Skip to main content
Bitte wählen Sie:

OHB Aktie Prognose OHB erhält Auftrag für Mondstation. Aktie reif für den nächsten Höhenflug? 

News: Aktuelle Analyse der OHB Aktie

In diesem Artikel
OHB
ISIN: DE0005936124
|
Ticker: OHB -,-- %
|
Börse: --

--- EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur OHB Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Der Mond ist näher, als man denkt. OHB könnte von Europas Streben nach mehr Unabhängigkeit profitieren und vor einem kräftigen Gewinnsprung stehen. 

Der Kurs ist massiv eingebrochen, obwohl der Auftragsbestand Rekordwerte erreicht. Ist das eine Gelegenheit? 

Europas Weltraumpläne als Milliardenchance? 

Die strategische Bedeutung der Raumfahrt ist enorm und nimmt weiter zu. OHB profitiert von steigenden Sicherheitsanforderungen, milliardenschweren Raumfahrtprogrammen und Europas Streben nach mehr Unabhängigkeit.  

Satelliten sind längst mehr als technische Hilfsmittel für Navigation und Wettervorhersagen. Sie ermöglichen militärische Aufklärung, sichere Kommunikation und die Überwachung kritischer Infrastruktur. Im Konfliktfall sind sie essenziell. 

Wie wichtig diese Unabhängigkeit ist, zeigte der Streit um den Zugang der Ukraine zu amerikanischen Aufklärungsdaten und dem Satellitennetzwerk Starlink. Einschränkungen bei solchen Diensten können unmittelbare militärische Folgen haben. 

Bisher haben die meisten NATO-Staaten darauf gesetzt, dass sie im Extremfall auf amerikanische Systeme zurückgreifen können, doch das ist längst nicht mehr sicher.  

Europa benötigt deshalb eigene Fähigkeiten, um Kommunikation, Aufklärung und andere sicherheitsrelevante Anwendungen verlässlich gewährleisten zu können. Davon könnten spezialisierte Raumfahrtunternehmen wie OHB langfristig profitieren. 

Volle Auftragsbücher, günstige Einstiegschance? 

OHB SE ist einer der wichtigsten unabhängigen Raumfahrtkonzerne Europas. Das Unternehmen aus Bremen entwickelt und baut Satelliten, Raumfahrtsysteme und technische Lösungen für institutionelle und kommerzielle Kunden. 

Das Angebot umfasst unter anderem Lösungen für Erdbeobachtung, Navigation, Aufklärung und wissenschaftliche Missionen. Hinzu kommen digitale und satellitengestützte Anwendungen. 

Zu den wichtigsten Auftraggebern gehören öffentliche Institutionen und die Europäische Weltraumorganisation ESA. Das Geschäft wird daher wesentlich von staatlichen Budgets, Ausschreibungen und langfristigen Programmen geprägt. Diese Abhängigkeit birgt Risiken, sorgt bei erfolgreichen Auftragsvergaben aber auch für eine vergleichsweise gute Planbarkeit. 

Darüber hinaus ist die Wettbewerbslandschaft übersichtlich. Da die technischen Herausforderungen enorm sind, gibt es nicht viele Wettbewerber.  

Raumfahrtsysteme müssen unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Entwicklung, Fertigung und Qualifizierung erfordern spezialisiertes Wissen und jahrelange Erfahrung. Neue Wettbewerber können sich diese Fähigkeiten nicht kurzfristig aneignen. Dadurch entstehen natürliche Eintrittsbarrieren. 

Rekordaufträge sind eine gute Basis 

Die Geschäftsentwicklung zeigt, dass OHB von der steigenden Nachfrage profitiert. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 21 % auf 1,22 Mrd. Euro gesteigert werden.  
Das bereinigte EBITDA stieg um 13 % auf 125,6 Mio. Euro. Das operative Geschäft wuchs damit deutlich, die Profitabilität hielt jedoch nicht ganz Schritt. 

