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Walt Disney Aktie Prognose Disney hat das Vertrauen der Anleger scheinbar verspielt

News: Aktuelle Analyse der Walt Disney Aktie

In diesem Artikel
Walt Disney
ISIN: US2546871060
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Ticker: DIS --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Walt Disney Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Kritiker sehen Disney in einer Abwärtsspirale aus schwächelnden Filmen und problematischem Streaminggeschäft. Ist das die ganze Wahrheit?

Vom Kulturriesen zum Problemfall

Die Kursentwicklung von Disney war in den letzten Jahren alles andere als erfreulich – und das hat gute Gründe. Viele Investoren sprechen inzwischen von einem schleichenden Niedergang: zu hohe Kosten, schwächelnde Kinoerfolge, Probleme im Streaminggeschäft und eine Führung, die sich in politischen Debatten unnötig exponiert hat.
Tatsächlich hat der Konzern damit Teile seines Publikums verprellt – ein sensibles Thema für ein Unternehmen, das von möglichst breiter Familienunterhaltung lebt.

Das Schlimmste daran ist, dass Disney immer wieder dieselben Fehler macht und dass sie so offensichtlich sind.
Beliebte Klassiker werden umgeschrieben und dem vermeintlichen Zeitgeist angepasst. Erfolgsmodelle werden über den Haufen geworfen und ins Gegenteil verkehrt. Und selbstverständlich wird politisiert, was in jedem Fall Zuhörerschaft kostet, egal welche Seite man einnimmt.

Mit all diesen Kritikpunkten dürften die Bären goldrichtig liegen. Doch dabei könnten sie die erzielten Fortschritte übersehen. Seitdem Bob Iger wieder auf den Chefposten zurückgekehrt ist, wurden etliche Maßnahmen angestoßen und erfolgreich umgesetzt.

Das Vertrauen wurde nachhaltig verspielt

Als er 2022 erneut den Chefposten übernahm, stand Disney vor einem Scherbenhaufen aus hohen Kosten, strategischer Unklarheit und enttäuschten Investoren.

Seitdem hat das Management spürbar umgesteuert. Disney hat die Kostenbasis gesenkt, Strukturen verschlankt und den Fokus wieder stärker auf Profitabilität gelegt.
Das gilt vor allem für das Streaming-Geschäft Disney+, das über weite Strecken Milliarden verbrannt hat. Inzwischen liefert der Bereich einen erheblichen Beitrag zum Konzerngewinn, doch dazu später mehr.

Zunächst widmen wir uns der Großwetterlage. Seit der Rückkehr von Bob Iger konnte Disney den Gewinn in jedem einzelnen Jahr steigern, in Summe sogar erheblich.

Seit dem Ende des Geschäftsjahres 2021 kletterte das Ergebnis von 2,29 auf 5,93 USD je Aktie. Im letzten Jahr konnte der Gewinn um 19 % gesteigert werden.

Dass der Kurs dennoch nicht nachhaltig gestiegen ist, ist aus meiner Sicht vor allem auf einen Faktor zurückzuführen:
Disney hat das Vertrauen der Anleger verspielt und selbst mehrere starke Jahre haben bisher nicht ausgereicht, um es wieder zurückzugewinnen.

Gewinn steigt trotz Skepsis

Im nahezu abgeschlossenen Geschäftsjahr, welches noch bis Ende September läuft, hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt.

Der Gewinn lag in Q2 mit 1,57 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 1,48 USD. Mit einem Umsatz von 25,2 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 25,1 Mrd. USD knapp übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 7 % und einem Gewinnsprung um 8 %.

Zum Wachstum haben alle Sparten beigetragen. Der Bereich Entertainment verzeichnete ein Umsatzplus von 10 % auf 11,72 Mrd. USD, Sports einen Anstieg um 2 % auf 4,61 Mrd. USD und Experiences ein Plus von 7 % auf 9,49 Mrd. USD.

Disney+ verzeichnete einen Umsatzanstieg um 6 % auf 1,34 Mrd. USD. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 88 % auf 582 Mio. USD.

Darüber hinaus wurde die Prognose für Teilbereiche des Konzerns erhöht und die Gesamtprognose bestätigt. Disney stellt für das laufende Geschäftsjahr einen Anstieg des Gewinns um 16 % in Aussicht.

Ausblick und Bewertung

Eine Kursreaktion auf diese Neuigkeiten ist weitgehend ausgeblieben. Doch die Realität lässt sich nicht unbegrenzt ignorieren. Die Bewertung ist inzwischen auf ein Niveau gesunken, auf dem die Verweigerung oft ein Ende findet.

Den Konsensschätzungen zufolge dürfte das Ergebnis um 16 % auf 6,88 USD je Aktie steigen. Disney kommt demnach auf eine forward P/E von 14,8.
Damit ist die Bewertung auf das niedrigste Niveau seit mehr als 10 Jahren gesunken. Selbst in den letzten drei Jahren, in denen das Kursgeschehen eine ausgeprägte Baisse war, lag die P/E durchschnittlich bei 21,7.
Um wieder dieses Niveau zu erreichen, müsste die Aktie auf 149,30 USD steigen.

Sollte der Gewinn im bald anbrechenden Geschäftsjahr wie erwartet im zweistelligen Prozentbereich steigen, entspräche eine P/E von 21,7 einem Kursziel von mindestens 164,23 USD.

