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PUMA Aktie Prognose PUMA: Grandiose Bodenbildung – aber die Vollendung fehlt!

News: Aktuelle Analyse der PUMA Aktie

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen der PUMA Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 26.01.2026 um 15:07 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Ein Kurseinbruch, ein plötzlicher Kurssprung und neue Übernahmefantasien. Bei Puma scheint sich etwas zusammenzubrauen.

Plötzlicher Kurssprung sorgt für Rätselraten

Die Aktie des deutschen Sportartikelherstellers Puma zeigt sich derzeit von ihrer volatilen Seite. Nachdem die Aktie Ende vergangener Woche abgesackt ist, ist es am heutigen Handelstag zu einem kräftigen Kurssprung von fast 8 Prozent gekommen – und das ohne ersichtlichen Grund.
(Nachtrag: Während der Artikel geschrieben wurde, haben sich die Kursgewinne auf 16 % ausgedehnt.)

Auslöser für den Kurssturz in der vergangenen Woche waren Berichte, wonach die seit Monaten kursierenden Übernahmespekulationen einen Rückschlag erlitten haben. Demnach sollen Gespräche zwischen der französischen Milliardärsfamilie Pinault, die über die Holdinggesellschaft Artémis S.A.S. rund 30 Prozent der Puma-Anteile hält, und dem chinesischen Sportartikelkonzern Anta Sports beendet worden sein.

Die Reaktion an der Börse fiel heftig aus: Die Puma-Aktie brach am Freitag zeitweise um bis zu zwölf Prozent ein und sackte bis auf 18,28 Euro ab.

Anta Sports hatte sich zuvor bereits Jack Wolfskin und die Rechte an der Marke Fila in China einverleibt. Das Aus der Gespräche war ein spürbarer Dämpfer für die damit verbundenen Übernahmefantasien.

Umso überraschender kommt nun die deutliche Gegenbewegung. Selbst wenn die Gespräche zwischen der Pinault-Familie und Anta beendet sein sollen, verschwinden die Übernahmefantasien dadurch aus meiner Sicht nicht.

Anta Sports: Wirklich raus?

Ganz im Gegenteil. Womöglich geht Anta jetzt den direkten Weg über die Börse und steigt bei Puma ein.
Das Interesse von Anta dürfte sich jedenfalls nicht in Luft aufgelöst haben, nur weil man sich mit Artémis nicht einig wurde.

Dafür geht es um zu viel Geld. Selbst nach den massiven Kursverlusten, die Puma in den letzten Jahren erlebt hat, ist die Beteiligung in Höhe von 30 % noch über 800 Millionen Euro wert.

Aus strategischer Sicht ergibt ein möglicher Einstieg oder eine Übernahme von Puma durch Anta ebenfalls Sinn. Darüber hinaus könnte sich ein Kauf als vergleichsweise günstig erweisen.

Wenn man unterstellt, dass Puma in einigen Jahren wieder so profitabel wird, wie es das Unternehmen bereits war, entspräche der aktuelle Kurs einem KGV von 8,5.

Darüber hinaus würden sich mit Puma für Anta ganz neue Möglichkeiten ergeben. Anta ist zwar einer der größten Sportartikelhersteller der Welt, erzielt aber nach wie vor einen Großteil seines Umsatzes in China.

Warum Puma perfekt zu Anta passen könnte

Puma hingegen ist in Europa, Nordamerika und Lateinamerika stark positioniert. Eine Übernahme würde Anta auf einen Schlag eine globale Präsenz in westlichen Kernmärkten verschaffen – inklusive etablierter Vertriebsnetze, Sponsoringverträge und Retail-Strukturen.

