Die jüngsten Quartalszahlen haben scheinbar einige Anleger wachgerüttelt. Womöglich ist gerade der Startschuss zur Rallye gefallen.
Darum könnte Sprouts wieder durchstarten
Vor kurzem wirkte es noch so, als hätte der Markt plötzlich jedes Vertrauen in Sprouts Farmers Market verloren. Trotz starker Geschäftszahlen rauschte die Aktie zeitweise von rund 180 auf unter 70 USD in die Tiefe.
Doch inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass genau dieser Absturz die Grundlage für die nächste Rallye gelegt haben könnte.
Auf diesen Umstand hatte ich bereits vor einiger Zeit hingewiesen:
Von 180 auf 80 USD: Die überraschende Story hinter Sprouts
Denn die jüngsten Quartalszahlen haben offenbar einige Anleger wachgerüttelt. Womöglich ist gerade der Startschuss zur Rallye gefallen.
Der Gewinn lag in Q1 mit 1,71 USD je Aktie über den Erwartungen von 1,66 USD. Mit einem Umsatz von 2,33 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen erfüllt.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 4 % und einem Rückgang des Gewinns von 5 %.
Auf den ersten Blick wirken die Zahlen nicht spektakulär genug, um eine Rallye auszulösen. Sprouts schlägt sich in dem schwierigen Umfeld jedoch besser als erwartet.
Darüber hinaus mehren sich die Zeichen für eine Erholung.
Daher hat Sprouts die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr von 5,28 – 5,44 auf 5,32 – 5,48 USD je Aktie erhöht.
Sprouts hebt die Prognose an
Das bedeutet, dass der Gewinn in diesem Jahr weiter steigen und damit zum sechsten Mal infolge neue Bestwerte erreichen könnte. In diesem Kontext wirkt der Kurssturz der letzten Monate kaum nachvollziehbar.
Viele Einzelhändler kämpfen derzeit mit einer zunehmend vorsichtigen Kundschaft. Verbraucher achten stärker auf Preise, kaufen selektiver ein und verschieben unnötige Ausgaben.
Die Probleme, wenn man es überhaupt so bezeichnen will, sind nicht hausgemacht. Die Expansion von Sprouts geht unvermindert weiter, trotz der Rahmenbedingungen.
Aktuell betreibt Sprouts 483 Filialen in 25 Bundesstaaten. Ein Drittel davon liegt in Kalifornien. Das zeigt, wie groß die weißen Flecken auf der Landkarte noch sind.
CEO Jack Sinclair hat das Ziel ausgegeben, langfristig mehr als 1.000 Standorte zu erreichen. Das wäre mehr als eine Verdopplung. Angesichts der bisherigen geografischen Konzentration erscheint selbst dieses Ziel nicht ambitioniert, sondern eher konservativ.
Hinzu kommt der Umstand, dass sich die Rahmenbedingungen auch wieder aufhellen können. Nehmen wir beispielsweise an, dass der Konflikt um die Straße von Hormus (oder wie auch immer man diesen Krieg bezeichnen will) zeitnah beigelegt wird und der Ölpreis nachhaltig sinkt.
In diesem Szenario könnte es zu einer deutlichen Aufhellung der Konsumlaune kommen, was die Profitabilität von Sprouts befeuern würde.
Nimmt man beispielsweise an, dass der Gewinn in diesem Jahr um 10 % steigen wird, liegt die forward P/E von Sprouts bei 14,9. Sollten die Konsensschätzungen erfüllt werden, liegt die forward P/E bei 15,5.
Im langjährigen Durchschnitt wurde Sprouts mit einer P/E von 19 gehandelt.

Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch über 86 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 98 – 104 USD.
Sollte die Aktie jedoch zeitnah unter 85 USD zurückfallen, hätten die Bullen ihre Chance vorerst vertan.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 13.05.2026 um 11:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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