum der Silberpreis bei dieser oder jener Entwicklung steigen oder fallen müsste. Das sorgt momentan für Unsicherheit, die sich im Chartbild deutlich niederschlägt, denn kaum ein Trader will sich aus Sorge, dabei in eine Bullen- oder Bärenfalle zu geraten, zu weit aus dem Fenster lehnen.

Doch diese Problematik wird sich durch ewiges Wassertreten nicht lösen lassen. Vielmehr darf man annehmen, dass a) die Trader sich nicht mehr allzu lange gedulden wollen, immerhin hat Silber in den vergangenen Monaten eine hoch spannende Dynamik entwickelt, die man nur zu gerne erneut sehen möchte. Und dass b) ein Trendimpuls eben diese Dynamik auch entwickelt, wenn er nur erst einmal losgetreten wurde. Also?

Expertenmeinung: Also bietet es sich als sinnvolle Lösung an, ein klares charttechnisches Signal abzuwarten, um dann in Trendrichtung zu agieren. Wobei natürlich konsequente Stop-Loss und nicht zu riskante Hebel und Positionsgrößen zwingend wären. Nicht zuletzt, weil wir uns insgesamt in einem Marktumfeld bewegen, in dem von einer Minute auf die andere durch irgendeine Schlagzeile alles anders sein kann. Ein solches, klares Chartsignal abzuwarten, kann bisweilen Geduld erfordern. Aber bei Silber steht man bereits in einer Position, aus der heraus sofort ein markant bullisches, aber auch bärisches Signal erfolgen könnte, sodass es lohnen dürfte, das jetzt engmaschig zu beobachten.

Sie sehen im Chart, dass der Silberpreis in den vergangenen Wochen seitwärts an die vom Januar-Rekordhoch ausgehende Abwärtstrendlinie herangelaufen ist. Zugleich sorgt der Umstand für zusätzlichen „Pfeffer“, dass die gleitenden Durchschnitte der vergangenen 10, 20, 50 und 100 Handelstage ebenfalls in diesem Bereich verlaufen – und das auf engstem Raum.

Silberpreis: Chart vom 04.05.2026, Kurs 73,05 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 04.05.2026, Kurs 73,05 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Dadurch ist eine zwischen 74,50 und 77,00 liegende Entscheidungszone entstanden. Am Montag war Silber zwar leicht aus dieser Zone nach unten herausgerutscht, aber noch kann man nicht davon sprechen, dass der Kurs eindeutig an der Abwärtstrendlinie nach unten abgewiesen wurde, dazu liegt sie immer noch zu nahe.

Sollte Silber das Vorwochen-Verlaufstief von 70,86 US-Dollar auf Schlusskursbasis unterschreiten, sähe das anders aus, dann wäre ein Test der nächstliegenden Supportlinien bei 64,07 und 61,02 US-Dollar eine realistische Perspektive. Bis dahin könnten sich die Bullen jederzeit noch zurückmelden … aber nur, wenn es zu Schlusskursen klar über dieser Abwärtstrendlinie bei 77 US-Dollar käme, hätte eine solche Aktion auch Chancen, zu einem neuen, weitreichenden Aufwärtsimpuls zu werden. Die Zone, in der man noch „wassertreten“ kann, ist klein und wird kleiner, eine Entscheidung dürfte also bald anstehen!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

02.04.2026
08:17 Uhr

Silber: Einmal anschieben, bitte — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.04.2026 um 22:05 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die erneut aufgeflammte Hoffnung, dass die US-Attacken auf den Iran bald enden und dadurch eine relative Ruhe einkehrt, die den Ölpreis deutlicher zurückbringt, befeuerte zuletzt zwar den Aktienmarkt. Aber bei Silber tut sich wenig, die Bullen haben hier noch nichts erreicht. Warum?

Das könnte unter anderem daran liegen, dass man sich nicht zu Unrecht fragt, was denn konkret ein bullischer Impuls für das Edelmetall sein könnte: Eine Eskalation der Lage in Nahost, die die Suche nach vermeintlich „sicheren Häfen“ reaktiviert und wieder Kapital in die Edelmetalle leitet? Oder im Gegenteil eine Befriedung der geopolitischen Situation, die Anleger ermutigt, grundsätzlich wieder mehr Geld in die Börsen zu investieren, sodass Silber dann einfach mit anderen Assets „mitschwimmen“ könnte?