Hinzu kommt, dass Puma sehr gut in die bestehende Mehrmarkenstrategie von Anta passen würde.
Anta besitzt bereits mehrere Sport- und Outdoor-Marken in unterschiedlichen Preis- und Zielsegmenten, ohne dass sich diese stark gegenseitig kannibalisieren. Puma würde dieses Portfolio sinnvoll ergänzen.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die sportliche Glaubwürdigkeit von Puma. Das Unternehmen ist insbesondere im Fußball- und im Running-Segment international stark vertreten und besitzt dort langjährige Partnerschaften mit Vereinen, Nationalmannschaften und Spitzensportlern.
Das fehlt Anta bislang.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende

Aus wirtschaftlicher Sicht spielt zudem das Thema Effizienz eine große Rolle. Anta gilt als äußerst kostendiszipliniert und operativ effizient, während Puma in den vergangenen Jahren wiederholt unter Margendruck gelitten hat. Es ist zwar traurig, dass es bei einem Traditionshaus wie Puma so weit gekommen ist – aber womöglich würden die Chinesen Puma operativ wieder auf Kurs bringen.

Durch den Zusammenschluss würde sich jedenfalls das Potenzial ergeben, durch eine bessere Steuerung der Lieferketten, günstigere Beschaffung und Skaleneffekte die Profitabilität von Puma zu steigern.

Es scheint unwahrscheinlich, dass die Geschichte zwischen Puma und Anta Sports bereits zu Ende ist.
Der Börsenwert von Anta ist fast zehnmal so hoch wie der von Puma. Die Chinesen könnten durchaus in der Lage sein, das Unternehmen komplett zu schlucken.

Puma Aktie: Chart vom 26.01.2026, Kurs: 20,46 EUR - Kürzel: PUM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Puma Aktie: Chart vom 26.01.2026, Kurs: 20,46 EUR – Kürzel: PUM | Quelle: TWS

Das erste größere Kaufsignal würde sich jedoch erst bei Kursen über 24,50 Euro ergeben. Kann diese Hürde überwunden werden, würde dies den Weg in Richtung 28 – 30 Euro freimachen. Darüber rücken Kursziele bei 35 und 39 Euro in den Fokus.

Fällt die Aktie hingegen unter das bisherige Jahrestief, könnte das Vorjahrestief bei 15,30 Euro angesteuert werden.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.11.2025 um 18:06 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

PUMA hat bislang ein fatales Börsenjahr hinter sich. Die Hoffnung, Marge und Gewinn würden sich zeitnah deutlich erholen, ist geplatzt. Einzig frischer Wind könnte die Sicht der Anleger auf die Aktie ändern. Etwas in dieser Art kam gestern. Aber was ließe sich davon halten?

Gestern wurde von „Bloomberg“ gemeldet, dass man aus „informierten Kreisen“ erfahren habe, der chinesische Sportartikelkonzern Anta Sports würde über ein Übernahmeangebot für PUMA nachdenken. Auch der nach Anta Sports zweitgrößte chinesische Sportartikelhersteller Li Ning soll angeblich Optionen für eine solche Übernahme oder eine größere Beteiligung prüfen. Und zuletzt sei auch noch der japanische Asics-Konzern ein denkbarer Käufer.

Die Reaktion der Aktie war drastisch: Der PUMA-Kurs startete mit einer gewaltigen Aufwärts-Kurslücke von 12,8 Prozent in den Donnerstagshandel und legte danach noch etwas zu, sodass am Ende ein Kursplus von satten 18,9 Prozent zu Buche stand. Aber gackern die Trader da nicht über ungelegte Eier? Immerhin hielt „Bloomberg“ auch fest, dass man bei keinem der denkbaren Käufer wirklich bereits konkret geworden sei.

Expertenmeinung: Das ist so, ohne Frage. Allerdings könnte man im Fall von PUMA durchaus festhalten: Eine größere Beteiligung oder gar die komplette Übernahme durch einen großen und finanziell besser aufgestellten Konzern dürfte dem Unternehmen guttun. Sich alleine aus der aktuellen Misere herauszuboxen, ist schwierig. Marktanteile, die in einem derart dichten Markt wie dem der Sportartikel verlorengehen, zurückzugewinnen, ist kein leichtes Unterfangen und, ohne „frischen Wind“, vor allem eines, das Jahre dauern und am Ende trotzdem misslingen kann.

