Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während die Wall Street zuletzt von erhöhter Volatilität geprägt war, präsentiert sich der Computerhersteller Dell mit einem stabilen Chartbild. Dabei sah die Lage noch vor wenigen Monaten deutlich schwächer aus. Seit November befand sich die Dell-Aktie in einer Korrekturphase, in der über weite Strecken die Verkäuferseite das Geschehen bestimmte.
Erst Mitte Februar änderte sich das Bild spürbar. Mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse kam neues Kaufinteresse in den Markt. In der Folge zogen die Kurse zum Ende der vergangenen Woche deutlich an und deuteten auf eine Stimmungsaufhellung hin. Damit scheinen die Käufer wieder stärker den Ton anzugeben, und das Momentum weist derzeit eher nach oben.
Expertenmeinung: Die jüngste Aufwärtsbewegung könnte den Startpunkt für eine neue Trendphase markieren. Entscheidend wird sein, ob die Aktie die jüngsten Gewinne verteidigen und eine Serie höherer Tiefs etablieren kann. Gelingt dies, dürfte das positive Momentum zunächst Bestand haben. Rücksetzer könnten dabei als mögliche Einstiegsgelegenheiten wahrgenommen werden. Anleger sollten zudem darauf achten, dass die aufgerissene Kurslücke offen bleibt. Solange dies der Fall ist, überwiegen aus charttechnischer Sicht die positiven Signale.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.03.2026 um 7:39 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Vorherige Analysen der Dell Technologies Aktie
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.03.2026 um 15:29 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Vor einigen Jahren nannte Forbes das Comeback von Dell Technologies den „Deal des Jahrhunderts“. Heute zeigt sich: Das war womöglich noch untertrieben.
Michael Dell: Unternehmer, Stratege, Großaktionär
Vor einigen Jahren nannte Forbes das Comeback von Dell an der Börse den „Deal des Jahrhunderts“, denn dadurch vervierfachte sich der Wert von Dell Technologies und das Vermögen von Michael Dell explodierte regelrecht. Doch die ganz großen Gewinne wurden seitdem eingefahren – der Kurs von Dell hat sich mehr als verzehnfacht.
Daher hatte ich schon vor vielen Jahren darauf hingewiesen, dass Michael Dell wohl einer der gewieftesten Geschäftsmänner des Planeten ist und dass es eine gute Idee sein könnte, sich wirtschaftlich an seine Seite zu stellen. Doch ich hatte mich nicht nur aus diesem Grund immer wieder positiv zum Unternehmen geäußert – die operativen Resultate sind unverkennbar.
Derzeit hält Michael Dell mehr als 40 % der Anteile an Dell Technologies und dementsprechend motiviert ist er, einen Mehrwert zu schaffen. Anfangs setzte das Unternehmen vor allem auf die Senkung der Schulden. Die langfristigen Verpflichtungen wurden innerhalb weniger Jahre von etwa 50 auf 20 Mrd. USD gesenkt, was für sich genommen bereits zeigt, wie profitabel das Unternehmen ist.
Seit 2023 zahlt Dell sich und allen anderen Anteilseignern aber auch eine Dividende. In den kommenden 12 Monaten wird eine Dividendenrendite von 1,65 % erwartet.
Druck auf dem Kessel
Dell Technologies gehört zu den weltweit größten Hardware-Konzernen und bietet eine breite Palette an Produkten, die von PCs und Notebooks über Server bis hin zu Speichersystemen reicht. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier: Dell: Erwartungen verfehlt, aber Prognose erhöht
Für die heutige Analyse ist vor allem eins wichtig: Dell gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche. Der erste Bereich ist die Client Solutions Group (CSG) und fokussiert sich auf Endbenutzergeräte, also Hardware und Lösungen, die direkt von Personen genutzt werden. Dazu gehören vor allem PCs, Laptops, Workstations, Monitore und Zubehör.
Der zweite Bereich ist die Infrastructure Solutions Group (ISG) und konzentriert sich auf die Bereitstellung von IT-Infrastruktur-Lösungen für Unternehmen. Dies umfasst Server, Speicherlösungen, Netzwerktechnologien und andere Hardware-Komponenten, die für Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen benötigt werden.
Infrastrukturgeschäft hebt ab
Wie bereits in den vorherigen Analysen aufgezeigt, ist die Dynamik in den beiden Segmenten zuletzt grob unterschiedlich.
Der Bereich Client Solutions Group verzeichnet derzeit ein moderates Wachstum. Der Umsatz im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr konnte um 5 % auf 51,0 Mrd. USD gesteigert werden. Doch auch in diesem Segment regt sich plötzlich etwas. Im vierten Quartal lag das Wachstum plötzlich bei 14 %. Das Momentum nimmt zu.
