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Mitte letzter Woche war die SMA Solar-Aktie auf dem Sprung, sich aus einer seit Anfang September geltenden Handelsspanne nach oben zu lösen. Gestern, nur vier Handelstage später, lag das Tagestief über 20 Prozent unter dem Vorwochenhoch. Was ist da los?
Als Zulieferer im Bereich erneuerbarer Energien bewegt sich der Solar-Wechselrichter-Hersteller SMA Solar in einem Umfeld, in dem Umsatz und Gewinn sehr sprunghaft sein können. Das führt dazu, dass solche Aktien oftmals eine überdurchschnittliche Volatilität aufweisen. Und das wiederum ist für kurzfristige Trader höchst lukrativ, deren Aktivitäten die Schwankungsintensität noch steigern. Und für eine sehr volatile Aktie ist das, was das Chartbild hier gerade zeigt, grundsätzlich nicht ungewöhnlich.
Wenn sich die Trader an einem Ausbruch nach oben versuchen, dort aber dann sehen, dass umgehend Abgabedruck aufkommt, wie es hier an der Widerstandslinie bei 63,96 Euro der Fall war, werden Long-Positionen oft umgehend und konsequent geschlossen, was den Druck noch steigert. Und nicht selten wechseln dann viele einfach die Richtung, zumal weniger spekulativ agierende Anleger zugleich ebenfalls zum Ausstieg neigen, weil ein gescheiterter Versuch, ein bullisches Signal zu generieren, die Sorge steigert, dass dadurch auf der Oberseite ein Deckel auf dem Kurs liegt. Kurz:
Scheitert ein Ausbruchsversuch, ist ein größerer Rückgang des Kurses weder selten noch überraschend. Die Frage ist aber, was aus einem solchen Rücksetzer wird.
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Expertenmeinung: So, wie sich das Chartbild bei SMA Solar darstellt, könnte sich die Sache tatsächlich zu einem Bumerang auswachsen, sprich, man versucht es nach oben, scheitert und setzt dadurch die Saat eines größeren Abwärtsimpulses. Sie sehen im Chart, dass die Aktie am Dienstag bereits aus ihrer vorherigen Seitwärts-Range nach unten ausgebrochen ist und auf die 200-Tage-Linie aufgesetzt hat. Sie hielt zwar erst einmal, aber der Kurs schloss so wenig über dem Tagestief, dass man nicht sicher sein kann, dass die Linie auch weiterhin als Support funktionieren wird.

Sollte diese 200-Tage-Linie fallen, wäre das zwar noch kein mittelfristig bärisches Signal. Das käme erst dann zustande, wenn SMA Solar darüber hinaus die Unterstützungslinien bei 49,30 und bei 46,22 Euro unterbieten würde, was dann aus rein charttechnischer Sicht Abwärtspotenzial bis an die Auffangzone 38,02/39,10 Euro freisetzen würde. Aber möglich wäre es allemal, dass wir hier einen solchen Bumerang sehen, denn auch wenn das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit momentan 71,25 Euro weit über dem letzten Kurs liegt, ändert das nichts daran:
Bis zu den nächsten Bilanzdaten dauert es noch, die stehen erst am 12. November an. Und da die Ergebnisse hier starken Schwankungen unterliegen können, wäre ein deutlich niedrigerer Kurs ebenso nicht „falsch“ wie ein deutlich höherer … zumindest so lange, bis an eben diesem 12. November neue Fakten auf den Tisch kommen. Die aktuell eher niedrige Bewertung oder die tendenziell bullischen Analysten wären daher für die Trader kein Hinderungsgrund, auch auf der Unterseite aktiv zu werden … hier konsequent den charttechnischen Signalen zu folgen, wäre daher auf jeden Fall zu überlegen.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/S92.DE/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.10.2026 um 23:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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