Außerdem hat der Kurs mit diesem Satz nach oben trotzdem nur einen Teil dessen zurückgeholt, was er seit Ende Oktober verloren hatte, und ist in die breite Seitwärtsspanne zurückgekehrt, in der er sich seit dem Frühjahr bewegt hatte. Aus charttechnischer Sicht ist die Aktie damit nur auf Trading-Ebene bullisch, mittelfristig aber „nur“ wieder neutral. Aber die Frage ist ja vor allem: Könnte sich dieses wieder etwas höhere Kurslevel halten, auch wenn das, was „Bloomberg“ da meldete, nicht wirklich konkret ist?

PUMA Aktie: Chart vom 27.11.2025, Kurs 20,22 Euro, Kürzel: PUM | Online Broker LYNX
PUMA Aktie: Chart vom 27.11.2025, Kurs 20,22 Euro, Kürzel: PUM | Quelle: TWS

Denkbar wäre es, eben weil eine Übernahme hilfreich wäre und der derzeitige Aktienkurs potenzielle Beteiligungen oder Übernahmeangebote stützen würde. Immerhin liegt der Kurs trotz Rallye nicht einmal auf halber Höhe dessen, was man zu Jahresbeginn für eine PUMA-Aktie auf den Tisch legen musste. Dies in Kombination mit der etablierten Marke, dem Kundenkreis und den Produkten macht PUMA für eine Übernahme attraktiv. Und der größte Anteilseigner in Form der französischen Pinault-Familie hat den Einstieg eines anderen Konzerns ja längst als grundsätzlich interessant eingeordnet.

Fazit: Diese Eier sind zwar tatsächlich noch nicht gelegt worden, aber es ist keineswegs unrealistisch, dass das noch kommt. Doch nach diesem Kurssprung erst noch auf den Zug aufspringen zu wollen, erscheint mehr als gewagt. Schließlich hängt die Chance auf eine konstruktive Beteiligung oder Übernahme auch davon ab, was ein Käufer dafür bezahlen müsste – eine zu teure Aktie würde die Sache weniger bis gar nicht mehr lukrativ machen. Die momentan vernünftigste Entscheidung wäre daher wohl, die PUMA-Aktie, wenn man sie denn hätte, einfach vorerst zu halten und in Bezug auf die Short-Seite die Segel zu streichen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.10.2025 um 7:56 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Nach einer deutlichen Erholungsphase in den letzten Wochen ist der jüngste Aufwärtstrend bei Puma zunächst unterbrochen. Während sich die Aktie des Sportartikelherstellers im Juli und August spürbar von ihren Sommer-Tiefs lösen konnte, sorgte der gestrige Kurseinbruch bei adidas für spürbare Belastung im gesamten Sektor. Auch die Puma-Aktie geriet zeitweise deutlich unter Druck.

Mit dem Bruch der Serie höherer Tiefs wurde der bislang intakte Aufwärtstrend vorerst technisch beendet. Anleger, die zuletzt auf eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung gesetzt hatten, mussten vorerst einen Rückschlag hinnehmen.

Expertenmeinung: Der Trend ist aktuell von bullisch auf neutral gewechselt. Der Bereich rund um 20,30 EUR dürfte sich nun als wichtige Unterstützungszone herausbilden. Gelingt es den Bullen, diesen Bereich zu verteidigen, wäre zumindest eine Stabilisierung denkbar.

Ein nachhaltiger Bruch darunter könnte hingegen eine weitere Korrektur in Richtung der Sommer-Tiefs einleiten. Vorerst erhält die Aktie daher eine neutrale Bewertung.

Aussicht: NEUTRAL

Puma Aktie: Chart vom 29.10.2025, Kurs: 20.50 EUR, Kürzel: PUM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Puma Aktie: Chart vom 29.10.2025, Kurs: 20.50 EUR, Kürzel: PUM | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

PUMA hat Probleme. Das erste Quartal war schon nicht gut. Aber das zweite war finster. Fallender Umsatz, massiver Margendruck, unter dem Strich Verluste, größer als gedacht. Die Bullen hoffen, dass jemand den Sportartikelhersteller übernimmt. Aber ist das realistisch?