Was im Bereich Infrastructure Solutions Group vor sich geht, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Der Jahresumsatz in diesem Segment konnte um 40 % auf 60,8 Mrd. USD massiv gesteigert werden. Im Schlussquartal legte der Umsatz sogar um 73 % zu. Das Wachstum wird vor allem vom Geschäft für optimierte Server für KI getragen – in diesem Bereich verzeichnete Dell im Schlussquartal ein Umsatzplus von 342 % auf 9,0 Mrd. USD.
Das hatten die Prognostiker nicht im Ansatz vorhergesehen. Der Gewinn lag in Q4 mit 3,89 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 3,54 USD. Mit einem Umsatz von 33,4 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 32,0 Mrd. USD ebenfalls übertroffen. Auf Jahressicht entspricht das, wie schon erwähnt, einem Umsatzplus von 73 % und einem Gewinnsprung um 45 %.
Ausblick und Bewertung
Für das laufende Geschäftsjahr stellt Dell einen Umsatzsprung um 23 % auf 140 Mrd. USD in Aussicht. Das Geschäft mit KI-Servern soll sich auf 50 Mrd. USD mehr als verdoppeln und der Gewinn um 25 % auf 12,90 USD je Aktie steigen.
Dell kommt demnach auf eine forward P/E von 11,5. Im Branchenvergleich ist das relativ viel, aber im Verhältnis zu den vorliegenden Wachstumsraten ist es wenig.
Dieser Ausblick kann sich sehen lassen, kann aber als konservativ bezeichnet werden. Die Sichtbarkeit in diesem Geschäft ist nicht allzu hoch, daher stapelt Dell für das gesamte Jahr eher tief. Welche Nachfragedynamik allerdings aktuell vorherrscht, zeigt der Ausblick für das erste Quartal eindeutig: Für Q1 stellt Dell ein Umsatzplus von 51 % und einen Gewinnsprung um 87 % in Aussicht.
Wie gewohnt dürfte ein Großteil der erwirtschafteten Mittel postwendend an die Aktionäre zurückfließen. Dell hat eine Erhöhung der Dividende um 20 % und eine Aufstockung der Buybacks um 10 Milliarden Dollar beschlossen.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.11.2025 um 7:51 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach einer mehrmonatigen Aufwärtsbewegung geriet die Aktie des US-Computerherstellers Dell zuletzt spürbar unter Druck. Während viele Technologiewerte zu Wochenbeginn weiter zulegen konnten, zeigte sich Dell deutlich schwächer. Trotz eines zunächst positiven Handelsstarts übernahmen rasch die Verkäufer das Ruder.
Im Verlauf des Tages wurde der Ende Oktober gebildete Boden unterschritten – ein Warnsignal für technisch orientierte Marktteilnehmer. Damit ist der bisherige Aufwärtstrend vorerst beendet, und das Stimmungsbild hat sich deutlich eingetrübt. Als möglicher Auslöser der plötzlichen Schwäche gilt eine Abstufung durch BWG Global, die offenbar zu Verunsicherung unter Investoren geführt hat.
Expertenmeinung: Aus technischer Sicht rückt nun die 50-Tage-Linie in den Mittelpunkt. Sie verläuft aktuell auf Höhe des aktuellen Kursniveaus und könnte als kurzfristige Unterstützung fungieren. Sollte diese Zone halten, wäre eine technische Gegenbewegung nicht auszuschließen.
Bricht die Aktie jedoch auch diese Unterstützung, dürfte sich die Korrektur bis zur nächsten Haltemarke bei 127,12 USD ausweiten. Ein nachhaltiger Anstieg über die Zone zwischen 145 und 150 USD wäre hingegen notwendig, um das technische Bild wieder aufzuhellen.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Am Donnerstag nach Börsenschluss präsentierte der Computerhersteller seine Quartalsergebnisse. Während der Umsatz über den Erwartungen lag, blieb der Gewinn knapp hinter den Flüsterschätzungen zurück. Zusätzlich wurden die Prognosen für das dritte Quartal leicht nach unten revidiert.
Nach dem starken Anstieg der Dell-Aktie in den vergangenen Monaten – seit April hatte sich der Kurs mehr als verdoppelt – genügte dieses sprichwörtliche Haar in der Suppe, um den bislang intakten Aufwärtstrend erstmals ins Wanken zu bringen. Am Freitag reagierten Anleger entsprechend nervös und schickten das Papier mit einem Minus von fast 9 % deutlich nach unten.
Expertenmeinung: Jetzt wird sich zeigen, ob die Bullen den Rückschlag schnell verdauen und die jüngsten Verluste auffangen können. Gelingt es, das Gap zeitnah zu schließen, könnte sich der langfristige Aufwärtstrend fortsetzen. Bleibt die Gegenreaktion jedoch aus, wäre dies ein Hinweis darauf, dass die Rallye zumindest eine Verschnaufpause benötigt oder eine größere Korrektur bevorstehen könnte. Anleger sollten die Entwicklung daher aufmerksam beobachten, denn nach einer derart steilen Rallye ist das Risiko von Übertreibungen in beide Richtungen besonders hoch.
