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Unter dem Motto „Es hätte schlimmer sein können“ legte die PUMA-Aktie Ende der Vorwoche als Reaktion auf die Quartalsbilanz zwar kräftig zu. Aber am Montag war das gesamte Plus wieder abverkauft. Die Vollendung der großen Bodenbildung? Die lässt weiter auf sich warten!
Das war dünn, was der Sportartikelhersteller PUMA zum ersten Quartal zu berichten hatte. Der Umsatz sank um 6,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dass es währungsbereinigt nur ein Prozent war, machte die Sache nicht wirklich besser. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um 5,0 Prozent zu, der Nettogewinn belief sich nach einer Nullnummer im Vorjahr auf 0,18 Euro pro Aktie. Das entsprach in etwa den Analysten-Erwartungen.
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Und das „dünn“ galt auch für den Gesamtjahresausblick, den PUMA unverändert beließ: Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, EBIT zwischen -50 und -150 Millionen, verursacht durch Einmalaufwendungen zur Restrukturierung. 2026 sei ein Übergangsjahr, 2027 wolle man dann durch die Effekte der getroffenen Effizienzsteigerungsmaßnahmen wieder nachhaltiges Wachstum erreichen, hieß es in der Quartalsmitteilung. Das war alles nicht gerade geeignet, um bei den Anlegern einen Kaufrausch auszulösen. Und so präsentiert sich das Chartbild auch:

Expertenmeinung: Wir sehen hier eine sehr langgezogene, seit über einem Jahr laufende Bodenbildung, die sich wie eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter mit jeweils zwei linken und rechten Schultern präsentiert. Wobei die letzten Zwischentiefs über den vorherigen liegen. Das wäre also eine gute Ausgangsbasis, um die Nackenlinienzone nach oben zu verlassen und die Aufwärtswende damit zu vollenden.
Der Versuch wurde als Reaktion auf diese Quartalsbilanz zwar unternommen, aber Sie sehen: Die Ergebnisse waren einfach zu dünn, um das zu schaffen. Es fehlte die positive Überraschung und der zündende Funke. Zu wiederholen, dass man nur 2026 noch durchhalten müsse, um dann 2027 wieder Wachstum zu sehen. Das reichte nicht, um die Akteure zu motivieren, diese zwischen 24,39 und 27,06 Euro wartende Widerstandszone zu bezwingen. Die Aktie kam zwar fast an das bisherige Jahres-Verlaufshoch bei 26,69 Euro heran. Aber am Montag kamen keine Anschlusskäufe, die aus Sicht der Bullen den Sack hätten zumachen können, sondern Abgaben. Abgaben, die intensiv genug waren, um die PUMA-Aktie zum Wochenstart zum Tagesverlierer im MDAX zu machen und die zu einem Schlusskurs führten, der das Plus zuvor sogar mehr als eliminierte.
Fazit: PUMA mag grundsätzlich ein Long-Kandidat sein. Aber einer, der weit hinten im Feld startet. Solange sich nicht zumindest das Umfeld für die Branche günstiger präsentiert, wäre ein Einstieg mit unnötig hohen Risiken verbunden. Und bevor die Aktie diese Bodenbildung nicht wirklich vollendet, sprich über diese Widerstandszone 24,39 zu 27,06 Euro klar hinaus gelaufen ist, erst recht.
Quellenangaben: Ergebnis des 1. Quartals 2026, 30.04.2026: https://about.puma.com/de/newsroom/corporate-news/2026/30-04-2026-puma-mit-solidem-start-ins-geschaeftsjahr-unterstuetzt
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/PUM.DE/analyst-insights/
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