Ein Investor hatte Ende vergangener Woche in einem Artikel des „Handelsblatts“ den Gedanken in den Raum gestellt, adidas könne PUMA doch übernehmen. Seither hat die PUMA-Aktie Boden gutgemacht und gehörte am Dienstag zu den wenigen Gewinnern im MDAX.

Und ja, natürlich wäre das theoretisch möglich. Zumal beides, weit zurückliegend, von zwei Brüdern gegründet und erst zu zwei Firmen wurde, als eben diese Gebrüder Dassler getrennte Wege gingen. Aber zwischen „theoretisch möglich“ und „realistisch“ können Welten liegen. So wie hier.

Denn nur, weil da jemand einfach mal etwas ins Blaue hineinredet, das irgendwie „logisch“ klingt, muss sich dahingehend noch lange nichts in der Realität abspielen. Warum sollte adidas das tun? adidas hat sich auf die Fahnen geschrieben, organisch zu wachsen, nicht durch Zukäufe. Und man steht derzeit weit besser da als PUMA. Zugleich würden sich die Produktpaletten ja nicht ergänzen, sondern großenteils überdecken, sodass das Risiko bestünde, dass man sich kannibalisiert. Und man müsste natürlich den Anlegern ein Angebot machen, das über dem derzeitigen Kurs der PUMA-Aktie läge.

Aber was ist mit dieser Pinault-Sache? Könnten die nötigen Anteile nicht von dort und ggf. dann billig erworben werden?

Expertenmeinung: Die Pinault-Familie, die hinter dem französischen Luxusgüterkonzern Kering steht, hält 29 Prozent der Anteile an PUMA. Das ist stattlich, aber für eine Übernahme bräuchte man eben die Mehrheit der Anteile, als Minderheitsbeteiligung wäre PUMA für adidas eine denkbar schlechte Idee. Damit wäre also nichts Entscheidendes gewonnen, zumal der Ausstieg der Pinault-Familie bei PUMA nur eine Option von mehreren ist, die man sich dort in Bezug auf diese Beteiligung derzeit durch den Kopf gehen lässt.

Unter dem Strich haben wir hier also in keiner Weise irgendetwas Greifbares, sondern nur eine einfach in den Raum geworfene Idee, die aus Sicht von adidas nicht einmal eine besonders gute wäre. Ferner haben wir hier ein Unternehmen mit erheblichen Problemen, die sich zumindest kurzfristig nicht einfach vom Tisch wischen lassen. Daher kann man nur wiederholen, was ich bereits Ende August in Bezug auf die Ausstiegs-Gerüchte der Familie Pinault als Fazit schrieb:

Solche Spekulationen können keine Basis sein, um bei dieser mittelfristig in einem klaren Abwärtstrend laufenden und kurzfristig in einer Seitwärtsspanne gefangenen Aktie einsteigen zu wollen. Die PUMA-Aktie hat zwischen 24,50 und 25,39 Euro eine brettharte Widerstandszone vor sich, mittelfristige Hürden warten darüber dann auch noch. Die Aktie müsste Widerstände überbieten und die Nachrichtenlage klarer (und positiver) werden, bis dahin sollte man neutral bleiben!

PUMA Aktie: Chart vom 16.09.2025, Kurs 19,94 Euro, Kürzel: PUM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
PUMA Aktie: Chart vom 16.09.2025, Kurs 19,94 Euro, Kürzel: PUM | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Steigt der Großaktionär Pinault bei PUMA aus? Könnte jemand, der Pinaults Aktienpaket kauft, gleich das gesamte Unternehmen übernehmen wollen? War es das, was die Aktie am Montag um knapp 16 Prozent nach oben zog? Und könnte das der erste Schritt zur Wende sein?

Diese Nachricht katapultierte die PUMA-Aktie unstrittig zum Wochenstart deutlich nach oben. Aber daraus zu schließen, dass hier Übernahmephantasie eine am Boden liegende Aktie zum Überflieger machen wird, wäre höchst voreilig. Denn so einfach ist das alles vermutlich nicht.