Das ist bei den Edelmetallen immer eine offene Frage. In den vergangenen Monaten war es eher die zweite Variante, die „gezogen“ hat, denn Silber und die anderen Edelmetalle liefen meistens mit der Tendenz der Aktienmärkte mit. Nur in dieser Woche funktioniert das bislang nicht. Ob Dow Jones oder DAX, dort ging es kräftig voran, bei Silber eher nicht. Wo klemmt es?

Expertenmeinung: Zum einen an den Ansprüchen in Bezug auf das, was einige mittlerweile bei Silber als eine „kräftige“ Bewegung ansehen. Denn so ganz abseits stand der Silberpreis ja nicht. Ja, der Anstieg in den ersten drei Tagen dieser Vor-Osterwoche wirkt im Chartbild mager, aber faktisch ist das in diesen drei Tagen erzielte Plus von acht Prozent ja gar nicht so wenig. Das Problem ist indes, dass das in Relation zu den dynamischen Bewegungen der Ende Dezember begonnenen „Extremphase“ des Silberpreises als ungewöhnlich wenig anmutet. Das könnte sich indes ändern, wenn zwei Dinge gelingen sollten:

Zum einen müsste Silber aus der derzeitigen Auffangzone in Form der gleitenden Durchschnitte der letzten 10, 20, 50 und 100 Handelstage herauslaufen. Die „binden“ den Kurs aktuell und dienen, nachdem es mit Ach und Krach gelang, die wichtige Supportlinie bei 64 US-Dollar zu verteidigen, jetzt als Widerstand. Dann wäre sofort die Chance auf einen richtungweisenden Impuls entweder durch einen Bruch eben dieser erst einmal gehaltenen Unterstützung bei 64 US-Dollar oder durch einen Ausbruch über die aktuell bei 91,50 US-Dollar verlaufende Abwärtstrendlinie vorhanden.

Silberpreis: Chart vom 01.04.2026, Kurs 75,50 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 01.04.2026, Kurs 75,50 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Zum anderen müssten die spekulativen Trader zurückkehren, die entscheidend dafür waren, dass Silber in den vergangenen Monaten derart dynamische Bewegungen vollzog. Dabei dürfte Ersteres Letzteres vermutlich auslösen. Was es also erst einmal bräuchte, wäre ein erstes „Anschieben“ des Kurses durch ein Verlassen dieser aktuell zwischen 71,00 und 78,35 US-Dollar verlaufenden Zone der vorgenannten, gleitenden Durchschnitte. Käme es dazu – und dazu können, müssen aber nicht zwingend neue Impulse von der Nachrichtenseite beitragen – dürfte auch wieder der zuletzt vermisste Schwung in den Silberpreis zurückkehren.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

19.03.2026
08:29 Uhr

Silber: Wieso steigt der Kurs in diesem Umfeld nicht? — Ronald Gehrt

09.03.2026
08:28 Uhr

Silber: Der Weg nach oben ist jetzt steiniger … aber weiter gangbar — Ronald Gehrt

18.02.2026
08:30 Uhr

Silber: Stabilisierung … oder nur eine Pause im Abwärtstrend? — Ronald Gehrt

06.02.2026
08:15 Uhr

Silber: Jetzt sind die Bären aktiv mit im Spiel — Ronald Gehrt

26.01.2026
08:27 Uhr

Silber: Das „Sudden Death“-Risiko steigt — Ronald Gehrt

13.01.2026
08:22 Uhr

Silber: Eine Blase? Das ist Ansichtssache, denn … — Ronald Gehrt

30.12.2025
08:27 Uhr

Silber: War das jetzt das Ende der Fahnenstange? — Ronald Gehrt

23.12.2025
08:33 Uhr

Silber: Hohe Volatilität – Risiko konsequent steuern — Ronald Gehrt

10.12.2025
08:35 Uhr

Silber: 60 US-Dollar … man fasst es nicht. Crashgefahr? — Ronald Gehrt

01.12.2025
08:18 Uhr

Silber: Ausgebrochen. Und warum auch nicht? — Ronald Gehrt