Aussicht:NEUTRAL
Über den Autor
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Dell enttäuscht beim Ergebnis, überzeugt aber mit einem starken Ausblick. Was zunächst widersprüchlich klingt, könnte sich als Gelegenheit herausstellen.
Dell im Überblick: Mehr als nur PCs
Dell Technologies gehört zu den weltweit größten Hardware-Konzernen und bietet eine breite Palette an Produkten, die von PCs und Notebooks über Server bis hin zu Speichersystemen reicht.
Zu den wichtigsten Produktlinien gehören die XPS-Serie für High-End-Notebooks, die Latitude-Serie für Geschäftslaptops und die Precision-Workstations, die sich an professionelle Anwender richten. Außerdem hat Dell mit Alienware eine Marke für Gaming-PCs und -Laptops etabliert.
Was Dell von der Konkurrenz abhebt, ist die Fokussierung auf kundenspezifische Lösungen und Service. Durch Übernahmen wie die von Perot Systems hat Dell auch im Bereich IT-Dienstleistungen und Consulting eine starke Position aufgebaut.
Daher ist das Unternehmen im Branchenvergleich hochprofitabel. Das ist unter anderem auch auf das immer wichtigere Infrastruktur-Geschäft zurückzuführen.
Zwei Welten
Dell gliedert sich in zwei Geschäftsbereiche. Der erste Bereich ist die Client Solutions Group (CSG) und fokussiert sich auf Endbenutzergeräte, also Hardware und Lösungen, die direkt von Personen genutzt werden. Dazu gehören vor allem PCs, Laptops, Workstations, Monitore und Zubehör.
Der zweite Bereich ist die Infrastructure Solutions Group (ISG) und konzentriert sich auf die Bereitstellung von IT-Infrastruktur-Lösungen für Unternehmen. Dies umfasst Server, Speicherlösungen, Netzwerktechnologien und andere Hardware-Komponenten, die für Rechenzentren und Cloud-Infrastrukturen benötigt werden.
Wie bereits in den vorherigen Analysen aufgezeigt, war die Dynamik in den beiden Segmenten zuletzt grob unterschiedlich. CSG stagnierte weitgehend, während ISG ein starkes Wachstum verzeichnete.
Zahlenwerk unter der Lupe
Im letzten Quartal ist es im CSG-Segment jedoch zu einer Belebung gekommen. Der Umsatz konnte um 5% auf 12,5 Mrd. USD gesteigert werden. Der Bereich Infrastructure Solutions Group verzeichnete ein Umsatzplus von 12% auf 10,3 Mrd. USD.
Das Ergebnis konnte auf Jahressicht um 17% auf 1,55 USD je Aktie gesteigert werden, wenngleich die Erwartungen auch verfehlt wurden.
Die Enttäuschung darüber dürfte aber schnell verflogen sein, nachdem man im gleichen Atemzug für das zweite Quartal einen Umsatz von 28,5 – 29,5 Mrd. USD und einen Gewinn von 2,25 USD je Aktie in Aussicht gestellt hat. Bisher war man von einem Umsatz von 25,1 Mrd. USD und einem Gewinn von 2,10 USD je Aktie ausgegangen.
Darüber hinaus wurde die Prognose für den Jahresgewinn von 9,30 auf 9,40 USD je Aktie erhöht. Dell kommt demnach auf eine forward P/E von 11,5. In Anbetracht von zweistelligen Gewinnsteigerungen ist das problemlos vertretbar.
Aktionärsfreundlich wie nie
Besonders beeindruckend ist jedoch, in welchem Umfang Dell Kapital an die Aktionäre ausschüttet. Im letzten Quartal hat man 2,4 Mrd. USD in Dividenden und Aktienrückkäufe gesteckt, was 3,2% des Börsenwerts von Dell entspricht.
Der Gründer, CEO und größte Anteilseigner hat seit dem erneuten Börsengang von Dell dafür gesorgt, dass nicht nur er, sondern auch alle anderen Aktionäre fürstlich entlohnt wurden.
Das Unternehmen ist in dieser Zeit stark gewachsen, hat die Schulden massiv gesenkt, zahlt seit 2023 eine ordentliche Dividende und kauft im großen Stil eigene Aktien zurück. Strategisch hat man einen Volltreffer nach dem anderen hingelegt.
Gelingt jetzt ein Ausbruch über 117 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 128 sowie 133 und 147 USD.
Fällt die Aktie hingegen unter 105 USD, muss mit einem erneuten Rücksetzer in Richtung 90 USD gerechnet werden. Auf diesem Niveau ist mit einem vermehrten Kaufinteresse durch antizyklische Anleger zu rechnen.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.