Die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ berichtete, man habe aus „Kreisen“ vernommen, dass die Pinault-Familie, Gründer des Kering-Konzerns, darüber nachdenkt, ihren über ihre Finanzholding Artémis gehaltenen Anteil von 29 Prozent an PUMA zu verkaufen. Angeblich, weil die Aktie sich so schwach entwickelt hat. Da fängt es schon an, knifflig zu werden:

Das sehen potenzielle Käufer auch. Und derzeit hat PUMA nun einmal Probleme. Der Umsatz sank zuletzt, die Prognose für 225 wurde gesenkt, die Margen stehen unter Druck. Wird sich ein Bieter finden, der der Pinault-Familie genug bietet, damit sich ein Verkauf überhaupt lohnt? Wird ein solcher Bieter dann versuchen, das gesamte Unternehmen zu übernehmen?

Möglich, wenn man beim Interessenten den Eindruck gewinnt, dass PUMA perfekt ins eigene Portfolio passt, man sich damit breiter und insgesamt stärker aufstellt und somit profitiert, wenn die Nachfragesituation besser wird. Darauf könnten die Pinaults aber an und für sich auch warten. Man darf vermuten, dass man da schon ein sehr gutes Angebot haben möchte. Und da ist eben die Frage, ob das kommt. Zumal die „Bloomberg“-Meldung lautete, dass Pinault verschiedene Optionen abwäge, unter anderem einen Verkauf. Das ist also bislang eine komplett vage Geschichte. Die die Anleger aber als klare Sache angesehen haben?

Expertenmeinung: Das ist meines Erachtens fraglich. Wer hier seit Langem „unter Wasser“ ist, sprich die Aktie mit dicken Verlusten hält und auf das Prinzip Hoffnung setzt, mag nach jedem Strohhalm greifen und dabei gleich den typischen Fehler mitmachen, bei einer Verlustposition zuzukaufen. Aber ich denke, dass etwas anderes wahrscheinlicher ist:

PUMA Aktie: Chart vom 25.08.2025, Kurs 21,73 Euro, Kürzel: PUM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX

Eindeckungen. Schauen wir uns das Chartbild an: Das sieht nach nervösen Leerverkäufern, sprich Bären, aus. Denn die PUMA-Aktie brach nach den schwachen Bilanzzahlen nebst Prognose-Senkung Ende Juli zwar ein. Aber als das bisherige Jahrestief vom April bei 18,07 Euro erreicht wurde, wurde dieses zwar unterboten, aber der große Abverkauf, den man hätte vermuten können, blieb aus. Stattdessen schob sich die Aktie ohne Dynamik um das April-Tief herum seitwärts. Wer hier indes auf der Short-Seite steht, hat auf deutlich weiter fallende Notierungen gesetzt. Dass es nicht weiter abwärts ging, dürfte viele Bären also beunruhigt haben. Und in diese Nervosität hinein kam dieses Gerücht über die Nachrichtenticker.

Daher wäre es durchaus realistisch, anzunehmen, dass das Gros dieses Kurssprungs dadurch zustande kam, dass nervöse Leerverkäufer daraufhin sofort ihre Positionen eindeckten, indem sie die Aktie kauften. Und da ein solches Gerücht dazu führt, dass viele erst einmal ihre im Markt liegenden Verkaufsorders streichen, trafen diese Eindeckungskäufe auf ein schlagartig ausgedünntes Angebot. Wenn so etwas passiert, kommt genau das zustande, was wir im Chart sehen. Aber das wäre dann eben nur eine Reaktion der Pessimisten, die ihre Erwartung einer weiter fallenden Aktie platzen sehen.

Die PUMA-Aktie hat zwischen 24,50 und 25,39 Euro eine brettharte Widerstandszone vor sich, mittelfristige Hürden kommen darüber auch noch. Solange hier nicht mehr kommt als das Gerücht, dass ein Großaktionär über seinen Anteil nachdenkt und dabei unter anderem einen Verkauf in Betracht zieht, ist das keine Basis für Käufe. Die Aktie müsste Widerstände überbieten und die Nachrichtenlage klarer werden, vorher sollte man hier besser zuschauen!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.