In der Chefetage von Disney hat man sich daher entschlossen, die Sache etwas handfester anzugehen. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Disney Aktienrückkäufe mit einem Gesamtvolumen von 8 Mrd. USD an, was fast 5 % des Börsenwerts entspricht.
Dadurch ist die Zahl der ausstehenden Aktien auf Jahressicht bereits von 1,814 auf 1,772 Milliarden Stück gesunken.

Walt Disney Aktie: Chart vom 16.06.2026, Kurs: 101,69 USD – Kürzel: DIS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Walt Disney Aktie: Chart vom 16.06.2026, Kurs: 101,69 USD – Kürzel: DIS | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein Anstieg über 103 USD, könnte ein erneuter Angriff auf den korrigierenden Abwärtstrend erfolgen. Über 110 USD käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit einem Kursziel bei 120–124 USD.
Darüber würde sich das Chartbild nachhaltig aufhellen.

Fällt die Aktie hingegen unter 97 USD, muss mit einem Rücksetzer bis 90–93 USD gerechnet werden.
Unter 80 USD würde sich das Chartbild nachhaltig eintrüben.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 16.06.2026 um 14:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

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Vorherige Analysen der Walt Disney Aktie

07.07.2025
08:13 Uhr

Walt Disney: Gelingt der Ausbruch aus der ewigen Trading-Range? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Im März 2021 notierte die Walt Disney-Aktie kurz über 200 US-Dollar, dann wurde sie von der Realität eingeholt, die sie seit drei Jahren in einer breiten Handelsspanne zwischen knapp 80 und 130 US-Dollar gefangen hält. Jetzt versucht man den Ausbruch nach oben. Wird das was?

Die obere Begrenzungszone der Handelsspanne liegt zwischen 118,18 und 129,26 US-Dollar. In diesen Bereich ist die Aktie des Medienkonzerns in den letzten Jahren schon mehrfach vorgestoßen und wurde ein ums andere Mal nach unten abgewiesen. Jetzt ist sie erneut dort. Die Frage ist damit also: Warum sollte jetzt gelingen, was zuvor so oft misslang?

2020 hatte Disney rote Zahlen geschrieben. Kein Wunder, die Lockdowns bedeuteten für die Filmindustrie eine Art Totalausfall. Seither steigt der Gewinn zwar wieder. Aber an den starken Gewinnen der Jahre unmittelbar vor Corona ist man noch nicht dran.

Wäre absehbar, dass man zeitnah zu dieser alten Stärke zurückfindet, wäre ein Ausbruch nach oben vielversprechend und hätte das Potenzial, zumindest an das Hoch des Jahres 2019 vorzustoßen (153,41 US-Dollar). Denn das war das Hoch, das auf faktisch starken Gewinnen basierte. Das Rekordhoch von 2021 war eine irrationale Übertreibung, die auf der Erwartung basierte, nach Corona werde es in Sachen Wachstum durch die Decke gehen. Was nicht passierte. Aber immerhin, gut 150 US-Dollar wären im Fall eines Ausbruchs über die jetzt attackierte Widerstandszone ja besser als nichts. Wie stehen die Chancen?

Expertenmeinung: Sie sind zumindest nicht so gut, dass man einem signifikanten Befreiungsschlag schon mal vorgreifen könnte. Disney ist ein Konzern mit vielen Facetten, produziert Filme, hat eine Streamingplattform und betreibt Freizeitparks. Der Erfolg hängt zum einen davon ab, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen, zum anderen aber, und das vor allem, von der Konsumbereitschaft bzw. Konsumfähigkeit der Verbraucher. Und in den meisten Weltregionen sind die in den letzten Jahren sehr viel zurückhaltender geworden, was Dinge angeht, die in die Kategorie „nice to have“ fallen.

Walt Disney Aktie: Chart vom 03.07.2025, Kurs 124,00 US-Dollar, Kürzel: DIS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Walt Disney Aktie: Chart vom 03.07.2025, Kurs 124,00 US-Dollar, Kürzel: DIS | Quelle: TWS

Hinzu käme, dass die meisten Analysten die Aktie zwar positiv sehen, das durchschnittliche Kursziel mit 127 US-Dollar aber jetzt nicht nur fast erreicht ist, sondern auch noch innerhalb der Widerstandszone liegt, die die Aktie überbieten müsste, um aus ihrer Handelsspanne herauszukommen. Das könnte klappen, wenn es gelingt, erneut so viel Kurs- und Wachstumsphantasie zu erzeugen wie 2021. Aber dafür passt das Umfeld, eigentlich, nicht.

Dass die Disney-Aktie genau am unteren Ende der Handelsspanne, das sogar auf das Corona Crash-Tief 2020 zurückgeht, nach oben drehte, war folgerichtig. Ein Umfeld wie 2020 kommt erst einmal nicht mehr, da war die Aktie schlicht zu billig. Jetzt aber notiert sie über 50 Prozent höher und ist sogar auf Wochenbasis, wie im Chart zu sehen, markttechnisch überkauft.

Daher könnte ein Ausbruch zwar gelingen, es könnte auch ein Test der nächsten Widerstandszone um 150 US-Dollar kommen. Aber Letzteres wäre aus aktueller Sicht das absolute Best Case-Szenario; dass der Ausbruchsversuch scheitert oder als Bullenfalle endet, ist momentan wahrscheinlicher. Wenn, sollte man also einen faktischen Ausbruch abwarten und dann, einer Bullenfalle vorbeugend, einen engen Stop Loss unter diese dann zum Support gewordene Zone 118,18/129,26 US-Dollar einziehen, wenn man hier Long gehen wollte.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.