Besonders bemerkenswert ist der Auftragsbestand. Zum Jahresende 2025 erreichte er 3,19 Mrd. Euro und stieg bis zum Ende des zweiten Quartals 2026 auf 3,30 Mrd. Euro. Damit verfügt OHB über ein erhebliches Volumen bereits gewonnener Aufträge, das über mehrere Jahre abgearbeitet werden kann. 

Allerdings sind Auftragsbestand und Gewinn nicht dasselbe. OHB könnte sich jedoch an einem Wendepunkt befinden. 
Der Konzern erwartet nicht nur ein erhebliches Wachstum, sondern auch eine deutliche Steigerung der Profitabilität. 

Für das laufende Geschäftsjahr stellt OHB einen Anstieg der Umsätze von 1,22 auf 1,40 Mrd. Euro und eine Verbesserung der EBIT-Marge von knapp unter 6 % auf 8 % in Aussicht. 
Im kommenden Jahr soll der Umsatz auf 1,7 Mrd. Euro und die EBIT-Marge auf 9 % steigen. 

Den Konsensschätzungen zufolge könnte das in diesem Jahr zu einem Gewinnsprung auf 2,92 Euro je Aktie und im kommenden Geschäftsjahr zu einem Ergebnis von 5,00 Euro je Aktie führen. 

Sollten die Erwartungen erfüllt werden, kommt OHB auf ein KGVe von 70,4. Im kommenden Jahr würde das KGV auf 41,1 sinken. 

Der Mond als Kurstreiber? 

Das ist sicherlich nicht wenig, aber inzwischen geht es immerhin um den Mond. 

Am 19. Oktober hat die Europäische Weltraumorganisation ESA die OHB System AG mit Machbarkeits- und Vorentwurfsstudien für OASIS beauftragt. Dahinter verbirgt sich die Idee einer modularen Infrastruktur auf der Mondoberfläche, die wissenschaftliche Experimente und technologische Anwendungen über einzelne Missionen hinaus ermöglichen soll. 

Europa will den Mond nicht mehr nur erkunden, sondern dort langfristig forschen. OHB könnte dabei eine Schlüsselrolle übernehmen. Der neue ESA-Auftrag ist zwar zunächst überschaubar, eröffnet aber eine interessante Perspektive. 

Der Ansatz ist durchaus interessant. Bislang benötigt jede Mission ihre eigene technische Ausstattung. OASIS soll künftig zentrale Dienstleistungen wie Stromversorgung, Kommunikation und Datenspeicherung bereitstellen. Darauf könnten verschiedene wissenschaftliche Instrumente und robotische Systeme zurückgreifen. Das würde den Aufwand für einzelne Missionen reduzieren und könnte langfristig neue Anwendungen ermöglichen. 

OHB übernimmt bei den aktuellen Studien die Rolle des Hauptauftragnehmers. Das Unternehmen verantwortet das Gesamtkonzept und arbeitet mit Partnern an den Systemanforderungen und dem Vorentwurf. 

Noch handelt es sich um Studien und nicht um einen gesicherten Großauftrag für den Aufbau einer Mondstation. Das Projekt verdeutlicht jedoch, welches Potenzial in OHB schlummern könnte. 

OHB Aktie: Chart vom 20.10.2026, Kurs: 205,50 EUR – Kürzel: OHB | Quelle: TWS | Online Broker LYNX 
OHB Aktie: Chart vom 20.10.2026, Kurs: 205,50 EUR – Kürzel: OHB | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein nachhaltiger Ausbruch über 200 Euro, kommt es zu einem Kaufsignal mit Kurspotenzial in Richtung 226 und 271 Euro. 

Fällt die Aktie hingegen unter 188 Euro, könnte das einen erneuten Rücksetzer in Richtung 155 – 165 Euro einleiten. 

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
T-Hoch
T-Tief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.10.2026 um 11:04 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Mehr als 65.000 zufriedene Kunden. Ich bin einer davon.

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?(erforderlich)
Wenig hilfreichSehr hilfreich
Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
Loading ...
Alle Börsenblick Artikel

Vorherige Analysen der OHB Aktie